Mein Sohn hat Adhs und wurde nun vom Unterricht ausgeschlossen 3. Klasse

hi
mein Sohn ist 8 Jahre alt und hat Adhs und eine Wahrnehmungsstörung.
Er bekam bis vor kurzem Ergo, diese wurde nun auch gestrichen, da es 6 Rezepte waren...ist das wirklich so?
Nunja, seitdem gehts bergab. Er hat sehr große soziale Schwierigkeiten.
Er hat bereits die Schule gewechselt aber wieder von einer zur anderen Regelschule.
Er hat einen Iq von 125 und ist ein Mathe Ass , der Rest interessiert ihn wenig, hat aber alles 3 und ein paar 2en .
Nunja, er bekommt Tabletten, aber immer wird wieder rumgedotkort. Wir waren schon 8 Wochen teilstationär in einer Tagesklinik, was gut war, aber danach nicht wirklich viel geholfen hat.
Nunja, nun klagte er jeden Tag über irgendwelche Krankheiten, die er sich einbildet (er denkt, er ist wirklich krank, wir denken, er will nicht zur Schule).
Oft werden wir angerufen, ihn abzuholen obwohl eigentlich nichts ist.
Gut ne zeitlang hatten wir Probleme, weil er in schwierigen SItuationen immer abgehauen ist, aber er lief immer nur zum Lehrerzimmer um sich da ne Auszeit zu nehmen und einer Lehrerin dort sein Leid zu klagen.
Es gab viele Anrufe und ich musste oft erklären, dass es besser ist, er nimmt ne Auszeit und ist dann wieder ok als wenn er austickt.
Gut nun habe ich zum retadierten Medikament was er morgens bekommt noch 5 mg normales Methylphenidat gegeben und auf 10 mg (mit Absprache der Ärztin ) erhöht, da er immer nach den Pausen 30 Minuten lang den ganzen Unterricht sprengte, weil er nicht runterkam wegen Problemen mit den Kindern.
Erst klappte es wohl gut.
Nur seine Probleme wurden nun schlimmer, denn heute rief die Lehrerin an, er sei ausgerastet hätte ein Kind geschlagen ohne Grund (was ich mir nicht vorstellen kann) und sie muissten ihn mit 4 Lehrern festhalten und können mir nicht verpsrechen ihm dabei nicht weh getan zu haben, er lasse sich nicht beruhigen, schreit rum er zeigt alle Lehrer an etc...ich soll ihn abholen. ich sass mit meinem anderen Sohn beim Zahnarzt blöd...mein Partner holte ihn ab und mir gehts seitdem, schlecht. Wir versuchen so lange eine Begleitperson für ihn zu bekommen und es läuft auch aber dauert...
schon 1 Jahr (die Tagesklinik hat damals diesen Paragraph 35 angeführt).
Nun sagen sie er wird ausgeshclossen sei nicht tragbar und Montag rufen sie an ob er da überhaupt bleiben darf...
er sagt mir, es war anders, der Junge habe ihm unbemerkt von den Lehrern zuvor in der Pause auf die Lippe gehauen und er hats gesagt und keiner glaubte ihm und am Ende bekam wieder er nur Ärger weil er sich wehren wollte.
Nun bin ich fix und alle.
Ich denke über eine Förderschule nach die extra in dem emotionalen und sozialen Bereich arbeitet, aber auch , ob ne Begleitperson nicht endlich helfen würde und ob die Lehrer nicht irgendwie falsch reagiert haben?
Sie meinen sie hätten auf ihn eingeredet aber er reagierte nicht, was klar ist wenn er so austickt...dann braucht er echt erst ne Auszeit.
Und ich denke darüber nach, da es um 11.30 Passierte , ob nicht das Methylphenidat morgens zu viel war und es eien Nebenwirkung sein kann???
Denn das gebe ich um 7, es soll 4 Std wirken und dann war die Wirkung grad weg, kommt da nen Rebound oder so?
Ist viel und lang aber vielleicht habt ihr ja ne Idee, was ich tun kann?
Denn auch der Schulausschluss ändert gar nix bei meinem Sohn..
und er ist absolut kein Kind was zuhaut ...kenn ich gar nicht eigentlich..durften die Lehrer so hart zupacken dass er blaue Flecken hat nun ????

