Baby

Zeit geben

Ihr könnt es kaum erwarten, die frischgebackenen Eltern zu beglückwünschen und das Baby zu sehen? Seid euch sicher: Das freut alle stolzen Neu-Eltern! Aber bitte gebt ihnen trotzdem etwas Zeit und übermittelt erst einmal leise Glückwünsche. Überfallbesuche kurz nach der Geburt und unangemeldete Babybesichtigungen sind zwar ein Ausdruck der übersprudelnden Freude, aber leider das Letzte, was die Eltern jetzt brauchen.

Nützliche Geschenke

Das häufigste Auswahlkriterium beim Geschenkekauf zur Geburt: der Niedlichkeitsfaktor. Wer schenkt schon gerne einen Gutschein, wenn es auch winzige Schühchen und ein süßer Teddy sein können. Doch gebraucht werden oft ganz andere Dinge. Wer trotzdem nicht bei den Eltern nachfragen möchte, dem hilft vielleicht die Dreier-Regel: etwas Schönes, etwas Nützliches und eine kleine Aufmerksamkeit für die Erwachsenen.

Unterstützung anbieten

Ein Besuch bei den frischgebackenen Eltern ist im besten Fall mehr als entzücktes Babybestaunen. Klar steht das winzige Geschöpf sofort im Mittelpunkt und die Eltern freuen sich riesig, dass du das Baby so freudig empfängst. Aber noch mehr freuen sie sich über diese Sätze: Ich habe etwas zu Essen mitgebracht! Soll ich vielleicht etwas für dich erledigen? Soll ich kurz aufpassen, damit du duschen kannst?

Sei die Ruhe selbst

Wir gehen nicht davon aus, dass du Eltern und Baby mit einem kleinen Trompetenkonzert zur Geburt gratulieren willst. Aber da Ruhe für die meisten Mütter und Väter mit Baby wirklich das schönste Geschenk ist, ist Lärmvermeidung jetzt in jeder Hinsicht besonders gefragt. Geräuschvolle Babygeschenke sind meistens nicht willkommen, Strategien zur Vermeidung der Türklingel umso mehr.

Positiv bleiben

Die erste Zeit mit Baby ist oft auch eine Zeit der Unsicherheiten und immer eine sensible Phase. Sei also besonders feinfühlig und vermeide unbedachte Äußerungen oder Belehrungen. Merke: Das Baby ist süß. Der Babyname ist wirklich schön. Und die Mutter macht ihre Sache richtig gut.

Zurückhaltend sein

Bestimmt ist das kleine Bündel so unwiderstehlich süß, dass du es vom Füßchen bis zur Nase anbeißen möchtest. Wir verstehen dich! Aber beim Knutschen, Knuddeln und Halten gilt: Warte eindeutige Signale der Mutter ab. Und nimm es bitte nicht persönlich, wenn du das Baby nicht in den Arm gelegt bekommst. Nicht jede Neu-Mama fühlt sich damit wohl. Besonders Knutschattacken sind meistens nicht erwünscht – und bei Lippenherpes natürlich sowieso streng verboten.

Mama im Mittelpunkt

Besonders aufregend ist der erste Babybesuch, wenn du selbst schon Kinder hast und deine Freundin, Schwester oder Tochter im Kreise der Mütter begrüßen kannst. Von deinem Erfahrungsschatz wird die Neu-Mutter sicher noch profitieren. Jetzt gilt aber erst mal: zuhören statt zuquatschen. Schließlich gilt dein Interesse doch dem Baby, den Eltern und all dem, was sie jetzt bewegt. Eigene Geburtsberichte, Bei-mir-war-das-so-Geschichten und sonstige Weisheiten am besten sehr wohldosiert einsetzen.

Kerngesund

Für dich ist es vielleicht ein unbedeutender Schnupfen, die Eltern eines Neugeborenen finden kränkelnden Besuch aber gar nicht lustig. Führe dir immer vor Augen, dass das Neugeborene gerade erst den schützenden Bauch verlassen hat und sich sein Immunsystem erst noch entwickeln muss. Auch wenn der Nestschutz die ganz Kleinen vor vielen Krankheiten bewahrt, gilt: Immer gut die Hände waschen, nicht krank zum Babybesuch gehen und selbstverständlich nicht rauchen!

Stippvisite

Es gibt eine Phase mit Baby, da wünschen sich die Eltern dringend Gesellschaft und ausgedehnte Gespräche mit erwachsenen Menschen – jenseits von Dudu und Dada. Ganz am Anfang sind sie aber meistens so eingespannt, dass die goldene Regel lautet: Komme pünktlich und bleibe nicht zu lang. Planbarkeit in dieser neuen Situation sehr wichtig. Wenn das Baby (länger) weint oder die Mutter sich zum Stillen lieber zurückziehen möchte, ist es meistens Zeit zu gehen. Es sei denn, du wirst explizit gebeten zu bleiben.

Aufwand minimieren

Der beliebteste Besuch ist jetzt eindeutig der, von dem man nicht merkt, dass er da war – nicht auf emotionaler Ebene natürlich, aber auf organisatorischer. Vorbildlich sind Gäste, die ihr Geschenkpapier gleich entsorgen und ihr Wasserglas selbständig in die Spülmaschine stellen. Denn ganz ehrlich: Andernfalls stehen die Chancen im Babytrubel gut, dass das ganze Zeug in einer Woche noch immer im Wohnzimmer liegt.

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