Baby hat sich extrem verschluckt

Hallo,

haben grad eben den Schreck unseres Lebens bekommen.
Mika-Finn hat das Fläschchen bekommen und während dessen ziemlich stark gepresst.
Mein Mann wollte ihm helfen und drückte seine Beinchen ein bisschen gegen den Unterleib.
Das war aber wohl mit vollem Magen keine gute Idee.
Der Kleine verschluckte sich und Rücken tätscheln half nicht. Daraufhin habe ich ihn an den Füßen gehoben und ihn kopfüber gehalten. Nach ca. 2 min (gefühlte Stunden) war der Spuk vorbei.
Ich war schon am Auto um ins KKH zu fahren.
Mika-Finn wirkte allerdings zu keiner Zeit panisch.
Haben wir richtig gehandelt, oder schadet das "auf den Kopf stellen" den Kleinen?

LG Nicole

P.S. Er hat danach noch mal ein halbes Fläschchen verdrückt und ist putzmunter gewesen.

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Hallo ich denk nicht, wie lassen unsere maus auch mal so kopfüber baumeln ;-) findet sie voll lustig

ich denke wenn sie jetzt gut drauf ist, ist alles in ordnung. war aber bestimmt ein großer Schreck! ich wär wahrscheinlich auch schon auf dem halben wege ins kh gewesen.

alles liebe franzi

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Hey Franzi,

danke für die schnelle Antwort. Ich bin mir im nachhinein gar nicht mehr so sicher, ob die Situation so schlimm war, wie ich sie eingeschätzt hatte. Aber wenn der Wurm da vor dir liegt und nach Luft schnappt...

GLG Nicole

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huhu,

wenn ein kind sich verschluckt hat, dann kann man es umklammern und von hinten auf den brustkorb drücken.

man kann kurse besuchen.

ich hatte mal die situation, dass mein sohn sich an einem stück wurst verschluckt hat und ich hab in panik auf den rücken gehauen, bis das stück wieder raus war.

lg claudia

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Hi,
also, was ihr gemacht habt war goldrichtig (zumindest, wenn ihr es nicht wild an den Beinen herumgeschwungen habt ;-)).

Kopfüber halten und zwischen die Schulterblätter klopfen ist bei allen Altersstufen die richtige Maßnahme beim Verschlucken und meistens auch ausreichend. Durch das Klopfen wird ein Hustenreiz ausgelöst, und die Haltung fördert das Ausspucken (also auch bei festeren Gegenständen).

Von einer Vorschreiberin wurde der sog. Heimlich-Griff empfohlen. Davon möchte ich abraten, wenn es sich nicht wirklich um einen Fall handelt, wo die Alternative "Ersticken" bedeutet (was bei Euch wohl eindeutig nicht so war, sonst wäre das Kind auch mehr als unruhig geworden). Der Heimlich-Griff (also von hinten direkt unter den Brustkorb greifen und in den Bauch drücken) sollte wirklich nur im extremen Notfall angewendet werden und zieht unbedingt einen direkten Arztbesuch nach sich, denn die Gefahr, dadurch innere Verletzungen zu verursachen (erst recht, wenn durch Laien angewendet) ist enorm hoch. Wenn er vorschnell angewendet wird wäre als das Risiko, damit erheblich mehr Schaden als Nutzen anzurichten sehr groß. Und gerade wenn sich jemand an etwas flüssigem verschluckt, was ja nicht im Hals festsitzen kann ist es wohl praktisch nie nötig.

Generell: wenn du das Gefühl hast, dass das Kind sich verschluckt, keine/nicht mehr richtig Luft bekommt und du nicht direkt klarkommst mit der Situation (kann ja immer passieren, die Kleinen stecken halt alles in den Mund), dann fahr nicht selbst ins KH, sondern ruf den Rettungsdienst. Nach Meinung aller Sannis, die ich kenne kommen die bei so was lieber einmal umsonst als einmal zu spät. Und wenn du selbst fährst, kann es super schnell passieren, dass die Situation unterwegs schlimmer wird - und dann hast du evtl. noch ein größeres Problem.

Aber beim verschlucken mit Flüssigkeiten sieht das das zwar heftig aus, aber da die nicht festsitzen können und ein Reflex die Lunge vor dem Eindringen schützt ist es letztendlich i.d.R. nicht so gefährlich.

Aber den Tipp mit einem Erste-Hilfe-Kurs (speziell für Kindernotfälle, wobei auch ein allgemeiner nie schaden kann) unterschreibe ich!

Viele Grüße
Miau2

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Danke nochmals für alle Antworten!
Das mit dem Kurs ist bei uns auf dem Land ein echtes Problem, die finden einmal im Jahr statt und der nächste ist erst im Juni, für den sind wir auch angemeldet.

LG Nicole

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