Partnerschaft zur KIWU-Zeit

Hallo ihr Lieben!
Bereits zu meinen „ganz normalen“ 1 1/2 Jahren Kinderwunsch-Zeiten habe ich hier schon fleißig mitgelesen.. ich hatte irgendwie so eine Vorahnung, dass ich irgendwann mal weiß was ICSI usw bedeutet #gruebel. Im Sommer kam dann mitsamt des Spermiogramms die Diagnose, dass es sich genau auf diese rauslaufen wird. Gleichzeitig wurde mir noch PCOs verkündet. Damit bin ich erstmal aus der Klinik „geflüchtet“ und habe eine komplette Pause eingelegt.
Unsere Geschichte soweit... mich interessiert aber was ganz anderes... Wir hatten jetzt genug Zeit zu überlegen, wie wir alles finanziell angehen und trotzdem hat sich nichts getan. Wir haben NICHTS angepackt. Klar, erst war es der Schock... aber jetzt sind da Zweifel, ob wir die Richtigen für einander sind. Ich frage mich, ob das kommt, weil man es sich so lange überlegt und es nicht einfach so mal passiert? Oder weil so viele Stolpersteine da sind (wir sind nicht verheiratet, unterschiedliche Nationaliäten,..) und es auch irgendwo den vielleicht „leichteren Weg“ gäbe?
Ich wäre euch total dankbar, wenn ihr mir ungeschönte Geschichten erzählen könntet ... also ob das eurer Meinung nach eine Phase ist, recht normal, oder ihr das kritisch seht, dass man erstmal an der Beziehung zweifelt bevor man weitermacht. Mein Partner konnte am Anfang auch gar nicht gut darüber reden, ich habe ihn dann auch komplett in Ruhe gelassen. Aber das hat schon was mit mir gemacht ... ich hätte viel Beistand gebraucht - er nichts davon hören.
Ich lese hier keine Geschichten darüber, was so ein Weg mit der Partnerschaft macht. Über das ganze KIWU- Ding wird so geschwiegen, deswegen bin ich unheimlich dankbar um dieses Forum! Vielleicht ist die Partnerschaft in so einer schweren Zeit ja auch so ein Schweigethema? Oder sind wir damit eher alleine? Für mich ist ein „mein Mann zieht da total mit“ so ähnlich wie ein „bei uns hat es im 1. ÜZ einfach so geklappt, mach dich locker“ 😅.
Blabla... ach, ich hätte euch hier gerne mit einer Tasse Tee zusammensitzen :-).
So, ein richtig gutes neues Jahr wünsch ich euch! #klee Ninni

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Hallo Ninni.
Schön, dass du dich zu Wort meldest :-)

Bei uns bin ich die Verursacherin, das SG meines Mannes ist unauffällig. Daher kann ich nicht erahnen, wie es deinem Partner geht.

Ich kann dir aber den Rat geben, immer offen über alles zu sprechen. Wünsche, Gefühle, etc.. Auch, um Missverständnissen vorzubeugen. Die Kiwu-Zeit ist meiner Meinung nach die schwierigste Zeit überhaupt in einer Beziehung / Ehe, weil emotional, teuer, stressig, etc.. Da ist es von Vorteil, wenn man sich blind versteht.

Wir hatten überhaupt keine Zweifel, da kann ich dir leider keine Erleichterung verschaffen. Vier Monate, nachdem wir uns einig waren, dass ich die Pille absetze, bekam ich den Antrag, 3 Monate später standesamtliche Hochzeit.

Ich weiß aber auch nicht, wie alt du bist und dementsprechend wie die Beziehungserfahrung und -stabilität ist.

