Lärmbelästigung durch behindertes Kind

Wer hätte in diesem Fall Recht, wenn es zur Klage kommen würde?

Älteres Paar, Kinder erwachsen, haben ein behindertes Enkelkind (6j), sie betreuen ihn täglich früher nach der KiTa jetzt nach der Schule bis zum späten Abend, da Eltern beide berufstätig sind, Betreuung findet auch oft am WE statt, wegen der Behinderung schreit (kann nicht sprechen und macht Geräusche wie man es von Behindertenhslt kennt), springt, rennt der Junge den ganzen Tag durch die Wohnung. Nachbarn von unten haben sich beim Vermieter beschwert ohne Erfolg und drohen mit Klage.

Rein rechtlich gilt ja Kinderlärm nicht als Lärmbelästigung, in diesem Fall geht es aber nicht nur um normalen Kinderlärm den ein gesundes Kind erzeugen würde.

Durchgängige Betreuung unter der Woche, also dass der junge zwischen Montag und Freitag im Heim untergebracht wäre wollen die Eltern nicht, sondern wollen die Großeltern weiterhin als kostenlose Betreuung für ihr behindertes Kind nutzen, wie lange ist unklar.

Wie wäre die Situation zu lösen? Müssten die Nachbarn von unten umziehen oder die Großeltern des Behinderten Jungen? Könnten die Nachbarn von unten mit einer Klage etwas erreichen zb dass die Eltern des Jungen eine andere Betreuungsmöglichkeit suchen müssen.

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Also den Unterschied zwischen Familiärer Betreuung und Heimaufenthalt auf "kostenlos" zu reduzieren spricht schon Bände! Nein, ich denke nicht dass Ihr mit der Klage durchkommt.

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So lange die Nachtruhe nicht gestört wird (22-6) kann man da nichts machen. Abgesehen vom ethischen Aspekt--ein Heim kommt offenbar für die Eltern und Großeltern nicht in Frage, wo sollen sie also das Kind betreuen? Im Kellerloch?

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Hallo!

Den Nachbarn von unten steht es jederzeit frei umzuziehen!

Warum sollten die Großeltern umziehen?
Weil sie sich um ihren behinderten Enkel kümmern?
Da wird auch keine Klage was bringen!

"Wir geben unser (Enkel-) Kind jetzt ins Heim, weil sich die Nachbarn gestört fühlen..."
Merkst du es selber?!

LG!

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Bestimmt, nur nicht-behinderte Kinder dürfen Lärmen ..Behinderte stören und sollten ins Heim mit schalldichten Fenstern und dicken Vorhängen.
*Ironie off*.
Hier ist ja noch nicht mal die Nachtruhe der Nachbarn betroffen.. .welche Aussicht auf Erfolg sollte eine Klage da haben?

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Hallo,

keine Ahnung, wie es im Falle einer Klage wäre. Kann mir aber auch vorstellen, dass man da schlechte Karten hat.

"...sondern wollen die Großeltern weiterhin als kostenlose Betreuung für ihr behindertes Kind nutzen, wie lange ist unklar"
- Einfach mal nachfragen vielleicht? Die Großeltern werden älter, der Junge kräftiger - wer weiß, wie lange das noch geht.

"Müssten die Nachbarn von unten umziehen oder die Großeltern des Behinderten Jungen?"
- Vielleicht könnte man bei gleichem/ähnlichem Schnitt der Zimmer die Wohnungen tauschen? Falls die untere Wohnung im Erdgeschoss liegt, ist das für die alten Leute evtl. auch langfristig interessant.

Viele Grüße

Baumtraum

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Wir kennen das durch direkte Nachbarschaft. Es handelt sich dabei um das leibliche Kind und meist ist auch die Nachtruhe gestört.
Es ist zum Teil enorm laut. Aber wie willst du das vermeiden? Man kann die Kinder schlecht weg sperren. Schön ist es sicher für keinen der Beteiligten. Aber muss man sich das Leben dann gegenseitig noch schwerer machen?
Die Nachbarn unten sollen doch in dem Fall froh sein, dass das Kind nur zu Besuch kommt und ansonsten Ruhe herrscht.
Die rechtliche Situation kann ich nicht beantworten. Aber hier steckt weder Absicht noch mangelnde Aufsicht dahinter. Manches kann man nur akzeptieren.
Ich stelle mir dann immer die Eltern vor. Sie leben damit rund um die Uhr jeden Tag. Mancher Groll verfliegt dann schnell.

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Um was für eine Behinderung handelt es sich, vielleicht gibt es da eine Möglichkeit das Kind zu unterstützen mit Ergotherapie oder ähnlichem.

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Vermutlich könnt ihr da nix erreichen. Sucht doch mal das Gespräch und sagt, dass ihr euch tagsüber permanent gestört fühlt. Oder was man machen kann, damit der Junge ruhiger wird, vielleicht ein langer Spaziergang, Spielplatz oder ähnliches.
Wir hatten den gleichen Ärger in unserer alten Wohnung. Unsere Nachbarin hatte ihren geistig behinderten Sohn bei sich, nachdem sie sich getrennt hatte. Tag und Nacht hat der so röhrende Geräusche gemacht....mega nervig, und die Mutter hat sich mit Alkohol bearbeitet und nix mehr mitbekommen. Zum Glück sind wir dann eh bald geplant umgezogen. Ansonsten hätte ich für nichts garantieren können.

Vielleicht schaut ihr euch besser nach einer neuen Wohnung um.
Lg,
Anjobi

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Es steht jedem Menschen frei seine Wohnung zu wechseln wenn man sich im normalen Wohnverhalten anderer gestört fühlt 🙏🏻
Und ja ein beeinträchtigtes Kind zu betreuen ist ebenfalls ein normales Wohnverhalten ☺️
Den einzigen Grund für eine Klage seh ich hier für Diskriminierung von deiner Seite 😡

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du hast keinen blassen schimmer wie es für nachbarn ist mit diesem ohrenbetäubenden lärm klar zu kommen

aber weeeehe ein hund würde täglich mehrere stunden bellen.

man sollte den ball flach halten

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