Sehr kurzer Gebärmutterhals + Trichter / welche SSW

Hallo Mädels,

ich liege seit einer Woche im Krankenhaus wegen immer kürzer werdendem Gebärmuttterhalses (trotz Bettruhe) und Trichterbildung.
Derzeit bin ich 31+6 und meine Ärzte sind in dieser Phase relativ unbesorgt.

Natürlich schaue ich mir sämtliche Videos, Berichte und Artikel zum Thema Frühgeburt an, um notfalls einschätzen zu können, was auf uns zu kommt.

Jetzt steht fast überall, dass das Baby ab der 33. Woche eigentlich soweit „fertig“ ist bzw. mit wenig bis keinen Komplikationen und Folgeschäden zu rechnen ist.
Allerdings steht in den Artikeln nie, wie gerechnet wird. Meinen sie mit der 33. Woche damit 34+0 (vollendete 33. SSW) oder 32+0?

Ich wiege mich immer etwas in dem Gedanken, dass ich ja morgen in die 33. SSW käme, aber ich glaube fast, dass das nicht mit den Artikeln übereinstimmt.

Könnt ihr mir weiterhelfen und vllt. auch berichten, welche Unterstützung eure Babys zu dem Zeitpunkt noch erhalten haben?

Liebe Grüße und Danke 🤗

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Hey, wie kurz ist dein gmh denn?

Also mein sohn kam bei 33+1 zur welt.
Habe die woche davor 2x lungenreife bekommen und tokolyse um wehen zu unterdrücken, mein gmh war von 3cm auf teilweise 0.7cm , dann wieder 1,2cm. Angefamgen hat die Verkürzung ab der 28ssw.

Mein sohn kam dann bei 33+1 per notsectio zur welt, er kam direkt auf die neo Station, war 24std am Cpap musste dann aber intubiert werden, hatte eine magensonde, zvk und monitoring. Wir waren insgesamt 4 wochen im krrankenhaus. Und leider kam jeden tag ein anderes problem dazu. Aber er wurde entlassen und bisher haben sich alle diagnosen nicht weiter entwickelt. Er ist jetzt unkorrigiert 9monate und krabbelt durch die gegend und stellt sich aktuell überall hin🙃
Keiner kann dir sagen was dich erwarten wird, aber du kannst jetzt ein kind bekommen und es kommt gut aus der situation oder in der 35ssw und es landet auf der ITS🤷‍♀️
Du hast die 30ssw erreicht, und das ist schon super, die Wahrscheinlichkeit das dein kind keine grossen Schäden behalten wird ist sehr gross 🙃
Versuch noch lange auszuhalten🍀alles liebe

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Danke für deine Erfahrung.
Die Verkürzung begann auch so in der 27./28. SSW und ist momentan bei rund einem 1cm.
Zudem sitzt sie mit ihrem Köpfchen schon sehr sehr tief.

Die Lungenreife habe ich zu Beginn der Woche erhalten und bekomme noch Wehenhemmer. Die Ärzte wollen eine Geburt einfach weitestgehend herauszögern. Bisher liegt aber Gott sei Dank kein Hinweis auf Unterversorgung oder ähnliches vor.

Alles Gute für dich und deinen Sohn. Da war ganz schon viel los in den ersten Wochen. 🤞🏻🤞🏻🤞🏻

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Hallo:)

Meine Zwillinge kamen unerwartet bei 34+1 spontan zur Welt. Meine zimmernachbarin bekam wenige Stunden nach mir ihr Baby bei 36+6 mit mangelnderPlazentaversorgung. Wir waren 18 Tage im Krankenhaus.. da war bei ihr noch nicht annähernd ein Datum zur Entlassung bekannt.

Meine waren nie intubiert, mein Sohn für 48std highflow während eines infekts. Danach hat Antibiotika gewirkt und dann brauchte er das nicht mehr.

Man kann nur abwarten. Ab 34+ hält man keine Schwangerschaft mehr auf.

