Gewalt an Hauptschule und Bushaltestelle

Liebe Urbis,

ich oder wir können nicht mehr, mein Sohn ist seit Sept. in der Hauptschule in einem anderen Stadtteil, da bei uns die Teilhauptschule aufgeöst wurde. Seit Schulanfang wurde unser Sohn gehänselt, so gings fast allen neuen Hauptschülern die in diese Schule (5.Klasse) kamen . Im Dez. wurde mein Sohn vom Klassenschläger geschlagen, und mein Kleiner hat sich endlich gewehrt und den Kampf gewonnen.
Er war total stolz, dass er den Mut aufgebracht hat.
Zwei Tage später wurde er von dem gleichen Jungen und einem Siebtklässler an der Bushaltestelle zusammengeschlagen.
Eine andere Mutter hat daraufhin die Polizei eingeschalten, diese rief mich an und wollte von mir Auskunft über den Hergang dieser Schlägerei.
Der nette Polizist hat mir versichert er werde sich an den Rektor der Schule wenden, bei dem ich auch schon deswegen war und eine Anhörung an die Eltern dieser Schläger schicken.

Nachdem die Kinder die Post ihrer Eltern abgefangen hatten, gings erst richtig los.
Mein Kleiner wurde im Bus geschlagen und getreten aber wieder von anderen Siebtklässlern, die ja ihrem Freund helfen wollten , es hieß meiner hätte den anderen angezeigt, was ja gar nicht stimmt.

Vertrauenslehrerin, Schulpsycholge, Lehrer und Rektor meinten es würde sich nach den Weihnachtsferien wieder beruhigen, ich solle ihn bis dahin mit dem Auto zur Schule bringen. Habe ich getan, nach den Ferien ist mein Mann jeden Tag seines Urlaubs mit dem Bus mitgefahren, nicht als Papa sondern nur als Passagier,da war nichts.

Freitag vor einer Woche hat sich wieder eine Siebtklässlerin hervorgetan und hat meinem Sohnemann Rauch ins Gesicht geblasen und das verträgt meiner gar nicht denn er ist starker Asthmatiker. Anstatt sich wegzustellen hat er ihr gesagt sie solle bitte damit aufhören, da er es nicht verträgt, sie hat ihm eine Ohrfeige gegeben und er hat zurückgeschlagen, dann waren aufeinmal sechs andere auf ihm und als der Bus kam konnte er flüchten.
Als er nach Hause kam sind wir erst mal zum Arzt, er hatte mehrere kleine Abschürfungen, und mit seinem Asthma sah es gar nicht gut aus. Jetzt letzte Woche war er krank hatte angehende Lungenentzündung.
Montag musste er wieder in die Schule, mit Angst und Hass im Bauch.
Der Schulpsychologe und die Polizei meinten eine Anzeige bringt nichts, die Polizei meinte sie gehe in die Schule und werden eine Gewaltprävention durchführen, wenn der Rektor einverstanden ist.Also ich wieder zum Rektor gefragt ob dies möglich ist, er meinte es würde sowieso der Unterrichtsplan dann in der 8.Klasse vorsehen, aber er wird sich es überlegen ob er es vorzieht oder nicht.
Einen Schulwechsel haben wir auch schon in Betracht gezogen aber leider ist es bei unseren Hauptschulen in unsere Stadt überall so.
Nun bringen ich ihn Halt jeden Tag in die Schule und hole ihn wieder ab.
Achja der Schulpsychologe hat gemeint an dieser Schule sind viele Fälle die so gestrickt sind wie der Fall meines Sohnes.

Wir wissen nicht mehr weiter, man läuft gegen Mauern und es dauert alles so lange und diese Zeit hat mein Sohn nicht ich versuche ihm die Angst zu nehmen und stärke seinen Rücken aber wie lange noch?

Könnt ihr mir einen Rat geben?#gruebel

Eure hanni#heul

1

Anzeigen! bei der Polizei und zwar jedesmal.

Zusätzlich Zivilklage auf Schmerzensgeld! Anwalt einschalten.

Anzeige gegen:

die Schuldirektorin, wenn sie nichts unternimmt.

Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Verantwortlichen in der Schule.


und!

Dein Kind nicht mehr hinschicken und verlangen, dass umgehend ein Platz an einer anderen Schule bereitgestellt wird.

Alles Gute

Manavgat

2

Liebe Manavgat,

das Problem ist, der Weg nach Hause ist Niemandsland und dafür sind Lehrer und Schuldirektor nicht verantwortlich.

Und in den anderen Schulen ist das gleiche Problem.

Wir haben ihn schon in einer Privatschule angemeldet, doch da sind schon 15 Anmeldungen für diesen Jahrgang und die Klassen dort sind voll. Und das vor dem eigentlichen Einschreibetermin.

Liebe Grüße
Hanni

5

Das ist nicht richtig! Der Nachhauseweg ist z. B. über die Schule versichert!!!!!

und:

droh damit, dass Du die Presse einschaltest! Keine Schule will so eine Publicity haben.

Lass Dich nicht ins Bockshorn jagen und sei offensiv!

Ich kenne mich damit aus, leider. Mein Kind ist im letzten Sommer so geschlagen worden (von 2 Mädchen), dass sie für 2 Tage ins Krankenhaus musste.

