Entscheidungsfindung:Elternhaus oder Bestandsimmobilie?

Hallo zusammen :)

Wir sind noch immer sehr unschlüssig, was unser zukünftiges Wohnen betrifft.

Da steht zum einem im Raum im Elternhaus zu bleiben (wohnen wir aktuell. 1.Etage, ca.90qm).
Zum anderen überlegen wir im Nachbarort (3km entfernt) eine Bestandsimmobilie zu kaufen).

Mal in kurz unsere Vor-und Nachteile, die wir aktuell sehen:

Elternhaus:
Vorteile:
-Großeltern sind vor Ort und können uns unterstützen bei der Betreuung der Kinder
-sparen Geld(müssen nix weiter abbezahlen )
-sehr großer Garten
-keine Nachbarn
-Kinder wachsen mit Großeltern auf :)
-wie können Eltern unterstützen (Garten u.a.) und sie können hier noch wohnen bleiben

Nachteile:
-Hauptstaße vor dem Haus
-derzeit nur kleine Wohnung (OG), ein Kinderzimmer fehlt, könnten aber Zimmer im EG dazu bekommen
-im Ort wohnen kaum Kinder
-Fahrten zur Krippe/Kindergarten müssen organisiert werden
-Unsere Immobilie wurde in den 80gern Kernsaniert, nur die Frage, wie lange es alles so noch ok ist


Bestandsimmobilie:
Vorteile:
-mehr Platz (als derzeit 90qm)
-würden wir so auswählen, dass keine Hauptstraße lang führt
-im Ort leben mehr Kinder und Krippe/Kiga/Schule wären fußläufig erreichbar

Nachteile:
-Kosten
-eine passende Immobilie finden
-Großeltern nicht direkt vor Ort
-Vermutlich enger mit Nachbarn leben

Eine weitere Überlegung wäre eben hier zu bleiben, bis die Kinder groß sind (was noch dauert...) und dann zu überlegen weg zu ziehen. Im Alter wäre diese Immobilie vermutlich nicht ewig zu erhalten. Ich meine vorallem das große Grundstück...und dann ein großes Haus für "nur"2 Personen...

Welche Dinge wären für euch noch ausschlaggebend eine Entscheidung zu treffen?
Vielleicht habt ihr ja noch Ideen oder Anmerkungen, die uns etwas bei der Entscheidungshilfe helfen...

Naja. Vielleicht lasst ihr die Gedanken ja mal laut werden...
Für Ratschläge bin ich sehr dankbar!

LG mery

Hi,
eurer jetziges Haus muss gehegt und gepflegt werden, sprich es darf kein Renovierungsstau ergeben, dann lebt es noch 100 Jahre weiter. Vielleicht könnt ihr anbauen, so dass ihr unten und oben x -Zimmer mehr habt, dann könnt ihr im EG Küche und Wohnzimmer machen mit direktem Gartenzugang und oben dann mehr Schlafräume.
Ein geschickter Architekt kann es so einbinden, dass ihr es später, wenn die Eltern nicht mehr leben, so getrennt wird, das ihr oben vermieten könnt.

Oder könnt ihr das Dach ausbauen/aufstocken?

Wenn ihr ein Bestand kauft, müsst ihr genauso nach spätestens 10 Jahren anfangen zu renovieren, sanieren etc. somit ist nicht nur der Kaufpreis wichtig,

Viele Kids wachsen ländlich auf, ohne alles direkt vor der Tür zu haben.

Wenn ihr euch gut mit den Grosseltern bersteht, warum woanders mehr Geld ausgeben, anstatt den Bestand zu erhalten und hier in Wertsteigerung zu investieren.
Wenn ihr Bestand kauft, Eltern sterben in 20 Jahren, was ist es dann noch Wert, wenn ihr jetzt nicht dort investiert?
Dann habt ihr euren Bestand zum Abbezahlen und eine Immobilie, die wenig wert ist, weil sie womöglich verlebt ist.

Kommt halt auch drauf an, wo ihr lebt.

lg
lisa

Danke auch dir für deinen Input!
Zum Thema Anbau hatte ich unten schon etwas geschrieben.
Ist möglich; aber vermutlich nicht die Ideallösung.

Den Dachboden kann man leider nicht ausbauen.

Vielleicht müssen wir einfach generell mal mit einem Architekzentralen sprechen, die haben ja noch mal realistische Ideen.

Dörflich wären beide Orte. Wobei mein Elternhaus natürlich dörfliche steht. Ich bin so auch gut aufgewachsen und es gibt natürlich Vor- und Nachteile.
Auch bei beiden Varianten.

Was mich persönlich am meisten abschreckt ist halt das geldliche. Daher fiel ein Neubau bei uns schon mal weg. Die Idee gab es auch schon.

Vielleicht wäre es auch noch eine Variante das Dach zu ändern, da wir "irgendwann" sicher das Dach eh neu eindecken müssen...
Wäre halt auch nur eine Kleinigkeit an Platz :D

Naja. Vielen Dank jedenfalls für deine Meinung.
Ich bin generell ja auch für Erhaltung.
Zudem geht es mir auch darum, meine Eltern zu unterstützen. Wenn einer von ihnen nicht mehr lebt, wäre es halt schön, den anderen hier weiter wohnen lassen zu können. Was definitiv nur geht, wenn wir bleiben.
Wobei meine Eltern das nie von uns verlangen.

Wir lassen uns das alles mal durch den Kopf gehen.