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ich hab noch ne Frage, gilt Adhs eigentlich als Behinderung?Stehen uns irgendwelche Sachen zu?Er bekommt ausser Tabletten nämlich gar nicht!!!! mehr ausser damals Ergo und auch die bekommt er nicht mehr da sie ins Budget der Psychologin fiele, die KK sagt aber, es sei möglich aber das ist ein hin und her...was steht ihm und mir denn sonst zu???Ich komm nix weiter bei niemandem irgendwie :-( Kur? Hilfen? Therapien?

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Hallo

klar stehen euch Hilfen zu !!

Warum hat er keine Ergo mehr es gibt die Ausnamen dass das Kind keine pause machen darf weil es sonst Rückschritte gibt !!!
Schulbegleitung ist schwer genehmigt zu bekommen und dann den richtigen zu bekommen.

Ist er überfordert mit den vielen Kinder in der Klasse ?? pausenhof ???

Wir waren auf einer ADHS Reha.

Es ist oft so dass die Einstellung in Klnik / Reha etc oft nicht mehr zuhause passt weil die äußeren Reize ganz anders sind.

Wie ist euer Tagesablauf ??

Geht er in den HPT ???

lg

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Hi, ja die Krankenkasse hat mir diese Ausnahme auch genannt, aber die Psychologin will nicht, dass es in ihr Budget fällt. Dieses sagt die KK geht absolut nicht, sie darf deswegen nicht ablehnen und es ist seid Januar ein Hin und Her. Und er war gern dort und sie haben ihm wenigstens ein wenig sozial gestärkt.
Ich kämpfe auch weiter, aber bald sind dann 3 Monate um und er kann wieder gehen aber fängt von vorn an ich bin so sauer deswegen!

Es wurde in der Tagesklinik festgestellt, dass er selbst unter Medikation in einer großen Gruppe schwer sich zurecht findet und sehr auffällig ist. Daher fänd ich eine Begleitperson erstmal eine gute Lösung aber das dauert mittlerweile 1 Jahr, aber zur Zeit ist ein Mann vom Jugendamt endlich mal dran er hörte mir zu und scheint sich auszukennen, er ruft morgen in der Schule an und möchte meinen Sohn gern im Unterricht beobachten .
Ich würde mir etwas wünschen, wie ihm gezeigt wird, wie er Konflikte lösen kann oder er gestärkt wird etc.

Was ist ein HPT?
Wir bemühen uns, immer denselben Tagesablauf zu haben. In letzter Zeit klappten die ersten 2 Stunden bis zur 1. Pause immer sehr gut, danach gings bergab.
Also er geht auch in die Ogs bis 16 Uhr, was seltsamerweise super klappt, da macht er ohne Probleme Hausaufgaben, ist ganz ruhig und lieb . Ich denke, da ist der Druck nicht da zu funktionieren, zu sitzen etc...
Also ich kann ihm bloss zu hause erklären was ich will, er kann in Situatuinen in der Schule auf sowas nicht zugreifen. Er sieht nicht, was wirklich passiert also er sieht nur, was andere ihm antun, kann aber nicht reflektieren, wieso kam es dazu, was hat ER gemacht. Er sagt immer nur und meint es auch: ich hab nix gemacht.
Ich renne seid er 3 ist hin und her und suche nach Lösungen, Therapien aber ausser Ergo und Tagesklinik, wo er wieder angemeldet wird, aber die Wartezeit 1 Jahr beträgt, habe ich bisher nichts erreichen können.
Was gibt es denn noch?? Er hat auch Probleme beim Schreiben und es strengt ihn sehr an mit dem Füller zu schreiben oder überhaupt zu schreiben.

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HPT= Heilpädagogisches Turnen

Wende Dich mal an Deine KK und beantrage eine Mutter-Kind-Kur für Dich UND ihn. Bei Dir wegen Erschöpfungssyndrom und bei ihm wegen seiner Diagnosen!
Die Hotzenplotz Klinik macht ADHS Kuren mit Neurofeedbacktherapie.
http://www.mutter-kind-kur-klinik-hotzenplotz.de/willkommen/

Wir haben auch gerade beantragt. Ähnlicher Situation wie bei Dir, nur noch keine Medikamente.
Aber ebenfalls 3 Kinder...

Wenn Du lust auf Austausch hast, gerne über VK

LG Silke

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Hallo,

ich lese hier nur etwas von Medikamenten. Macht dein Sohn keine Therapie. Konzentrationstherapie, Verhaltenstherapie... Das ist doch dringend nötig, um ihn zusätzlich zu unterstützen. Ergo findet ich nicht ausreichend.

