Das leben geht einfach weiter - auch zu Hause - kein Platz für Trauer?

hallo ihr....

sitze hier - vor einem Gefühlsberg, den ich versuche mit logischem Dasein, einfach kleiner zu machen.
Am 12.8 musste ich, wie so viele hier, die abartige as#schock hinter mich bringen und meine Kinder abgeben#schmoll. Die Tränen und mächtigen Gefühle haben mich bis zum ersten Arbeitstag begleitet, doch wurden sie immer mehr nur für mich sichtbar. Habe und tue es nochimmer in mich hinein geweint, sitze eigentlich schreiend rum - und keiner hört meine schreie. Denn mir wird ausserhalb meines zu Hauses ganz bewusst gemacht - das Leben geht weiter mit oder ohne meiner Tränen und Trauer. Doch auch zu Hause werden die Unterschiede so deutlich...ich würde gerne um meine Kinder trauern, das ist vermutlich das Gefühl einer Mutter, die die Veränderung ihres Körpers schon so früh mitbekam...?!, doch der Partner, trauert ganz anders. Sind für Männer Kinder wirklich erst Kinder wenn sie sie anfassen können??? Dann wäre also der Partner noch gar kein Vater gewesen - doch wir sind Mütter mit Herz und Seele von beginn an!#schmoll

Ich glaube dieser Unterschied kann so einige Beziehung sehr mitnehmen. Denn ich versuche jetzt von dem extremen Muttergefühl wegzugehen und mich meinem Partner anzunähern. Andersrum gehts nicht. Und wenn ich es nicht tue...ist der Unterschied zu groß.

Bin ich alleine damit?
Oder seit ihr ähnlich gefangen?

Liebste Grüße
Maria und meine sternenzwillinge#stern#stern

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Hallo!

Nein, Du bist nicht allein damit! Ich weiß zwar, daß mein Mann auch sehr traurig war und wahrscheinlich immer noch ist aber er redet überhaupt nicht drüber! Vielleicht auch um mich zu schützen! Aber einfacher macht das die ganze Sache nicht!

Ich fände es schöner, zusammen traurig sein zu können und sich gegenseitig zu stützen!


Liebe Grüße
Sabine mit Lara-Sophie (4 J.), sieben #stern und Stern Lukas (15. SSW)

2

Liebe Maria,
mir ging es ähnlich. AS und dann? Geht alles einfach weiter. Ich hatte Glück und zwei Wochen danach frei, mein Arbeitgeber war sehr verständnisvoll, und mein Partner nahm sich Urlaub. Er war auch traurig, geweint hat er aber nur ein Mal, so aus dem Blauen heraus. Es tat gut, auch mal ihn in den Arm nehmen zu können und nicht nur umgekehrt. Und doch ist es ja auch schön, dass jemand da ist, der stützt und da ist und auch irgendwie stark ist. Sonst wäre es ja noch viel schlimmer mit der Trauer. Ich wünsche Dir viel Kraft. Trauere sooo lange, wie Du musst und kannst und willst, und dann. Mach Dein Licht an- und weiter gehts!!!!
LG, Axx

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liebe maria,

nein, du bist nicht alleine. auch bei mir war es so, dass meine bessere hälfte alles schön sachlich erzählt und für sich damit abgehandelt hatte. ich dachte echt, das kann doch nicht wahr sein, wie kann man so gefühlskalt sein???? es scheint tatsächlich so, dass männer in die vaterrolle reinwachsen müssen, während man sich selbst von anfang an wie eine mami fühlt, denn so ist es auch. es ist extrem traurig für mich gewesen und ich habe darüber auch mit ihm, familie und freunden gesprochen, obwohl es mir irgendwie auch peinlich gewesen ist. denn irgendwie möchte man diese schwäche ja gar nicht eingestehen. ich habe meinem sternchen vor 1 woche einen abschiedsbrief geschrieben und den auch meinem mann zu lesen gegeben. und was soll ich dir sagen? er hat angefangen zu weinen, ich hätte das nie für möglich gehalten. er meinte dann, erst durch diesen brief hätte "das ganze" für ihn erst ein gesicht bekommen und er könne erst jetzt etwas in mich hineinfühlen.
setz dich nicht selbst so unter druck, der lastet genug auf dir. aber du darfst immer dann traurig sein wenn du es möchtest, und auch dein mann hat meiner meinung nach kein recht, ein langes gesicht zu ziehen und zu fragen, was denn schon wieder los sei. es ist wie es ist und deine sternenzwillis werden immer ein teil von dir sein. und du hast auch das recht, es deinem partner so zu sagen oder ihm einen brief zu schreiben, dass du entäuscht bist von seiner reaktion. das ändert ja nichts an eurer liebe, aber es macht dich traurig und belastet dein verhältnis zu ihm, so war es bei mir. ich musste mir gehör verschaffen, deswegen der brief. vielleicht hilft es dir.

