4 Monate > Geschrei vor JEDEM Schlafen

Hallo zusammen,
unsere Tochter ist morgen 4 Monate alt und hat seit den ersten Wochen massive Probleme mit dem Schlafen gehen. Vor JEDEM schlafen gehen ist 30-60 Minuten Theater. Manchmal auch länger. Wir versuchen Sie mehrmals tagsüber schlafen zu legen, damit Sie nicht übermüdet ist aber es ist vollkommen egal wann und wie.. Sie schreit einfach. Ob auf dem Arm oder im Bett.. Wir haben das Gefühl Sie versucht sich Wach zu halten weil die Welt zu spannend ist und Sie nichts verpassen möchte. Den anschein macht es zumindest.. Sie schläft im Beistellbett mit uns im Schlafzimmer und sobald man mit ihr auf dem Arm das Schlafzimmer betritt, geht das Geschrei meist schon los. Teilweise müssen wir abbrechen, weil ihr Kopf knallrot wird und dieses abgehakte Geschrei kommt, was dann in absolutes Geschrei umwandelt. Wir sind langsam echt mit unseren Kräften am Ende.. es ist einfach seit monaten jeden Tag mehrmals vor jedem schlafengehen... Das raubt uns echt die Freude am Eltern sein :(

Im Auto oder im Kinderwagen schläft sie zwar ein, aber wir können doch nicht ständig Auto fahren oder mehrmals täglich mit dem Kinderwagen rausgehen.

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Wir hatten das leider auch recht extrem und waren wirklich am Ende. Unsere Maus ist jetzt fast 5 Monate alt und es ist viiieeel besser geworden. Abends haben wir auch noch Theater, aber bei weitem nicht mehr so schlimm wie vor ein paar Wochen. Haltet durch, bei euch wird es bestimmt auch bald besser werden. Ich drücke euch die Daumen

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Hat sie vielleicht Probleme einzuschlafen? Unsere Kleine schreit auch, wenn zu viel Los ist und sie nicht schlafen kann, wobei es schon zu viel ist, wenn ich leise mit ihren Geschwistern rede.
Auch braucht sie eine Einschlafbegleitung, da sie nicht einfach so einschlafen kann. Entweder schläft sie beim Stillen oder spazieren gehen ein. Einfach nur kuscheln reicht leider nicht.

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Das sie viel erleben will da hast du recht und da ist der Punkt wo sie wahrscheinlich auch Hilfe brauch. Das Kind saugt alles wie ein schwamm auf.

Oft hilft es den Tag regelmäßig und ruhig zu gestalten. Erst recht am Abend kurze einfache Rituale.

Bei meinem Sohn war ich auch oft am verzweifeln. Es hat geholfen bei ihm zu liegen beim einschlafen.

Wenn dein Kind am Tag viel schläft ist es abends um die Zeit aber vielleicht auch noch nicht müde.

Zeitweise konnte mein Kind nur auf mir liegend einschlafen, das hat sich halt immer wieder mal geändert.

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In dem Alter war ich zwei Mal am Tag mit dem kleinen in der Trage draußen. Einfach weil er so zuverlässig schlief. Aktuell ist es der Kinderwagen. Ja, kann nerven. Aber wenn du weißt, wie sie gut schläft, würde ich das machen. Es kommen auch andere Zeiten. Mein Sohn ist irgendwann auf dem Arm eingeschlafen. Und ließ sich dann auch für ne halbe Stunde ablegen. Es dauert halt, bis sich Dinge ändern. Manchmal zum Leidwesen der Eltern. Mein Rat wäre zu akzeptieren, dass dein Kind nicht - zumindest tagsüber- im Schlafzimmer schlafen will.

