Baby (4 Monate) ist sehr schreckhaft - was ist noch normal?

Ihr Lieben,

sind eure Babys auch sehr schreckhaft oder habe ich hier ein kleines "Sensibelchen"?
Folgendes:

Unser Sohn ist von Anfang an sehr aufmerksam und reagiert auf jedes kleinste Geräusch in seiner Umgebung. Er schläft nicht, wenn Geräusche um ihn herum sind. Auch nicht, wenn er im Schlafzimmer schläft, die Tür zu ist und im Wohnzimmer geredet wird!

Manchmal, wenn er auf seiner Decke spielt und ich ihn ruhig anspreche, zuckt er erschrocken zusammen , macht seinen "Moro-Reflex" und zieht ein Gesicht, als würde die Welt untergehen.
Den Moro-Reflex hat er immer, wenn er ein unerwartetes Geräusch hört.
Manchmal schreit er dann bitterlich.
So wie heute, als ich einen Klettverschluss lösen wollte. Sofort hat er angefangen zu schreien.
Oder als die Waschmaschine anging: sofort hysterisches Brüllen.
Oder als unser größerer Sohn sein Lego durchwühlt hat: sofortiges Brüllen.

Ansonsten schreit er nie. Ist immer zufrieden. Er reagiert nur extrem auf Geräusche. Und will IMMER Körperkontakt. Wird nur getragen....
Noch normal? Oder ist das eventuell schon ein Anzeichen für eine "Empfindungsstörung"?
Ich benutze das Wort "Störung" sehr vorsichtig, weil ich finde, dass heutzutage viel zu viel in die Störungsecke gepackt wird.

Aber mein Mann und ich haben beide Autismus.
Diesbezüglich frage ich mich natürlich schon, ob diese Empfindsamkeit eventuell schon ein erster Hinweis sein könnte. Denn wir beide sind beide sehr reiz-überempfindlich.

Wie sind eure Mäuse denn so?

Alles Liebe

Eryniell

1

Kann gut sein dass euer Sohn davon etwas mit in die Wiege bekommen hat. Es ist ja vererbar. Wenn du schon schreibst ihr seid schnell reizüberflutet könnte es passen.

2

Unsre Maus war auch ziemlich schreckhaft und ist wegen vielem immer zusammengezuckt und hat geweint. Die ersten Wochen ging es noch und dann wurde es eine Zeit ganz schlimm.
Wir mussten auch mehrere Besuche bei meiner (lauten) Schwiegerfamilie abbrechen, weil sie nur durchgeschrien hat.
Mit 6,5 Monaten wurde es besser, mittlerweile ist sie 8 Monate alt und nur noch wenn wir Niesen gibt es Drama.
Auch bei Besuch wird sie meist nach 30 min warm (nur vor alten Leuten hat sie iwi Angst).

Natürlich könnte es ein Hinweis sein, muss es aber nicht. So denke ich zumindest. :)

Liebe Grüße!

3

Ich bin kein Profi. Aber meine Tochter ist auch sehr sensibel. Große menschenansammlungen mag sie gar nicht und unerwartete Geräusche führen auch zum brüllen. Sie ist auch ein klassischer Tragling, das ist bei Babys völlig normal ;)

Du kannst es aber durchaus bei der nächsten U-Untersuchung ansprechen. Meine Motte ist jetzt 7 Monate und sie erschreckt nicht mehr so häufig, aber es kommt durchaus vor (letztens hat mein Mann ein YouTube Video geguckt und da wurde dieses Rauschen eingeblendet mit Krisselbild. Motte hat sich so erschrocken und gebrüllt!! 2 mal 🙈).

4

Huhu,
unser Junior ist 3 1/2 Monate alt. So wie Du Deinen beschreibst war unser nie. Ich kann abwaschen, Husten, den Fernseher in Betrieb haben, staubsaugen... Interessiert ihn alles auch beim schlafen nicht. Selbst wenn die Katzen neben ihm rennen schaut er nur zu. Nur Ausschnauben mag er nicht. Wenn das einer macht, verzieht er das Gesicht.
Aber die Kleinen sind ja alle verschieden. Mit Deinem Hintergrund kann es schon sein, dass er sensibel ist. Vielleicht sprichst Du beim nächsten Termin mal mit dem KiA.

LG 🍀

5

Hallo 👋

bei unserem Kleinen war es eine längere Phase, in welcher er extrem schreckhaft war. Zum Niesen/Husten bin ich ganz schnell aus dem Zimmer gerannt. Dabei niese ich wie ein Mäuschen. Aber auch wenn mal die Heizung angesprungen ist, Papierknistern usw. - eigentlich keine lauten Geräusche - haben ihn sofort zum Weinen gebracht. Wenn ich mich ihm von hinten genähert habe, während er mit Spielen beschäftigt war, ebenfalls. Am schlimmsten waren aber definitiv Hundegebell und Autohupen.
Ich weiß nicht mehr genau wann, aber etwa mit 6-7 Monaten war er nicht mehr so schreckhaft.
Es wird sich bestimmt auch bei euch bessern. Die Kleinen hören mit der Zeit immer besser und nehmen mehr Dinge wahr. Dabei können sie die meisten Geräusche noch nicht zuordnen und das braucht Zeit. Ich kann mir vorstellen, dass es erstmal Angst macht. Wir leben eher ländlich und das Krähen der Hähne ist ein gutes Beispiel. Anfangs war immer Weltuntergang, wenn mein Sohn die Hähne beim Spazieren gehört (aber nicht gesehen) hat. Dann war ich mit ihm ein paar mal bei einem Bauern und habe ihm die Tiere gezeigt. Plötzlich lächelte er immer, wenn er das Krähen hörte und versuchte es nachzuahmen.

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