Helmtherapie - Erfahrungen gesucht

Hallo,
Mein Kleiner ist nun 4,5 Monate alt und diese Woche haben wir die Entscheidung für eine Helmtherapie getroffen. Er hatte drei Blockaden in der Halswirbelsäule, die jedoch zu spät gelöst wurden, sodass sein Kopf auf der rechten Seite mittlerweile stark verformt ist.
Ich wollte mal hören, ob es Gleichgesinnte gibt. Hat die helmtherapie Erfolge gezeigt? Wie lange mussten/ müssen eure Babys den Helm tragen? Und hat es sie gestört? Bin gespannt auf eure Erfahrungen.

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Huhu,

Ich habe bisher nur beruflich ein Kind kennengelernt, das eine Helmtherapie benötigte. Er trug den Helm ca. 9-10 Monate und es war sehr erfolgreich! Klar war bzw. blieb der Kopf noch etwas unförmig aber mit dem beginnenden Haarwuchs sah man es nachher überhaupt nicht! Die kleinen gewöhnen sich sehr schnell an ihrem neuen Begleiter, so daß dies denke ich nicht schwierig sein wird(vllt. anfänglich).
Den einzigen Tip den ich dir mit auf den Weg geben wollen würde, ist darauf zu achten, wenn dein kleiner anfängt zu laufen und unweigerlich natürlich auch hinfällt, seine Abstützfunktion zu fördern, denn der Helmpuffer ist irgendwann weg und das Kind denkt plötzlich, es ist immer so geschützt!

Mach dir kein Kopf und alles Gute euch 🙋‍♀️🍀

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Hallo, meine Kleine (5 Monate) trägt seit fast 2 Wochen den Helm. Uns wurde gesagt, dass sie den Helm ca. 3-4 Monate tragen soll (bei einer Asymmetrie von 1,7 cm). Die ersten Tage waren nicht so toll, weil sie sehr geschwitzt hat... haben ihr dementsprechend weniger angezogen und nun ist es viel besser. Sie hat sich schnell an den Helm gewöhnt, wir brauchten ein zwei Tage länger. LG

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Wir haben eine Asymmetrie von 1,9cm.... Ich hoffe sehr, dass es bei uns auch nicht mehr als 5 Monate sein werden und dass das ganze bis zum Sommer erledigt ist!

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Hier #winke wir hatten eine Helmtherapie.
In 2 Monaten war alles erledigt. Er hatte auch nen ordentlichen Wachstumschub. Er war auch 4,5 Monate. Der Arzt meinte 3- 3,5 Monate. Den Zwerg hat es nicht gestört. 😉
Wenn du noch Fragen hast nur zu...

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Asymetrie von 1,5 und nun 0,2. Aber kein Kopf ist perfekt rund...

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Hi,
Wir sind seit Mitte November helmchenträger (Fabian war bei Beginn 9 monate). Angefangen mit einer Abweichung von 1cm. Bei der letzten kontrolle im Dezember waren wir bei 0,5. Das nächste mal müssen wir Mitte Februar hin.

Fabian hat den Helm sofort akzeptiert. (Bei mir hat es etwas länger gedauert 😉). Fand ihn danach erstmal in der Stunde helmfrei ungewohnt anzusehen. 🙈

Beim anziehen haben wir experimentiert, da ja über den Kopf kaum Wärme mehr abgegeben werden kann. Tragen jetzt kurzarmbody, dünnes langarmoberteil und dünne hose.

Ich hab mir am Anfang solche Gedanken gemacht, wurden aber dort wo wir sind gut informiert und fühlen uns 'aufgehoben.

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Guten Morgen, wir haben uns gegen eine Helmtherapie entschieden (Abweichung 1,7 cm) und gehen seit er drei Monate alt ist zur Physiotherapie. Inzwischen liegt die Abweichung nach drei Monaten bei 1,2 cm und laut unser Physiotherapeutin wird es sich bis zum 8 Monat noch ein bisschen bessern. Man muss später, wenn das Kind rund sechs Jahre alt ist, das Kiefer von einem Spezialisten kontrollieren lassen und gegebenenfalls schon eine spezielle Zahnspange anfertigen lassen, da Babies mit Asymmetrie zu einem schiefen Kiefer neigen und sich das auf die Wirbelsäule auswirkt, aber wie gesagt, es kann, aber muss nicht sein.
Ich habe mir vor der Entscheidung Studien angesehen, und in keiner Schnitt die Helmtherapie besser ab als eine herkömmliche Physiotherapie (mit täglichem Üben), aber du weißt bestimmt am besten, was gut für deinen Schatz ist. Alles Gute!

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Oh ein klassisches "Ich habe mich informiert und weiß es besser, aber du wirst schon wissen was richtig ist" - Ich nenne das ein vergifteter Ratschlag.

Viele Studien können es nicht gewesen sein, 2 Minuten googeln führt zur Zusammenfassung im Ärzteblatt:

"Im Vergleich zu Lagerungs- und Physiotherapie reduziert die Kopforthese bestehende Deformierungen effizienter in kürzerer Zeit
[...]
Die zahlenmäßig größte, aber retrospektive Studie zeigt hingegen eine Überlegenheit der Kopforthesentherapie (95 % Normalisierung der Asymmetrie) gegenüber der Lagerungs- und Physiotherapie (77,1 %)"

https://www.aerzteblatt.de/archiv/192646/Lagerungsbedingte-Schaedeldeformitaeten

Die Studie, die keinen Vorteil bei der Helmtherapie sieht hat schwere Deformationen Ausgeschlossen, was die Aussagekraft durchaus einschränkt.
Viele Studien gibt es hierzu übrigens nicht.

Eine gute Freundin hat sich für die Helmtherapie entschieden, sie hat auch die Studien dazu durchgelesen und wollte kein Risiko eingehen, dass es sich durch die Physio alleine doch nicht bessert und das Kind im Zweifel später dann auch länger einen Helm tragen muss oder es gar zu spät ist für eine erfolgreiche Therapie ist.

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Oh ein klassischer, ich interpretiere in eine Antwort was ich möchte und versprühe Gift Beitrag. Vielen Dank dafür. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich nicht gegoogelt habe, sondern sowohl von meiner Kinderärztin als auch von meiner Physiotherapeutin Fachliteratur dazu empfohlen bekommen habe. Aber bitte, deine Meinung ist die einzig richtige. Meine Aussage bezog sich darauf, dass es eine Entscheidung der Eltern ist und sie individuell nach Betrachtung des Krankenbildes getroffen werden sollte.

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