Einfach frustriert - - Asthma - - (Silopo)

Als erstes entschuldige ich mich für meinen Silopo, aber ich bin im Moment einfach frustriert und dachte dass schreiben würde vielleicht helfen.

Ich weiss dass es viele schlimmere Krankheiten als Asthma gibt und dass es viele Eltern gibt die wahnsinnig schwere Tage auf sich nehmen müssen wegen starken Krankheiten oder Behinderungen, aber in meiner Welt ist Asthma das frustrierendste.

Unsere Kleine ist 8 Jahre alt und letzten Sommer mussten wir mit ihr wegen starker Atemnot in die Notaufnahme, von da dann in die Kinderklinik und 4 Stunden später wurde uns gesagt sie leide an Asthma.

Am Anfang war ich froh darüber, denn sie hatte auch (wohl zufälligerweise) sehr viele weisse Blutkörperchen und am Anfang wusste man nicht was das sein könnte, welches uns natürlich sehr grosse Sorgen machte.

Heuschnupfen hatte sie schon seit sie knapp 3 Jahre alt war und dass Asthma mal dazu kommen könnte wussten wir ja.
So fing unser Leben mit Asthma also an. Immer daran denken das Ventolin dabei zu haben, und genau aufzuschreiben wann/wo/wie sie einen Asthmaanfall hat. Letzten Oktober musste sie den Lungenfunktionstest machen bei welchem sie schon sehr früh sehr stark reagiert hat. :-(

Dann wurde noch das Blut nach Allergen getestet.

Esche und Birke Stufe 4
Gräser auch Stufe 4

Nach einer dreimonatigen Cortison Inhalations Kur schien alles bestens. Sie hatte keine Anfälle mehr seit Dezember.

Nun kam vor 2 Wochen der lang ersehnte Frühling, welches für unsere Kleine bedeutet dass sie jeden Abend Xyzal nehmen muss um den kommenden Tag einigermassen gut zu überstehen wegen dem Heuschnupfen. Sie wacht jeden morgen mit geschwollenen, verklebten Augen auf.

Augentropfen muss sie 2-4 pro Tag machen um das Jucken in Schacht zu halten.

Natürlich kam das Asthma auch gleich dazu und letzte Woche half selbst das Ventolin nicht mehr und sie musste eine Kortison #schwitz Tablette nehmen um das ganze zu beruhigen.
Die Tablette wirkte recht schnell, und nach 1.5 Stunden hatte sie fast keine beschwerden mehr.

Jetzt muss sie wieder eine 3-wöchige Kortison Inhalations Kur machen :-( um das ganze zu beruhigen und dann warten wir ab wie lange es gut sein wird.

Jedes räuspern und jeder Husten löst bei mir Alarmglocken aus und ich beobachte sie ganz genau. Könnte es ein Anzeichen des nächsten Astham Anfall sein? Oder doch nur ein räuspern.

Zu all dem kommt auch noch dass sie sich mit ihren 8 Jahren freier bewegen möchte, ich aber Angst habe sie weiter als unser Quartier zu lassen. Sie darf nur auf den Pausenplatz des Schulhaus (10 minuten entfernt) wenn die grosse Schwester auch da ist. Dann muss die Grosse ihr Handy dabei haben um mich gleich anrufen zu können, falls ein Anfall kommt. Die Asthma Pumpe hat die Kleine natürlich immer dabei.

Falls sie mal auf den Pauenhof oder mit der grossen Schwester einkaufen geht, bin ich wie auf Nadeln und fühle mich absolut hilflos.

Zu allem übel kommt noch dazu dass unsere Kleine untergewichtig ist und mit ihren 127cm knapp 21 Kilo wiegt, also müssen wir immer ein Auge darauf haben. Durch das viele Asthma und den Heuschnupfen fühlt sie sich nicht so fit wie sonst und ist mittlerweile nur noch 20,3 kg schwer. :-(

So, jetzt habe ich mir meinen Frust mal von der Seele geschrieben. Sorry dass es so ein riesen Post geworden.

1

Natürlich belastet es Dich und Du hast Angst, aber versuch Dir nicht zuviel Sorgen zu machen.

#liebdrueck

Deine Tochter wird das sicher lernen damit zu leben, die meisten Kinder packen das, wenn ihre Eltern ihnen die Lift zum Atmen lassen.

2

Ohje, wenn man das liest hat man den Eindruck, Ihr habt überhaupt keine Sicherheit im Umgang mit der Krankheit!!! Das ist nicht böse gemeint, aber so wird das Leben natürlich noch schwerer.

Wir haben 2 Asthmatiker daheim - mein 7jähriger und ich.

Klar, das Notfallspray hat Sohnemann immer im Schulranzen. Aber wenn er mit dem Nachbarsjungen durch die Gegend zieht hat er nix dabei. Nach Bedarf hat er eh vorher inhaliert und im Notfall kommt dann der Nachbarsjunge geflizt sollte mein Sohn nichtmehr können (kam aber noch nicht vor).

