Baby allergisch - Erfahrungen?

Hallo,
unser Baby (6 Monate, voll gestillt) ist allergisch und ich stehe ratlos vor diesem Thema. Vielleicht kann mir hier jemand Tipps geben weil er oder sie eine ähnliche Herausforderung zu meistern hat?
Sie hat Ausschlag (vor allem im Gesicht), der die auch zu jucken scheint. Oft sind die Augen geschwollen, das ganze Gesicht sieht dann verquollen aus. Sie ist fast immer verschnoddert, Nase und auch Ohren jucken sie. Auch in Windelbereich hat Die immer wieder Ausschlag und ist schnell wund. Die Symptome kommen und gehen, ganz weg sind sie nie. Die Kinderärztin hatte keinen Rat, sie empfiehlt abzuwarten.Ich bin selber allergisch und überlege nun teilweise auf Flaschennahrung umzusteigen um zu sehen ob es eine Veränderung bringt.
Mir wurde bereits eine Hebamme empfohlen, die wohl sehr erfahren ist im Bereich Stillberatung.
Ansonsten achte ich auf parfümfreies Waschmittel, habe das auch bereits testweise gewechselt.
Hast jemand ansonsten einen Rat?
Vielen Dank an alle Leser #blume

Wogegen genau ist dein Baby allergisch?

Mir ist nicht klar was an kunstmilch besser sein soll?
Ich habe neurodermitis und stille genau deswegen erst recht. 2 meiner drei Kinder haben es geerbt. Aber, wir haben einen Allergologen drauf gucken lassen. Man kann im Zweifel dort auch einen bluttest machen falls man eine Allergie vermutet. Aber auf Muttermilch sind extrem wenige Kinder allergisch. Die vertragen aber auch keine normale Flaschenmilch sondern bekommen Spezialmilch auf Rezept in der Apotheke. Also bevor du irgendwie rum experimentierst... ein Hautarzt/allergologe sollzw sich das zunächst ansehen. Vielleicht es eine Art neurodermitis. Dann kannst du eh nicht viel machen außer die Pflege umstellen.

Für mich klingt das jetzt erstmal so, als wäre da noch keine Allergie oder Unverträglichkeit diagnostiziert bzw bestätigt worden - oder?
Auch nicht, wogegen dein Kind allergisch ist?!
Da gibt es ja erstmal nicht sooo viele Möglichkeiten
wenn es noch gestillt wird und die bekannteste Unverträglichkeit ist wohl die gegen Kuhmilcheiweiß.
Die betrifft gestillte, sowie Flaschen - Kinder und äußert sich über die Haut und / oder den Magen/Darm Trakt.
Diese Unverträglichkeit hat meine Tochter gehabt.

Ich würde einen Termin beim Allergologen ausmachen. Anhand der Reaktion deiner Kinderärztin sieht man, dass sie wenig bis keine Ahnung davon hat.
Da wirst du mich ein bisschen Wartezeit rechnen müssen.
In der Zeit kannst du ein Ernährungstagebuch führen (oft wäre das auch die erste Anordnung eines Allergologen - damit hättest du schon vorgearbeitet 💪🏼) - mit der dazugehörigen Beobachtung bzgl der Symptome.
Ausserdem kannst du bis dahin mal mindestens eine Woche lang ALLE Milchprodukte (auch laktosefreie!) ausnahmslos weglassen und schauen, was passiert. So kannst du recht zuverlässig sehen, ob es eine Kuhmilcheiweißunverträglichkeit sein könnte.
Hier wieder alles dokumentieren. Und damit dann zum Facharzt und alles besprechen.

Der Wechsel auf Milchpulver wird dich nicht weiter bringen. Im Falle einer Unverträglichkeit bekommst du (solltest du abstillen wollen) eine therapeutische Spezialnahrung wie Neocate oder Nutramigen auf Kassenrezept. Alternativ müsstest du deine Ernährung umstellen.

Der Bluttest ist leider überhaupt nicht zuverlässig. Das wurde uns schon vor der Abnahme gesagt. Bei uns war er negativ - die Allergie wurde anhand klinischer Symptome diagnostiziert.
Daher ist die Beobachtung meiner Meinung nach wichtiger.
Theoretisch wäre wohl ein Prictest möglich - allerdings ist das für die kleinen Mäuse schon eine Qual. (Arm ausstrecken, piecksen lassen, 10 Minuten Arm still halten usw.).

