Erste Nacht, Erstickungsgefahr durch Spucken....

Meine kleine Maus wollte gestern nach vorzeitigen Balsensprung mit 35+ die Welt erblicken. Sie hat ein gutes Startgewicht und soweit passt alles. Ich durfte sie von Anfang an bei mir haben und wir sollten viel kuscheln. Nun hat sie einige Stunden nach der Geburt ein wenig Fruchtwasser ausgespuckt. Irgendwann habe ich gemerkt, dass sie plötzlich viel Wasser hintereinander ausspuckt und mir gedacht, dass ich lieber mal die Schwester frage. Das nächste was ich weiß, die kleine wird mitgenommen und Leute rennen im Gang umher... sie wäre wohl beinahe erstickt, da sie sich verschluckt hatte und aufgehört zu atmen.

Es geht ihr jetzt gut, sie hat Sauerstoff bekommen und steht unter Beobachtung. Ich hingehen zittere seit Stunden und bin einfach nur in einer Schockstarre. Es geht mir nicht aus dem Kopf, was passiert wäre wenn ich nicht reagiert hätte, nicht bemerkt hätte dass was aus dem Mund läuft, oder die Situation für harmlos entschieden hätte. Sie lag seitlich neben mir, also nicht auf dem Rücken, es konnte also alles gut aus dem Mund fließen. Trotzdem war ihr das wohl zu viel und sie war überfordert mit dem Atmen und Ausspucken.

Die Schwester meinte, das komme häufig vor in der ersten Nacht dass Babys mit dem Fruchtwasser überfordert seien...

Ich weiß nicht wie ich je wieder einen Moment lang schlafen soll, ich habe solche Angst dass so etwas wieder passiert, unbemerkt oder wenn ich allein bin und nichts tun kann...

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Hallo
Herzlich Glückwunsch 😁.

Hör auf über das was wäre gewesen wenn..
Nachzudenken.

Du hast richtig gehandelt und deinem Baby geht es gut.

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Ich kann dich so gut verstehen.. meine Zwillinge kamen bei 34+1 und nach 48std durften wir auf Kinder Station. In der 2. Nacht dort (also 4. Lebenstag) hat mein Sohn aufgehört zu atmen- wir waren am Monitor (alle unter 1 jahr gehen auf Kinder Station an den Monitor.. Frühchen sowieso) und die Sättigung fiel auf 80%..dann auf 50%.. es waren wenige Sekunden..aber es kam niemand. Ich habe meinen Sohn aus dem wärmebett gezogen..kabel ab.. angefangen ihn zu reanimieren..nach wenigen Sekunden bekam er wieder Farbe und ich bin mit ihm Richtung intensiv gerannt. An der Zimmer Tür kam dann eine Krankenschwester..riss ihn mir weg und ging mit ihm rüber. Ich blieb bei meiner Tochter und stand völlig neben mir. Ich hab ihm das Leben gerettet und dann wird er mir einfach weggenommen:/
Die Krankenschwester meinte sue dachte es war ein fehlalarm (die bekommen die Alarme ja vorne ins Station Zimmer).. mein klingeln hat sie nicht wahrgenommen. Der Arzt von intensiv meinte hätte ich nicht reagiert oder wäre er nicht mehr am Monitor, dann wäre er gestorben.
Stellte sich als Infekt raus.. wir zurück auf die Frühchen Station wegen Antibiotika.

Ich hatte sehr damit zu kämpfen. Auf intensiv ging es noch einigermaßen..da kommt ein alarm wenn was isr.. zu hause kam nix mehr. Habe wochenlang kaum geschlafen..falls er mal länger als 3std ruhig war im schlaf bin ich sofort hin etc (sonst kam er alle 3 Std wegen essen)

Mit 3 Jahren waren wir auf Mutter Kind kur.. ich glaube erst da habe ich es verarbeitet. Ohne alltagsstress mit jemandem drüber reden.

Ich hatt vlt Glück das ich Krankenschwester bin auf intensiv und sofort reagieren konnte.. hätte aber genauso unter Schock stehen können.


Ich empfehle dir professionelle Hilfe zu nehmen. Es wird dixh evtl lange belasten. Meine Angst ist inzwischen deutlich weniger.

Liebe Grüße julia

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Das klingt ziemlich genau so... oh man. Du hast super reagiert und ein Glück dass du wusstest was zu tun ist. Ich habe keine Ahnung und werde zu panisch... meine kleine ist jetzt auf Intensiv, da die Atmung immer wieder aussetzt.

Es überrascht mich auch dass sie als Frühchen einfach direkt zu mir gekommen ist. Ich war 3 Tage wach ohne eine Minute Schlaf wegen dem Schock. Und jetzt hab ich Panikattacken und Heulkrämpfe wenn die Erinnerung hoch kommt. In der nächsten Nacht nach dem Vorfall habe ich nach einem mobilen Monitor verlangt und mit hellem Lampenlicht auf sie aufgepasst. Dieser hat dann plötzlich gepiept und ich habe nicht verstanden wieso, aber gleich Hilfe geholt. Sie hatte Erbrochenes im Hals, aber nichts ist rausgeflossen und ohne Gerät hätte ich nichts gemerkt, da sie keine Geräusche gemacht hat. Wurde abgesaugt... seither wird sie überwacht und der Atemreflex funktioniert nicht richtig... ich bin unendlich dankbar dass ich nicht eingeschlafen bin und dass ich nach einem Monitor verlangt habe und so hartnäckig war... aber der Schock sitzt tief und ich habe ständig Angst, vorallem auch wenn ich an die Zeit nach der Entlassung denke.

