Ich glaub, ich bin ne schlechte Mutter wegen meiner Gedanken...

Hallo ihr Lieben,

mein Kleiner hat schon von Anfang an viel geschrieen und ich habe kaum Unterstützung.
Heißt, ich musste schon immer meist alleine da durch.
Schlafen war auch die meiste Zeit ein Riesenthema: besonders am Tag (vom stündlichen wach sein in der Nacht ganz zu schweigen), er ist müde, ich leg ihn extra rechtzeitig hin, stille, er schläft nicht ein, schreit die Brust an, so als wenn zu wenig kommt. Flasche nimmt der Herr natürlich auch nicht.
Tragen hilft nicht, schuckeln hilft nicht, danebenlegen hilft nicht.
Er schreit und schreit und schreit.
Langsam kann ich echt nicht mehr und ich hab manchmal so böse Gedanken, ihm gegenüber...
Es tut mir danach immer gleich leid und ich muss weinen, aber in dem Moment denk ich immer nur: was hat er denn nun schon wieder? Warum habe ich so ein Kind erwischt und wieso kann er nicht einfach mal nur normal einschlafen???!!!

Ach ist momentan alles sch..., freu mich immer nur aufs WE, wenn mein Freund die ganze Zeit da ist, dass ich mal Unterstützung hab.
So weit ist es schon gekommen, dass ich den Tag mit dem Kleinen manchmal nicht so recht genießen kann.
Dabei war er echt ein Geschenk nach meiner Fehlgeburt #schmoll

traurige Grüße

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Hallo!
Ich kann dich verstehen!
Ich hab auch so ein oft unzufriedenes Exemplar!
Jannik isst keinen Brei, wird nachts stündlich wach (seit 7 Monaten) und meckert auch tagsüber viel!
Dass man manchmal genervt ist und schlechte Gedanken bekommt, ist doch normal! Besonders, wenn der Schlaf so leidet!
Mir hilft es, mich nicht immer zu fragen, warum das so ist oder wieso er das tut. Ich nehme es hin und dann gehts mir besser damit. Nur wenn es noch schlimmer wird, brauch ich wieder Eingewöhnung und verzweifle teilweise.
Hast du medizinische Ursachen ausgeschlossen?
lg julia

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Hey Julia,

wir mussten anfangs zum Osteopathen, der hat einige Blockaden gelöst...
Seitdem ist es besser.
Am Tag ist es auch nicht schlimm, außer er soll schlafen.
Da geht dann der Alarm los :-(

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Warst du wegen seinen Schreiatacken mal beim Arzt?
man liest hier viel darüber das bei manchen Babys irgendwas (Nerv,Wirbel,was auch immer) eingeklemmt ist...

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Ja, waren schon beim Osteopathen.
Sind alle Verrenkungen behoben worden.

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Nein du bist keine schlechte Mutter.

Mir ging es auch schon so und ganz vielen anderen Müttern aus meinem Bekanntenkreis auch.

Sprüche wie ,, ich würde sie manchmal am liebsten im Wald aussetzen"
,, was hab ich nur getan, warum hab ich ein solches Schreikind"
kenne ich nur zu gut.
Natürlich meint man es nicht so wie man es sagt:-D

Manchmal hilft einfach nur Tür zu Musik an und einfach mal 10 Minuten schreien lassen um tief durch zu atmen.

Ich hatte schon Gespräche mit meinem KiA und der Osteopathin, beide sagten mir bei einem Schreikind muss man lernen, es auch mal schreien zu lassen.

Warst du schonmal bei einem osteopathen?

Kopf hoch, es kommen auch andere zeiten#liebdrueck

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Ja, waren wir und es hat ein bissl was geholfen.
Ich hab das mit dem schreien lassen (und dabei sein) schon oft gelesen, aber ich halte es nicht aus :-(

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hallo

was hast du denn schon probiert? warst du beim kinderarzt wegen dem schreien?
oder in einer schreiambulanz.
Oder bei einem osteopathen? Hast du es mal mit homöopathie versucht?

