1.Klasse- Schreibschrift lernen- schnelles Tempo und Ferienarbeit

Hallo!
Bei uns haben die kids letzte Woche mit der Schreibschrift angefangen, bis heute schon acht Buchstaben.
Es sind jetzt noch fünf Wochen bis zu den Sommerferien und ich frage mich :
"Muß das sein?"- Früher war das doch erst in der zweiten Klasse dran.
Das hat doch auch voll gereicht. Warum alles immer schneller und hektischer?
Mein Sohn ist einer der Klassenbesten, aber trotzdem merke ich, daß gerade "die Luft raus ist"- Lesen und schreiben lernen ist anstrengend, wie ich finde! Oft dauern die Hausaufgaben länger als zuvor, es wird schlampiger gearbeitet.
In der Schule finden viele Ausflüge statt und Zusatzaktionen wie Konzert, Jugendspiele, Feste - über die Sommerferien gibt es ein "freiwilliges Ferienheft", damit die Kinder die Schreibschrift dann zum Beginn der zweiten Klasse können. Die zweite Klasse beginnt dafür erst mal mit einer zweiwöchigen Klassenfahrt (Stadtranderholung).
Sehe ich das zu eng, oder sieht noch jemand die Kinder und auch uns Eltern als "Ferienlehrer" zu überfordert?
Es kann doch nicht sein, daß mein Kind nur gut in der Schule bleibt, wenn ich permanent antreiben muß und unsere gemeinsame Freizeit draufgeht,oder?
Ich finde, Sommerferien sollten für die Erholung gut sein, gemeinsam den Sommer genießen, faulenzen...
LG, Marti

1

Bei uns wird die Schreibschrift schon von Anfang an gelernt. Also immer die Druckbuchstaben zum Lesen in der Fibel und die Schreibschrift zum Schreiben. Sie haben noch nie in Druckschrift geschrieben. #kratz Sie sind jetzt mit fast (außer x, y) allen Buchstaben durch und können die auch in Schreibschrift schreiben.

Mein Sohn ist auch einer der Klassenbesten. Er kann fast fließend lesen, auch fremde Texte und Schreibt kleine Geschichten selber, natürlich noch mit Rechtschreibefehlern, in Schreibschrift auf.

In den Ferien bekommen sie meistens 1-2 Ferienübungsblätter mit, wo das schon gelernte geübt wird, damit es nicht vergessen wird. Ich sehe mich also nicht als Ferienlehrer, sondern ich übe mit meinem Kind das schon gelernte.

LG Katja

2

Hi,

mein Sohn bekommt auch immer für die Sommerferien ein Heft zum Üben. Das hat wohl eher den Sinn, dass die Kinder nicht alles in den 6 Wochen Ferien vergessen.

Bei meinem Sohn wurde erst in der 2. Klasse und das nicht gleich zu Anfang, mit der Schreibschrift angefangen. Ende vom Lied............er tut sich total schwer und einsehen kann er leider auch nicht, warum er jetzt plötzlich anders schreiben muß.

Zu meiner Schulzeit, hat man gleich mit Schreibschrift angefangen und nicht erst Druckbuchstaben gelernt. Das fand ich noch den besten Weg, denn so muß man sich nicht umstellen..........

LG Dany

3

Hallo Marti,

also bei uns haben die Kinder zwar auch mit der Druckschrift angefangen, aber seit den Osterferien haben sie auch Schreibschrift gelernt.

Jetzt sind sie mit fast allen Buchstaben durch in beiden Schriftarten.

Über die Ferien gibt es bei uns auch immer 1 - 2 DIN A4 Seiten mit Übungen. Aber auch manchmal übers Wochenende ein paar kleinere Aufgaben, die die Kinder in der Schule nicht mehr geschafft haben.

Schnellebiger finde ich es nicht unbedingt - ich kann mich daran erinner, dass ich zu meiner Schulzeit (30 Jahre her) seitenweise denselben Buchstaben schreiben musste #augen Und das hat die meiste Zeit gekostet.