Wichtig ist natürlich die Pflege der Haut.
Wir benutzen Neuroderm Lotion als Basis und die Neuroderm Mandelcreme bei rauen, trockenen und erhabenen Stellen. So haben wir bisher zum Glück noch keine offene Stelle gehabt.
Da musst du aber einfach ausprobieren... Hol dir in der Apotheke und beim Kinderarzt mal Proben und probier EIN Produkt mindestens eine Woche aus (außer, es wird schlimmer).
Für den Windelbereich würde ich ggfls eine andere Creme nutzen (zB. Mirfulan). Wurde ausgeschlossen, dass es ein Pilz ist?

Bzgl der Verschleimung: das KANN natürlich auch die Jahreszeit sein. Mein Kleiner ist seit Oktober auch dauernd verrotzt - ganz weg ist es nie.


Aber die Symptome im Gesicht klingen schon nach Allergie.
Ich würde mit dem ausnahmslosen Verzicht von Milchprodukten anfangen - sofort.
Und Termin beim Allergologen machen.
Bei uns macht das auch die Kinderklinik - die haben eine Allergologische/Dermatologische Abteilung, aber da kann dir dein Kinderarzt oder Krankenkassen bestimmt die nächst beste Adresse nennen. Du bräuchtest eh eine Überweisung.

Wenn du noch Fragen hast, kannst du gern fragen 😊
Alles Gute euch!

Haha, ich sollte vielleicht erstmal alles durchlesen bevor ich was schreibe 😂 . Bin ganz deiner Meinung, toll erklärt ☺👍

😂 danke.

Das passiert mir auch ständig 🤭

Mit Flaschennahrung kannst, falls was sein sollte, erst recht Probleme bekommen.
Ich würde weiter stillen und Milchprodukte weglassen, wenn das nichts bringt, dann andere Nahrungsmittel. Suche am Besten einen Allergologen auf.
Wäschst du das Baby mit Pflegeprodukten und / oder machst Creme drauf. Das kann das auch auslösen. Das gleiche im Windelbereich. Hier mal Windeln ohne Lotion nehmen. Pampers haben nämlich eine Lotion drauf. Wir nehmen derzeit Lillydoo, weil unserer reagiert.
Gewaschen wird nur mit dem Mittel der Med+ Serie von Rossmann für Babys. Und das nur beim Baden. Sonst nur mit Wasser.

Und auf was ist sie allergisch? Muttermilch? 🤔. Gerade jetzt würd ich auf keinen Fall Flaschennahrung geben.

Ich würde an deiner Stelle auch einen Termin beim Hautarzt/Allergologen machen. Meine Mama hat lange bei Kinderärzten gearbeitet, eine der beiden war auch Allergologin. Ihr Kollege hat die kinder mit Verdacht immer zu ihr geschickt, weil es einfach nicht Teil der Facharzt-Ausbildung zum Pädiater ist.
Ich habe selber neurodermitis und jede Menge Allergien. Mir sind erstmal noch folgende Dinge eingefallen:
- womit wäscht und pflegst du die Haut deines Babys?
- isst du irgendwelche Lebensmittel regelmäßig die einen hohen Allergiereiz haben (Nüsse, spezielle Früchte)
- hast du schon mal aufgeschrieben und beobachtet wann es die verändert?

Die Sache mit dem bluttest kann ich nur zustimmen. Laut meinem bluttest müsste ich bei jeder Frucht einen Allergieschock bekommen 😉
Auf pre, auch HA würde ich nicht umsteigen. Ich musste gerade abstillen (habe Rheuma und musste wieder starke Medikamente nehmen) und meine größte Sorge ist, dass meine Tochter dadurch nicht genug geschützt ist.