Meine ist auch ähnlich brauch 100% aufmerksamkeit 24 std, ich trag sie fast den ganzen tag,, allein auf der spieldecke spielen ist selten und wenn dann nur frühmorgends da ist ihre beste Zeit.
Und geschlafen wird nur im tragetuch kinderwagen oder mit mir in meinem bett.
Aber sie quängelt sehr viel, meine freundin hat so ein sonnenscheinbaby leicht zufriedenzustellen usw. manchmal beneide ich sie darum, aber ich liebe mein kind über alles

nach dem osteopath gings etwas besser sie war bissel zufriedener und auch virbucol hilft wenn sie einen superschlechten tag hat,
aber im großen ganzen ist es doch recht anstregend, da allein ohne hilfe durch zu müssen, verwandte wohnen 80 km entfernt, freunde haben keine kinder,..und ohne erfahrung jemanden ein baby das eben sehr sensibel ist zu geben geht nicht.

Vielleicht haben wir es leichtet in der pubertät.

Mach dich nicht selbst fertig, du liebst dein kind würdest dein leben dafür geben.
Evtl wirds ja schon besser wenn er krabbelt und mobiler wird.

lg

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Hey, alles außer Homöopathie...
Mein Kleiner hasst Zäpfchen und daher fällt Virburcol weg.
Hab jetzt den Tipp mit Chamomilla D6 Kügelchen bekommen - werde das mal probieren, wenn es mal wieder ganz schlimm ist...

Danke

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"Vielleicht haben wir es leichtet in der pubertät."

Da setze ich auch drauf :-p

LG Maria mit Toni (oft am nörgeln und auch eine schlechte Schläferin)

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Hallo,
Das kenne ich nur zu gut, mein Sohn hat damals auch ca 5Stunden pro Tag gebrüllt, mein Mann gearbeitet und ich habe oft gedacht, ob ich mein Kind nicht einfach vom Balkon werfen soll oder sowas... Man erschreckt sich wirklich über solche Gedanken und hat sich das Mutter-sein doch ganz anders vorgestellt. Schließlich ist man dafür zuständig, dass es dem Baby gut geht.... Ich habe mich damals als schlechte Mutter gefühlt und dachte, dass alle anderen es gut hinkriegen und nur ich nicht belastbar bin. ABER:

Das stimmt gar nicht!!! Alle Gedanken sind erlaubt, so lange man sie nicht in die Tat umsetzt... Was vielleicht hilft:
-Such Dir Unterstützung, die den Kleinen mal für kurze Zeit nimmt und gönne dir Pausen.
-Geh trotz Gebrüll mit ihm raus, triff Freunde, hol Dir schöne Erlebnisse - es wird nicht besser, wenn man sich einigelt, aber ich dachte immer, so kann man ja nicht raus - würde ich heute anders machen
-Manchmal ist Schuckeln und Co zu viel, Kinder brüllen oft, weil sie überreizt sind und nicht runter kommen, dann ist alles weitere nur zusätzlicher Stress. mein Sohn hat sich am besten beruhigt, wenn er ein paar Minuten im abgedunkelten Raum lag, mal mit meiner Hand auf dem Bauch, manchmal musste ich aber auch raus gehen, damit er nicht immer schauen musste, ob ich was spannendes mache, sondern die Augen zu machen konnte
-einen riesigen Schritt in die richtige Richtung hat ein Osteopath gebracht: Er hat 2Wirbelblockaden entdeckt, gelöst und mein Kind konnte danach nicht nurmotorisch viel mehr, sondern war viel verträglicher. die Blockaden müssen wirklich weh getan haben. vielleicht ist das auch ne Möglichkeit für Euch?