Über das Verhalten deines Sohnes kann hier keiner urteilen. Wir waren nicht dabei. Allerdings musst du bedenken, dass da noch um die 20 weitere Kinder sitzen, die gerne lernen möchten. Die Lehrerin hat wohl kaum Zeit Pausenprobleme noch ewig auszudiskutieren. Normalerweise lösen die Kinder Streitigkeiten in dem Alter meist selbst. Bedenke auch, die Lehrerin hat die Aufsichtspflicht, da kann er nicht einfach abhauen. Passiert etwas ist sie verantwortlich. Wo läuft er denn hin, wenn es bei einem Ausflug Streit gibt?

Dein Sohn wurde auf ADHS getestet. Bitte besprich mit dem Kinder- und Jugendpsychater das weitere Vorgehen und nötige Therapien.

LG

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Gibt übrigens auch gute neue Therapien. Erkundige dich mal nach einer Neurofeedbacktherapie.

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hi
ich würde mir sehr sehr wünschen, dass er endlich irgendwelche Therapien bekommt, selbst die Ergo bekommt er seid Anfang Januar nicht mehr.
Ich höre nur dauernd, es gibt nichts, er war ja schon in der Tagesklinik mehr gäbe es nicht.
Ich würde mir wünschen, dass er sozial gestärkt wird oder man mit ihm Konfliktlösungen übt, denn egal, was ich zu Hause mache ihm erkläre, er kann in der Schule nicht drauf zu greifen.

Es läuft nicht bei Ausflügen weg, er läuft in Konfliktsituationen einfach zum Lehrerzimmer, was aber jetzt geklärt ist, dass es ok ist, dass es eine Art Auszeit für ihn ist. Er läuft immer dorthin zur Leiterin und erklärt ihr seine Sorgen und kommt dort auch eigentlich bis letzte Woche runter und kann nach 10 Minuten wieder in d en Unterricht. Daher fänd ich eine Begleitperson als Hilfe gut, sie kann ihn nach der Pause zb in einen anderen Raum nehmen, einzeln mit ihm die Aufgaben machen oder auch mal mit ihm rausgehen wenn er nicht zur Ruhe kommt und der Lehrerin Entlastung bieten. Ich habe selber als eine gearbeitet und es klappte auch. Auch in den Pausen wäre sie dabei und könnte eingreifen bevor es eskaliert.
Wir sind bei einem Kinderpsychater in Behandlung der immer nur Tabletten verschreibt und das wars. Sie hat ja die Ergo sogar abgesetzt damit es nicht in ihr Budget fällt.
Ich würd einfach gern wissen, welche Therapien andere Adhs Kinder machen, erhalten um damit zu argumentieren.
Und ob es Kinder gibt, in einer Regelschule oder auf Förderschulen und wie sie dort klar kommen. Ich will, dass es meinem Sohn gut geht und das tut es zur Zeit gar nicht.

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Hallo!

Also eigentlich gehört zu einer ADHS-Therapie auch eine Verhaltenstherapie nicht nur Medikamente. man kann wohl nur mit Medis anfangen bis das Kind aufnahmebereit ist für mehr, aber dann muss noch eine Psychotherapie dazukommen.
Außerdem solltet ihr als Eltern auch ein Elterntraining bekommen.

Ich gehe mal davon aus, dass Ergotherapie überwiegend wegen der Wahrnehmungsstörung verschrieben wurde, oder sollte das sowohl für ADHS als auch für Wahrnehmung sein??
Wie kam es zur ADHS-Diagnose?
Seid ihr sicher, dass es ADHS und nicht (auch) was anderes sein kann? (Asperger Syndrom oder irgendwas im autistischen Spektrum)

In Deinen Beschreibungen stand ganz heftig im Mittelpunkt der soziale Aspekt, die mangelnde Konfliktfähigkeit.
Schlechte Konzentration / Desinteresse am Schulstoff der GS bei einem Kind mit IQ 125 sind nicht außergewöhnlich. Es kostet sehr viel Mühe sich da "einzufügen" und wenn das Kind da eh schon "gehandicapt" ist, ist es noch mühseliger. Bei den Symptomen liegt eine ADHS-Diagnose auf der Hand.

