SSW 20+6 und im KH... was kann ich für sie tun?

Hallo
Ich selbst habe 4 Kinder - zwei davon kamen in SSW 35+? und 37+? (weiß ich jetzt nicht so genau mehr). Beim zweiten musste ich selbst 10 Tage vor Geburt zur Beobachtung bleiben, durfte mich aber frei bewegen. Die beiden Kinder waren auf Intensiv für mehrere Tage.
Nun ist die Patentante unserer dritten im Kh. Sie sind ss geworden nach vielen ÜZ - eigentlich sollte das ohne ärztliche Hilfe gar nicht klappen. Sie bekam dann gleich Hormone, dass es bleibt. Eine Fehlgeburt hatte sie schon. Danach war sie oft depressiv. Nun hatte es also geklappt und die Freude ist riesig.
Di ist sie in SSW 21. Seit letzten MI im KH. Ihr Mann hat es uns gestern gesagt - GMH wäre stark verkürzt - haben es operiert "zugenäht". Sie darf nicht aufstehen, außer auf den Toilettengang.

So wie ich das sehe, wird das nun bedeuten, dass sie im besten Fall für sehr lange Zeit im KH bleiben muss.

Was meint ihr:
*wie kann man ihr eine Freude bereiten?
* oder Mut machen?
*sie ablenken (was zum Handarbeiten ins KH schicken? Hörspielkassetten/ Hörbücher? - wenn ja welche?)
*ist es verantworlich sie zu besuchen - immerhin habe ich ein Schulkind und ein Kitakind und zwei Kleine - ich würde natürlich alleine fahren, aber wg der Ansteckungsgefahr... hab Angst das die Kinder irgendwas von der Kita mitbringen und ich schlepp den Virus ins KH.

Sorry, aber ich mach mir echt so Sorgen... Sie ist doch so zerbrechlich...Sie freuen sich doch so...

Danke für eure Hilfe

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Hallo gobiam,

ich war in einer ähnlichen Situation wie deine Freundin. Lag ab der 22. Woche im KH und bekam die Cerclage in der 23. Woche - allerdings durfte ich noch nicht mal für die Toilette aufstehen.

Ich habe mich in dieser Zeit immer sehr gefreut, wenn mir jemand was zu Essen mitgebracht hatte. Das KH-Essen war zwar gut, aber nicht wirklich auf die Gelüste einer Schwangeren abgestimmt. :-p Bücher fand ich auch super oder auch Klatsch-Zeitschriften. Hauptsache, ich konnte mich leicht ablenken und es war nicht all zu kompliziert geschrieben. Und ja, es ist verantwortlich, sie zu besuchen. Zu mir kamen auch alle Mamas und ich habe mir keinen Virus aus dem KiGa oder der Schule eingefangen. Für mich war der Kontakt zu anderen Menschen das Tollste während der Zeit, in der ich liegen musste.

Sie ist auch nicht soo zerbrechlich, wie du meinst. Sie hat ganz viel geübt, es verloren, war depressiv und hat es wieder geschafft, schwanger zu werden - sie hat auch die Kraft, diese Situation zu meistern! Ganz sicher!!!

Ich drücke deiner Freundin ganz feste die Daumen und dir eine schöne Besuchszeit bei ihr!

Viele Grüße
parsley

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Hallo, also ich weiß nicht wie lange sie im kh bleiben muss aber ich würde meinen so oft es geht sie besuchen, Zeitschriften, cd's und vielleicht kleine snacks für zwischendurch.

Ich hatte das in meiner ersten ss auch ab der 21 ssw war der gmh nur noch 7 mm. Mir wurde auch eine cerclage gelegt aber nach dem Eingriff durfte ich alles wieder ganz normal machen. Gekommen ist er bei 35+6

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Ich war auch von der 24. bis 31. woche insgesamt 7 Wochen im KH. Vorzeitige Wehen, Cervixinsuffizienz, Cerclage etc.