Ich drücke dir aber die Daumen, dass ihr den Zugang zueinander im Gespräch findet. Es wird sich bestimmt ein Weg im gemeinsamen Kiwu finden, den ihr beide gehen möchtet #herzlich #klee

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Oh, danke für die schnelle Antwort! 😍Ich war richtig nervös, ob ich gleich nur „wie kann man nur an kiwu denken, wenn man sich der Beziehung nicht sicher ist“-Antworten bekomme. Ich bin 32, mein Partner 34...und wir waren uns unserer Sache von Anfang an sehr sicher. Wir haben schnell (Um-)gebaut und uns flott ans Kinderkriegen gemacht 😉. Dann kam der Dämpfer und es wackelt. Vielleicht brauchen wir auch einfach doch noch mehr Zeit um alles zu verdauen 🤷‍♀️. Schwierig finde ich nur unsere Kombi aus meinem Redebedarf und seinem Todschweigen. Aber ja, neues Jahr neues Glück ( und viel Geduld 😉) Lg!

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Hey 👋🏼 ich möchte mit meiner Vorrednerin anschließen! Kommunikation ist alles!!! Wir sind jetzt seit 1 1/2 Jahren aktiv dabei.. 2020 sollte das Jahr sein wo wir endlich zu dritt sind im Endeffekt war 2020 das Jahr wo wir 3 Fehlgeburten erlitten haben und immer noch nicht wissen wieso. In meinen 27 Jahren war ich nicht ansatzweise so oft beim Arzt wie letztes Jahr. FA, Kiwu Klinik, Abortsprechstunde und jegliche Spezialisten.. sowas zerrt an einem als Mensch und als Paar ihr seid also definitiv nicht allein damit vor allem verändert man sich extrem damit als Mensch und auch als paar. Man wird vor ganz andere Herausforderungen gestellt sei es jetzt finanziell wegen Behandlungskosten, oder zeitlich (Kiwu Klinik Termine hauen echt rein) oder eben zwecks Verlust Verarbeitung, Frust wenn’s nicht klappt oder oder oder..

Bei der ersten FG war das logischerweise alles neu und wir haben beide gemerkt das wir unterschiedlich trauern und uns in gewisserweise etwas entfernt haben. Das wollten wir beide nicht also haben wir uns zusammen gesetzt und ungelogen von abends um 8 bis 4 Uhr morgens auf der Couch gelegen und geredet. Wir haben alles aufgeholt was die letzten Tage und Wochen seit der Fehlgeburt tot geschwiegen wurde und plötzlich war alles anders! Seit dem als dann die zweite Fehlgeburt kam und jetzt auch die dritte habe ich mehr Stärke und Rückhalt in meinem Mann als in den letzten 9 Jahren unserer Beziehung. Solche Schicksalsschläge und da zähle ich jetzt auch langzeit Kinderwunsch mit rein auch ohne Fehlgeburten können einen auseinander reißen aber sie können euch auch näher zusammen bringen. Wichtig ist ihr müsst reden und zuhören.
Was uns auch geholfen hat - nehmt euch bewusst Zeit die nichts mit kiwu, behandlungsplänen, spritzen, Apotheken Rechnung etc. zu tun hat. Unternehmt was.. auch in Zeiten von corona geht das. In den Wald spazieren, sucht euch tolle Rezepte aus und kocht was zusammen, Filme Abend, Ausflüge irgendwo zum wandern etc das hat uns sehr viel gegeben.

Ich hoffe ich konnte dir ein paar Ideen geben.. definitiv alles kein Grund um zu zweifeln. Aber ich denke es ist normal das man plötzlich vor anderen Herausforderungen steht und Dinge mal neu überdenkt oder aus einer anderen Perspektive sieht. Einfach drüber sprechen. Ich drücke dich 🥰

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Hallo liebe paci #danke,
ich habe gestern noch deinen Beitrag gelesen und mir gleich eine Weinflasche und meinen Partner geschnappt 😉 - also danke dafür! Wir sind jetzt so weit, dass er einer ICSI zustimmt und auch weiß, was da auf uns zukommt (zumindest theoretisch). Über das Organisatorische haben wir auch geredet- jetzt habe ich zumindest nicht mehr das Gefühl, dass ich komplett alleine handle. Was ihr schon alles wegstecken musstet: Hut ab! Ich schicke allerbeste Vibes, damit das auch belohnt wird! Das muss einfach so sein! 💪 Und ganz richtig, es ist eine Extremsituation...vermutlich muss man da sehr nachsichtig miteinander umgehen. Ein Drücker zurück #verliebt
...by the way 2021 soll ja sowieso viel besser werden. Eine Freundin hat mir gesagt, dass es (..uuuaah keine Ahnung von sowas) „kosmisch“ vom Männlichen ins Weibliche wechselt - das kann ja nicht schaden! :-p

