Entwicklung Extremfühchen

Hallo zusammen,

eine Freundin hat letztes Jahr bei 24+3 SSW einen Sohn bekommen. Leider hatte er eine schwere Gehirnblutung und die Ärzte wussten nicht ob er überlebt. Zum Glück hat er überlebt und es geht ihm soweit auch ganz gut, aber seine motorische Entwicklung ist natürlich sehr zurück. Er ist nun 18 Monate alt und er kann sich auf den Bauch drehen und zurück aber weder robben noch krabbeln. Er ist schon länger auf dem Stand eines 6 Monate alten Babys aber er entwickelt sich auch nicht wirklich weiter. Keiner weiß ob er es lernen wird, geschweige denn laufen usw. Habt ihr vielleicht Erfahrungen gemacht, dass Frühchen auch älter, vielleicht erst mit 2 oder 3 Jahren erst anfangen zu krabbeln und dann zu laufen? Oder heißt das nun, dass er das niemals aufholen wird? Er kann z.B auch nicht sitzen, aber es wäre halt schon auch eine Erleichterung für die Mutter wenn er selbständig sitzen könnte. Vielleicht könnt ihr mir berichten wie die Entwicklung bei euren Frühchen so war.
LG
Milka

1

hallo milka

ich kann dir eine schöne hp empfehlen

http://www.leni-charlott.de.tl/Home.htm

lg yvonne

7

Oh man, das macht mich immer noch so betroffen. So gekämpft - wenigstens hat es sich für Leni-Charlott gelohnt!

#kerze

2

Hallo,

mein Sohn kam 2009 bei 24+5 SSW. Er hat auch lange gekämpft und hat auch beidseitige Hirnblutungen, deshalb hat er damals einen Shunt bekommen.
Er ist nun 23 Monate alt (korrigiert 19 Monate). Er ist entwicklungsverzögert und das auch von Anfang an. Er läuft jetzt an Sachen entlang, aber frei laufen, das kann er noch nicht.... und beim sagen tut er "Mama" und "Papa".
Er robbt und krabbelt, sitzen kann er noch nicht, wie es sich gehört, er sitzt im "Zwischenfersensitz".
Er macht sich gut, ist aber eben noch lange nicht mit einem 2-Jährigen zu vergleichen.
Also eigentlich kann ich nur sagen, es kommt, wann es kommt.
Macht Deine Bekannte KG?
Sind sie zur regelmässigen Kontrolle in einem SPZ oder ähnliches?

Zu uns wurde bei der Entlassung gesagt, dass so Extremfrühchen Rückstände nicht in den ersten 2 Jahren aufholen, man gibt Ihnen die Zeit bis zur Einschulung... dann kann man vielleicht absehen, wie es weitergeht.

Viele Grüsse
Julia und Matti

3

Hallo,

2003 wurde meine Nichte geboren. Im KH habe ich eine Mutter kennengelernt, ihr Sohn war ein Extremfrühchen, kam mit 520 Gramm auf die Welt. Die Ärzte haben die Eltern schon darauf vorbereitet, daß er nicht lange leben wird.

Nach KH-Entlassung folgte Frühförderung, später dann KG, Ergotherapie, Logopädie, sensomotorische Bewegungstherapie.

Er ist sehr spät gekrabbelt und gelaufen, hat erst spät gesprochen.

Heute ist der kleine Kerl fast 8 Jahre alt. Er ist im gleichen Turnverein wie meine Nichte, ich sehe ihn also öfters. Er hat sich großartig entwickelt, ist zwar etwas kleiner als der "Durchschnittsjunge" in dem Alter, ansonsten ist er seinen Altersgenossen aber keineswegs unterlegen.

lg




4

Danke schön für eure Berichte. Das macht ja dann doch Mut. Das Problem bei meiner Freundin ist, dass es in den letzten Monaten keine Fortschritte mehr gibt. Er hat sich mit 12 Monaten auf den Bauch gedreht, aber das war`s auch schon. Seitdem geht es nicht mehr weiter, obwohl er 3 oder 4 Mal die Woche KG bekommt. Wenn er alles später lernen würde wäre es ja kein Problem, Hauptsache er kann überhaupt irgendwann laufen oder sitzen.

5

Hallo Milka,
ich kann dir von meinem Neffen (3,5) berichten. Er kam mit 510 g zur Welt in der 23. SW und hatte leider schwere Gehirnbluten. Er hat eine Magensonde und hat schon ein Stückchen Leber transplantiert bekommen. Er hat vor 1/2 Jahr Krabbeln gelernt, liegt aber sehr oft im KH. Sitzen konnte er auch erst vor 9 Monaten. Er kann Mama sagen, winken und den Kopf schütteln bei Nein. Er streckt seine Beine jetzt immer sehr durch, vielleicht lernt er noch das Laufen, das wäre sehr schön. Er lacht sehr gerne und ist ansonsten sehr pflegeleicht.
Ich hoffe, ich konnte dir etwas Mut machen,
liebe Grüße Meike

6

Huhu ;-)

Meine beiden kamen im August 09`bei 24+0 SSW mit jeweils 580g und 640g (wobei Kimberly bis 600g abgenommen hatte),- Leon entwickelt sich bis dato bis auf eine Essstörung sehr gut (Hatte aber auch keine Hirnblutung), nur eine sehr schwere Lungenblutung, aber motorisch und kognitiv steht er anderen Kindern in dem Alter in nichts nach! Kimberly ist zwar blind, aber hat auch andere Baustellen (ICP, Shunt etc), hat sich auch altersgemäß gedreht und lange danach kam erstmal nichts. Sie hat sich jetzt ein ganzes Jahr lang nur durch die Gegend gerollt und ist in den 4-Füßler gegangen,- aber nicht gekrabbelt. Nun kann sie sich seit paar Tagen von einer Nacht auf die andere plötzlich hinsetzen und das sogar sehr gut! :-) Also manchmal braucht es eben ein wenig Geduld. Man weiß bei diesen Kleinen nie wohin der Weg noch geht. Und Prognosen sind da wirklich äußerst schwierig..

LG Nina

8

Meine Beiden kamen 27+6 und waren mit allem auch immer recht spät - vor allem Vivien (sie hatte eine Meningitis, später entwickelte sich noch ein Hydrocephalus/Wasserkopf). Sitzen mit 14 Monaten, Krabbeln mit 15 Monaten und Laufen erst mit 23 Monaten.

Sie haben 3 Jahre gebraucht, um alles aufzuholen. Heute merkt man nichts mehr an. Nur wer es weiß, kann die kleinen motorischen Defizite sehen. Aber die sind nicht schlimm ...

Nächstes Jahr werden die Beiden ganz normal zur Schule gehen können.

LG
Andrea mit Ellen & Vivien (*06/06, SSW 27+6)

Top Diskussionen anzeigen