Ich war immer dankbar für:

Lesestoff - Hab "Das Mami-Buch" auswendig gelernt und diverse Krimis studiert.
Zeitschriften - nicht unbedingt zum Thema Kind, sondern auch etwas was man sonst gern mag. Garten, Kochen, Tiere etc.
DVDs (Ich hatte den Laptop dabei)
Was Leckeres zum Essen, was man im KH nicht bekommt - Döner, was vom Chinesen, McDonalds, Burger und König :-)
Südfrüchte - Feigen, vorgeschnittene Ananas, Physalis...
Trockenfrüchte, Joghurt und Müsli (Weil einem im Liegen durch die fehlende Bewegung sonst das Gedärm "einschläft" und die Schwestern ständig mit Einläufen drohen #zitter )

Sonstiger Vorschlag: Sudoku, Kreuzworträtsel, Logikrätsel (wenn man sowas mag. Für mich war das nichts. Hab mich nur aufgeregt :-) )

Und einfach nur für sie da sein. Jeder Besuch und jede Abwechslung sind super. Ich war 3 von den 7 Wochen in einer 50km entfernten Klinik und hab teilweise nur alle 2-3 Tage Besuch bekommen, weil mein Mann auch viel im Außendienst war. Ich hatte zwar nette Zimmernachbarinnen, aber irgendwie fehlen einem ja doch die bekannten Gesichter...

Wenn du Angst hast, Bazillen mitzubringen, dann zieh dich direkt bevor du fährst um und desinfizier dir im KH die Hände. Wenn du dich dann nicht direkt zu ihr mit ins Bett legst, wird schon nichts passieren... :-)

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Hallo

Ich lag bei beiden im Krankenhaus. Beim Großen von 21+0 bis 25+5. Für Zunähen war es bei mir zu spät. Besuch bekam ich nicht viel. Mein Mann war damals selbstständig und hatte nicht viel Zeit. Hätte mich über mehr Abwechslung gefreut. Hat sie einen Fernseher im Zimmer? Ohne den hätte ich verzweifeln können. Hab die ganzen besch.... Sendungen angeschaut nur damit man nicht so viel nachdenkt. Beim Großen hat mein Mann unsern Fernseher in mein Zimmer geschleppt. Beim Kleinen gabs dann vom Krankenhaus an jedem Bett einen kleinen Fernseher an den man Kopfhörer hat reinstecken können. War super. Hatte viel gelesen und Kataloge angeschaut. Wobei ich fürs lesen auch nicht immer die Nerven hatte.

Den Tipp mit dem Essen kann ich nur weitergeben. Bei uns hat es sich nach 3 Wochen dann auch wiederholt. Hatte als Vegetarier auch keine große Auswahl. Hab mich daher über alles gefreut was von draußen kam. Hatte dann nach ner Weile auch die Schublade voll mit Süßigkeiten. Das war auch hilfreich. Da sie nicht viel laufen darf würde ich aus oben schon genannten Gründen mit Schokolade vorsichtig sein.

Wünsche deiner Freundin nur das Beste, viel Durchhaltevermögen und dass alles gut ausgeht.

Liebe Grüße Bobinha mit großem Mr. Kasperle und kleinem Mr. Kicherbär

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Hi "Gobiam",

ich finde es wirklich lieb von Dir, dass DU Dir so viele Gedanken darüber machst, wie Du Deiner Freundin helfen kannst. So eine Freundin wünscht sich wohl jede Frau #herzlich

Ich lag damals ab 25+2 im Krankenhaus bei einer Dauer von 10 Wochen (bei mir wurde allerdings keine Cerclage mehr gelegt, weil sowas bei uns in einer so fortgeschrittenen SSW nicht mehr macht, da es auch ein Risiko birgt.)
So lange sie unter 24+0 SSW ist, bekommt sie wahrscheinlich 24h am Tag Magnesium über einen Tropf zugeführt, später dann Partusisten, ein noch stärkeres wehenhemmendes Mittel, so zumindest wird es bei uns gehandhabt.

Warum ich Dir das sage? Von diesen Mitteln bekommt man, zumindest zu Beginn, leichtes Herzrasen und zittrige Hände, aus dieses Gründen Rate ich von Kreuzworrätseln, Sodoku usw. ab. Außerdem (und das ist wirklich wichtig) sollte sie NICHT mit aufgerichtetem Oberkörper sitzen, weil das den Druck auf die Gebärmutter/den Gebärmutterhals usw. erhöht. Mir wurde zur Seitenlage geraten, da somit die wenigsten Wehen ausgelöst werden. Mit einem Buch habe ich es einmal versucht, habe es aber auch nur bis zur Hälfte geschafft, aber ich kann im auch sonst nicht gut im Liegen lesen #hicks

Wichtig ist: Deine Freundin muss immer positiv denken. Z.B. ich möchte so lange wie möglich hier bleiben, damit es meinem Kind gut geht (NICHT: Ich möchte jetzt nach Hause...).

