Babypflege: Wie wickle ich mein Baby richtig?

Eine großer Teil der Säuglingspflege und eine Tätigkeit, mit der sich die Mutter und der Vater in den nächsten Wochen viel beschäftigen werden, ist das Wickeln. Du wirst täglich längere Zeit am Wickeltisch stehen, der deinem Rücken zuliebe unbedingt deiner Körpergröße entsprechen sollte. Am besten stellst du gleich einen dicht schließenden Windeleimer daneben. Überhaupt sollte alles, was du zum Wickeln brauchst, parat liegen. Dazu gehören:

  • eine Wasserschüssel mit lauwarmem Wasser
  • ein Lappen
  • ein Handtuch
  • eine neue Windel
  • eventuell Wechselwäsche
  • im Winter ein Heizstrahler, der den Platz schön warmhält.

Nun entferne die Windel und wische den Genitalbereich mit einem feuchten Lappen ab. Unterwegs benutzen viele Eltern statt eines feuchten Lappens auch Feuchttücher aus der Drogerie. Achte bei der Reinigung darauf, dass du beim Mädchen von der Scheide zum Po wischst und beim Jungen nicht die Vorhaut zurückziehst. Kleiner Tipp: Die frische Luft reizt den Harndrang unserer Süßen. Gerade bei Jungs kann dann schnell mal eine kleine Fontäne vom Wickeltisch regnen. Um dich davor zu schützen, kannst du zum Beispiel deinem Sohn eine Windel in den Schritt legen.

Säuglinge lieben es, nach der Windelerfrischung noch eine Weile an der frischen Luft zu trocknen und mit den Beinen zu strampeln. Das beugt übrigens auch einem wunden Po vor. Ist dein Säugling kein Fan vom Wickeln und strampelt dabei heftig, wird es vielleicht von einem Mobile abgelenkt. Ganz wichtig: Lasse deinen Säugling nie alleine auf dem Wickeltisch liegen, nicht einmal für eine Sekunde. Auch wenn du meinst, dass dein Kind sich noch nicht drehen kann: Viele Stürze vom Wickeltisch passieren, weil sich das Baby dort zum ersten Mal und völlig unerwartet gedreht hat.

Ob du dich für Stoff- oder Wegwerfwindeln entscheidest, hängt von deiner Einstellung, deiner Zeit und nicht zuletzt von deinem Budget ab. Aus ökologischer Sicht halten sich aber beide Systeme etwa die Waage. Vielleicht probierst du beide Techniken einfach mal aus. Stoffwindeln kann man vor allem zum Testen auch prima gebraucht kaufen.

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Babypflege: Wie, ab wann und wo wasche ich mein Baby?

Liebe Mami, würdest du eine teure Luxus-Hautcreme einfach abwaschen, ohne dass sie ihre Wirkung entfalten konnte? Vermutlich nicht! Deshalb werden Neugeborene heute meist nicht mehr direkt nach der Geburt gewaschen, wenn ihre Haut noch von der weiß-gelblichen Käseschmiere überzogen ist. Denn die gleicht einer Luxushautcreme. Sie pflegt die empfindliche Haut deines Neugeborenen, vermittelt zeitgleich einen antibakteriellen Schutz und bewahrt deinen Schatz davor, nach der Geburt schnell auszukühlen.

Hast du vielleicht auch mal gehört, dass Kinder erst baden dürfen, wenn der Nabelschnurrest abgefallen ist? Dazu gibt es jetzt neuste internationale Richtlinien und die besagen, dass Neugeborene auch schon in die Wanne dürfen, bevor der Nabel vollkommen verheilt ist. Es besteht keine erhöhte Infektionsgefahr.

Jetzt ist es soweit: Du willst deinen kleinen Schatz endlich waschen. Dafür hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du badest ihn oder du reibst ihn mit einem nassen Waschlappen ohne Seife ab. Achte vor allem auf die vielen kleinen Hautfalten am Hals, unter den Achseln und in der Leiste. Die können sich schnell entzünden, wenn sie nicht regelmäßig abgewischt werden.

