Nach Wechsel aufs Gymnasium totaler Noten-Absacker

Mein Sohn war bis zur 4. Klasse auf der Grundschule in der Nähe. Dort hat er sich aber nie wohlgefühlt, da er als Streber angesehen wurde. Nicht das seine Noten überragend waren, aber er war immer rege am Unterricht beteiligt und kam mit allen Lehrern gut aus. Leider wurde er deshalb oft von seinen Mitschülern geärgert und auch geschlagen.
Zum Halbjahr 4. Klasse bekamen wir den Tip ihn auf ein Schnellläufer-Gymnasium zu schicken. Es ist auch in der Nähe und beginnt mit Klasse 5. Die Anforderungen sind jedoch hoch, da die 8. Klasse komplett übersprungen wird.
Das wussten wir natürlich vorher. Wir haben ihn deshalb auch zu nichts gedrängt. Mein Sohn wollte unbedingt dorthin. Nun steht er in jedem Fach 3-4 und ist total verunsichert. Manche Arbeiten hat er gar nicht mehr gezeigt. Erst als die Lehrerin anrief erfuhr ich davon.
Erschwerend kommt dazu, dass er trotz sonst guter Kenntnisse, eine extrem schlechte Rechtschreibung hat. Schriftlich steht er in Deutsch jetzt 5.
Mit seinen Leistungen würde er zwar das Probehalbjahr bestehen, aber ein guter Schnitt wäre es natürlich nicht. Zurück auf die Grundschule will er aber auf keinen Fall.
Sorry für das viele Bla-Bla, aber vielleicht hat ja jemand einen Rat.
Danke

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Wie lange ist er schon auf diesem Gymnasium? Vielleicht muß er sich erst an die veränderten Umstände gewöhnen. Der Unterricht auf einem Gymnasium ist ganz anders als in einer Grundschule! Vielleicht muß er sich erst so richtig eingewöhnen!

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Er ist im August, zum Schuljahresanfang, dorthin gewechselt.
Hoffen wir mal, dasses wirklich nur eine Eingewöhnungsphase ist.

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Laß ihn dort!!!!!!!!!!

Es ist halt eine ganz andere Art von Unterricht, sprich mal mit den Lehrern, die können dir besser Rat erteilen.

Gruß Ute

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Hallo, auch ich würde dir raten, ihn dort zu lassen. Der "Absturz" ist normal. Ich denke er ist mit seinem Durchschnitt dennoch im Mittelfeld, oder ?? Sprich mal mit Lehrern oder anderen Eltern. :-)

Auch wir stehen vor der Entscheidung, was tun ?? Meine Große wird im nächsten Schuljahr wechseln. Sie ist jetzt in der 4.Klasse. Fürs Gymnasium fehlt nen Tick (Mitarbeit ganz miserabel) und für die Realschule ist sie zu gut lt.Lehrerin. #kratz
Diese sagte uns auch, dass alle Kinder erstmal "abstürzen". Macht ihm Mut und helft ihm sein Selbstbewußtsein zu stärken !!

Viel Erfolg und alles Gute Kerstin

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Hallo!

Schreibst du von meiner Tochter?????

Christina wird auch nächstes Jahr die Volksschule verlassen. Aber wohin???

Selbst will sie UNBEDINGT ins Gymnasium - dabei ist sie eher minimalistisch veranlagt! Sie macht wirklich nur, was gemacht werden muss! Deshalb steht sie in Deutsch auch auf ´ner 2 - obwohl eine Eins auch sicherlcih drin wäre!

Alternativ wäre auch noch eine Bilinguale Schule (mit Gymnasium-Niveau) interessant!

Da bei uns ab nächstem Schuljahr eine Neuerung betreffend Schuleinschreibung in Kraft tritt, sind wir ziemlich unsicher!

Die Neuerung besagt:
Die Schüler müssen sie an Ihrer Vorzugsschule mit "Schule 1. Wahl" anmelden zB Gymnasium. Als 2. Wahl können/sollten sie noch eine weitere Schule angeben. Festgehalten wird das Ganze noch auf dem Original der Schulnachricht! Da aber an den Gymnasien weit mehr Schüler angemeldet als aufgenommen werden, nehmen die Direktoren die Anmeldeformulare aus "Schule 1. Wahl" und suchen sich die Besten raus (Aufnahmetest gibt es nicht - wird rein nur mit Zeugnis - wie unfair - verglichen!). Sind die bestehenden Plätze vergeben ist´s o.k. Sind noch ein paar Plätze frei, wird das Paket mit "Schule 2. Wahl" herangezogen!