LG

Karen

4

Guten Morgen,

"dass die Luft raus ist", merke ich bei meinen Schülern täglich. Erschwerend kommt m.M.n. das schlechte Wetter der letzten Wochen dazu: Die Kinder konnten sich nachmittags nicht richtig austoben und sind unruhig wie sonst in der letzten Woche vor den Ferien. Ich hoffe, dass es dank des jetzt tollen Wetters am Montag wieder etwas besser läuft, aber ich glaube es ehrlich gesagt nicht ;-)

Ob die Schreibschrift im 1. oder 2. Schuljahr eingeführt wird, ist wohl Sache des Lehrers bzw. ergibt sich aus dem Stand der Klasse. Ich hatte im letzten Jahr eine sehr schwache 1. Klasse und wir haben mit der Schreibschrift erst im 2. Schuljahr begonnen, und auch nicht sofort. Ich finde ohnehin, dass Schreibschrift etwas überbewertet wird. Wir schreiben sie doch auch nicht mehr durchgängig und konsequent...Ist die 1 eine sehr starke Truppe und mit allen Lauten schon lange durch, kann man gerne mit der Schreibschrift schon eher beginnen. So meine Meinung.

Was das Üben in den "großen" Ferien betrifft: Ich kenne Lehrer, die geben vor der Ferien anstelle eines Briefes, in dem sie erholsame Ferien wünschen, eine Liste heraus, mit Dingen, die geübt werden müssen. Muss ich immer ein bisschen schmunzeln :-)
6 Wochen sind aber wirklich eine lange Zeit und ich verstehe, dass man in der 2 nicht wieder komplett von Vorne beginnen möchte. Vieles wird zwar lehrplanmäßig wiederholt und die Bücher sind so aufgebaut, aber es ist dennoch schön, wenn die Kleinen das Lesen nicht ganz "verlernt" haben. Daher finde ich es richtig und wichtig, dass auch in den Ferien die Kinder täglich etwas lesen. Da reichen ja wenige Minuten vor dem Zubettgehen völlig aus. Schön ist auch, wenn sie ein bisschen was schreiben: Urlaubskarten, Bilder mit "Untertitel", ein Ferientagebuch o.ä. und auch ein bisschen im Zahlenraum bis 20 rechnen. Das kann aber m.E. alles spielerisch erfolgen und irgendwelche Hefte dafür auszugeben, halte ich für Blödsinn. Eben einfach Lesen, Schreiben und Rechnen in den Alltag integrieren, so sieht das Kind auch, dass es sinnvoll ist, lesen, schreiben und rechnen zu können #pro Ich finde es selbstverständlich, dass Eltern z.B. abends mit ihren Kindern lesen und sie in ihren Lernprozessen unterstützen und finde daher die Bezeichnung "Ersatzlehrer oder Ferienlehrer" etwas eng. Es geht ja um die eigenen Kinder, die man doch eigentlich so gut wie möglich unterstützen möchte!

Ich wünsche euch trotzdem erholsame Ferien! :-)


LG
thalia, die sich auch sehr auf die Sommerferien freut ;-)

6

bin zwar keine Lehrerin, aber stimme hier bei völlig zu.

Ich hab eine Tochter die jetzt ins dritte Schuljahr kommt und die haben auch im ersten und auch jetzt im zweiten Schuljahr ein recht schnelles Tempo drauf gehabt. Ich finde, wenn alle Kinder gut mit kommen ist es für die Kinder auch besser als wenn sich die Kinder immer zu langweilen die es recht schnell verstanden haben aber die Lehrer es immer wiederholen müssen, für Kinder die es nicht schnell verstehen, weil sie zu Hause nicht weiter gefördert werden. Wir machen immer so Rechenaufgaben beim Abendbrot oder bei Autofahrten, da müssen mein Mann und ich immer mit rechnen lol, geht immer reihum. Gelesen wird immer vor dem schlafengehen, es funktioniert gut und ist spielerisch.

