Noch eine Frage zum Thema Stillen

Einerseits hört/liest man dass man ein Stillbuch führen soll wie lange auf welcher Brust getrunken wurde bzw. werden Schleifchen für den Still BH empfohlen damit man weiß welche Seite als letzte dran war.
Andererseits hab ich gelesen dass man auf einer Seite trinken lassen soll, dann wickeln und dann auf der anderen Seite. Wie ist das denn nun? Grübel #gruebel
Liebe Grüsse
Heidi

Hallo

auch hier eine Antwort von mir..

Ich führe weder Buch noch sonst irgendwas.
Auch wickel ich nicht sofort nach einer Seite. Mira trinkt häufig nur eine. Dann aber eben nach 2 Std etwa die andere.
Ich kann es mir manchmal nicht merken welche Seite als letztes drann war. Ich fühle dann, man merkt es eigentlich welche "leerer" ist.

Auch bei Nina hatte ich mir in dieser Hinsicht keinen Stress gemacht. Sie wurde auch satt..

LG Heike mit NIna 3 und Mira 10 Wochen

Hallo Heidi!

Lukas trinkt auch meistens eine Seite und beim nächsten mal die andere Seite! welche Seite dran ist merke ich. die eine ist dann voll und das mekrt man!
Ich führe kein Stillbuch!

LG annie + Lukas (10.08.2007)

Ein Stillbuch ist anfangs eine feine Sache. Das wird aber irgendwann einfach zu nervig. Ich habe ca. 1 Woche lang aufgeschrieben, wo und wielange mein Kleiner getrunken hat, aber dann brauchte ich das nicht mehr.

Ich habe es gerade am Anfang auch immer so gemacht, dass ich gestillt / gewickelt / andere Seite gestillt habe. Das ist wirklich eine gute "Taktik", damit man eben nicht nach 1-2 Stunden wieder anlegen muss, weil das Baby nur den ersten Hunger weggetrunken hat und dann vor sich hin gedöst hat, nur um wenig später wieder aufzuwachen, weil doch noch Hunger da ist.
Durchs Wickeln haben die Kleinen 1.) eine kurze Pause zum Erholen (Trinken ist ja so anstrengend #schwitz) und 2.) werden sie auch wieder ein bisschen wacher durch die Luft am Popo :-)
Danach schlafen sie wirklich satt und zufrieden, zumindest ist das bei meinem Sohn so.

Wenn du das auch so machen willst, musst du beim nächsten Stillen immer die Seite nehmen, mit der du beim letzten Mal aufgehört hast. Der "Nachtisch", also die zweite Brust, wird nicht so gut leer getrunken wie die erste Brust (auch wenn die Zeit gleich ist, es wird einfach nicht mehr so kräftig gesaugt), daher soll man abwechseln.

Also wäre das Schleifchen eine ganz gute Idee (falls du nicht eh erstmal alles aufschreibst). Nach einer gewissen Zeit brauchst du das wahrscheinlich nicht mehr (da kannst du das auch fühlen und man hat 'ne Routine drin, das geht dann alles automatisch).

Viel Spaß beim Stillen und lass dich von den Anfangsschwierigkeiten nicht entmutigen. Ich habe die ersten Tage so oft geheult wegen der Schmerzen vom Milcheinschuss und den ganzen Problemen beim Stillen (Baby schrie an der Brust, ich dachte, er hasst meinen Busen und das wird nie was - ich wollte echt abstillen, weil ich dachte er verhungert mir noch, weil ich es nicht schaffe mit dem Stillen....da hat man dann noch die Wochenbetthormone und alles, das ist echt Horror bei manchen Frauen). Aber es wird dann ruckzuck besser und plötzlich funktioniert es wunderbar und es ist ein tolles Gefühl das geschafft zu haben. Also viel Erfolg #pro

Ach ja, eine gute Nachsorge-Hebamme ist gerade fürs Stillen Gold wert. Kann ich nur jedem ans Herzen legen, denn ohne Hebi hätte ich völlig verzweifelt abgestillt und wäre zur Flaschenmami geworden :-)

Hallo Heidi,

ein Stillbuch habe ich nie geführt, meine Kinder wurden bzw. werden problemlos satt, ohne dass ich das irgendwie kontrollieren muss. Schleifchen nutze ich auch nicht, allerdings hat mir meine Tochter (mit Papas Hilfe) eine "Stilluhr" gebastelt. Da stelle ich dann ein, wann ich welche Seite gestillt habe, irgendwie vergesse ich das nämlich immer. #gruebel Und nein, ich fühle nicht unbedingt, welche Seite dran ist, nach manchmal nur zwei (bzw. seitenmäßig gesehen vier) Stunden ist die Brust noch nicht so prall. Aber gegen Morgen platze ich meist, meine Tochter kommt tagsüber so im zwei/drei Stunden-Takt, schläft dafür nachts aber dann so fünf bis acht am Stück.... Aber irgendwann spielt sich das alles ein und ich werde dann hoffentlich auch ohne die Stilluhr zurecht kommen (ich vergesse es jetzt schon immer häufiger).