Ein Schulausschluss funktioniert nicht so ohne Weiteres, wurde der Schulpsy eingeschaltet?

Eine Schulbegleitung wird vermutlich nur dann nützen, wenn dem Kind auch geholfen wird mit seiner Art zurecht zu kommen.
Bei einer Umschulung auf die Förderschule, würde ich sehr darauf achten, dass auch eine angemessene kognitive Förderung stattfindet.

LG,
I.

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hi
also wir wurden, als er 4 war stationör in der Klinik aufgenommen. Damals stand Adhs dann im Raum, konnte aber erst vor Schuleintritt richtig getestet werden.
Also wieder warten bis der Kindergarten sagte es geht nicht mehr es muss was passieren.
Gut dann wurde er getestet auch wieder stationör und bekam die ersten Tabletten. Und das wars...danach dann vor 1 Jahr die Tagesklinik, in der es nochmal festgestellt wurde, da ich auch den Verdacht auf Autismus äußerte, was die aber nicht feststellen konnten, da er dafür oft zu klar sich äußert und auch, obwohl er oft abwesend scheint, zwischendurch wieder klare Aussagen machen kann und auch generell sehr Kontakt zu Erwachsenen sucht (Kurzform).
Die Ergotherapie ist in erster Linie zur Wahrnehmungsförderung jedoch begannen sie auch mit einer sozialen Therapie das heisst er wurde mit einem sehr ruhigen Jungen zusammen in eine Gruppe gepackt was sich gut ergänzte, dann aber wurde es ja abgesäbelt.
Also anstatt und DInge zu geben werden uns die letzten DInge noch weggenommen.
Heute rief ich bei einer Tagesgruppe an, was sich sehr gut anhörte (teilstationär im Nachmittagsbereich) weil die Verhaltenstraining machen,was ich mir seid Jahren wünsche!!! Aber der vom Jugendamt hat da noch nie was von gehört :-[
und ja also wieder warten...
Mir wurde von der Konrektorin gesagt, er darf ni cht kommen und das wars...

weisst du mehr darüber?
Würde mi ch echt interessieren!

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Hallo!

Egal wie das Kind nun heißt: ADHS oder irgendwas austistisches, oder beides (gibt es auch), ich finde es sehr wichtig, dass er das Verhaltenstraining macht. Ich weiß es nicht ob es da bei unterschiedlichen Diagnosen unterscheidliche Verhaltenstrainings gäbe.
Aber da lässt sich schon mal anknüpfen und über eine längere (therapeutischen) Beobachtungszeitraum kann man das Thema doch wieder anschneiden.

Wenn Du selber den Verdacht hattest, dass da etwas autistisches im Spiel ist, würde ich mich ohne Weiteres nicht abwimmeln lassen. Vielleicht wäre da ein Gang zum Autsimus-Zentrum richtig (wann auch immer der anstünde). Die sind darauf spezialisiert und die Diagnose ist so schwierig, dass diese Spezialisierung nötig ist. Wir waren im SPZ und waren sehr gut aufgehoben, aber bei einem Verdacht auf Autismus, würde ich mich dort unsicher fühlen.

So ganz ohne Erklärung, meine ich, kann niemand ein Kind von der Schule verweisen. Es muss 1. schriftlich sein und 2. mit Begründung. Schliesslich gibt es eine Schulpflicht, der muss nicht nur der Schüler nachkommen, sondern auch die Schule. OK, vielleicht nicht DIE Schule, aber generell MUSS das Kind beschult werden.
Mag sein, dass ein Suspendierung von DER Schule zeitlich begrenzt möglich ist, aber dafür muss es ausreichend Gründe geben.

Ich würde das von der Schule schriftlich einfordern, würde mit dem Schulamt sprechen, wie es sich wirklich rechtlich verhält (Fristen, Gutachten, Widersprüche, Rechtsbehelf, etc.) und welche Möglichkeiten es gibt (alternative Beschulungsmöglichkeiten,die sind regional sehr unterschiedlich, da nutzt dir irgendwas vielleicht existierendes nicht viel). Das kannst Du möglichst sachlich machen, ohne die dumme Schule und die unfähige Konrektorin zu beschimpfen, einfach auf der Informationsebene.

Zur Not würde ich auch einen Anwalt für Schulrecht konsultieren, der muss ja erstmal gar keinen Wirbel machen, nur die rechtliche Seite dir erklären.

