Stillprobleme, wer hat was durchgemacht?

Hallo
Meine Tochter ist 3 Monate alt und von Geburt an habe ich Probleme mit dem Stillen (leider😢). Angefangen hat es mit Stillhütchen, dann hat es lange gedauert bis der Milcheinschuß da war und letztendlich füttere ich seit Geburt zu.
Meine Routine war zuerst stillen dann Flasche. Aber mittlerweile lehnt sie die Brust ab und will nur Flasche. Das Stillen klappt nur wenn sie im halbschlaf ist.

Wie kann ich sie wieder an die Brust gewöhnen? Bin sehr traurig darüber und sage mir jetzt hätte ich bloß nicht mit der Flasche angefangen 😭😢😢

Lg
Nalin

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Ich hatte das gleiche problem beim ersten Kind bis zur völligen brudtverweigerung- habe dann aufgegeben. Hast du es mit einer guten stillberatung probiert? Hast du ein brusternährungsset statt Flasche versucht? Da wird das Baby während dem stillen zugefüttert. Alles gute!

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Hi,
also ich bin mir nicht sicher ob mein beitrag dich jetzt aufbaut aber bei uns war es quasi genau so. wir mussten schon im KH zufüttern weil er trotz übertragen nur 2700 gramm hatte und auf intensiv lag. er wollte dann auch nur mit stillhütchen trinken.
daheim hab ich auch weiter zufüttern müssen. nach ca. 5 wochen hat meine Hebamme gemeint wenn ich stillen will dann muss ich die flasche weglassen. dass hab ich dann auch getan. es war unheimlich anstrengend weil mein kleiner mann so gar nicht eingesehen hat sich jetzt so anzustrengen. nach paar tagen war dass allerdings auch okay für ihn.
leider hat meiner einfach aufgrund von sehr engen atemwegen immer schlecht getrunken und weil niemand erkannt hat dass ich einen mega starken milchspendereflex habe hat er irgendwann nur noch geweint und komolett verweigert.
er hat sich also quasi nach 3 monaten selbst abgestillt, und meine brust komplett verweigert. ich hab dann 2 wochen pumpstillen gemacht, aber war dann nervlich einfach so im eimer dass er letztenendes ein flaschenkind ist.
mein rat. wenn du wirklich stillen willst, dann lass die flasche einfach weg. kein kind verhungert freiwillig, er wird sich daran gewöhnen.
wenn es sehr unentspannt und belastend für euch beide ist dann quäl dich nicht. mein sohn ist auch so groß geworden, und heute ein putzmunteres 11 monate altes baby dass ganz normal entwickelt ist.
vielleicht sprichst du mal mit deiner hebamme oder einer stillberaterin darüber.
ich hab mir damals wahnsinnige vorwürfe gemacht dass ich nach unserer horrorgeburt mein kind jetzt noch nicht mal selbst ernähren kann. aber als er dann flasche bekam war er entspannt und ich auch, und von da an lief es super.
alles liebe dir.
kristina mit Noah

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Hallo!
Mein Sohn wird nächste Woche 9 Monate alt. Ich füttere seit dem 3. Lebenstag zu, zunächst mit Sonde an der Brust, teilweise Brusternährungsset, mit dem wir beide nicht richtig klar kamen. So mit 3 Wochen kam die Flasche dazu. Seit dem ist es eine recht anstrengende Mischung aus Flasche, Brust und Pumpen. Zwischenzeitlich nahm er die Brust nur nachts... ich hab’s immer wieder versucht...
Mittlerweile ist es so, dass er seit er 4,5 Monate alt ist, fast immer die Brust zum Einschlafen braucht...er trinkt sich an der Flasche fast satt und zum kuscheln und beruhigen braucht er meine Brust... und er nimmt keinen Schnuller... der Schnuller bin ich, was es oft nicht einfach macht...
Tja... hab ja selbst so lange dafür gekämpft, dass er an die Brust geht... jetzt pumpe ich nur noch 1x täglich, mal schauen, wann er nicht mehr die Brust zum Schlafen braucht, in etwas über 3 Monaten gehe ich wieder arbeiten, teilweise auch nachts und er hat ab Januar Kita Eingewöhnung...
Liebe Grüße

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Also als erstes mal... mach dir keine Vorwürfe. Sowas ist blöd, aber du bist nicht schuld daran.

Dann mal meine Ideen: Brusternährungsset ist auf jeden Fall ein guter Versuch.
Sonst vielleicht nochmal mit Stillhütchen probieren (ich weiß wie ätzend das ist, aber besser als ohne stillen finde ich). Wenn das klappt, könntest du vielleicht erstmal die Flasche nach und nach Weg lassen und dann irgendwann wieder versuchen das Stillhütchen abzugewöhnen.
Was benutzt du für Flaschen? Wäre vielleicht eine Möglichkeit auf einen Brustähnlichen Sauger umzustellen, oder wenn es an “Faulheit“ liegt den Medela Calma Sauger auszuprobieren?
Eine Stillberatung ist sicherlich auch nicht verkehrt.

Allgemein denke ich auch, dass du die Flasche weg lassen müsst, wenn du stillen willst. Da muss man natürlich immer einen vernünftigen Weg finden, damit das Kind auch kriegt was es braucht.

Ich stille inzwischen nur noch nachts, weil ich tierische Schmerzen habe beim Stillen. Nachdem ich die schlimmen Schmerzen los bin, würde Ich auch gern wieder mehr stillen, das hieße aber, ich müsste sehr oft anlegen um die Milchproduktion wieder anzuregen, das hieße aber wieder mehr Schmerzen. Es ist also ein Teufelskreis.
Ich merke auf jeden Fall, dass nur noch so wenig Milch kommt, dass es nur noch ein “Snack“ ist und keine Mahlzeit.