Meine Kleine trinkt schnell (ich nenne das immer "Druckbetankung"), manchmal wickel ich sie zwischendurch zum Wachwerden, sie ist auch mit einer Seite meist zufrieden (nach dem Wickeln lege ich sie auch meistens auf der gleichen Seite wieder an). Es ist übrigens für die Brust auch besser, eine Seite richtig leerzumachen, sollte Dein Baby mehr als eine Seite brauchen, fängst Du bei der nächsten Stillmahlzeit dann mit der zuletzt beschnuckelten Brust wieder an.

Zu Deiner Frage im Thread vorher: ich wickel immer nach Bedarf, d.h. auch nachts, wenn sie stinkt oder mir an der Brust zu schnell wieder einschläft. Aber möglichst vermeide ich es, sie nachts zu wickeln, damit sich die Nacht deutlicher vom Tag unterscheidet. #gaehn

Liebe Grüße,
Gerlinde

Hallo Heidi

Unsere zweite Tochter hat vor ein paar Tagen unsere Stillbeziehung nach gut 11 Monaten wohl beendet. Aber nach 2x stillen über 9 bzw. 11 Monate kann ich dir als wichtigsten Tip geben

HÖRE AUF DEIN GEFÜHL

Wenn du Buch führen magst mach es. Wenn du dich damit sicher fühlst. Bei meiner ersten Tochter habe ich am Anfang auch nach der Uhr gestillt und mir jedes Mal ein Stillkissen, Tee usw geholt. Ein echter Aufwand, aber er hat mir in den ersten Wochen Sicherheit gegeben.

Kann mich meiner Vorschreiberin auch nur anschließen. Nicht am Anfang entmutigen lassen. Stillen muss man selbst und das Baby wirklich lernen. Es kann (muss nicht) ziemlich wehtun und die ersten Tage/Wochen macht man gefühlt wirklich kaum was anderes als Stillen, wickeln und versuchen das Chaos (im Haus und im Gefühl) zu bewältigen.

Aber das ist auf der anderen Seite auch ok. Du brauchst ja Zeit dich an alles neue zu gewöhnen und wenn du dir vertraust wird sich das Stillen und alles andere schnell einspielen.

Wenn du irgendwann das Gefühl hast jetzt würde es mehr Sinn machen nur noch eine Seite zu geben oder wickeln macht mein Baby nachts wach. Dann mach es so wie du meinst. Vertraue dir, wenn du wirklich mal falsch liegst zeigt dir dass dein Zwerg ganz schnell. #gruebel

Ganz praktisch kann ich noch sagen.
1. Man kann auch einfach im Liegen stillen. Selbst auf die Seite drehen, Baby auf Brusthöhe daneben und mit Arm oder Kissen etwas abstüzen. Ist bei Kaiserschnitt viel angenehmer, sagt einem aber meist keiner. (Ich habs erst nach 2 Wochen zu Hause ausprobiert)
2. Laloninsalbe hilft meist super gegen Wunde Brustwarzen, aber häufiges Anlegen wirklich auch (auch wenn man vielleicht meint, man möchte nie mehr ein Baby anlegen #heul)
3. Alle dummen Bemerkungen von Freunden, Omas usw überhören. Dein Baby wird satt und auch Flaschenkinder nehmen am Anfang erst ab. Im Wachstumsschub schreien alle Babys schneller nach mehr Nahrung auch Flaschenkinder. Häufiger Anlegen und nach 1-2 Tagen ist wieder alles ok. Gemeinerweise kommt der erste Schub meist kurz nachdem man zu Hause ist.
4. Wenn du abpumpen magst würde ich es einfach versuchen. Mir hat das Gefühl geholfen etwas Milch auf Reserve zu haben wenn ich mal kurz weg muss und mein Mann so füttern konnte. (Habs nach ca. 3 Wochen probiert und hat gut geklappt). Wenn du die Vorstellung doof findest lass es.

Huch jetzt habe ich ja super lang geschrieben. Toll mach dir keinen Kopf und ich schreibe Romane.

Wird schon gut klappen und viel Glück

sittichgirl

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