VG, I.

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Hallo,

kann es sein, dass dein Sohn nicht nur ADHS hat? Sein sehr hoher IQ und seine gravierenden sozialen Schwierigkeiten könnten auch auf Asperger Autismus hinweisen. Mein Sohn ist Asperger Autist und er hat auch große soziale Schwierigkeiten. Er war eine zeitlang ständig in Konflikte verwickelt, weil er oft die anderen Kinder nicht versteht bzw. sie ihn nicht. Die meisten Kinder, die das haben, bekommen nie eine richtige Diagnose, viele bekommen auch nur ADHS bescheinigt.

Ist nur ein Gedankenanstoß. Dass Medikamente wie das, das Du deinem Sohn gibst große Auswirkungen haben, ist keine Frage. Die Auswirkungen sind gravierend und ich halte nichts davon. Habt ihr es schon einmal mit homoöpatischen Mitteln versucht? Scheinbar bringt das Medikament auch nicht den nötigen Erfolg, weil die Lehrer sonst nicht so reagieren würden.

Auf eine Förderschule würde ich mein Kind nicht schicken. Ich würde probieren, die Probleme an der Schule zu lösen bzw. mein Kind auf eine andere Regelschule schicken. Wenn es schon eine Sonderschule sein muss, dann würde ich mein Kind nur auf eine Schule für Erziehungshilfe schicken, da wird es dann auch wieder irgendwann zurückgeschult. Bei vielen Förderschulen gibt es keine Rückfahrkarte zur Regelschule.
Sind nur Gedankenanstöße, letztenlich muss es ja jeder selbst entscheiden.

LG

Carola

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hi
ich hab auch ab und zu den Verdacht mit Autismus. In der Tagesklinik damals vor ca 1 Jahr habe ich das auch angeführt, angeblich haben die aber nichts feststellen können..weil er zwischendurch so klar da war und auch so offen gegenüber Erwachsenen und auch seine Wünsche äussern kann- mehr kam dann nicht mehr dazu.
Sie haben es auch ohne Tabletten versucht, jedoch ist er dann gar nicht mehr in der Lage gewesen, sich auf etwas zu konzentrieren geschweigedenn zu schreiben, also er benötigt dann die halbe Seite für ein Wort..also es geht für die Schule gar nicht und da war er nur mit 3 Kindern in der Klinikschule.
Er konnte auch gar nicht mehr rechnen oder einen Satz vernünftig zuende bringen teilweise also klar konnte er erzählen aber er war erst bei der Blume und im nächsten Satz bei gestern also er war überall mit den Gedanken- das ging leider gar nicht.
Wo und wie kann man denn sowas testen lassen mit Autismus?
Er ist immer in Streit verwickelt und weiss wirklich nachher nicht wieso, kann es nicht reflektieren und will eigentlich nur Freunde finden..er kneift zb seinen Bruder, wenn er weint fragt er tröstend: was ist denn los was hast du denn...er hat auch nie an vielem Interesse gehabt, damals hat er nur dino und heute nur StarWars gespielt. Interessiert hat ihn nie was richtig, er hat sich das gewünscht, was er grad gesehen hat.Konnten auch Batterien sein .
Auch empfindet er wenig Freude und bekommt vieles nur mit, wenn er einen wirklich anschaut zb Lob.
Das Problem ist, dass die Tabletten immer nur ausprobiert werden, obs hilft und das genau in der Schulzeit und wenns nach hinten losgeht, dann haben wir den Salat wie jetzt.
Wieso kann man ein Kind nicht stationär einstellen?
Heute auch wieder die Psychologin: dann PROBIEREN wir es mal so...
ja klasse und er ist der dumme, wenns falsch ist?
Er ist aber auch selbst unter Tabletten noch sehr schwierig in einer großen Gruppe selbst unter den Bedingungen der Tagesklinik fiel es ihm schwer.
Wenn es dinge sind, die er gern macht, kann er sich super konzentrieren aber DInge wie schreiben, das ist sehr schwierig...er würde zb auch einen Test nie beginnen zu schreiben, wenn die Lehrerin nicht zu ihm geht und sagt: mach jetzt erst die Aufgabe und dabei draufzeigt. Hat er nur das Blatt mit zb 8 Aufgaben vor sich, kann er nicht beginnen.Er legt auch keinen Wert drauf, alles fertig zu machen er hat kein Problem damit einfach abzugeben wenn er der Meinung ist, er hat genug gemacht. Aber ok in Mathe schreibt er nur 1sen und in deutsch steht er 3.