ich drücke dich, alles gute

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Es tut mir sehr leid, wir hatten lang auf diese SS gewartet damals über 1 Jahr. Wir waren so glücklich als wir erfuhren das wir Eltern werden.

Doch in SSW 8 kam das traurige Ende, ganz natürlich unter Schmerzen verlor ich unser Sternchen.

Ich war traurig, fing früh wieder das Arbeiten an und denke daher baute ich mir eine Mauer auf. Ich funktioniert eben nur die Gefühle waren halt nicht so stark wie sonst, war immer ein Gefühlsmensch.

Trauer verstand nur meine Schwiema, die selbst ein Kind verloren hat.

Meine Mutter verstand mich nicht, bei meinem Mann spürte ich auch keine Trauer.

Ich heulte viel wenn ich allein war.

Im Oktober (4 Wochen danach) sind wir auf eine Kirmes gegangen, dort gewann ich eine Spieluhr suchte sie mir in blau aus, da ich damals das Gefühl hatte es wird ein Junge.

Ich zog dann die Spieluhr auf und mein Mann sagte auf einmal ganz traurig "Jetzt, wo wir unser Kind verloren haben" erst da merkte ich das er auch trauert.

Im Nov. 3 Tage vor unseren 4ten Jahrestag, brachte er meine Mauer zum einstürzen. Wir redeten darüber. Und er sagte "Du hast Justus gespürt"
Ich sah ihn in der Art an "Er war noch zu klein um ihn zu spüren"
Er sagte darauf "Aber er war in deinem Körper du hast ihn gespürt, du hattest ne andere Verbindung zu ihm als ich, ich hatte nur die Fotos und den Ultraschall"

Ich hab so geheult, aber ich wurde dann wieder gefühlsvoller und das ende vom Lied war das wir am 4 jährigen unsere Maus zeugten.

Aber es war eine Belastungsprobe für uns. Während ich trotz gesunden Kindes mein Sternchen nicht vergesse, hat das mein Mann leider getan.

5

Du bist nicht allein.
Ja, bei uns ist es so das wir Mütter mit Herz und Seele sind sobald wir erfahren dass wir schwanger sind.Das Gefühl " Ich bin jetzt Mutter" war auch bei mir von Anfang an da.
"Ich beschütze Dich", "Ich passe auf Dich auf",sagte ich mir immer wieder in den Bauch. Und dann kam die schreckliche Nachricht, das dass Herzchen nicht mehr schlägt.
Ich kann diesen Moment nicht beschreiben, aber ich glaube es der schrecklichste den eine Mutter erleben kann.
Und was mich schockiert, es ist wirklich so, das dass Leben direkt weiter geht ohne Gnade. Mein Sternchen wurde so schnell vergessen, ich glaube nicht einmal mehr einer denkt daran, das ich schwanger war.
Die Männer behandeln dieses Thema teilweise genauso.
Laum war die AS vorbei, war mein Sternchen vergessen.Heute höre ich nur noch von meinem Mann "Das leben geht weiter,...reiss dich zusammen,...".
Er versteht es nicht, das für mich die Trauer noch nicht vorbei ist.Und das belastet unsere Beziehung sehr.

Ich weiß nicht wie lange ich noch brauche um wieder positiv zu denken, Freude am Leben zu haben, aber im Moment ist es für all dies noch zu früh.

Ich fühle mit dir und hoffe dass es für uns alle irgendwann auch wieder schöne Tage gibt.