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Danke. 34+0 ist auch mein Ziel 🙃

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Meine kleine kam bei 33+6 nach Blasensprung bei 29+1.
Hatten die Lungenreife schon bei 29+1/+2.

Sie hat vom 1. Moment an selbstständig geatmet, keine Unterstützung, kein Sauerstoff. Sie musste noch ins Wärmebettchen welches am 2. Tag aber bereits oben offen war und wurde anfangs größtenteils über die Magensonde ernährt (mit abgepumpter MuMi).
Bei 36+0 durften wir gehen. Die kleine war zu dem Zeitpunkt voll gestillt und hatte keinerlei Probleme mehr. In den 15 Tagen Krankenhaus war sie voll Monitorüberwacht und es gab keinen (echten) Alarm.

Mittlerweile ist sie fast 13 Monate, top fit und ein ganz normales Baby, dass gerade laufen lernt 🥰

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Oh wow, da bangt man auch um jeden Tag!
Umso erfreulicher, dass es noch so lange hielt und alles gut ging 🙏🏼.

Meine Zielewoche ist auch 34+0. Mal sehen, ob wir beide das schaffen :)

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Niemand hat daran geglaubt, dass wir überhaupt auch nur die Lungenreife überstehen, aber wir haben es geschafft. 💪🏽

Du bist schon in einer tollen Woche und mir haben damals alle gesagt, dass auch wenn die kleine direkt nach Blasensprung gekommen wäre, alles gut wäre.

Vertrau auf dich und dein Baby und steiger dich nicht rein. Jeder Tag den ihr schafft ist toll, aber selbst wenn du jetzt schon Mama werden solltest, ist das auch okay!

Alles gute für euch 🍀

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Hallo, meines Wissens nach sind die Kinder ab 34 + 0 "fertig" und müssten nur noch an Größe und Kampfgewicht zulegen. Deshalb wird eine Geburt ab 34+0 auch nicht mehr aufgehalten und die Lungenreife wird in der Regel dann auch nicht mehr gegeben.

Aber die Ärzte und Schwestern sind schon bei Frühchen ab der 30. SSW ganz optimistisch und ab der 32. SSW meist tiefenentspannt, da diese Kinder zwar oft noch intensivmedizinisch betreut werden müssen, aber in der Regel selten Komplikationen auftreten.

Unser Extremfrühchen kamen damals in der 27. SSW zur Welt mit weniger als 1 Kilo zur Welt. Sie haben alles an Komplikationen mitgenommen was es so gibt und es am Ende auch beide nicht geschafft. Uns sagte man, dass die meisten dieser Komplikationen bei 30 + und einem Gewicht von mehr als 1500 Gramm in der Regel nicht mehr auftreten.

Daher war das die Marke die wir in der FolgeSS knacken wollten und auch geschafft haben. Unsere Regenbogentochter kam bei 34+3 ohne Lungenreifespritze mit 3110 g und 51 cm zur Welt. Sie hatte zwar die typischen Anpassungsschwierigkeiten (angestrengte Atmung, Trinkschwäche etc.), aber war an sonsten Kerngesund. Die Anpassungsschwierigkeiten sind für mich auch keine Komplikationen, da diese von allein verschwinden, wenn die Kinder genug Kraft getankt haben. Unsere Kleine brauchte die ersten Stunde eine klitzekleine Menge mehr Sauerstoff in ihrer Atemluft, damit sie sich nicht so anstrengen musste und erstmal ankommen durfte. Aus dem Inkubator kam sie schon am 2. Tag. Am 10. Tag war dann auch die Trinkschwäche überwunden und wir durften Heim.

Vielleicht schaust du dir mal die Intensiv an und lernst die Standardverkabelung kennen, die heftig aussieht, aber in der Regel wirklich nur zur Überwachung dient. Wenn man Überwachungs - und Unterstützungsmaßnahmen unterscheiden kann, sieht alles schon nicht mehr so dramatisch aus und man kann sich auf das wesentliche konzentrieren....

