Geht's auch ohne Rhythmus?

Hallo ihr,

meine Kleine wird bald 4 Monate alt. Ich stille sie voll nach Bedarf. Wir haben (noch?) kein festes Einschlafritual, sie signalisiert irgendwann zwischen 19 Uhr und 23 Uhr, dass sie gerne ihren Nachtschlaf (wacht noch mehrmals auf, möchte aber merklich weiterschlafen) beginnen möchte und dann versuche ich sie zum Schlafen zu bringen, entweder durch tragen, stillen oder wippen in der Federwiege. Von ihrem Papa lässt sie sich nicht in den Nachtschlaf begleiten, tagsüber klappt es ab und zu. Bei ihrem Nachtschlaf kann sie sich so aber auch darauf verlassen, dass ich mich konstant darum kümmere. Die Sache ist - ich habe so überhaupt nicht den Eindruck, als würde es etwas bringen, immer zur gleichen Uhrzeit etwas bestimmtes zu machen, wie zum Beispiel immer um ca. 19 Uhr ein Buch angucken, waschen, massage oder so etwas. Ich glaube sie würde trotzdem erst dann schlafen wollen, wenn es ihr passt und nicht wann ich es gerne hätte ;)

Ich persönlich bin kein Fan von festen Ritualen bzw. durchgeplanten Tagesabläufen nach dem Motto: “Punkt 7 Uhr den Tag starten, dann duschen, frühstücken, mit KiWa raus, dann um die Uhrzeit das, um die das... zu bestimmten Zeiten zuhause sein müssen, damit der Ablauf nicht durcheinander gerät...“. Hm... anderseits möchte ich natürlich aber auch, dass es meiner Maus möglichst gut geht und frage mich, ob es für sie schlecht sein könnte, wenn es nicht so läuft?

Abends sind wir aber immer ab spätestens 18:30 Uhr Zuhause, damit sie die Möglichkeit hat, ab 19 Uhr ihren Nachtschlaf zu beginnen und gestern wollte mein Mann noch mit ihr im KiWa los gegen 20 Uhr, das haben wir dann aber doch gelassen, weil wir so spät sonst auch nicht mehr mit ihr rausgehen und sie nicht irritieren wollten.

Falls man das als Ritual bezeichnen kann, haben wir aber immerhin ein kleines: Immer wenn sie sich unwohl fühlt (Angst, Schmerzen etc.), singe ich zwei bestimmte Zeilen aus einem Song, schon seit Monaten, und dann lächelt sie mich immer an und fühlt sich gleich viel wohler. Reicht das aus?

Und noch was - muss man wenn man Brei füttert immer feste Zeiten haben? Habe so etwas schon öfter gelesen. Ich hatte eigentlich vor, das wie beim Stillen zu machen - wirkt sie hungrig, kriegt sie was. Oder kamen eure festen Zeiten dadurch, dass euer Baby von selbst zu bestimmten Zeiten kam?

Liebe Grüße

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Dein Baby wächst bei euch auf. Es lernt eure Abläufe und Strukturen kennen. Etwas anderes kennt es ja nicht. Für euch ist es euer Alltag. Sofern es jedem damit gut geht, passt es doch.
Du bist nicht der Typ für starre Abläufe? Dann lass es. Das kommt später durch Kita, Arbeit und Schule noch früh genug. Es gibt nicht DEN Weg. Es gibt nur EUREN Weg.

Alles Gute

Alles Gute

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Ich habe meine kleine schon von Anfang an entscheiden lassen, wann sie ins Bett will. Ich würde ja auch nicht einschlafen, wenn man mich um Punkt 20 Uhr ins Bett legt und ich aber noch nicht müde bin. Das klappt super, mittlerweile signalisiert sie und zwischen 20 und 20.30 Uhr das sie ins Bett möchte.

Auch tagsüber haben wir keinen festen, geregelten Ablauf. Mal geht mein Mann morgens mit ihr spazieren, mal gehen wir abends spazieren, mal besuchen wir Verwandte etc. Das kann ja gar nicht immer alles zu den exakt gleichen Zeiten ablaufen.

Brei bekommt sie noch nicht, daher kann ich darauf nicht antworten 😊

Liebe Grüße
Modernwife mit Stella (5 1/2 Monate)

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Mein Sohn hatte ziemlich schnell feste Zeiten was essen und schlafen betraf. Nicht weil ich sie vorgegeben habe, sondern weil er einfach so ist. Dadurch hatten wir abends relativ schnell ein Ritual drin, welches wir bis heute beibehalten haben. Nur mittlerweile muss es nicht zu einer bestimmten Uhrzeit am Abend sein.