Hier ein paar Dinge, die den Krankenhausalltag erleichtern:

- Desinfektionstücher/Spray für die Toilette (eine Infektion wäre jetzt fatal)
- ein Spannbettlaken (die im Krankenhaus verrutschen immer und da man auch im Bett essen muss, könnte es vielleicht eine krümelige Angelegenheit werden)
- evtl. noch ein großes Kissen (erstmal kein Stillkissen, würde ich sagen)
- Einwegwaschlappen
- Evtl. einen kleinen Handspiegel, damit sie sich auch mal am Bett fertigmachen kann (ich meine jetzt nicht das dicke Make-up auflegen, sondern Augenbrauen zupfen, eincremen oder was Frau so machen muss, um sich wohlzufühlen)
- eine Bodymilk (durch die Medikamente kann die haut sehr trocken werden)

Etwas schönes:

- ein (bestenfalls nicht zerbrechlicher) Schutzengel
- vielleicht doch ein positives Buch/Zeitschrift, die sie auf schöne (ablenkende) Gedanken bringen -> HÖRBÜCHER fände ich in jedem Fall besser
- Süßigkeiten, Obst und Essen jeglicher Art
- Laptop (mit DVD-Laufwerk) und schöne DVD´s mitbringen
- evtl.

wehenhemmende Mittel:
- Bryophyllum
- wehenhemmender Tee
- Toko-Öl

Nicht zu empfehlen:
- Blumen (dürfen nicht im Topf hingestellt sind, und wenn Deine Freundin nur liegen muss, sieht sie sie sowieso nicht)

Meine Erfahrungen mit Besuch:
Ich selbst wollte in den "niedrigen SSW" kaum Besuch, außer von meinem Mann. Allerdings haben wir auch eine sehr belastende Vorgeschichte, weshalb ich erst Freunde empfangen wollte, wenn die SSW "sicherer" wurde.
Kinder lieber auch nicht mitbringen, die Infektionsgefahr ist wirklich ziemlich groß.
Frag sie, oder ihren Mann, ob sie schon Besuch empfangen möchte, ansonsten wäre ein Päckchen wirklich schön #herzlich

So, das wären erstmal ein paar Dinge, die ich toll gefunden habe.

PS: Ich habe mir ein nach ein paar Wochen sogar eine eigene Nachtischlampe mitbringen lassen (Plastik - unkaputtbar ;-) - IKEA), so wurde ich nicht um Sechs mit dem grellen Licht geweckt. Auch eine kleine Lautsprecherbox hatte ich dort sehen, so konnte ich mit meiner Zimmernachbarin zusammen TV gucken und trotzdem miteinander reden ;) (und die Toilettengeräusche hört so auch keiner #hicks) - allerdings muss man das mit den Zimmernachbarn vorher absprechen.

Ich wünsche Deiner Freundin nur das Beste, sie soll immer positiv denken und sie ggf. von einer Hebamme beraten lassen, was man noch tun könnte (siehe Wehenhemmer).

Alles Liebe für Euch (Freundin + Baby und Dich)#herzlich#klee#herzlich

LG "engelsmama"

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Hallo #winke,

oh, da kommen Erinnerungen hoch: Ich war auch stationär von der 25.SSW an insgesamt 14 Wochen im KH wg. drohender Frühgeburt (der erste war ein Extrem-Frühchen, geb. bei 24+6 SSW), mit vorzeitige Wehen und Cervixinsuffizienz.

Ich denke, dass Deine Bekannte mind. bis zum Erreichen der nicht-kritischen Zeit (etwa 34. SSW) im KH bleiben muß und auch sollte :-(. Denn nur dort liegt man wirklich, hat Ruhe, wird versorgt mit Essen und trinken, und hat auch die Beobachtung der Ärzte, Hebammen und Schwestern. Falls also was merkwürdig ist, kann ein Arzt sich sofort darum kümmern #pro - war zumindest bei mir so :-D.