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Erstmal ich bin ganz bei dir und fühle mit. Habe mich auch wie eine schlechte Mutter gefühlt weil ich so genervt war, dass das doch einfach nicht funktioniert wo dieses dösige Kind doch sooo müde ist. Zumal ich als Nicht-mutter in puncto schlafen zu den Sprüche klopfern gehört habe. Vielleicht ist das jetzt Karma?
Doch du kannst mehrmals am Tag mit dem Kinderwagen raus auch wenn es keinen Spaß macht. Weil du irgendwann weißt dass wenn du es nicht machst du ein übermüdetes Kind abends gar nicht ins Bett bekommst.
Habt ihr schon mal überlegt sie nicht ins Schlafzimmer ins Bett zu bringen? Ich habe auch Gerüchte von diesen Kindern gehört die überall mit hingenommen werden können und halt einfach schlafen wenn sie müde sind. Wie gesagt Mythen und Legenden.
Aber der Trick ist für uns im Moment dass die Kinder die es jetzt (noch) nicht können also unsere Kinder sich in gewissen Rahmen daran gewöhnen können.
Wir haben hier auch jemanden der gerade in den Schüben einschlafschreien aufs Feinste praktiziert. Aber es wird besser. Durch 3 Dinge.
1. Nicht das schlaftrainieren aber konditionieren auf gewisse "nebenbei" schlafbegleiter. Bei uns ist es entweder Papas Arm, Nase streicheln, gymnastikball, Kinderwagen oder Mama singt. meistens eine Kombination. Die ersten 10 Wochen wurde auch dabei geschrien aber irgendwann machte es klick und er fährt runter. Denn das Problem ist unsere Kinder finden diesen Schalter nicht, der bei anderen Kindern via Autopilot vorhanden ist. Und ja das ist richtig schwer aber hat nichts mit schreien lassen zu tun, denn
2. Du kannst nichts mehr für sie tun. Du hast dein Kind auf dem Arm singst ihm etwas vor Schaukelst usw. Und mehr kannst du dem Kind zum einschlafen nicht geben. Den letzten kleinen Rest muss es selbst schaffen.
3. Wenn du diese schreiphasen hast, und es ist nicht schön, aber hat mir allein für den Kopf in diesen gefühlt unendlichen Momenten geholfen ist der Fakt, dass sie im Zweifelsfall irgendwann vor Erschöpfung einschlafen werden und dann ist Ruhe.

Unsere Hebamme sagte es gibt Kinder die sich in den Schlaf quengeln müssen. Bei uns ist es erst besser geworden als wir 3 Wochen alle Unternehmungen auch Besuche bei Großeltern usw. Abgesagt haben und ihn wirklich spätestens alle 2h zum schlafen bringen also alle Reize vollkommen rausnehmen. Manchmal auch schon früher. Egal mit welcher Unterstützung. Es muss natürlich etwas sein was ihm grundsätzlich gefällt, damit das Einschlafen als Nebeneffekt dazu kommt. Hüpfen auf dem Ball zum Beispiel. Und wir haben akzeptiert dass unser Kind sich halt nicht auf die gängige Weise ins Bett bringen lässt. Deshalb macht er sein "vorschläfchen-schläfchen" bei uns ab 8 abends auf dem Sofa im Arm und um 10 bin ich meistens selbst sowieso so kaputt dass ich dann eh mit ihm ins Bett gehe. Dadurch ist er so schön eingekuschelt und schläfrig dass er dann nur noch einmal kurz stillen braucht um bis um 2 Uhr erstmal zu schlafen.

Ich hoffe ich konnte dir zumindest mental ein bisschen helfen

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Ich fühle mit euch! Hier ist es ähnlich. Ich denke, dass man leider keine Wahl hat als eben Methoden zu finden, wo Baby einschläft und schläft, und diese frühzeitig (weit vorm Brüllen, z. B. schon beim 1. Gähnen) zu nutzen. Wir müssen hier richtig Gas geben und körperlich Einsatz bringen: Am Ball hüpfen, Schaukelstuhl, Wippen, Tanzen.. mit Baby im Arm oder in der Trage. Auch lässt sie sich nicht ablegen u schläft nicht wirklich alleine weiter. Das zusammen ist echt anstrengend. So gesehen habt ihr doch fast schon Glück ;-)
Vielleicht könnt ihr den Kinderwagen nach drinnen verlegen, es gibt da wohl auch so Vibrationsgeräte zum Anstecken an den Wagen, oder könnt die Autofahrt simulieren (Baby im Nestchen / Maxi Cosi auf ein Spülgerät, Waschmaschine stellen, Fön oder Staubsauger an oder ähnliches an Simulationsideen..).
Angeblich "lernen" schlafen ja alle ;-) Es ist wohl auch kein Lernen sondern ein Reifungsprozess im Gehirn. Auch soll es in Schüben schlimmer sein. Damit halte ich mich über Wasser.

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