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Hallo Ninni, für uns ist das alles auch sehr schwer und sehr zusammenschweißend.
Wir haben nach der OAT Diagnose meines Mannes innerhalb 8 Wochen geheiratet, dann kam bei mir Hashimoto dazu. Dann eine gescheiterte ICSI, Bauchspiegelung und Endometriosediagnose, heute haben wir erfahren, dass wir beide eine genmutation für Mukovoszidose tragen. Auch bei uns beiden gäbe es also viel einfacher Wege 😁
Wir haben uns mit 15 kennengelernt und hadern schon damit, dass sich zwei Kinder treffen und dann bei uns beiden alles so im Argen liegt. Aber gezweifelt haben wir nie.

Wir haben oft Differenzen über die Herangehensweise, nächste Schritte, unsere Verarbeitung und auch Geld...aber da angehört dazu.

Ich wünsche euch alles Liebe und wenn ihr noch nicht bereit seid (warum auch immer) - nehmt euch die Zeit. Liebe Grüße

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Hallo kleineresa :-),
manchmal glaubt man es selbst nicht mehr, oder? Was soll denn so eine Diagnose #schock. Allein dass du hier schreibst und dich nicht verkriechst... meinen großen Respekt!
Aber ganz genau: das schweißt auch zusammen. Ich war irgendwie seltsam erleichtert, als bei mir auch was festgestellt wurde...einfach, weil nicht einer alleine der „Verursacher“ ist. So rum kann man es bei euch ja dann auch sehen: genau ihr zwei musstet euch treffen, damit ihr euch jetzt habt. #herzlich Von so einer tiefen Beziehung können andere wohl nur träumen. Puh und ich werde euch auf jeden Fall so die Daumen drücken!!
Dein erster Satz bringt es auf den Punkt. Scheißschwer und was Positives in einem Satz ;-) Danke dir!

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Liebe Ninni, toll, dass du dieses Thema ansprichst! Du bist nicht allein. Bei uns ist es auch so und ich bekomme die Kombi Redebarf&(Tot)schweigen auch von total vielen Paaren mit.
Ob es da eine KiWu Behandlung ist, oder die "normale" Schwangerschaft nimmt sich da nicht mal sooooo viel. Meine Freundinnen und Kolleginnen sind einfach meist ein paar Schritte schneller als Ihre Männer. Was muss erledigt werden? Wie lauten die nächsten Schritte? Wo bekomme ich Infos zu Thema xy? You name it.
Mein Eindruck ist, dass es sich in der KiWu Behandlung einfach noch viel, viel mehr bemerkbar macht. Und man dieses Gefühl hat, viel zu oft die Initiative für alles mögliche ergreifen zu müssen. Mein Mann und ich sind einmal ganz überraschend schwanger geworden (aber FG) und müssen jetzt eine ICSI machen. Wir hatten jetzt also eigentlich seit der Schwangerschaft Anfang 2018 Zeit darüber nachzudenken. Zwischendurch freue ich mich so, so sehr, bin so gespannt auf alles. Und zwischendurch bin ich einfach nur wieder total genervt, weil mein Mann standardmäßig auf dem Beifahrersitz fährt. Heiratsanmeldung, KK-Wechsel, Kliniksuche etc pp. – alles mein Job. Heute kam ich super aufgeregt aus der KiWu-Klinik und anstatt interessierter Nachfragen erwartet mich nur ein schlafender Mann. Hass! Aber auch (wenn ich tiefer in mich reinhorche): Liebe. Wäre er nicht so introvertiert, zurückhaltend und nachdenklich wie er ist, wäre er ja nicht er. Jemand der mir aus dem Nichts einen kompletten Badezimmerumbau vorstellt, damit ein Wickeltisch eingebaut werden kann. Oder bekloppte Schwebekonstruktionen erfindet, wo das nicht existierende Baby geschaukelt werden kann. Das ist so rührend und schön. Melde dich gern, wenn du noch ein bißchen haten willst – ich bin heute gern dabei. : )

