Nachbarn- wie Situation taktvoll lösen?

Hallo,
für viele wird mein Problem sicher lächerlich erscheinen, vielleicht ist es das auch, aber ich mache mir trotzdem Gedanken darüber.

Wir wohnen jetzt seit 2 Jahren im EG eines Mehrfamilienhauses. Mit den Nachbarn über uns haben wir etwas engeren Kontakt, zum Rest ein freundliches, aber eher distanziertes Verhältnis.

Soweit, so gut. Anfang des Jahres ist die Freundin meiner über mir wohnenden Nachbarin ins Haus gezogen.

Mit dieser Dame werde ich absolut nicht warm- wir haben einfach keinen Draht zueinander und ja, es tut mir leid, ich mag ihren Sohn überhaupt nicht. Er hat ADHS und seine Mutter benutzt dies als Ausrede für alles. (Kind setzt vom Garten aus unseren Balkon unter Wasser, wirft Matsch gegen unser Fenster, spuckt in unseren Buggy- da kann er nichts für..er ist ja krank).
Meine Nachbarin ist nun im Sommer ständig mit dieser Dame und ihrem Sohn im Gemeinschaftsgarten und ich werde regelmäßig gefragt, warum ich nicht dazu komme, die anderen ( besagte Dame und noch eine Nachbarin) würden sich fragen, warum wir uns immer so "wegsperren".
Mal davon abgesehen, daß ich schlicht keine Lust auf die Dame samt Sohn habe, steht der Garten voll mit Dingen, die schnell kaputt gehen und ist ausserdem zur Straße offen. Bei 3 kleinen Kindern bin ich da nur am rennen und aufpassen.

So, wie löse ich die Situation jetzt ohne jemanden vor den Kopf zu stoßen?

Lg

1

Hallo,

Du hast doch schon eine gute Antwort: Da der Garten nach vorne offen ist, ist es Dir mit drei kleinen Kindern einfach zu gefährlich und du könntest dich dann sowieso nicht unterhalten, geschweige denn entspannen.

Das wäre für mich die einfachste Lösung.

LG

2

So ähnlich hab ich das meiner Nachbarin auch schon mal erklärt. Sie meinte dann, sie würde dann mit auf die Kinder achten. Allerdings hat das nicht wirklich funktioniert UND ich kann das auch nicht verlangen.
Leider versteht sie das nicht ganz und fragt dann trotzdem oft nach ( manchmal auch auf die leicht fiese Schiene. .."Mensch, deine Kinder würden sicher gern draußen spielen"..bevor da ein Missverständnis entsteht- wir sind oft draußen, nur nicht im Garten am Haus).
Ist halt etwas schwierig, da ich ihr nicht unbedingt sagen möchte, daß ich ihre Freundin nicht mag.

Lg

4

"Ist halt etwas schwierig, da ich ihr nicht unbedingt sagen möchte, daß ich ihre Freundin nicht mag."

Klar...so was ist immer unangenehm.

Aber wenn du nicht ständig gefragt werden (und dir neue Ausreden aus dem Ärmel schütteln) möchtest, wäre Tacheles reden vielleicht doch die sinnvollere Alternative.

Die besagte Nachbarin ist dir unsympathisch...und feddich. Ins Detail (von wegen Sohn) musst du nicht gehen...und für eine Antipathie sollte -aufgrund eigener Erfahrungen- eigentlich jeder Verständnis haben.

3

ICh kann dich schon verstehen aber manchmal gibt es keine taktvolle Lösung. Ich mach mich lieber mal unbeliebt und sag die Wahrheit und hab dann meine Ruhe bevor ich mich immer wieder rechtfertigen muss mit meiner Schwindelei.

Du magst die eine nunmal nicht. Wir sind Menschen, wir sind verschieden und manchmal mag man da den einen oder anderen nicht leiden. Bums Aus gibts nix zu diskutieren.

5

Danke für eure antworten.

Ihr habt schon recht und ich bin auch ein Freund ehrlicher Worte- hab vielleicht einfach keine Lust auf das geläster hinterher. Denn das wird kommen ( die unsympathische Dame hechelt hier gern mal die ganze Nachbarschaft durch)...aber da muss ich dann drüber stehen.

Nochmal danke.

Lg

6

Es könnte aber auch sein, dass das Spucken, die Matschepampe an euren Fenstern, das ganze Ärgern nachliesse, wenn du mal mit im Garten wärest und der Junge euch ein wenig kennen lernen würde.
Oder hast du das schon probiert?

Ich meine einen freundlich distanzierten Kontakt, der dazu beiträgt, dass das Kind euch nicht als "ärgernswert" sieht? Denn scheinbar geschieht all das nur bei euch, oder macht er diese Dinge bei allen anderen Bewohnern auch?