Ich wünsche Dir gute Nerven und Durchhaltevermögen. Ihr schafft das. Er macht es NICHT, um Dich zu ärgern, sondern kann nicht anders. Manchmal mussman sich das ganz bewusst sagen.
Alles Gute!
Caro

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Ja, so ist unser Kleiner - nur nicht tragen, da geht die Sirene bald wieder los... aber allein liegen lassen geht auch nicht.
Manchmal hilft seine Wiege hin und her fahren wie den Kiwa..., aber nur manchmal.
Im Kiwa brüllt er im Übrigen vor dem einschlafen auch #gruebel

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Wahrscheinlich ist das Brüllen sein "Ritual" vor dem Einschlafen... #augen Er hat noch nicht gelernt, von alleine anders runter zu kommen. Das ist anstrengend für Euch beide...

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Hi,

so richtig mitreden kann ich eigentlich nicht.
Aber eins erstmal vorweg.
DU BIST KEINE SCHLECHTE MUTTER!!

Vielleicht machst du einfach zuviel. Dein Schatz scheint sehr sensibel zu sein.

Hier schukeln, da singen, hier stillen, da summen usw.
Vielleicht braucht er einfach ruhe.

Meine kleine zb. braucht absolute Ruhe zum schlafen. Hat ne Zeit gedauert eh ich dahinterkam.
Und Beruhigungsversuche kommen beim Kind ja auch verzögert an weshalb es oft den anschein erweckt das nichts hilft. Man testet was aus. Kind weint weiter. Man fängt was neues an usw.

Ich habe zwar kein so sensibles Kind (Schreikinder gibt es meiner Meinung nach nicht)
aber wenn meine Maus echt mal richtig fies drauf war half es immer wenn ich mit ihr auf dem Pezzi Ball gewippt bin (Tip hab ich hier gelesen)

Aber beim Arzt solltest du es unbedingt abklären.

Ich wünsche Dir alles Gute

LG#winke
Casimir

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Ja, das habe ich auch gelesen, hab aber noch nicht den Schritt gewagt, einen zu kaufen...
Ein richtiges Schreikind ist er ja nicht - am Tag (außer er wird müde) ist er ein Sonnenschein und lacht viel.
Nur sobald die Müdigkeit kommt wird er von Dr. Jekyll zu Mr. Hide #heul

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Genauso ist meine Maus auch.
Wenn sie müde ist dann ist sie ein echter Terrorkrümel.
Ansonsten ein echtes Sonnenscheinbaby.

Das Schlaffenster ist nur für einen kurzen Moment offen. Verpasst man den Moment schreien die Bays und es dauert wieder 60 Minuten bis es sich wieder öffnet.

Meine Motte befindet sich gerade in den 60 Minuten.
Sie war müde. Ich hab sie hingelegt. SchlafFenster war zu. Kind hat geweint. Beruhigung gescheitert. Kind auf den Arm ab auf den Pezzi Ball. Kind wieder glücklich. Für 60 Minuten :-p

Der Pezzi Ball kostet nicht die Welt und hilft bei uns immer. Außerdem ist er auch gut für deinen Rücken.

LG

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also ich glaube auch nicht das du wegen deiner gedanken eine schlechte mutter bist.
habe im bekanntenkreis auch jemand mit schreikind und sie meinte das sie sich immer dieses plakat in den kopf rufen muss :"schütteln sie ihr baby nicht!" .
klingt schlimm, aber irgendwann sind die nerven am ende.
sie ist dann zu einer osteopathin gegangen. und da ist es deutlich besser geworden.
manche kinder schreien auch ohne grund, ist für die sowas wie ein stressausgleich...
osteopathiebehandlungen übernehmen nicht alle krankenkassen, aber vielleicht kannst du ja mal in so einer praxis anrufen und fragen ob sie sich ihn erstmal anschauen können ob eine behandlung überhaupt hilfreich wäre. und manche kinderärzte verschreiben dann physiotherapie, was die osteopathen auch abrechnen können.

viel durchhaltevermögen wünsch ich dir. und das schnell alles besser wird.
liebe grüße

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Vielen Dank!
Wir waren zu Beginn beim Osteopathen und es wurde am Tag besser.
Das schreien aus Müdigkeit bzw. nicht einschlafen wollen/können fing so ca. mit 4 Monaten an und dauert bis jetzt an (6 Monate)

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Ein schreiendes Baby kann einen echt mürbe machen. Ich bin überzeugt, dass es über kurz oder lang JEDEM so gehen würde wie dir. Du brauchst dich nicht schuldig fühlen.