Stillen ist echt ein schwieriges Thema und meist harte Arbeit. Ich drücke dir die Daumen, dass du es hinbekommst.

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Hallo,

ich hab’s zwei mal durch. Zwei mal irgendwie anders. Es war ne Tortur zum vollstillen zu kommen. Und ich hab gefühlt Tag und Nacht angelegt. Beim zweiten habe ich mit Spritze zugefüttert, dass sie sich nicht an die Flasche gewöhnt. Im Internet gibt es auch Stillberaterinnen.
Ich hab’s mit Begleitung meiner Hebamme geschafft. Es gibt auch ein Brusternährungsset um die Brust schmackhafter zu machen, da Brust immer anstrengender ist als Flasche. Ich hab dann langsam das Pre reduziert und beim ersten Kind hab ich verdünnt ( nicht mehr als 50 ml am Tag wegen den Nieren). Abgepumpt hab ich auch und auch damit das Pre verdünnt. Das erste mal hab ich 8 Wochen gebraucht und das zweite mal 9 Wochen. Wichtig ist echt jmd zu haben der Ahnung hat und dass das Baby genügend zunimmt. Das war jetzt bei meiner Maus echt nervlich belastend, da sie zu Anfang schlecht zugenommen hat.
Ich drücke dir die Daumen!

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Hallo liebes,

Der Beitrag könnte genau so von mir stammen. Ganzgenau gleich.
Sie trinkt nur noch morgens im Halbschlaf, sonst ist ihr die Brust einfach zu doof.
Ab und an nimmt sie die mal im liegen. Sonst kann ich es vergessen.
Ich werde jetzt anstillen, da ich finde, das wir uns als Mütter nicht quelen müssen.
Es bringt mir und meinem Kind nichts wenn ich sie zwinge, vielleicht ist es auch eine Option für dich, gerade weil dein kleiner Wurm ja auch so schlecht zunimmt?
Mach dich bitte nicht verrückt, manchmal kann man leider nichts dazu.

Liebe Grüße

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Ich möchte dir gerne Mut zusprechen!

Bei uns war es auch nicht so einfach, aber wir haben es geschafft und ich stille mein Sohn der jetzt 10 Monate alt ist immernoch fast voll 😊

Hier ist unsere Geschichte:

Mein Sohn kam als Frühchen mit 1900g zur Welt und musste anfangs sondiert werden. Erst als er 7 Tage alt war konnten wir anfangen ihm die Flasche zu geben.
Als er 14 Tage alt war fing ich an ihn mit Stillhütchen zu stillen. Aber nur kurz damit er sich an die Saugtechnik gewöhnt. Die restliche Mahlzeit mussten wir ihm trotzdem noch per Flasche geben.

Nach drei Wochen durfte ich ihm abwechselnd eine Mahlzeit die Brust mit Stillhütchen und eine Mahlzeit die Flasche anbieten. Ich musste ihm nach der Brust aber immernoch den Rest per Flasche geben, damit er ausreichend Energie bekam.

Als er die 3000g knackte durfte ich ihm zu jeder Mahlzeit zuerst die Brust mit Stillhütchen geben und anschließend ihm den Rest per Flasche geben.

Erst als er die 5000g auf die Waage brachte war meine Hebamme und der Kinderarzt damit einverstanden ihn komplett von der Flasche abzugewöhnen.

Als wir uns mit den Mahlzeiten an der Brust eingewöhnt hatten, habe ich nach und nach angefangen die Stillhütchen los zu werden.

Ich kann es dir nicht mehr mit sicherheit sagen, aber ich glaube das hat in Summe zwei Monate gedauert bis wir uns eingespielt haben.
Aber ich war fest entschlossen und motiviert genug um es zu versuchen, weil es mein absoluter Wunsch war komplett unabhängen von allen Hilfsmitteln zu sein.

Wichtig ist es immer an sich selbst zu glauben und entspannt an die Sache ran zu gehen.

Dir wurden schon einige hilfreiche Tipps gegeben und ich wollte dir nur nochmal sagen, dass es nicht unmöglich ist 🙂

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Such dir eine gescheite Stillberaterin! Kein Stilltreff irgendwo, sondern jemanden der nach Hause zu dir kommt. Dann ist es entspannter und es geht nur um euch!

Mein erstes Kind war ein super stillkind, ich habe mich gefragt was daran so kompliziert sein soll... das zweite Kind hat mich dann eines besseren belehrt. Schon am ersten Tag im Krankenhaus meinte ich, der ist zu blöd zum stillen. Bla bla bla, muss sich einspielen, Pumpen Sie ab, bla bla... das war alles nicht hilfreich. Die Stillberatung in diesem Krankenhaus war einfach mies 👎🏻, meine Hebamme war auch nicht hilfreich.

Im Endeffekt lag es an einem zu kurzen Zungenbändchen. Es war noch ein Gehampel es durchtrennen zu lassen. Ich musst echt hartnäckig sein! Aber als es durch war hat das Baby von der 2. zur 3. Lebenswoche innerhalb von 7 Tagen 500 g zugelegt.

Was ich damit sagen will: wenn du meinst da stimmt was nicht, dann bleib dran! Frag jemand anderen und lass dich nicht abwimmeln und vertrau deiner Einschätzung. Wenn du stillen willst, geht da auch mit 3 Monaten bestimmt noch was!

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