Den Kleinen, sehr wahrscheinlich gesunden, Erdenbürger kennenzulernen und mit ihm zu kuscheln, während dieser einfach noch etwas Zeit braucht und Kraft tanken muss.

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Vielen Dank für Deinen Beitrag und erstmal mein Beileid 💐. Das bedarf viel Kraft!

Heute bin ich 32+0 (also 33. SSW lt. Krankenhaus 🤷🏼‍♀️?). Die Ärzte wirkten letzte Woche tatsächlich schon entspannt. Ich bin auf die heutige Untersuchung gespannt und hoffe, dass mein Gebärmutterhals stabil geblieben ist. Zwei Wochen wären wirklich noch toll 👍🏻.

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Mein Sohn kam bei 33+5 per Notsectio zur Welt wegen Blutungen bei Placenta Praevia Totalis. Ich hatte bei 30+0 die lungenreife bekommen und lag ab da stationär bis zur Entbindung. Wieder erwarten hatte mein Sohn Probleme mit der Atmung (Atemnotsyndrom und Pneumotorax) und musste intubiert werden. Der Tubus konnte nach 3 Tagen raus, danach hatte er noch 7 Tage eine Atemhilfe. Da er noch Gelbsucht und eine Neugeboreneninfektion hatte war er anfangs zu schwach zum Trinken, hatte daher lange eine Magensonde. Wir wurden nach 4 Wochen nach Hause entlassen. Heute ist er 7 Monate und hat schon sehr viel wieder aufgeholt. Dass er ein Frühchen ist sieht man ihm nicht an.
Wenn man die 30+0 erreicht hat waren die Ärzte bei uns schon super entspannt. Dass wir so Probleme mit der Atmung hatten war für die Schwangerschaftswoche und mit lungenreife schon ungewöhnlich. Andere Kinder die ähnlich früh geboren wurden konnten nach 2 Wochen nach Hause. Pauschal sagen wie es läuft kann man nie aber ihr habt es schon weit geschafft. Ich wünsche euch auf jedenfall alles gute und dass ihr noch möglichst lange durchhaltet.

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Hallo,

es wird quasi die angefange Woche genannt, das heißt unser Kind kam 24+2, also in der 25. SSW, also bei euch ist mit der 33. Woche 32+0 gemeint.

wirklich kritisch ist es aber eigentlich vor allem bei den Extremfrühchen, also unter 28. SSW und unter 1000 kg, oder Zwillingen.

Ich fand das auch immer sehr beängstigend bei unserem Kind wenn wir gelesen haben was für Folgeschäden (bei 25.SSW natürlich noch ne ganze Latte) auf uns zukommen könnten. Jetzt ist der Zwerg 6, einiges von dem was zu befürchten war ist eingetreten (starke Sprachentwicklungsstörung, starke Konzentrationsstörung, emotionale Schwäche nicht ganz so ausgeprägt), er hat ne Brille, sieht vermutlich nicht 3D und sein Lungenvolumen ist immer noch zu klein, aber ... für uns ist das inzwischen normal geworden. Einstein sagte in der Mitte von Schwierigkeiten liegen Möglichkeiten, und so ist es. Wir machen seit er geboren ist im Prinzip Frühförderung, 2-3 mal die Woche, aber inzwischen ist das für mich das normale Leben und durch den Therapiehof kenne ich auch viele Eltern deren Kinder solche Probleme haben. Klingt jetzt total abgedroschen aber man wächst mit seinen Aufgabem. Gegen seine Aufmerksamkeitsprobleme und um sein Lungenvolumen zu "trainieren" gehen wir spaßweisse regelmäßig Laufen, natürlich kindgerecht, aber hey, es macht irre Spaß. Mit normalem Kind wäre ich glaube ich immer noch eine Mutter die wenn das Kind im Bett ist einsam ihre Kreise im Wald zieht, jetzt hüpfen wir - zumindest teilweise im Sonnenschein - lachend im Seitgallopp und Hopserlauf durch die Siedlung. Von seiner Sehschwäche wissen wir weil wir von Anfang an überwacht wurden, so fällt es kaum auf, er kompensiert viel.