Ich will einfach nur, dass er glücklch ist und er leidet so weil er sich so unverstanden fühlt.
er will anderen Kindern helfen, will gerecht behandelt werden und Freunde haben sagt er immer nur..und er hat Angst vor den anderen Kindern grade den 4. Klässlern.

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Hallo,

alles, was Du schreibst, spricht dafür, dass er Autist ist. Mein Sohn hat es aber er hat keine offizielle Diagnose. Ich bin aber im regen Austausch mit Betroffenen.

Mein Sohn ist vom IQ denke ich eher Durchschnitt auch wenn er bei den IQ Test versagt hat. Mein Sohn hat es auch sehr schwer Freunde zu finden. Er hilft auch wo er kann, ist hilfbereit, freundlich. Aber die Kommunikation ist eben anders als bei anderen Kindern. Deshalb finden manche ihn dumm. Ich bin sehr froh, dass mein Sohn gerade einen Kontakt zu einem Schüler aus der Paralellklasse knüpfen konnte, vorher war er auf dem Schulhof immer allein.

Dass die Psychologen es nicht festgestellt haben, ist nichts ungewöhnliches. Auch bei uns haben es zwei Psychologen nicht festgestellt und unseren Sohn für dumm erklärt. Bei einem Test hat er sehr überdurchschnittlich im sprachlichen Bereich abgeschlossen. Die soziale Kompetenz war deutlich unterdurchschnittlich. Auch andere Bereich waren auffällig. Egal. Es gibt nur wenige Spezialisten (Autismuszentren), die das diagnostizieren können.

Leider helfen die Medikamente, die dein Sohn bekommt bei Autismus nicht wirklich. Es ist ja im Grunde ein Andersartigkeit des Gehirns und keine Krankheit, die man mit Medikamenten dauerhaft in den Griff bekommt.

Mein Sohn war als Kleinkind sehr hyperaktiv. Auch in der Schule konnte er sich nie richtig konzentrieren, zappelte rum, schaute aus dem Fenster. Das Träumen passiert ihm heute noch oft, dann muss ihn jemand aus seiner Gedankenwelt holen. Unser Sohn bekommt seit der 1. Klasse Zappelin und das hilft ihm gegen seine motorische Unruhe sehr. Er ist dadurch viel konzentrierter und schafft einfach mehr. Allerdings ist er nicht so organisiert wie andere Kinder und braucht viel Unterstützung. Auch bei den Aufgabenstellungen braucht er oft noch Erklärungen, wobei sich das stark verbessert hat.

In der Schule fällt unser Sohn auf. Er ist eben anders. Wenn alle Kinder schon bei Deutsch sind, dann macht er z. B. noch Mathe, weil er es zu Ende bringen muss. Er hat sich oft nicht an die Regeln gehalten und dadurch regelmässig den Unterricht gestört. Seit Januar nimmt unser Sohn an einem Sozialkompetenztraining statt und das hilft ihm sehr. Seit dem läuft es mit ihm besser.

Hat Dein Sohn Spezialinteressen über die er oft und ausdauernd redet? Merkt er selten bis gar nicht wie es anderen geht? Führt er monotone Vorträge ohne Antworten zu erwarten? Ist er sehr laut, kann seine Stimme nicht regulieren? Hat er oft Wutausbrüche. Hat er Angst im Dunkeln? Reagiert er sehr empfindlich auf äußere Reize? Ist dein Sohn nur sehr wenige Lebensmittel? Hasst Dein Sohn Nägel und Haare schneiden? Hat oder hatte er eine schlechte Fein- und Grobmotorik? (z.B. Gleichgewicht halten, auf einer Linie ohne Wanken laufen, auf einem Bein hüpfen, schlechte Stifthaltung) Wenn Du alles mit Ja beantworten kannst, dann ist Autismus sehr wahrscheinlich.

LG

Carola

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Hallo!