Mal schauen wie meine Tochter wird. Sie ist ja jetzt erst 8 Wochen alt und hat noch keine festen Zeiten 😬 das wird sie dann irgendwann entscheiden 😉

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Also ich muss sagen ich bin auch kein Fan von diesen strukturierten tagesabläufen wie du sagst um 7 Uhr aufstehen 10 Uhr einkaufen usw. Wir haben es über Tag so gehandhabt wenn er müde ist legen wir ihn hin egal wieviel Uhr es da jetzt ist. Jedoch was wir immer machen abends ist unser Ritual waschen spielen und zum Schluss ein lied bevor es schlafen geht und das möglichst immer um die selbe Zeit. 😊

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Also ich kann von meinen ersten beiden Kindern sagen, dass wir von einem geregelten Rythmus was das Schlafen und Essen angeht profitiert haben. Die Freizeitgestaltung an Tag war individuell.
Abends haben sie auch Brei bekommen und wurden danach gestillt. Gingen dann so im 19 Uhr ins Bett, dann um 22 Uhr nochmal Flache oder stillen und dann waren sie so satt, dass sie bis 7 Uhr durchgeschlafen haben.
Ich habe sie auch nie zum einschlafen rumgetragen, gewippt oder ähnliches. Auch das alleine einschlafen können ist Gewohnheit und können auch die kleinen.
Vielleicht wäre es ein Versuch Wert den Papa mal für eine Woche das zu Bett gehen zu übernehmen. Ansonsten wird es für dich schwer mal wegzugehen oder einen Termin wahrzunehmen.
Die Malzeiten habe ich am Tag auf 4 stündlich gestreckt. Wollte nicht permanent stillen oder füttern. Das hat auch super geklappt und sie haben den Rythmus schnell angenommen und sich dann auch richtig satt getrunken, und waren zufrieden und ausgeglichen.
Ich denke auch in dem Alter können sich Kinder mit geregeltem Rythmus im Tagesablauf etwas orientieren.
Mag sein, dass ich jetzt für dieses 'Herzlose' verhalten gesteinigt werde, ist mir aber egal.
Für uns war es der richtige Weg und ich habe 2 gesunde nicht Verhaltens auffällige Kinder die auch heute noch gerne ins Bett gehen ohne Theater zu machen.
Lg,
Anjobi mit J. und A. an der Hand und 🐣11. SSW inside

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Hallo,
bei uns hat sich ein festes Einschlafritual auch erst mit 4 Monaten ergeben. Vorher ist unser Baby auch um ganz unterschiedliche Zeiten ins Bett. Wenn ich merke er wird müde, wickel ich ihn, creme ihn ein, geb Vitamin D und zieh Schlafanzug und Schlafsack an. Dann wird er gestillt, wobei er einschläft und wird dann ins Bett gelegt. Ab einem Alter von 4 Monaten war das plötzlich immer genau 9 Uhr, das er geschlafen hat - ohne dass ich das bewusst so geplant hätte.
Was den übrigen Tagesablauf angeht, haben wir keine festen Zeiten. Er wacht morgens unterschiedlich auf, trinkt an machen Tag oft dann wieder eher seltener. Mal viel, mal wenig. Mit den Nickerchen ist es das Gleiche. Ich persönlich finde das in Ordnung so. Wir haben ja auch nicht immer gleich viel Hunger zur gleichen Zeit. Mal ist man fitter, mal müder.
Beikost starten wir nächsten Monat. Im Buch Lotta lernt essen, ist das gut erklärt, mit den Zeiten, wann man füttert. Da wird für die Einführungsphase ab der letzten Stillmahlzeit gerechnet. Wenn die eine Stunde später ist als am Tag vorher, wird der Brei auch erst eine Stunde später gegeben.
Wenn die Mahlzeit dann ersetzt ist, werde ich das denke ich wie beim Stillen nach Bedarf machen. Wenn das Kind keinen Hunger hat, wird es ja eh nicht essen, bzw. quengeln wenn es Hunger hat.
Lg und alles Gute

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Natürlich ist das ganz allein eure Entscheidung,aber für die kleinen Mäuse sind feste Abläufe sehr wichtig. Etwas woran sie sich orientieren und festhalten können. Natürlich muss nicht alles Punkt so und so viel Uhr passieren, aber schon als Anhaltspunkt fungieren. Das gibt Ihnen Sicherheit. Auch später noch,wenn sie größer werden. Dadurch sind Kinder auch um einiges ausgeglichener,ist meine Erfahrung.