Im Endeffekt sieht es dann so aus, dass Christina (mit zB einer 2 in Deutsch) unter Umständen knapp am Gymnasium nicht genommen wird! Allerdings würde sie dann auch in der Schwerpunkt-Schule mit ziemlicher Sicherheit nicht genommen werden, da diese nur 50 Schüler (2 Klassen mit - ab nächstem Jahr 25 Schüler/Klasse - anstatt wie bisher 30 Schüler/Klasse) aufnimmt und diese Plätze höchstwahrscheinlich aus den 1.Wahl-Anmeldungen leicht auffüllen kann. Dadurch würde sie dann in die "normale" Hauptschule durchrutschen. :-[

Dies wollen wir natürlich verhindern!

1. weil sie für diese Form sicherlich zu intelligent ist
2. weil sie dort nur auf dumme Gedanken kommen würde. Wie gesagt, sie macht nur was auch wirklich getan werden muss. Man kann sie nur fördern, indem man sie fordert!
3. ist bei uns ein sooo hoher Ausländeranteil an den Hauptschulen. Nichts gegen Ausländer, aber wenn die nichtmal die deutsche Sprache beherrschen (außer ein paar Floskeln vielleicht) dann senkt das meiner Meinung nach schon sehr das Unterrichtsniveau!

Man will natürlich das Beste für sein Kind! Was das genau ist, weiß man wahrscheinlich sowieso erst im nachhinein!
Es ist also alles andere als einfach!

Ihr steht also nicht allein da, mit eurer Entscheidung!

Liebe Grüße und auch euch viel Erfolg!

Petra und 3-Mäderl-Haus

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Hallo,

das ist ja noch belastender bei euch, als bei uns. Da kann ich ja noch sorglos rangehen. Es ist keine leichte Entscheidung, das stimmt, zumal ich nicht schuld sein will - egal wie ich entscheide. #hicks
Mein Tochter will lieber auf die Realschule, da gibts weniger Hausaufgaben und es ist nicht so schwer sagt sie. Na tolle Aussage.
Naja, wir werden sehen. Alles Gute für euch !!

Gruß Kerstin und die 3 Zicken

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Hallo!
Also ich denke auch, wie viele vor mir hier, dass du ihn nicht unbedingt vom Gymnasium nehmen solltest. Er hatte ja kaum Zeit zum Eingewöhnen! Und dass auf dem Gymnasium nicht alle "guten Schüler" "gut" bleiben ist auch völlig normal. Mein älterer Sohn (inzwischen 8.Klasse Gymn.) ist auch ziemlich mit den Noten abgesackt als er ins Gymnasium kam. Und da war er nicht der Einzige. Seine Rechtschreibung war auch miserabel. In den ersten Diktaten im Gymnasium hatte er 6er und 5er, die dann langsam zu 4ern wurden ;-) und auch in Mathe gabs einen Absturz zur 4. #schock Tja, da ist es ganz klar, dass man als Eltern überlegt, ob Sohnemann denn auch wirklich in der richtigen Schule ist. Aber unser Sohn fühlte sich wohl dort und wollte weiterhin dort bleiben. "Mit 4ern bleibt man doch nicht sitzen! Das ist doch ausreichend!" so sein ungefährer Wortlaut.
Du kannst ja deinen Sohn fragen, ob er fürs erste ein bissle Nachhilfeunterricht für Deutsch will. Oder vielleicht will er sich ja auch von dir oder deinem Mann ein bissle helfen lassen (was aber oft eher schwierig ist, wenn die Eltern helfen - kommt drauf an). Für Nachhilfe muss man sich nicht schämen. Es gibt gute "Schülerhilfen" wo die kids merken, dass sie nicht alleine sind, dass sie "Leidensgenossen" haben. Das muss Sohnemann natürlich auch selber wollen, aber manchmal kann man sie auch geschickt "dahin lenken". Und wie meine Vorgänger auch bereits geschrieben haben, stärke vor allem auch sein Selbstvertrauen. Helf ihm seine Verunsicherung abzulegen. Sucht gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten. Und wenn ihr dann auf Dauer das Gefühl habt, er sollte auf eine andere Schule, dann könnt ihr das ja später immernoch machen.
Viel Glück, Suzan

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schau mal unter
www.catlux.de
da gibt es viele Lernzielkontrollen und Schulaufgaben für die Grundschule und für Gymnasium G8
MfG Thomas

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