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Hahaha Annanym, ich hatte sofort gute Laune! Nicht, dass mir die ganze Geschichte nicht total Leid tut! Aber „Beifahrersitz“ trifft es sooo gut! Und hey: meiner hat tatsächlich schon einen Unterbau für den Wickeltisch gebaut - vor einem Jahr. Aus dem Nichts. 😂 Und dazu wurde schon ausdiskutiert wer beim Skifahrenlernen den „Kinderland-Part“ übernimmt und wer gleich mit auf die Piste geht. Er ist voll im Thema und trotzdem so weit draußen, dass er auch derjenige war, der es bei unserem ersten KIWU-Klinik-Termin nicht rechtzeitig hingeschafft hat und ich alleine beraten wurde. Da kam dann auch noch meine Diagnose raus ... ein halbes Jahr später hat er JETZT ERST kapiert was PCO eigentlich ist und dass ich das „in echt“ habe #aerger hurra! Also ich bin immer gern dabei - zwischen haten und lieben 🥳🙌

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Hallo,
die Kiwu-Zeit ist nicht leicht. Als wir uns entschieden haben Kinder zu bekommen, dachte ich, okay, Spirale raus und los geht‘s. Nach einem Jahr war klar, es klappt wohl nicht so. Dann steht man da. Mein Mann hat mir immer gesagt, ich soll sagen, wie weit ich gehen möchte usw. Ich hatte Angst zur Kiwu-Klinik zu gehen. Ich dachte, es liegt an mir. Hatte Angst vor den Untersuchungen und wollte uns das nicht antun. Mein Kinderwunsch war allerdings groß und natürlich kam dann als Alternative Adoption auf den Tisch.
Mit meinem Mann konnte ich nicht richtig darüber reden, hatte immer den Eindruck bei ihm ist der Wunsch nicht so groß...
An seinem Geburtstag bin ich dann zusammengeklappt. Konnte einfach keine Schwangeren mehr sehen und hatte Angst, dass ein adoptiertes Kind dieses Loch, was da in mir war, nicht füllt. Dass ich traurig bleibe und es allen dann schlecht geht.
Da haben wir das erste Mal sehr offen darüber geredet und mein Mann sagte mir, dass er gerne kiwu-Klinik probieren würde. Das hat mich so erleichtert, dass er mal Stellung bezogen hat.
Mittlerweile haben wir drei Fehlgeburten und 3 ICSI hinter uns. Er war immer für mich da, hat mich unterstützt. Kommunikation ist wirklich alles . Wir reden jetzt viel offener darüber.
Es hat uns letztlich als Paar ziemlich zusammengeschweißt, da man doch viel mitmacht mit der Zeit.
Aber jeder muss sich in seinem Tempo damit anfreunden. Hilfe in Anspruch zu nehmen ist auch mir nicht leicht gefallen und auch mein Mann brauchte glaub ich die Zeit, um sich darauf einzulassen. Aber ich denke, es ist wie mit der Entscheidung für ein Kind, beide müssen dahinter stehen.
Ich wünsche euch viel Glück
LG
biene

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Hallo biene,
so schön geschrieben - Dankeschön! Bevor ich in die KIWU bin, hatten wir einen recht ähnlichen Weg. Mein Partner hat immer gesagt „wenn es nicht klappen will, dann ist das halt so.“ Damit war das Thema vom Tisch und ich hatte sowieso Angst vor diesem Schritt. Bei mir kam dann auch der Punkt (nach unzähligen von mir geschriebenen Geburtsglückwunschkarten 😓) wo es nicht mehr ging. Das war dann auch unser erstes richtiges Gespräch. Das wir diesen Weg gehen werden war damit klar, aber trotzdem muss mal einer von uns „losgehen“. Naja, seit euren Posts sind wir ja schon wieder besser auf Kurs #huepf Und manche Dinge lassen sich wohl wirklich nicht beschleunigen. Ich drücke euch wirklich sehr die Daumen, ganz liebe Grüße! #herzlich

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Es ist einfach erstmal eine externe Belastung... ihr müsst euren Weg finden!
Wir haben es nie totgeredet. Ich habe die icsi durchgezogen, mein Mann hat mir öfter gesagt wie stolz er ist, aber wir haben da nicht jeden Tag drüber gesprochen oder so.