"schreit die Brust an, so als wenn zu wenig kommt. Flasche nimmt der Herr natürlich auch nicht."
--> Mein Sohn hat in den ersten Monaten beim Thema Milch keinen Spaß verstanden. Er hat immer so vor Hunger gebrüllt, dass ich vom ersten Tag an zufüttern musste...
Kinder die hungrig sind schlafen auch schlecht ein - kann ich aber auch irgendwie verstehen ;-)

Nachdem was du schreibst, könnte es der Hunger sein?

Gibst du ihm schon Brei?
Hast du den Medela Calma Sauger mal probiert?
Bei 5 Monaten könnte man ja auch mal versuchen Milch aus einer Trinklernflasche oder Becher zu geben...

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Ja, hab ich auch überlegt... wir fangen schon mit Brei an, aber er nimmt max. 1 Löffel Karotte... mehr ist nicht drin. Manchmal, wenn es abends gar nicht mehr geht, flöße ich ihm pre mit dem Löffel ein, weil er ja keine Flasche nimmt.
Meist verzieht er aber das Gesicht, als wenn es für ihn NUR Mumi geben darf!
Haben auch schon mehrere Sorten ausprobiert.
Medela haben wir auch schon getestet, da kaut er nur drauf rum, saugt aber nicht :-(
Becher hab ich noch nicht getestet, es wäre ja mal ein Versuch wert.

Danke

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Da hast du aber einen Feinschmecker #mampf

Wegen dem Brei: wenn du denkst, dass es evtl. wirklich am Hunger liegt würde ich mal über unkonventionellere Möglichkeiten bzgl. Beikoststart nachdenken.
Du könntest auch mit dem süßeren Getreide-Obst-Milchbrei starten oder ihm mal ne zerdrückte Banane geben.

Wegen Trinklernflaschen: Mein Sohn kaut auch nur auf den Flaschen ab 6. Monat rum (die ein Silikonventil haben und nix raustropft). Er mag hingegen aus einem Becher trinken oder einer normalen Schnabeltasse, beides natürlich etwas verlustreich ;-) Eine andere Möglichkeit von der ich gehört habe sind die Siggflaschen. Babys können wohl sehr schnell lernen daraus zu trinken.

"Haben auch schon mehrere Sorten ausprobiert."
Mein Sohn trinkt von Anfang gern Hipp Combiotik Pre. Aber ich glaub in den ersten Monaten hätte er eh alles getrunken, Hauptsache kein Hunger. Mittlerweile ist das schon etwas anders geworden. Er liebt seine Milch immer noch heiß und innig. Brei darf es nur manchmal sein und von Fingerfood hält er gar nichts...

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hallo claudia,
bei uns ist es ganz ähnlich. Am besten hilft uns die Kombination tragehilfe, schnuller und monotone Geräusche (Staubsauger, elektr. Zahnbürste, Föhn). Probier doch zumindest mal den Staubsauger aus, es gibt viele Kinder, die sich bei Maschinengeräuschen beruhigen, weil es sich im Mutterleib wohl ähnlich anhört.
Alternativen sind sonst noch Pucken, Pezziball, Schaukel/Hängematte, Kind in der Tragehilfe (abgeschirmt) an die frische Luft bringen (hilft bei uns allerdings nicht soviel).

Und natürlich bist du keine schlechte Mutter #herzlich Babygebrüll bringt jeden (!) an seine Grenzen!
Ich drück dir die Daumen!

LG Maria

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Danke...
unser Kleiner hat leider Angst vor Staubsauger und Fön :-/
Pucken tun wir auch und im TT brüllt er #schock

Pezziball hab ich noch nicht versucht - wäre mal eine Option...
LG

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Hier bei Urbia wurde mal von der Federwiege geschwärmt...

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