L G

White

7

Guten Morgen,

nein, der Junge macht das nicht nur bei uns.
Bei meiner Nachbarin hat er z.B. schon eine Glasvitrine in der Wohnung umgeworfen und ihrer Tochter Spielzeug geklaut und kaputt gemacht.
Auch der Kinderwagen einer anderen Familie wurde schon mit Rasenabschnitt "verschönert" oder die draußen hängende Wäsche bespuckt.
Die anderen Nachbarn ärgert das auch, aber mehr als ein "du-du" kommt da aus mir unbekannten Gründen nicht...
Keinen unnötigen Stress mit der anderen Nachbarin haben wollen?
Gruppenzwang ( ist halt ne "Clique")?
Die Gründe, warum die anderen das hinnehmen, sind mir da auch egal, muss ja jeder selbst wissen, ich für meinen Teil mag mich dann nur nicht mit dahin setzen und einen auf eitel Sonnenschein machen.
Der Junge ist in meinen Augen schlicht das "Produkt" einer völlig schiefgegangenen Erziehung und ehrlich gesagt mag ich mich in meiner wenigen Freizeit nicht auch noch damit rumschlagen.

lg

8

Ja, das klingt so und ich stimme dir zu.

War nur so eine Idee von mir, aber ich sehe schon, das ist bei euch nicht so.

Tut mir leid.

:-(

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Hallo!

Das ist immer so eine Sache. Wenn die Person wirklich fest da wohnt, hätte ich auch keine Lust mich da unbeliebt zu machen. Mit Nachbarn im Streit zu liegen ist meiner Meinung nach das blödeste was passieren kann.

Das du Kind/Mutter nicht leiden kannst, kommt nunmal vor. Es gibt so eine innere Ablehnung. Ob die jetzt einfach durch den Charakter/Ausstrahlung von dem Jungen und der Dame ist, oder 'nur' vom Benehmen kommt weiss ich ja nicht.
Es gibt in meinem Umkreis auch Leute, die ich einfach nicht mag. Egal ob da etwas vorgefallen ist oder nicht. Das ist bei denen einfach die Ausstrahlung/Art die sie in meinen Augen unsymphatisch macht. Solche Leute meidet man automatisch wenn man kann.

In dem Fall mit dem Garten würde ich auch sagen wegen dem nichtvorhandenen Zaun. Damit wäre dieses Diskussion gelöst. Wegen dem Kind: Naja, Fakt ist das ich auf solch ein Benehmen reagieren würde, auch offen zeigen das mich das nervt und ich deswegen auch verstimmt bin. Das würde ich sie und den Jungen spüren lassen. Vergeben würde ich da auch nicht so leicht. Nicht wenn da dauernd etwas passiert.
Wenn sie wieder mit der Entschuldigung wegen 'Krankheit' ankäme würde ich kurz und knapp Antworten: Komisch, ich kenne andere ADHS-Kinder und die können sich benehmen. An der Krankheit liegt es wohl dann sicher nicht.
Ich finde sie sollte merken das sie mit dem Spruch nicht durchkommt und das man sauer ist wie sich ihr Sohn benimmt.

So würde ich das wohl machen.

LG Sonja

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Hallo,

ich denke da wird es keine nette Lösung geben. Sag Deiner Nachbarin das die andere Dame nicht sympatisch ist und auch das das Kind mit dem ADHS kein Benehmen hat. Es gibt genügend Kinder die können wenn sie wollen durchaus die Grundregeln des Anstandes beherrschen sofern das von den Eltern gewünscht und gefordert wird.

Viele Grüße

Geli

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Die Olle mit ihrem ADHS Kind hat nicht mehr alle Latten am Zaun. Denn ich hab auch ein Kind das ADHS hat und leider noch Autismus dazu plus weitere Kleinigkeiten. Und sicherlich benimmt sich auch nicht jedes ADHS Kind gleich. Das seh ich auch noch ein. Aber diese Untaten auf das Kind und seine Krankheit/Behinderung zu schieben ist absolut falsch. Gerade ADHS Kinder brauchen klare Regeln, wenig Unruhe, viel Struktur und deutliche Ansagen. Auch viel Konsequenz ist wichtig. Und wenn mein Kind, nur weil er ADHS hat ständig wo reinspucken würde oder Matsch an die SCheiben wirft würde er ganz sicher nicht aufhören wenn ich nicht reagiere. Hier hat die Mutter versagt denn die macht es sich zu einfach.
Ich würde ihr diplomatisch sagen das du zwar Verständnis hast für die Krankheit/BEhinderung aber deine Kinder nicht darunter leiden müssen.
Ela

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