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Ist dein Säugling eine kleine Wasserratte, kannst du ihn ganz am Anfang noch im Waschbecken oder in einer Babybadewanne planschen lassen. Viele Säuglinge fühlen sich besonders wohl, wenn sie mit ihrer Mutter oder ihrem Vater zusammen im warmen Wasser kuscheln dürfen. Kleiner Hebammen-Tipp: Es ist einfacher, wenn ihr beim gemeinsamen Baden zwei Erwachsene seid, damit der zweite das Baby übernehmen kann, wenn der erste aus der Wanne steigen will. Übrigens: Neugeborene brauchen keine Badezusätze. Möchtest du trotzdem nicht darauf verzichten, kannst du einfach spezielle Badeöle für die Säuglingspflege kaufen. 

Babypflege: Wie bade ich mein Baby?

Ganz einfach: Stütze deinen Säugling mit je einer Hand unter dem Po und im Nacken und lass ihn behutsam ins warme Wasser eintauchen. Gib ihm Zeit, sich an das neue Gefühl zu gewöhnen! Sobald er das Wasser genießt, kannst du mit der Reinigung beginnen. Dazu stützt du den Kopf deines Babys am besten mit der Ellenbeuge ab und hältst den Körper mit der Hand. Dann hast du die andere Hand frei für den Waschlappen.

Am besten beschränkst du die Badedauer im ersten Lebensjahr auf maximal zehn Minuten. Ab dem ersten Geburtstag kann dein Schatz auch gerne länger im Wasser planschen. Und nach dem Baden geht's schnell ins kuschelige Handtuch, damit deinem Baby nicht kalt wird. Beim sanften Abtupfen ist es gut, wenn du besonders auf den Nabel, die Achselhöhlen und die Falten an den Oberschenkeln achtest. An diesen Stellen sammelt sich oft die Feuchtigkeit.

Viele Säuglinge genießen es auch, trockengeföhnt zu werden. Der sanfte Lufthauch und das stetige Brummen des Gerätes beruhigen die Kleinen und machen sie schläfrig. Doch häufiges Föhnen kann die zarte Babyhaut austrocknen und sollte deshalb nur gelegentlich passieren. Achtung: den Föhn so weit weghalten, dass er nicht von einem spontanen Pipi-Strahl erreicht werden kann! Du kannst den Unterleib einfach mit einem Handtuch oder einer Windel zudecken, dann kann nichts passieren. Über eine Babymassage nach dem Planschen freuen sich auch viele Babys. Wie eine gute Babymassage geht, liest du weiter unten. 

Babypflege: Welche Temperaturen mögen Babys beim Baden?

Wusstest du, dass der Körper erst ab dem zweiten Lebensjahr die Wärmeregulierung über die Haut beherrscht? Deswegen mögen es Babys auch gerne warm, aber nicht zu heiß. Das heißt: Sie fühlen sich bei 24°C Zimmertemperatur im Bad am wohlsten. Zugluft bekommt ihnen dagegen gar nicht. Das Badewasser ist mit 37 bis 38 Grad ideal temperiert. Kleiner Tipp: Preiswerte Badewasserthermometer aus der Drogerie zeigen dir die exakte Temperatur an und verhindern so Verbrühungen. 

Babypflege: Wie reinige ich die Haare und die Kopfhaut?

Hat dein Schatz außergewöhnlich viel Haar, ist es gut, wenn du beim Waschen auch die Haare mit einem sanften Waschlappen reinigst. Stehen allerdings nur ein paar kleine Flusen vom Kopf deines Babys ab, brauchst du dich nicht extra darum kümmern. Möchtest du die Haare schneiden, ist es einfacher, wenn du wartest, bis dein Schatz schläft. So minimierst du auch die Verletzungsgefahr.

Die dicke, klebrige Schuppenschicht am Kopf deines Babys nennt man Kopfgneis. Er ist harmlos und bildet sich auch nur so lange, bis die Talgdrüsen richtig arbeiten. Am besten lässt du ihn einfach in Ruhe. Wenn du aber nicht abwarten möchtest, bis er von alleine abfällt, kannst du ihn mit ein bisschen Baby- oder Olivenöl abtupfen, eine Stunde einwirken lassen und dann die Beläge vorsichtig mit einem Kamm lösen. Danach das Köpfchen mit lauwarmem Wasser abspülen. 

Hast du dich immer schon gefragt, warum manche Kinder jedes Mal zerzauste Haare haben? Bei uns kannst du alles über das sogenannte Struwwelpeter-Syndrom nachlesen.  

Babypflege: Wie pflege ich den Nabel? 

Der Nabel deines Babys braucht keine spezielle Reinigung. Das Wichtigste ist: trocken halten und gegebenenfalls steril abdecken. Hast du aber das Gefühl, dass etwas nicht richtig ist, frage lieber einmal deine Kinderärztin oder deine Hebamme – und wenn es nur der Beruhigung dient.