Klar, diese langen KH-Tage sind meistens langweilig :-[, die jeweiligen Zimmergenossinnen manchmal nicht zum aushalten #schock, das Essen schmeckt irgendwann nicht mehr #aerger,... aber man tut das für sein Ungeborenes #schrei - zumindest meiner Kleinen war es nicht langweilig, sie turnte fleißig im Bauch (manchmal ganz schön heftig -autsch #augen)

Auch wird es immer mal Heultage geben #heul - ist einfach so - da könnte man sich total deprimiert einfach nur unter der Bettdecke verkriechen und jammern .

Was ich schön fand und mich auch gut beschäftigte, war ein dickes Kreuzworträtselbuch ;-), Babykataloge #baby, Zeitschriften, Babyzeitschriften, spannende (blutige #schock) Bücher (Tess Gerritsen, usw.) und natürlich jeder Besuch oder auch nur ein Anruf waren eine willkommene Abwechslung im Klinikalltag #danke.

Was Deine Angst mit der Ansteckung betrifft - im KH gehen tagtäglich viele Menschen ein und aus und viele werden irgendwelche Infekte etc in sich tragen. Eine Schwangere, die z. Bsp. einkaufen geht, kommt auch mit verschiedenen Erregern in Kontakt ohne es wahrscheinlich zu wissen - das Immunsystem ist ja nicht ausgeschaltet, nur weil man schwanger ist. Ich würde an Deiner Stelle nicht zur Bekannten hingehen, wenn in Kita oder Schule akute Krankheiten (wie Scharlach, Ringelröteln,...) auftreten, aber sonst spricht doch nichts dagegen #pro.

Ansonsten sei einfach für Deine Bekannte da, damit sie weiss, dass sie an Heultagen oder auch bei sonstigen Bedürfnissen (z. Bsp. mal ein Hamburger von McMatsch #mampf,...) sich an Dich wenden kann.

LG
pfaelzerin69

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Hallo
Hab gestern mit ihr selbst telefoniert - da hat der liebe Ehemann in seiner Sorge wohl etwas durch einander geworfen: sie hat eine Cerclage gelegt bekommen und wurde vorsichtshalber an einen Perfusor gehängt (wehenhemmer und Magnesium). Gestern morgen wurde sie noch einmal untersucht: alles Spitze: dem Baby gehts blendend und sie darf nach Hause, aber nichts mehr tun - sie soll viel Liegen, aber nicht nur... das alles hört sich doch schon viel undramatischer an...
Nun hab ich aber morgens schon die Idee gehabt, verschiedene Sachen zu besorgen und eine Kiste mit den Kindern zusammen zu stellen:
ein leeres Buch und Stifte für gute und schlechte Gedanken oder als Tagebuch, ein Rätselheft, ein Gedichteband "365 gute Gedanken", lustige Servietten zum Tränen trocknen... wir wollen jetzt, da sie zu Hause ist, noch ein Bastelbuch bei legen und das Material was gebraucht wird. Vielleicht basteln oder malen die Kinder alle noch ein Bild. Wollte auch den ersten Band der Hebammen - Reihe beilegen...
also wenn ihr noch weitere Ideen habt....
Gruß und Danke

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Na das hört sich doch schon viel besser an, ich mußte ab der 22. Woche auch viel liegen und war dadurch ziemlich gefrustet, mir hat eine Freundin eine Art Adventskalender gebastelt, lauter Päckchen an einer Schnur aufgehängt, immer wenn wieder eine Woche geschafft war durfte ich eines öffnen, da war mal ein Buch drin, mal eine Bastelanleitung für ein schönes Fensterbild und das Material dazu, mal ne schöne Kerze, Duschgel, Rätselhefte, eine Anleitung zum Babysocken stricken und Wolle und Nadeln dazu und noch mehr, und meist ein Bild das ihre Tochter gemalt hat dazu, das war so toll ich hab mich immer schon aufs neue Päckchen gefreut, eben wie ein Kind jeden Tag auf das Türchen vom Adventskalender. Und immer wenn ein Päckchen weniger war wußte ich ich bin 1 Woche näher am Ziel.

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Hallo!

Finde es toll, dass Du Dir solche Gedanken machst.
Lag (!!) damals 3,5 Monate im KH ich muss sagen:

Danke an ALLE#liebdrueck, die geantwortet haben, denn genau diese Dinge braucht man sonst dreht man durch! #pro
Ich #kratzkann nix mehr hinzufügen.

Lg Jasifrosch