Auch die Förderung ist was in das man reinwächst, ich weiß wenigstens immer was ich mit meinem Kind anfangen kann, auch jetzt im Lockdown ohne Kindergarten. Wir haben ca 35 aktuelle also altersentsprechende Kinderspiele im Schrank und jede Menge Förderheftchen und Übungsblöcke (So Vorschulblock und so). Wir sind da so reingewachsen dass wir teils schon ohne Therapeut wissen wenn eine neue Baustelle aufploppt welches Spiel dagegen erfunden wurde ;-) Mein Hobby ist es inzwischen selber Spiele für ihn unter verschiedenen Förderaspekten zu entwickeln, ich habe jetzt sogar eines soweit fertig und eingepackt dass ich nur noch den Schubs brauche es wirklich mal einzuschicken und mir nicht noch hundertmal zu überlegen obs gut genug ist :-)

Er wird zwar später eingeschult, aber wir haben uns schon wegen seiner Unruhe mit den Therapeuten auseinandergesetzt was für Möglichkeiten wir mit der Schule demnächst abklären werden, zb ob er er ein weiches Band mitnimmt das er sich dann um die Finger legen kann wenn er merkt dass er hippelig wird und so, haben wir bei Autofahrten jetzt schon getestet und für gut befunden... Auch wenn es erst mal super beängstigend wirkt, es gibt Tausende anderer Eltern die diese Probleme wenn sie auftreten auch haben und die einem Lösungen zeigen.

Also, ich will Dir keine Angst machen, wie gesagt, 24+2 mit 700 Gramm sind nicht Euer "Maßstab", aber ich will Dir nur sagen hab keine Angst vor dem was auf Euch im Worst Case zukommen könnte, ihr meistert es. Ich denke schon lange dass ich ne bessere Mutter und vor allem ein glücklicherer Mensch geworden bin durch dieses ganze Geholpere bisher als normal.

Alles Gute Euch!

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Ich liege seit Samstag auch im Kh, zur Überwachung (bin heute 28+5). Habe eine insertio velamentosa mit vasa praevia. Momentan geht's uns gut. Bei mir ist Ks geplant für Ende Januar, an 34+0, länger wollen die ärzte nicht warten wegen zu hohen Risiken. Bis dahin will ich es auch schaffen.

Gestern hatte ich ein Gespräch mit der Neonatologin, sie meinte, Babys die zwischen 33. und 35. woche geboren werden, haben weniger probleme als spätere frühchen mit 35-37 Wochen.

2018 kam mein Sohn spontan nach Blasensprung an 33+6. Er war 48cm lang und 2750gr schwer. Er hatte keine Probleme, atmete selbstständig von anfang an, war im wärmebettchen. Leider hatte er Gelbsucht (wohl von meiner Diabetes) und wurde ca 2 tage mit magensonde ernährt und mehrere Tage Fototherapie. Stillen klappte von Anfang an gut. Nach 11 Tagen sind wir nach Hause. Er ist vollkommen normal entwickelt, man hat ihm die Frühgeburt nie angesehen.

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Hallo ☺️,

ich hatte in meiner 1. Schwangerschaft ca ab der 25. Ssw eine Gebärmutterhalslänge von ca 1,5 cm und großen inneren Trichter.
Ich lag dann bis zur 33. Ssw im KH mit Wehenhemmer und 2 mal Lungenreife.
Ab der 34. Ssw habe ich mich wieder bewegt und mich um die fehlenden Dinge gekümmert. Der Kleine kam dann bei 37 +1 per Kaiserschnitt weil ich wieder Wehen hatte, aber keine BEL Geburt wollte. Es hätte aber auch sein können das er noch ein paar Tage drinnen geblieben wäre wenn es kein Ks gewesen wäre.

Ihm ging es aber von Anfang an gut und er hatte nichts außer einer leichten Gelbsucht. Das ist jetzt alles 8 Jahre her ☺️

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