Schönen Tag!
Mery

Wir hatten ähnliche Konstellation und haben uns für die bestandsimmobilie entschieden.

Entscheiden war für uns das im Elternhaus schlicht mindestens ein Zimmer gefehlt hat(auch 90 qm)Wir hätten auch ein Zimmer im eg machen können aber ganz ehrlich,?Was nützt mir das???Ich möchte mit meiner Familie zusammen wohnen und nicht ein kind im eg haben oder ähnliches. Das Haus wäre später nur mit riesen Aufwand in ein efh verwandelbar gewesen, es wäre also immer ein 2 Familienhaus mit 2 Wohneinheiten gewesen und was will ich damit? Irgendwann fremde Leute (Mieter) im haus haben? Das Haus lag ebenfalls an einer Straße....
Wir haben uns letztlich im "Nachbardorf" (8km) ein Einfamilienhaus gekauft, 150 qm, 2 Kinderzimmer, Büro, Haushaltsraum.
Das Haus liegt in einer Siedlung aber hat hanglage und deswegen keine direkten Nachbarn und keiner hat einsicht auf das Grundstück, spielstraße. Zu kiga und schule muss man fahren aber da wir 2 Autos haben und ich nicht vollzeit arbeite, ist dies für uns nicht sonderlich schlimm.

Danke auch dir für deine Erfahrungen!

Das EG Zimmer wäre halt möglich. Und wir würden es annehmen, aber nur, wenn unsere Tochter z.B.dort auch hin mag.
Sie hat einen sehr engen Bezug zur Oma. Und das Zimmer liegt an der Treppe nach oben, man könnte es theoretisch auch mehr "abgrenzen".
Aber klar. Es ist und bleibt dann im EG und auf 2 Etagen.
Wir schauen mal.

Aber auch noch mal gut zu hören, dass ihr zu Kiga/Schule fahren müsst und es für euch persönlich so ok ist.
Mir macht es halt etwas Sorgen, dass es zeitlich alles so hin kommt mit meiner Arbeit.
Aber da hätten wir halt auch die beiden Großeltern (sofern sie dann noch leben), die sie abholen könnten.

Das Fahren an sich ist für mich ok. Das sind wir hier auf dem Dorf ja gewohnt :D

Danke dir! Schönen Tag!
Mery

Wenn es so ein grosses Grundstück ist, gibt es die Möglichkeit dort zu bauen/ Anbau? Also ans Elternhaus?

Auf dem Grundstück zu bauen ist leider nicht möglich, dass haben wir schon erfragt.
Anbauen könnten wir, ja.
Ob das die Ideallösung ist?!
Ein Anbau wäre theoretisch im Norden das einzig sinnvoll machbare. Aber vom Gefühl her, wäre das Haus dann sehr verbaut und das UG an einigen Stellen (Neubau) vermutlich sehr dunkel...

Aber klar, eine Überlegung ist/war es.

Danke!

Erst mal würde ich die Augen offen halten, ob es überhaupt was für euch passendes gibt.
Lage, Preis, Schnitt, Anzahl der Räume, eure Vorstellungen eben.

Wenn ihr was passendes gefunden habt, könnt ihr immer noch entscheiden: ja, das machen wir. Nein, das kommt nicht in Frage (Lage, Preis, was auch immer)
oder ja, das machen wir und darauf müssen wir uns einstellen.

Dann habt ihr den direkten Vergleich.


So lange ihr nur überlegt, ob es überhaupt in Frage käme, könnt ihr viel überlegen.
Wenn ihr dann zu der Entscheidung kommt, ja, ihr wollt, aber dann nichts findet, ist auch doof.

Bevor ich Entscheidungen treffe, schaue ich mich erst mal um, was es so auf dem Markt gibt. Entweder suche ich mir von dem vorhandenen Angebot dann was aus
oder ich improvisiere, weil ich es brauche, aber nicht finde
oder ich freue mich über das was ich habe. Weil alles was es gibt, nicht zu mir passt.

Das mache ich bei vielem so.
Die tatsächlichen Vor- und Nachteile kann ich oft ja nur vergleichen, wenn ich auch weiß, was es wirklich gibt.

Zu entscheiden, ich kaufe, wenn nichts passendes da ist, ist schwierig. Wenn dann irgendwann was gefunden wird, ist die Frage, ob es noch passend ist.
Daher würde ich erst umschauen, was es gibt und dann erst die Entscheidung treffen.

Geld zurücklegen und sparen und sich informieren geht ja trotzdem. Entweder hat man dann schon mal eine Grundlage für den Kauf oder man kann es anders ausgeben, wenn sich in Zeitraum x nichts passendes gefunden hat.

Danke für die Antwort und das du das als Argument noch mal eingebracht hast.
Und ja. Es könnte sich auch etwas als schwierig gestalten :(

Wir haben ja die letzten 2 Jahre schon etwas geschaut... Darunter eine Immobilie, die natürlich auch nicht alle Wünsche erfüllt hat und zudem uns zu teuer gewesen ist...

Daher sollten wir das wohl generell auch noch mal enger überlegen.

Letzten Endes schmeißt uns keiner hier raus. Aber es wäre schon nett, wenn wir bis zum Schulbeginn unserer Großen einen Schritt weiter sind...

Danke! Mery

Könnten di eEltern nicht auch mitziehen? Vielleicht erst einmal ein ungewöhnlicher Gedanke aber gerade Straße und wenig soziale Kontakte der Kinder sind ja sehr gute Argumente. Denkt doch darüber mal nach.

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