Außerdem inhaliert er seit einem heftigen Anfall im Herbst täglich mit Budiair und das wird auch durchgezogen bis die (für ihn) problematischen Pollen nichtmehr fliegen. Dadurch hat er bisher nur einmal noch Cortison-Tabletten gebraucht. Da wird nicht ausprobiert mit 3-wöchigen Kuren obwohl der Auslöser viel länger vorhanden ist.

Die Allergiesymptome behandeln wir ausschließlich homöopathisch und uns beiden gehts damit gut (wir haben unterschiedliche Symptome). Ausnahme ist das Asthma, da gebe ich Globulis begleitend zum Salbutamol.

Hast Du ne gute Klinik, die Euch begleiten kann???

Wie schnell und ob die Provokation bei der Lufu einen Anfall auslöst sagt nicht zwingend was über die schwere aus. Auch jemand mit negativer Provokation (also kein Anfall ausgelöst) kann ein Asthma haben.

Kennst Du die wichtigsten Regeln für Pollenallergiker wie Haare waschen abends, Pollengitter usw??? Dann dürfet Dein Kind morgens nicht so aussehen!!!
Oder steckt da noch Hausstaub oder Tierhaar hinter???

Was uns sehr geholfen hat war eine Kinder-Reha. Da gabs spezielle Schulungen für die Kinder und seperate Schulungen für die Eltern!!! Umgang mit Medikamenten, Peak-Flow, Notfallplan, Atemübungen....

Aber Achtung: die Rentenversicherung bewilligt oft bei 8/9-jährigen keine BEgleitperson mehr!!! Am besten heute noch Antrag stellen (sollte schnell bewilligt werden) und begründen warum eine Begleitperson dabei sein muss!!!

Mann kann mit dem Sch... gut leben - ich machs seit über 20 Jahren. Aber man darf auch mal sehr frustriert sein und sich ausheulen!!!

Wegen dem Gewicht macht Dir keinen Kopf! Hab 2 solcher Gerippe daheim. Die machen grad ne Kissenschlacht weil sie zuviel Energie haben (vorher natürlich KiTa, Schule/Hort, Rad gefahren), man braucht für ein glückliches und schwungvolles Leben nicht viel Gewicht ;-)

LG,
Hermiene

3

Hallo

#liebdrueck

habt ihr euch schon mal nach einer Asthmaschulung erkundigt?

Meine 10jährige Tochter hat auch Asthma und verschiedene Allergien.
Wir waren im April bei einer Asthmaschulung und finden, dass wir nun mehr über die Krankheit bzw die Behandlung wissen.
Die Schulung wird von den KK bezahlt.

LG
Manu

4

Hallo!

Chronische Erkrankungen sind sch... aber es ist wichtig, damit leben zu lernen (ich kenne eine ähnliche Problematik mit meinem kleinen Sohn).
Es gibt Asthmaschulungen - für Eltern aber auch für Kinder. Beides ist sehr sinnvoll, um Sicherheit zu bekommen! Zudem gibt es z.B. Kurse füer Atemgymnastik, in dem deine Tochter Übungen lernen, kann die einen drohenen Asthmaanfall ggf. mildern kann und noch vieles mehr.
Erkundige dich mal bei größeren (Uni-)Kliniken, auch wenn man für solche Kurse eine Zeit lang mal weiter fahren muss.

Seid ihr bei einem Kinderallergologen bzw. Kinderpulmologen in Behandlung oder beim "normalen" Kinderarzt?

Eine Kinderreha könnte sehr hilfreich sein. Zum einen kann sich der Zustand deiner Tochter dort stabilisieren (auch über den rehaaufenthalt hinaus) und sie bekommt Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung. Mit einer sehr guten Begründung kannst du auch noch als Begleitperson mit.
Ich war mit meinem kleinen Sohn zur Kinderreha im Allgäu und das war sehr effektiv.

LG Silvia

5

Hallo zusammen

Danke für eure Tips. Werde mich mit dem Kinderarzt mal absprechen wie wir genau vorfahren können damit wir alle das ganze mit mehr Sicherheit meistern können.

Da weder mein Mann noch ich jemals mit Asthma konfrontiert waren sind wir hoffnungslos überfordert.

Diesen Sonntag findet ein Event durch die Lungenliga statt für Asthma betroffene Kinder und deren Geschwister und Eltern. Das morgen Programm wird getrennt sein, die Kinder bekomen Info über Asthma und machen verschiedene Aktivitäten während die Eltern an einem Informations Parcours teilnehmen.

Ich denke das wird uns allen sehr gut tun und wird werden da vieles lernen.