Ich hoffe, ihr findet bald raus, was die Ursache ist

LG

Huhu,
Also wenn als baby eine Allergie besteht, dann meistens eine kuhmilcheiweiß Allergie, das kann man theoretisch ganz einfach heraus finden und zwar wenn man stillt kuhmilcheiweiß konsequent meiden, und damit ist nicht lactose gemeint, bitte nicht verwechseln, wenn es mit der strengen Meidung besser wird, hast du quasi die Diagnose, wenn du dann weiter stillen willst dann weiter meiden auch wenn's besser wird, ansonsten müsstest du spezialnahrung geben. Das ist auf jeden Fall ein Versuch wert, wenn's natürlich trotzdem nicht besser wird auf jeden Fall mal zum Kinderarzt.
LG pferdemädchen

Ich danke allen, die sich mit meinem unvollständigen Post auseinander gesetzt haben! Es waren bereits einige Tipps dabei, ich werde ein Ernährungstagebuch anlegen. Es ist allerdings so, dass es wenige Schwankungen gibt, Ausschlag hat sie immer.
Ich weiß bis dato nicht auf was sie allergisch reagiert, das ist ja das Problem. Die Idee das Stillen einzuschränken rührt daher, dass ich so viele Allergien habe, dass ich gar nicht auf alle Rücksicht nehmen kann. Das bedeutet, dass ich also regelmäßig Lebensmittel konsumiere auf die ich dann reagiere. Diese "Reaktion" nimmt sie dann ja entsprechend durch die Milch auf. Ich habe beispielsweise festgestellt, dass sie in der Pollenflugzeit besonders mit gelitten hat.
Eben habe ich übrigens festgestellt, dass unsere Waschmaschine nicht mehr korrekt zu heizen/spülen scheint. Vllt erklärt das teilweise ihren Gesichtsausschlag.
Pflegeprodukte nutze ich außer Wollfett und Kokosfett keine für sie.
Nochmals ein Dankeschön an alle Schreiberinnen#blume

Ach so, auf Kuhmilch verzichte ich bereits schon lange

Danke nochmal für deine Ergänzungen ☺️
Also erstmal: Kuhmilchverzicht allein reicht nicht aus - sollte es eine sogenannte Kuhmilcheiweißunverträglichkeit sein.
Kuhmilch besteht zum größten Teil aus Casein, aber auch aus anderen Bestandteilen. Casein und viele andere Bestandteile sind auch in anderer, tierischer Milch enthalten.
Daher müsstest du komplett auf tierische Milchprodukte verzichten. Auch auf Mischprodukte wo Milch enthalten wäre. Sprich: du müsstest dich (fast) vegan ernähren.
Mindestens solange du nicht weißt, auf welchen und auf wieviele Bestandteile in der Milch reagiert wird ...

Vegane Ernährung kann ich dir aber generell empfehlen, wenn du so viele Allergie (und Neurodermitis? Ich weiss es nicht mehr 🤭) hast.
Ich leide selbst auch unter vielen Allergien und ND. Vor fast 5 Jahren war ich in einer dermatologischen/allergologischen Reha und dort haben viele Mitpatienten ihre Probleme mit veganer Ernährung sehr gut in den Griff bekommen.

Inwiefern dein Baby auf deine eigene, allergische Reaktion reagiert kann ich dir nicht sagen 🤔 aber warum isst du denn Dinge, gegen die du allergisch bist? Könntest du in der Stillzeit Antihistaminika nehmen? Ich durfte in beiden Schwangerschaften durchgängig Ceterizin oder Lamoirgendwas nehmen. So würde es dir selbst vielleicht auch etwas besser gehen?!

Das mit der Waschmaschine ist natürlich möglich. Ich würde dir wünschen, wenn es so "einfach" wäre ☺️

Am Ende sind es aber ja alles nur Vermutungen.
Um einen Facharzttermin kommst du wahrscheinlich nicht drumrum..
Ich drücke dir die Daumen, dass du schnellstmöglich einen Termin bekommst.

Liebe Grüße ☺️

Ach übrigens: hast du schonmal überlegt eine Mutter-Kind-Kur zu machen? Gerade bei deinen vielen Allergien und der offensichtlichen Reaktion deines Kindes?
Mir scheint es so, dass du selbst mit deinen Allergien ja noch garnicht richtig "eingestellt" bist, bzw auch wegen der Vielfalt total überfordert bist?
Eventuell können ja noch Kreuzreaktionen hinzukommen usw. 😱
Vielleicht würde dir (bzw für euch beide) eine Ernährungsberatung in Kombi mit der allergologischen Behandlung auch helfen?

"Es ist allerdings so, dass es wenige Schwankungen gibt, Ausschlag hat sie immer."
Dann musst du das so dokumentieren ☺️

Ich wünsch euch alles Gute 🤗

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