6

ihr lieben....ich danke euch sehr, für eu're geschichten....das allein sein ist ein bisschen weniger mit euch...doch leider seit ihr soweit entfernt! Zudem wünschen wir uns anscheinend doch nichts mehr, als das unser partner irgendwie doch auch als vater fühlt, der sein kind verloren hat!
und die aussenwelt uns als noch schwanger sieht, die nun schrecklich traurig ihr totes kind vermisst und eigenltich nicht weiß, wie sie das verarbeiten soll.

ich bin schrecklich enttäuscht von der aussenwelt, die alles als routine behandelt und erschrocken, wie unterschiedlich mutter und vater sind.

ich bin dankbar für alles was mir meine sternenzwillinge geschenkt haben.
es war eine wundervolle zeit, das allein lässt mich lächeln.

ach ihr lieben
schön hier zu sein
lg maria

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Hallo Maria,

Nein Du bist hier nicht alleine, wir können Dich alle so gut verstehen.

ICh hatte Anfangs auch das Gefühl das ich alleine bin und mich keiner Versteht. Alle wollten nur mein bestes, mir Mut zusprechen, fürs nächste Mal usw.aber das will man doch nicht hören..... man möchte traurig sein, weinen, schreien einfach Trauern..... Und das ist auch richtig, finde ich.

Ich habe hier von einer Userin den Tip für ein Buch bekommen als es mir so schlecht ging es heisst:

" Leise wie ein Schmetterlin" von Ute Horn

es hat mir sehr geholfen, vielleicht überlegst du es Dir mal und kaufst es Dir, kostet 9 oder 10 Euro.

Ist aufjedenfall ein sehr tolles Buch.
Und was soll ich sagen, mein Mann liest es momentan, erst lag es einige Zeit so auf seinem Nachttisch und jetzt liest er es, und ich freue mich sehr.

Ich wünsche Dir von#herzlich alles Gute.

Deine Juja mit 2 #stern ganz feste im #herzlich

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Liebe Maria,
Du bist ganz sicher nicht alleine,,,denn in deinem herzen werden deine Sternenkinder weiterleben. Männer reagieren anders,sie trauern anders......doch ich denke sie fühlen mit uns..Ich hatte letztes Jahr am 4 November eine Totgeburt in der 27SSW...Mika war kerngesund..er musste zu den Sternen gehen weil sein kranker Zwillingsbruder im Mutterleib durch eine OP von Mika (die Nabelschnur wurde verödet9getrennt wurde...Die nabelschnur des kranken Baby´s wurde zu dünn und zum Verhängnis für Mika..Er hatte sich dann in der 27SSW die Nabelschnur mehrmals um den Hals gedreht und sie wa so dünn wie ein Faden..........ansonsten war alles perfekt.........5 TAGE lag ich in den Wehen bis ich mein Kind leise und Tot geboren habe...Glaube mir,,,,,,,,,,,,,,du lernst damit umgehen zu können und dein Umfeld kann garnicht richtig mitfühlen........finde deinen eigenen Weg......setzt dich hin und schreibe alles auf was dir durch den Kopf geht.......das hat mir sehr viel gebracht......und meine Mama,,,wofür ich ihr sehr sehr dankbar bin,,,war und ist immer für mich da..Kommen solche Tage der Trauer und Tränen fängt sie mich imer auf....Mein Mann hat auch getrauert,,,mit mir und sehr viel geweint....aber anders...........Ich wünsche dir alles Gute...Hoffe ich konnte dir durch meine Geschichte ein klein wenig helfen...Nicht aufgeben...Liebe Grüße Michi

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liebe maria,
ich kann dein leid echt nach vollziehen!!!ich hatte im märz eine fg und bin heute noch immer neben der spur!!mein freund war zwar auch ziemlich traurig hat mich aber nach der as den ganzen tag und die ganze nacht darauf mit meinen sorgen allein gelassen!und das is noch heute so,klar ich weiß er hat's nicht so mit gefühle zeigen...aber dadurch habe ich mich stark veändert,war früher immer wie ein offenes buch wenns um gefühle ging,aber das bin ich jetz schon lange nicht mehr!!!also bitte lass den kopf nicht hängen,frauen sind stärker als man denkt...
lg 08081963

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