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Kann dich auch sehr gut verstehen. Wir hatten das Glück das wir Monitore mit nach Hause bekommen haben das hat mich etwas beruhigt. Luca und Julia sind in der 27+3 auf die Welt gekommen und hatten sehr viele Abfälle und leider sehr sehr tief das eine mal musste Luca künstlich beatmet werden 3 Tage lang hab leider alles mit bekommen und mir macht es heute noch zu schaffen. Deswegen hol dir ruhig Hilfe das wird dir gut tuhen. Ich wünsche euch alles alles gute. Liebe Grüße Lena 😘

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Alle sagen immer nur ich solle mich nicht so anstellen, ist ja alles gut gegangen... ich glaube man versteht das leider erst wenn man sowas wirklich erlebt hat...

Wie lange hattet ihr die Monitore? Und wusstet ihr was zu tun ist wenn was nicht stimmt?

Ich werde schauen dass ich zumindest ein halbwegs zuverlässiges mobiles kleines Bluetooth Gerät zur Atemüberwachung kaufe. Wenigstens als kleine Unterstützung... und eben auch lerne, was man im Ernstfall tun muss.

Ich war in der Hinsicht sehr ängstlich. Manchmal muss man auf seinen Instinkt hören und den Ärzten nicht glauben. Sie kam mir einfach sehr schwach vor... und ich hatte recht :(

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Hi, herzlichen Glückwunsch zur Geburt der Kleinen!
Ich kann deine Angst gut verstehen. Sag bzw frag im Krankenhaus nach einem Monitor für zu Hause. In so einem Fall müsste es eigentlich genehmigt werden. Sollte es abgelehnt werden, leg Widerspruch ein.
Ich denke, dass es euch zu Hause beruhigt, zu wissen, dass sie überwacht wird.
Ich wünsch euch alles Gute und ganz viel Glück!

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Hi du,
erst mal Herzlichen Glückwunsch zu eurer Maus.
Das muss wirklich ein Schock gewesen sein. Sei stolz, dass du so toll reagiert hast. Der Mutterinstinkt trügt in der Regel nicht.❤🍀
Es ist tatsächlich oft, dass die Mäuse etwas mit dem Fruchtwasser zu "kämpfen" haben.
Ich würde dir empfehlen, einen erste Hilfe Kurs für Babys zu machen. Ich fand das damals super! Bei uns wurde auch auf Krankheiten wie Fieberkrampf, Krupphusten usw eingegangen. Wenn mal so eine Situation eintreten sollte, bin ich wenigstens etwas vorbereitet und gerate hoffentlich nicht in allzu großer Panik (sagt eine Mama immer leicht 🤣). Ich habe auch ein kleines Spiralbuch: kleiner Retter. Da schaue ich immer ab und zu mal wieder rein, damit ich nichts "verlerne".
Jetzt kuschel schön mit deiner Maus❤. Als 2fach Mama kann ich dir sagen, dass man immer mal Sorge um sein Kind hat. Das ist ganz normal. Auch ich habe die ersten Nächte nie ein Auge zu gemacht.

Alles Gute für euch🍀

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Erstmal Glückwunsch zur Geburt,

Deine Ängste kann ich gut verstehen, aber ich verstehe auch die Ärzte. Wenn deine Kleine sich jetzt komplett adaptiert hat, fang nicht mit einem Monitor oder einer Überwachung für daheim an.
Unser Zwerg hängt gezwungenermaßen am Monitor und ich sehne den Tag herbei an dem wir ihn nicht mehr brauchen!
Die Fehlalarme stören deinen Schlaf und den des Kindes, du fängst an, an deinem Instinkt zu zweifeln und dich auf das Teil zu verlassen....es nervt einfach unsäglich.
Ich wünsche euch, dass ihr ruhigen Gewissens heim geht und du weißt, dass du merkst, wenn etwas nicht stimmt.
Alles Gute und viel Kraft euch!

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Hat man Dir gesagt, dass die Empfindlichkeit des Monitors auch mal nachjustiert werden muss, wenn zuviele Fehlalarme sind?
War bei meiner Enkelin auch ein paarmal nötig. Je älter die Kinder werden, desto ruhiger/tiefer schlafen sie und die Atemfrequenz ändert sich.
Dann piept das Ding wirklich viel zu oft los. Mal fragen, es gibt ja versch. Modelle.
LG Moni

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Huhu,

Danke dir, das ist echt lieb.
Ja, wir haben regelmäßig Sprechstunden zum Auslesen und Anpassen. Allerdings wenn der Zwerg zappelt oder zu flach atmet, zeichnet es der Monitor fehlerhaft auf.
Wir haben seit Anfang Juli keinen echten Alarm, aber vor allem in den Einschlaf- und Aufwachphasen piepst er öfter

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Das gleiche hatte die Kleine meiner Schwester auch. Sie war sogar schon leicht blau. Da sind die Schwestern auch etwas schneller gelaufen. Kommt aber wohl recht häufig vor und hat da niemand großartig „beunruhigt“. Klar, es muss dann schnell gehen, aber die wissen was sie tun.
Man erschreckt sich natürlich, aber tief durchatmen und vertrauen 😊 du hast ja alles richtig gemacht.

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