Frage zu einem sehr ungewöhnlichen Fall

Hallo zusammen,

ich habe eine ungewöhnliche Frage bezüglich meines Sohnes. Er ist nun fast 5 Jahre alt und seine Mutter und ich sind seit 3 Jahren getrennt. Er lebt seitdem bei seiner Mutter und ich kann ihn alle 2 Wochen am Wochenende und ab und zu auch zwischendurch mal zu mir holen.
Ich bin mittlerweile neu verheiratet und meine Ex hat meines Wissens nach seitdem keine Beziehung mehr gehabt.
Jetzt zu dem ungewöhnlichen Sachverhalt: Sie ist schwanger und hat sich offenbar, wie ich erfahren habe, künstlich in den Niederlanden befruchten lassen. Ich habe ebenfalls herausgefunden, dass dies mehrere 1000€ kosten kann. Vor allem, weil die Befruchtung sich über 1 Jahr hingezogen hat und mehrere Anläufe benötigt hat.
Ich mache mir nun große Sorgen um meinen Sohn, weil ich nicht möchte, dass er in irgendeiner Form darunter leidet. Meine Ex hat nicht sonderlich viel Geld, sie arbeitet in Teilzeit und finanziell wird es durch das Baby ja sicher nicht besser werden.
Mich kotzt tierisch an, dass meine Ex so viel Geld "verschwendet" hat, statt meinem Sohn ein besseres Leben in einer besseren Umgebung zu bieten, nur weil sie unbedingt noch ein zweites Kind haben musste, für das sie nicht mal Unterhalt kassieren kann.

Ich würde nun am liebsten meinen Sohn zu mir holen, weiß aber nicht so recht, ob ich da eine Chance habe, bzw. wie ich das angehen soll. Dass er nun bei meiner Ex in einer gewissen Armut leben muss, dürfte ja wohl kein Grund sein.

Für Meinungen wäre ich sehr dankbar.

1

Und wenn sie sich ein Auto für mehrere Tausend Euro gekauft hätte? Wärst Du dann auch sauer?
Und wenn Du weitere Kinder bekommst und sich dadurch der Unterhalt für Deinen Sohn verringern würde? Würdest Du es als legitim betrachten, wenn Deine Ex androhen würde, die Umgangsregelung zu ändern, weil Du es vorziehst neue Kinder in die Welt zu setzen statt Deinem Erstgeborenen ein 'besseres Leben' zu ermöglichen?

Grüsse
BiDi

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Hallo, ich glaube nicht, dass du da eine Chance hast, solange deine Ex sich keine wirklich großen Verfehlungen zuschulden kommen lässt wie Drogen oder starke Vernachlässigungen.
Sehr vernünftig klingt es wirklich nicht, was deine Ex da getan hat, aber es ist nunmal geschehen und ihre Entscheidung.
Sieh auch die positiven Seiten, dein Sohn bekommt ein Geschwisterchen und vielleicht freut er sich bereits darauf? Was das finanzielle betrifft, du kannst ja deinem Sohn da auch mal den einen oder anderen Wunsch erfüllen, den seine Mutter nicht mehr schafft.

3

Hey!

Ich denke, das betrifft ihre Privatsphäre, die dich nichts angeht.
Ich bin verwundert, dass ihr Vorgehen hier als "unvernünftig" bezeichnet wird. Sie schützt sich so vor Krankheiten, bietet ihrem Kind ein Geschwisterchen.. unvernünftig hätte ich das Kind einer Kneipenbekanntschaft gefunden- wer weiß, womit man sich so ansteckt.

Und ob es nun eine KB in den NL war, steht ja auch in den Sternen.. Ob die das überhaupt selbst gezahlt hat..

Viele Grüße!
Schoko

4

Dein Sohn wird mit einem Bruder oder einer Schwester aufwachsen. Das ist eher kein Nachteil.

Du hast keinerlei Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung, abgesehen von deinen diffusen Befürchtungen wegen einer "gewissen Armut", was auch immer du darunter verstehst. Wie kommst du als Vater da auf die Idee, ein Kind im Alter von fünf Jahren aus seiner gewohnten Umgebung herauszureißen?

Dir würde es bestimmt nicht gefallen, wenn sich deine Ex derart in deine ureigensten Lebensentscheidungen einmischen würde. Statt "in Erfahrung zu bringen" und "herauszufinden", kurz: zu schnüffeln, kannst du sie doch direkt ansprechen.

Ich habe den Eindruck, dass du dich deiner Ex überlegen fühlst und meinst, ihr Verhalten verurteilen und kontrollieren zu dürfen. Für wenig Respekt spricht auch deine Ausdrucksweise ("für das sie nicht mal Unterhalt kassieren kann"). Kinder haben Anspruch auf Unterhalt, nicht der betreuende Elternteil "kassiert".

5

Moin Matthias,

ich sags gleich, ich bin hier keine Hilfe und kann dir keinen Rat geben. Aber ich teile deine Ansicht!

Ich finde nur die ganzen Kommentare genial! Du bittest um Hilfe, weil du dir sorgen um deinen Sohn machst und am Ende bist du auch noch der Arsch! Und wie kannst du es dir überhaupt erlauben sowas zu fragen :-D ? Immerhin bekommt er ja jetzt ein Geschwister´chen, ist das nicht toll? Die Frage der finanziellen Absicherung ist bei deiner Ex völlig egal, aber wenn du ein weiteres Kind mit deiner neuen Frau bekommen solltest und dein Sohn jetzt weniger Unterhalt bekommt, bist du auch wieder der Arsch :-D . Und ja, du kannst ja dann natürlich finanziell für deine Ex einspringen, nur der Regelunterhalt reicht dann natürlich nicht mehr aus ;-) .