Gruß

Manavgat

3

Punkt 1: Die Eltern haben nicht nur die Erziehungsgewalt sondern auch die Sorgepflicht für ihr Kind. Wenn Schule sich inzwischen als der Ort definiert, wo man zusammengeschlagen wird, dann muss schleunigst die Frage geklärt werden, ob man sein Kind da überhaupt noch hinschicken DARF, ohne sich strafbar zu machen.
Punkt 2: Allein die Problemlage ist ein sehr deutliches Zeichen dafür, dass die Schule(n) nicht in der Lage ist/sind, das Problem zu lösen: Es wird Druck gemacht und der schlägt auf Umwegen immer wieder auf das schwächste Glied der Kette zurück und die Fachleute ergehen sich in Ratlosigkeit.
Unsere Pädagogik ist auf dem DRUCK-Prinzip aufgebaut und damit ist Problemlösung UNmöglich: actio = reactio. Das ist ein Grundgesetz der Physik und es bedeutet, dass Druck nichts anderes bewirken kann als GEGENDRUCK.
Punkt 3: Echte Problemlösung geht NUR nach dem ZUG-Prinzip, das heißt, man muss sich etwas einfallen lassen, was ZIEHT. Dazu ist GEIST vonnöten: das, was heute in der Schule fast ausgerottet ist.
Wenn Du die päd. Maßnahmen bei den Schülern, die gegen Deinen Sohn auffällig geworden sind, untersuchst, dann wird das Ergebnis Dich geradezu anschreien: Die werden nämlich bei den "pädagogischen" Druck-Maßnahmen immer heimtückischer schlimm. Dasw heißt, die Pädagogen drücken die Probleme nur unter die Oberfläche IHRES Niveaus.
Ein Misse-Täter braucht einen ZIEHENDEN Grund dafür,ein Wohl-Täter zu werden. Wenn ich Pädagogen danach frage, was den Übertäter denn "nach oben ziehen" könnte, dann wissen sie es nicht nur nicht, nein, sie wollen es auch gar nicht wissen. Immer feste druff, den kriegen wir schon klein, den machen wir "katholisch", dem werden wir´s zeigen, ...! Ja, was denn? Was kann man einem Übeltäter zeigen, das ihn ein höheres Lebensniveau erstreben lässt?
Und: Wie sollen Kinder auf ein höheres Niveau kommen - oder auch nur auf die Idee kommen, dass es eines gibt - bei einer Pädagogik, die nichts anderes erleben lässt als den DRUCK VON OBEN, der einen nicht hichkommen lässt?
Punkt 4: Da es vielleicht etwas zu lange dauert, auf die Selbsterkenntnis der Pädagogik zu warten, lösen wir das Problem am besten selbst.
a) Dein Sohn braucht Schutz. Der höchste Schutz ist der geistige. Früher hat man sich gegenseitig gesegnet und unter Gottes Schutz gestellt, wenn man sich auf den Weg gemacht hat. Das funktioniert. Die Mutter kann ihr Kind unter Schutz stellen und das Kind kann von ihr lernen, sich selbst geistig zu schützen.
b) Dein Sohn und Du, Ihr könnt Einfluss auf die geistige Entwicklung der Lehrer und Schüler nehmen. In dieser Wirklichkeit, die Du beschreibst, verhungert und erfriert die Seele. Das löst in manchen Gefühle bis zur Panik aus, was - bei so mangelhaftem Lebensverständnis zu groben Fehlreaktionen führen kann. Das heißt, wenn sich jemand um die Seele kümmern und zu Persönlichkeitsentwicklung helfen würde, dann kämen viele gar nicht dazu, irgendwelche Untaten zu verüben, ganz einfach weil sie viel zu reif für so etwas Unreifes wären.
Über den gar nicht oder fehlinformierten bewussten Verstand geht da Lösung kaum, aber wir können uns an das Unbewusste wenden. Ich lasse Kinder immer "zaubern". Dabei schicken sie dem Übeltäter im Geiste alles GUTE, was ihm für seine guten Taten fehlt. und sie schicken ihm 10 bis 100mal soviel davon, wie bei ihm Platz hat; dann muss er das Gute sofort mit vollen Händen wieder austeilen. Das klappt immer.
Also, zaubert mal ein wenig! Und wenn es leichter wird, können die hilflosen Erwachsenen von Deinem Sohn dann lernen, wie man es macht. Ich wünsche guten Erfolg.
Franz Josef Neffe

4

Hallo Hanni,

ich bin echt schokiert!
Beim Lesen dachte ich, dass Ihr das doch genau richtig gemacht habt. Aber die jetztige Situation ist ja fürchterlich.

Beim Kochen musste ich immer wieder daran denken und kam irgendwie nur zu einer Möglichkeit:
Üben, üben, üben, Nachhilfe oder sonstigest und an einer Realschule anmelden.

Wäre das irgendwie machbar?
Oder gibt es eine Gesamtschule?

Zur Privatschule: Habt Ihr ganz genau berichtet, in welch schlimmer Situation Euer Sohn ist und dass er da schnellstmöglich raus muss?
Vielleicht hilft auch Penetranz, also immer wieder (nett) nachfragen, aber nicht abwimmeln sein. Notfalls ruhig der Sekretärin ganz offen Dein Herz ausschütten, irgendwen muss man da doch weichkopfen können...

Ich drücke Euch und vor allem Eurem Sohn ganz ganz doll die Daumen, dass alles sich schnellstmöglich zum Guten wendet!

LG,
Ina

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