Wie gesagt ihr müsst euren Weg finden und das werdet ihr auch.
Zweifel hatten wir übrigens nie dass wir Kinder zusammen wollen

Ich drücke euch die Daumen!

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Hallo naseklein,
danke fürs Daumendrücken und deinen Beitrag! Ich glaube, dass eure Art die Sache anzugehen für uns wohl auch ganz gut wäre: nicht zu viel Traraa 😉 ist’s von alleine eh schon genug. Man kann seinen Partner ja auch nicht verbiegen- ein besonders kommunikativ er Typ wird er wohl nie werden. Wer weiß, vermutlich würde mich so einer auch nerven 😅. Muss man bei euch noch Daumendrücken? Das klingt irgendwie schon so gut... Ich tue es natürlich sehr gern! #winke

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Ja meiner ist auch nicht von der kommunikativen Sorte 😉 aber ich bin auch niemand der Sachen bis ins kleinste besprechen muss.

Wie gesagt findet euren weg!

Daumen drücken für uns, wie man es sieht 😅
Unsere 1. Tochter aus der icsi wurde 11.2019 geboren. Wir arbeiten aber an nr.2, daher gerne Daumen drücken 😉

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Hey ninni,
möchte Dir auch kurz schreiben, wie es bei uns war. Ich musste relativ schnell in der Zeit der Kiwuklinik lernen, dass mein Mann sehr den Ärzten vertraut und ihm das auch reichte. Mein Mann war nie jemand, der über alles 100 mal redet und ausdiskutiert. Er hat mich in der Zeit sehr unterstützt, war bei allen Termin dabei, etc.. Aber das was der Arzt sagte, war ok und wurde so gemacht. Ich hingegen habe alles hinterfragt, gegoogelt und hier den Austausch gesucht. Ich habe mich eigentlich permanent mit dem Thema befasst und geschaut, wie kann es nach einem negativ weiter gehen... Ich habe zum Glück irgendwann die Handbremse gezogen und ihn nicht mehr in alle meine Google Gedanken einbezogen. Habe dann tatsächlich darauf geachtet, dass es auch Tage ohne dieses Thema gab und wir einfach schöne Dinge gemacht haben. Anders wären wir wahrscheinlich irgendwann gescheitert. Einfach, weil wir in der Hinsicht so unterschiedlich sind.
Anfangs hieß es bei uns, dass nur mein Mann der Verursacher ist. Ich liebe ihn unendlich, aber natürlich kommen da irgendwann die Gedanken, ist das alles richtig. Aber wahrscheinlich war das auch, weil die Frau nunmal mit Hormonen, icsi und so den schwierigeren Part hat im Gegensatz zum Mann. Und natürlich gab es auch die Situation in der ich unfair wurde. Bei der letzten icsi ging es mir körperlich und geistig (zu viele Versuche zu schnell hintereinander) nicht gut. Während der Punktion sollte er Sperma abgeben und was war es klappte nicht. Noch nie vorgekommen und dann in diesem wichtigen Moment... und ja ich habe in der Situation nicht einfühlsam reagiert, sondern ihm vorgeworfen, was ich alles mache für unseren Traum und er... noch heute tut es mir unendlich Leid.... all das ist aber vergessen, seit dem ich durch genau diesen Versuch (hatten Sperma eingefroren, weil schlechtes Spermiogramm) mit Zwillingen schwanger bin.
Lange Rede kurzer Sinn: Mein Tipp an Euch, achtete darauf, dass das Thema Kiwu nicht nur euer Leben bestimmt, genießt trotzdem euer Leben, unternehmt Dinge,... Aber seit Euch auch bewusst, dass es eine schwierige Zeit ist, in der auch mal Dinge / Situationen sind, die unschön sind. Trotzdem zweifelt nicht an eurer Liebe.
Und ganz abgesehen davon, heißt es nicht, dass es mit einem anderen Partner dann besser / schneller oder so funktioniert. Manchmal stellt sich erst im Laufe des Kiwus raus, dass es doch bei dem anderen Partner auch Probleme gibt.