 

Babypflege: Wie geht die Ohren- und Augen-Pflege?

Ganz wichtig: Ohrenstäbchen haben in Babyohren nichts zu suchen! Die Gefahr von Trommelfellverletzungen ist zu groß. Außerdem haben Ohren eine sogenannte Selbstreinigungsfunktion. Es ist also total ausreichend, wenn die Eltern ab und an die äußere Ohrmuschel ihres Sprösslings mit einem Tuch reinigen.

Wacht dein Kind häufig mit verklebten Augen auf, liegt es oft daran, dass die Tränendrüsen nach der Geburt noch nicht richtig arbeiten. Du kannst einfach Watte zwischen Daumen und Zeigefinger drehen, sodass ein Stiel entsteht. Den in abgekochtes, kühles Wasser tauchen und damit die Augen auswischen – bitte immer von außen nach innen wischen! Statt Wasser kannst du auch etwas Muttermilch benutzen. Sie löst die Verklebungen ratzfatz ab und wirkt zudem entzündungshemmend. 

Babypflege: Wie reinige ich die Nase meines Säuglings?

Genauso wie die Ohren besitzt auch die Nase deines Kindes eine Selbstreinigungsfunktion. Dabei wird der Staub und Schmutz durch das Nasensekret gebunden und ausgestoßen. Ab und an kann es vorkommen, dass zu viel Nasensekret produziert wird, zum Beispiel bei einem Schnupfen. Zur Pflege der Nase ist es dann ratsam, die Kruste mit einem feuchten Wattebausch erst einzuweichen und dann zu entfernen.

Babypflege: Ab wann muss ich meinem Schatz die Zähne putzen?

Mit etwa sechs Monaten brechen normalerweise die ersten Zähnchen durch. Mit dem ersten Zahn startest du auch mit der richtigen Zahnpflege. Zahnärzte raten allerdings von Fingerbürsten, feuchten Tüchern oder Wattestäbchen als erste Reinigungsform der Zähne ab und empfehlen ausschließlich altersgerechte Zahnbürsten. Für Kinder bis 24 Monate reicht eine reiskorngroße Portion Kinderzahnpasta, danach gerne eine Erbengröße. 

Suchst du Abbhilfe bei Zahnungsbeschwerden oder mehr Infos zur richtigen Zahnhygiene? Bei uns findest du alle wichtigen Infos rund ums Zahnen.  

 

Babypflege: Was muss ich bei den Finger- & Fußnägeln beachten?

In den ersten Wochen nach der Geburt sind die winzigen Finger- und Fußnägel noch so weich, dass man sie ohne Probleme abzupfen kann. Nach einigen Wochen werden bei vielen Säuglingen die Nägelenden allerdings so scharf, dass sie sich damit schnell selbst verletzen können. Ein bewährter Hebammentrick: Einfach eine Socke oder einen kleinen Fäustling über die Hand bzw. den Fuß mit den scharfen Nägeln ziehen. Alternativ könnt ihr auch mit einer runden Baby-Nagelschere die scharfen Enden etwas stutzen. Das funktioniert besonders gut, wenn die Kinder schlafen. 

Babypflege: Was muss ich beim Eincremen beachten?

Für eine gute Säuglingspflege ist es wichtig zu wissen, dass die Haut von Neugeborenen im ersten Lebensjahr anders beschaffen ist als die von Erwachsenen. Die Charité in Berlin hat in einer Studie sogar herausgefunden, dass die oberste Hautschicht (Stratum corneum) bei Babys um ca. 30 Prozent dünner ist als beim Erwachsenen. Das bedeutet: Die Kinder empfinden Berührungen, Kälte oder Wärme noch viel intensiver und ihre Haut ist wesentlich durchlässiger und bildet noch nicht viel Fett. Fühlt sie sich trocken an, hilft sparsames, aber regelmäßiges Eincremen. Am besten spezielle Produkte für die Säuglingspflege verwenden, da die Inhaltsstoffe auf die sehr junge und zarte Haut zugeschnitten und besser hautverträglich sind.

Du hast ein Sommerkind geboren oder ihr steigt bald in den Flieger, um mit Baby das erste Mal in den Süden zu düsen? Dann achte unbedingt darauf, dass dein Baby keine direkte Sonne abbekommt, sondern im Schatten bleibt. Es sollte auch möglichst nicht eingecremt werden, sondern mit Kleidung, Hütchen und Sonnenschirm vor der UV-Strahlung geschützt werden. Im Schatten fühlt es sich auch viel wohler. 