Wie gesagt, ich teile deine Ansicht. Klar, deine Ex kann machen was sie will, aber die Entscheidung war einfach falsch. Der normale Menschenverstand sagt nein....das ganze Universum sagt nein - aber sie macht es trotzdem und bekommt sogar noch Standing Ovations #kratz .


Gruß

8

Hilfe für was?
Die Väter die sich wirklich kümmern wollen in meinem Umfeld leben im Wechselmodel und haben sogar Ihre Arbeitswelt dem Model angepasst...

9

Na dann kann doch Matthias mal eben schnell das Wechselmodell beantragen, da wird die Ex bestimmt mitspielen.
Es ist schön wenns in deinem Umfeld bei den Vätern geklappt hat, aber in meinem Freundeskreis sieht es komplett anders aus, weil die Mütter etwas dagegen hatten (ich könnte jetzt auch den Grund nennen, aber das spare ich mir lieber ;-) ). Und dann kannst du wahrscheinlich nur den Weg übers Gericht gehen, was wahrscheinlich viele Väter abschreckt.


Gruß

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6

Bei den ganzen geistreichen Kommentaren, gab es einen einziges Satz der Hilfreich war.

noramarie1515:
Hallo, ich glaube nicht, dass du da eine Chance hast, solange deine Ex sich keine wirklich großen Verfehlungen zuschulden kommen lässt wie Drogen oder starke Vernachlässigungen.

Der Rest war nur Kritik, Kritik, wie kannst du nur und böser Matthias!
Und es ist echt wieder schön zu sehen, wie groß doch das Mitteilungsbedürfnis so einiger ist #rofl . Es muss echt unter den Nägeln brennen, sobald man solch eine Frage liest #rofl .

Gruß

18

Wenn mir bei Antworten auf einen Beitrag in einem Forum so derart der Hut brennen würde wie dir, würde ich mir keine Gedanken über das Mitteilungsbedürfnis von anderen machen, sondern mich fragen, was mich so triggert, dass ich so über eine mir völlig fremde Frau und deren Lebensumstände abgehen muss.

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Weil solch ein Verhalten, wenn es stimmen sollte, einfach nur Kopfschütteln verursacht...aber ich weiß, sie ist eine Frau und darf das, ihr Körper, Privatsache. etc.


Gruß

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Ich hoffe diese Argumentation bringst Du nicht bei Ämtern an....

Du hättest Dich für das Wechselmodel entscheiden können gleich am Anfang und so hättest Du Zu gleichen Teilen was gutes geleistet für deinen Sohn...

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Moin!

Das Wechselmodell ist aber nun wirklich nicht für jeden Vater möglich. Mein Mann ist Berufssoldat und wird alle zwei, drei Jahre versetzt. Wechselmodell nicht möglich.

Den Job wechseln wäre sehr unvernünftig. Wir haben ein gutes, krisensicheres Gehalt, wodurch wir jetzt auch im Lockdown keinerlei finanzielle Einbußen haben und das mir im Falle einer Trennung einen regelmäßigen, hohen Betrag an Unterhalt sichern würde. Das haben nicht alle Alleinerziehenden. Und für die Kinder würde sich von der Zeit her, die sie mit ihrem Papa verbringen, nichts ändernda ich schon immer sehr viel am Wochenende gearbeitet habe.

Genauso gibt es viele, viele andere Berufe, wo das nicht möglich ist. Wenn das in Deinem Umfeld alle getrennten Väter können, liegt es vielleicht daran, dass sie alle aus einer bestimmten Branche kommen?!

Dazu kommt es ja auch vor, dass die Mutter mit den Kindern wegzieht.

Ich kenne leider auch einige Väter, die sich nicht um einen regelmäßigen Umgang bemühen, nach der Trennung mehrere hundert Kilometer wegziehen oder ihre Kinder wegen der neuen Freundin versetzen.

Aber sinngemäß zu behaupten, ein Vater der sich kümmern wolle, hätte schon längst das Wechselmodell, ist meiner Meinung nach realitätsfern.

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Es gibt auch Berufssoldaten die weiblich sind,auch die müssen eine Lösung finden.
Es gibt sicher Eltern die ihre Probleme damit haben,dies ist für mich unabhängig vom Geschlecht.
Auch kümmere ich mich als Frau selbst um meine Einnahmen und verlasse mich nicht auf den Mann und gerade bei Scheidung nicht.
Ich habe da eine klare Haltung die vielleicht nicht einfach ist.
Was Du schreibst sind Einzelfallentscheidungen und betreffen nicht das große Ganze.

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Was sie mit ihrem Geld macht, geht dich nichts an.

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Rede erstmal mit deiner Ex und bekomme Informationen aus erster Hand!
Du hast absolut gar keine gesicherten Informationen. Alles was du weißt, kommt von irgendwelchen komischen Quellen, denen du selbst kaum traust.
Du weißt ja noch nicht einmal, ob deine Ex nicht einen Vater für das Kind benennen kann, der Unterhalt zahlt/zahlen würde.
Ob das Kind aus einer KiWu Klinik aus den Niederlanden stammt, oder nicht...das weißt du gar nicht. Du weißt auch nicht, wenn dem so wäre, was deine Ex dafür bezahlt hat ... falls es denn nicht vielleicht ein anderer Mensch getan hat.
Du rätst nur. Und du hast sofort Vorurteile und das Verhältnis zur Ex wird noch schlimmer.

Falls sie tatsächlich Geld vom Kindesunterhalt (vom schlecht bezahlten Teilzeitjob wird es kaum sein) gesammelt hat um das durchzuziehen, dann ist das so zu verurteilen. Aber nur dann!
Finde dazu aber erstmal raus, was passiert ist.

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