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Übrigens zieht sich das auch so durch die Schwangerschaft. Ich Google alles, versichere mich zu allem rück und mein Mann ist einfach nur froh, dass ich schwanger bin. Aber genau das liebe ich ja auch an ihm, dass er mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holt und einfach so unaufgeregt ist.

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Hallo liebe jasmina,
ich musste schmunzeln bei deiner Geschichte. Irgendwie ist das total schön... so schlimm erst und dann dieses Ende - und der Mann bleibt einfach immer der Mann, der er halt ist. ;-) Ich habe in der Zeit Seiten an meinem Partner entdeckt, die ich nicht so toll finde... wie er genauso auch an mir. Aber es ist ja auch eine schwere Zeit und ein bisschen Nachsicht würde mir da bestimmt gut tun. Mich macht es wahnsinnig, dass er andauernd seine Vitamine vergisst ... gleichzeitig hat er aber zu rauchen aufgehört! Ich bin auch ständig am nachlesen wie alles zusammenhängt,... was man sonst noch tun kann,... er will davon nichts wissen. Das bringt mich total auf die Palme. Aber ich habe auch schon dazugelernt: am besten geht es uns, wenn wir das ganze Thema ausblenden und Spaß am Leben haben ... und dann kommt wieder eine Phase wie jetzt, wo ich zweifle weil nichts weitergeht. Gestern habe ich aber gemerkt, dass sich trotzdem was tut: er wird sicherer. Und ich wohl auch :-) So, jetzt wünsche ich dir das allerbeste für deine zwei Wunder - hast du noch lange? #verliebt

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Hallo Ninni, ich denke viele Männer haben in solchen schwierigen Situationen einfach Angst, sind überfordert und schalten auf "ignore". Deswegen muss man sie an die Hand nehmen und "führen". Rede mit ihm darüber, erzähle ihm einfach wie du dich fühlst, was sind deine Erwartungen (Kinderwunsch, von ihm, von der Beziehung, etc.), erzähle ihm wie der ICSI Prozess ist (er muss schließlich 1x sein Blut und seine Sperma abgeben). Warte bis er das verarbeitet hat, gib ihm Zeit und dann redet, ob ihr den Weg gemeinsam gehen wollt oder nicht.

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Hallo LittleMiss :-), genau das haben wir gestern Abend gemacht! Ich war so von euch beruhigt, dass wohl nicht nur meiner erstmal auf ignorieren geschaltet hat... und ich hatte gute Laune. ;-)Wahrscheinlich ist ein großer Punkt, dieses „ignore“ nicht allzu übel zu nehmen und auf die ganze Beziehung zu projizieren. Danke dir!

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Liebe Ninni,

schön, dass Du hier solch offene Worte findest. Letztlich bekommen ganz unterschiedliche Paare / Menschen Kinder und so gestaltet sich auch ihr Weg. Sei da unbedingt gütig mit dir/euch.
Wenige Menschen haben gänzlich harmonische und reibungslose Beziehungen, jeder so wie er kann und das ist auch gut so.
Manche Menschen sehen genau hin, nehmen mehr wahr und wollen das auch, diese sehen dann auch Negatives deutlicher.
Du solltest auch die Gesamtsituation berücksichtigen und dir folgende Fragen stellen:
Wie dringend möchtest du ein Kind?
Wie alt bist du?
Wie waren deine anderen Partnerschaften?

Liebe Grüße

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Liebe lilydahl,
dein Beitrag bringt mich wirklich weiter und nimmt auch Druck raus. Auf den Punkt gebracht und dabei so klug. Ich werde ihn mir wohl noch öfter durchlesen. Gütig zu sein ist nicht immer leicht, aber hilft durch so eine Zeit bestimmt gut durch. Herzlichen Dank - ich bin ganz positiv über deine Fragen gestolpert :-)#herzlich

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Das freut mich sehr.

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