Und ja vor ca. 30 Jahren wurde wirklich eine ganze Seite das A oder so geschrieben, ich hab es gehasst, finde die heutige lernweise für die Erst- und auch Zweitklässer besser und spielerischer, allein die Bücher sind viel kinderfreundlicher aufgebaut.

5

Es ist zum Glück nicht überall so, bei uns sind noch nicht mal alle Buchstaben-Kombinationen durch (ng, tz, etc), Schreibschrift wird erst im 2. Schuljahr angefangen. In den Ferien darf gelernt werden, die Lehrer gehen aber nicht davon aus, daß es auch gemacht wird.

Hausaufgaben dauern NIE länger als 20 Minuten.

In den Ferien wird mein Sohn etwas lesen müssen, sonst darf er machen, was er will.

Gruß
GR (NRW)

7

Hallo

Ich finde es schade, dass du deinem kleinen Sohn dein Denken von Arbeit und Erholung rüberstülpen willst. Wieso könnt ihr beide denn eure Sommerferien nicht geniessen UND ab und zu was lesen oder schreiben?
Es ist tatsächlich so, und da spreche ich aus Erfahrung ( Bin Lehrerin #schein), dass sich nur im wiederholten Üben etwas wirklich festigen kann. Kinder, die dann wochenlang die Schule links liegen lassen, die fangen dann tatsächlich nach den langen Sommerferien wieder bei Null an, und das ist schade.

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hi
bei uns wurde auch bei beiden kindern ab zweitem halbjahr mit der schreibschrift angefangen, und die letzten buchstaben waren dann in den ersten 4 wochen von der 2. klasse.
bei uns gab es null probleme deshalb und ist meines erachtens gut machbar.
ich würde nciht behaupten, das es alles etwas langsamer gehen sollte. ich sehe bei meiner grossen in der 4. die matheaufgaben an, und denke, dass wir das in der 5. erst gemacht hatten, und sie kommt trotzdem klar damit. und sie ist nicht die klassenbeste.
lg conny

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Unser Sohn geht auch in d.1.Klasse.
Die Kids bekommen hier in jeden Ferien Übungen auf ...nicht viel,
ist ganz schnell zu schaffen...einfach nur,damit sie nicht aus d.Übung kommen.
Meiner ist auch Klassenbester...rechnet in Mathe Aufgaben der Klasse 3 u. 4...liest fliessend.
Es stand 4 Wo nach d.Einschulung die Höherstufung in d.2.Klasse im Raum ...wir haben uns aber letztendl. dagegen entschieden.
Schreibschrift hatte ich daher mit Luca komplett zu Hause gemacht,da sie Voraussetzung für d. 2.Klasse so ein bissl war ...
Natürl. in Absprache mit seiner Klassenlehrerin.
Wir hatten das in 3 Wo durch ...ging wirkl. ratzfatz ...

Wir haben übrigens früher sofort die Schreibschrift gelernt ...

Ja ,es ist leider so.....
Der Druck ist von Anf. an da ...

LG Kerstin



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ich finde Übungshefte für die Sommerferien doof - unsere Lehrerin Gott sei dank auch. Klar "üben" wir mit Mara - aber spielerisch.

Z.B. schreibt sie die Karten aus dem Sommerurlaub an die Verwandschaft. Oder ich diktiere ihr meinen Einkaufszettel. Und sie liest ihrer Schwester die Gute-Nacht-Geschichte vor.
Und rechnen lasse ich sie mit Geldstücken beim bezahlen.

Da merkt sie gar nicht, das sie was für die Schule tut - und es funktioniert (hat auch schon in den Osterferien geklappt, deshalb bin ich mir da sehr sicher).

Gruß, schwarzbaer

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