Und im Winter schützt du dein Kind vor Kälte und trockener Haut mit einer schützenden, fettreichen Wettercreme, vor allem im Gesicht. Achte darauf, dass das Produkt frei von Konservierungs-, Duft- und Farbstoffen ist.
Generell ist es immer gut, Produkte zu kaufen, die speziell für die Säuglingspflege sind. Ob du dabei auf Bio-Pflegeprodukte oder nicht setzt, bleibt natürlich dir überlassen.

Babypflege: Wie pflege ich einen wunden Po?

Der Po deines Babys leuchtet knallrot? Das passiert bei Windelkindern leider häufig und ist sehr schmerzhaft für die Kleinen. Gründe gibt es dafür viele: Unverträgliche Lebensmittel bei der Beikost-Ernährung, Zahnen und Co., Urin und Stuhlgang reizen die angegriffene Haut noch zusätzlich. Jetzt ist dein Stichwort: trocken halten! Wickel häufiger als üblich und lasse dein Schatz so kurz wie möglich in einer nassen Windel liegen. Wasche den Po mit reinem Wasser und lasse ihn am besten in einem warmen Raum an der Luft trocknen. Viel windelfreie Zeit lässt die Haut schneller heilen.

Bist du unterwegs, kannst du etwas Heilwolle aus der Apotheke in die frische Windel legen. Besser ist jetzt, einen frischen, aber nassen Lappen zum Säubern zu benutzen, statt auf Feuchttücher zurückzugreifen. Cremes wie beispielsweise Ringelblumensalbe oder Zinksalbe können den Heilungsprozess zusätzlich unterstützen. Wichtig: Wenn die gerötete Haut anfängt zu nässen und sich kleine Knötchen bilden, können das Anzeichen für eine Pilzinfektion sein. Dann unbedingt einen Arzt aufsuchen. 

Babypflege: Wie geht eine Babymassage?

Körperkontakt und sanfte Berührungen sind Grundbedürfnisse kleiner Menschen und tragen zu einer guten Bindung und einer altersgerechten Entwicklung bei. Eine kurze Babymassage ist also eine gute Möglichkeit, deinem Knirps ein paar zusätzliche Streicheleinheiten zu geben. Die sanften Bewegungen der Massage und das offensichtliche Wohlbefinden deines Säuglings sind auch Balsam für deine Seele. Nimm etwas Creme oder Öl auf die Fingerspitzen und streiche mit leichtem Druck im Uhrzeigersinn über den kleinen Körper. Spare dabei das Gesicht aus. Beobachte dein Kind. Wird es bei deinen Bewegungen aktiver oder entspannt es sich? Höre auf deinen Bauch und entwickelt zusammen ein beruhigendes, harmonisches Babymassage-Ritual. 

Mehr Infos zur Babymassage, wie sie geht und was die besten Griffe sind, kannst du dir in unserem Babymassage-Video anschauen.

Säuglingsernährung: Worauf muss ich bei der Ernährung meines Babys achten?

Die Säuglingsernährung teilt sich in verschiedene Etappen auf:
Vom ersten Moment der Geburt bis ca. dem fünften Lebensmonat bekommt dein Kind ausschließlich Muttermilch oder du fütterst es mit entsprechender Säuglingsnahrung. Gut zu wissen: Gestillte Kinder brauchen in den ersten Monaten keine anderen Lebensmittel oder Getränke, auch kein Wasser.

Zwischen dem fünften und siebten Lebensmonat beginnt dein Kind, sich für andere Lebensmittel zu interessieren. Jetzt ist dein Stichwort: Beikost! Zum Start der neuen Ernährung ersetzt du am besten als erstes die Mittagsmahlzeit durch einen Brei. Dann folgt der Brei am Abend und als drittes kannst du das Frühstück deines Babys durch Beikost ersetzen. Viele Babys mögen zu Anfang Brei aus Karotten sehr gerne. Welche Gemüsesorte du aber für die ersten Beikostversuche wählst, bleibt dir überlassen.

Du möchtest mehr zum Thema Ernährung während der Stillzeit, Beikost-Einführung, Säuglingsernährung und Säuglingsnahrung erfahren? Dann lies dir alles zur Beikosteinführung durch.

 

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