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Ich halte auch nichts von diesen ganz festen Zeiten.
Ich denke auch,die Kleinen werden früh genug in sowas reingezwängt und jetzt soll meine Maus einfach Baby sein und kein "funktionierendes" Uhrwerk.
Wir stehen auf,wenn Mausi wach wird und gehen spazieren wenn es uns gerade passt (meißt nach einer Stillmahlzeit,dann haben wir für 2 Stunden mind. Ruhe). Schlafen darf sie wann immer Sie möchte.
Anfangs hat sie Abends auch eine sehr große Zeitspanne gehabt, in welcher Sie vielleicht müde geworden ist.
So sind wir teilweise erst um 22:00 Uhr ins Bett gegangen. Je älter sie wurde,desto eher wollte sie schlafen einfach weil der Tag ja auch anstrengender wird je mehr sie kann. Inzwischen sind wir bei 19:00-19:30 Uhr,dass sie müde wird und ins Bett muss/möchte. Sie ist 6 Monate alt.
Abends haben wir das "Ritual",dass es noch einmal eine neue Windel gibt, Papa sie dann ins Schlafzimmer trägt und es dann ins Bett geht. Ich stille sie dann nochmal,manchmal muss sie dann noch eine kleine,ruhige Runde bespaßt werden und dann ist gut.

Wenn es so für euch passt,würde ich es so lassen und weiter machen. Ich denke es wird sich irgendwann von allein einpendeln ☺

Beim Brei weiß ich nicht wie es "richtig" ist. Ich biete ihr es meißt so ne Stunde nach dem letzten Stillen an,denn wenn sie richtig hunger hat brauch ich ihr mit Brei nicht kommen. Das dauert zu lange,deswegen so. Dann ist sie nicht proppevoll vom stillen,könnte aber vielleicht auch schon wieder n bissl was essen. So klappt es eigentlich ganz gut. Da ich ja stille und das auch nach Bedarf,haben wir auch da keine richtig feste Zeit. Aber meistens so zwischen 12:00-14:00.

Lg
Mandy mit Speckböhnchen, 6Monate alt

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Ich gehöre auch der Fraktion der Strukturen-Liebhaber an. So in den Tag hinein leben ohne irgendeine Konstante finde ich furchtbar. Ein Kind braucht einen geregelten Tagesablauf. Meiner Meinung nach profitiert die ganze Familie davon. Es sind verlässliche Zeiten und dazwischen kann man den Tag variabel gestalten. Ich habe mit 8 Wochen schon angefangen die Schlafenszeit fest zu machen. Das hat mein Bub dann auch sehr schnell angenommen. Mittlerweile ist er 20 Wochen und schläft schon 2 Monate von 18:30 Uhr- bis 6:00 Uhr. Seinen Mittagsbrei will er auch gegen 12 und seinen Mittagsschlaf macht er direkt danach. Das habe ich so bestimmt und er zieht da super mit 😁 Im Gegenzug dazu habe ich ein super ausgeglichenes Kind. Meiner braucht das und es wird ihm später in der Kita definitiv auch vieles leichter machen.
Als Baby ist das vielleicht noch ganz entspannt, wenn man keine Struktur hat, aber ich bezweifle, dass sich Eltern damit einen Gefallen tun langfristig gesehen 😊

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Ich glaube, zumindest war es bei meinem Sohn so, dass die kleinen früher oder später einen Rhythmus fordern.

Als er 12 Wochen alt war hätte ich mich auf den Kopf stellen können. Die Flasche musste um 7, 11, 15, 19 und 5 Uhr fertig sein. Geschlafen wurde von 11.30 bis 14 Uhr und dann wieder von 19 bis 5 Uhr, danach nochmal bis 7. Und das ging gut 1,5 Jahre lang so.

Die Milch wurde dann nach und nach durch Brei ersetzt, an den Uhrzeiten hat sich jedoch nichts geändert.

Ich glaube das auch meine Tochter spätestens mit dem Brei einen festen Ablauf haben wird. Und der wird sich an den großen anpassen. 😉

Aber ich habe keine bestimmte Uhrzeit für Einkäufe oder Spaziergänge. Das richtet sich je nach Arbeit und / oder Lust 😬

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Mir geht's genauso, aber meine Maus lässt da auf sich warten. Mit 5 Monaten fing es langsam an, dass das schlafen Abends zur selben Zeit klappt. Aber bei den Tag schlafen sind es mal zwei, mal drei mal vier.
Sie will sich da nicht reinreden lassen. Und so gerne ich das hätte, nimmt die das nicht an.

Ich würde immer sagen schau was deinem Kind und dir besser tut. Und man kann nur hoffen, dass es zusammen passt 🙄

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