Ich habe der Lungenliga bereits ein email geschrieben und da gefragt ob es hier (Schweiz) auch irgendwelche Asthmaschulung und Kinder-Reha gibt.

Nochmals danke für eure Tips und dass ich mich hier mal ausheulen konnte. #winke

6

Als ich deinen Beitrag las, bekam ich großes Mitleid mit deinem Kind. Ich habe selbst Asthma und meine Eltern haben mir immer das Gefühl vermittelt, dass mein Asthma eine von Gott auferlegte Last für sie darstellt.

Aber heute weiß ich, Asthma ist keine Behinderung, kein Handicap und auch keine schlimme Katastrophe. Asthma ist manchmal nervtötend, aber sie darf und muss auch nicht das ganze Leben bestimmen. Ihr lebt in ständiger Angst um euer Kind und nehmt sie deshalb an die kurze Leine. Aber mit diesem Verhalten raubt ihr eurem Kind die Luft zum Athmen. .

Ich finde es gut, dass ihr euch genauer informieren wollt, denn wichtig ist hier vor allem eine gute langfristige Dauerinhalation. Und bitte traut eurem Kind einfach mehr zu, Ansonsten kann es leicht passieren, dass ihr eure Ängste auf eurer Kind übertragt und es zu einem ängstlichen Menschen

7

Ach herrje das kenne ich... Genauso war es als ich klein war auch... Ich bin 3 mal fast gestorben wegen dem kack Scheiß. (Sorry)...

Allergien habe ich auch allesamt... Heuschnupfen,Hausstaub und tierhaarallergien... Und natürlich Asthma....
Spritzen habe ich auch immer bekommen... Ich weiß also ganz genau wie es euch und der kleinen geht... :-(

Mhhh... Also was ich bei euch jetzt noch nicht gelesen habe war Urlaub entweder am Meer oder irgendwo,Alpen Wald Nähe ,wo die Luft sehr gut ist. Am besten am Meer,das Salzwasser ist nämlich ziemlich gut... Nordsee Ostsee langt auch ,muss nicht unbedingt Karibik sein...
Das hat mir immer viel und lange geholfen...
Später mit 15 habe ich viel Sport gemacht ,auch wenn ich anfangs total in Arsch war und ständig Pause ,achten musste,da ich als wieder Anfälle hatte...

Und heute mit 30 ist es so gut wie weg... Klar noch hier und da mal Reaktionen auf Allergien... Aber Hey irgendwie ist es weg gegangen... Es ist so selten das ich mal noch nen Anfall habe und wenn dann nicht mehr so stark wie früher außerdem übt immer das atmen mit ihr... Das kennt ihr bestimmt?! Ich hoffe du weißt was ich meine...

Aber gebt die Hoffnung nicht auf,ich habe auch nie dran geglaubt...

Und heute bin ich froh nicht mehr diese ekeligen Spritzen zu Kriegen....
Ich wünsch euch alles Glück der Welt das es weg geht oder schwächer wird. Asthma ist echt ne fiese Sache.das belastet den Körper echt krass....
Viel viel gck euch allen :-)

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Ach herrje das kenne ich... Genauso war es als ich klein war auch... Ich bin 3 mal fast gestorben wegen dem kack Scheiß. (Sorry)...

Allergien habe ich auch allesamt... Heuschnupfen,Hausstaub und tierhaarallergien... Und natürlich Asthma....
Spritzen habe ich auch immer bekommen... Ich weiß also ganz genau wie es euch und der kleinen geht... :-(

Mhhh... Also was ich bei euch jetzt noch nicht gelesen habe war Urlaub entweder am Meer oder irgendwo,Alpen Wald Nähe ,wo die Luft sehr gut ist. Am besten am Meer,das Salzwasser ist nämlich ziemlich gut... Nordsee Ostsee langt auch ,muss nicht unbedingt Karibik sein...
Das hat mir immer viel und lange geholfen...
Später mit 15 habe ich viel Sport gemacht ,auch wenn ich anfangs total in Arsch war und ständig Pause ,achten musste,da ich als wieder Anfälle hatte...

Und heute mit 30 ist es so gut wie weg... Klar noch hier und da mal Reaktionen auf Allergien... Aber Hey irgendwie ist es weg gegangen... Es ist so selten das ich mal noch nen Anfall habe und wenn dann nicht mehr so stark wie früher außerdem übt immer das atmen mit ihr... Das kennt ihr bestimmt?! Ich hoffe du weißt was ich meine...

Aber gebt die Hoffnung nicht auf,ich habe auch nie dran geglaubt...

Und heute bin ich froh nicht mehr diese ekeligen Spritzen zu Kriegen....
Ich wünsch euch alles Glück der Welt das es weg geht oder schwächer wird. Asthma ist echt ne fiese Sache.das belastet den Körper echt krass....
Viel viel gck euch allen :-)

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