Ich denke auch, dass Dein Kind auf einer Förderschule besser aufgehoben ist. Schulbegleitung ist dann eine Lösung, wenn sie kompetent ist und Dein Kind kontrollieren kann.
Ich bin selbst Lehrerin und ich sage Dir:

So wie Du das beschreibst, ist das im Unterricht einer Regelschule nicht tragbar.
Zum einen sitzen da noch 25- 28 andere Kinder, die ein Recht auf Unterricht und Aufmerksamkeit haben und Dein Kind macht das unmöglich. Das geht nicht. EIN Kind kann nicht dauerhaft diese Menge an Zeit beanspruchen, die dann vom Unterricht der anderen abgeht.
Zum anderen würde ich persönlich jede Veratwortung für ein Kind ablehnen, dass ich nicht kontrollieren kann- ich habe nämlich die Aufsichtspflicht für dieses Kind und für alle anderen und bin dran, wenn was passiert.

Überspitzt dargestellt:Dein Kind muss sich beim Abhauen nur den Fuß brechen- schon weigert sich die Krankenkasse, weil Schulhaftpflicht- Schulhaftpflicht fragt nach Aufsichtspflicht- rate wer zahlt? Dieses Risiko würde ich nicht eingehen.

Und ja, wenn Gefahr im Verzug ist, dürfen die Lehrer Dein Kind selbstverständlich so fest halten, dass er sich und andere nicht verletzen kann.
Das tun sie sicher nicht zum Vergnügen- ganz im Gegenteil gehören die wenigen Male, die ich körperlich aktiv gegenüber Ausraster- Kindern werden musste, zu meinen schlimmsten Erfahrungen. Ich bin Lehrer und kein Wrestler.

In Fällen, in denen Kindern so ausrasten, tue ich genau eines: Ich gehe zu meiner Schulleitung, lehne jegliche weitere Verantwortung ab und bitte sie, den Eltern mitzuteilen, dass ihr Kind nicht beschulbar ist (zumindest nicht in einer Regelschule) und sie es abholen müssen. (Das darf allerdings auch nicht allzu oft passieren und ist keine Dauerlösung.)
Und das tue ich nicht aus bösem Willen, sondern einfach, weil ich auch anderen Kindern guten Unterricht schulde und mich auch selbst absichern muss.

Lg, Putschi

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dazu kann ich grad nichts schreiben, weils genau das ist, wie viele Lehrer denken..
Ich habe ihn von einer anderen Regelschule dorthin wechseln lassen und nie verschwiegen, was kommen kann.
Er läuft nie ausserhalb des Schulgeländes weg und das weglaufen wurde schon als ok angesehen, da er IMMER nur zum Lehrerzimmer läuft um der Rektorin dort sein Leid zu klagen, was WIR als Fortschritt sehen, da er sagen kann, jetzt geht nix mehr, ich brauche eine Auszeit. Das ist in dem Sinn erstmal blöd von ihm, dass er einfach abhaut, aber am Lehrerzimmer ist er unter Aufsicht. Da versprech ich mir von einer Begleitperson, dass sie ihn unter Aufsicht einfach kurz rausnehmen (anderer Raum zb) kann und er dann nach 10 Minuten ruhig in der Klasse sein kann. Die ersten 2 Stunden bis zur Pause ist er ein super Schüler. Wären die blöden Pausen nicht, sagt auch die Lehrerin, würde auch nichts ihn so hochpuschen.

Aber da versprech ich mir von einer Hilfe auch, ihn in den Pausen zu beobachten und einzugreifen, BEVOR es eskaliert, so dass er danach gar nicht mehr unruhig in den Unterricht geht und wenn, kann er mit ihr kurz sein Leid besprechen und die Lehrerin kann in Ruhe weiter unterrichten.
Ich habe selber für so ein Kind als Begleitperson gearbeitet und würde es auch weitertun, wenn es mich nicht immer an meinen Sohn erinnert hätte und ich deswegen emotional zu sehr drin war!
Der Junge war in der 5. Klasse und genau dasselbe. Es hat sehr geholfen, dass ich da war, dass ich einfreifen konnte und ihn auch wenn er sehr unruhig oder geladen oder sonst was war, in einen Raum rausnehmen und dort mit ihm 1 Aufgabe, die die Lehrerin mir gab oder die die anderen Kinder im Unterricht grade bearbeiteten machen konnte.
Danach war er sehr ruhig und konnte in den Unterricht zurückkehren und hat tatsächlich sogar nach Mutzusprechungen sich gemeldet etc...
oftmals brauchen diese Kinder einfach einen Anstups ...wie zb bei den Arbeiten: fang mit Aufgabe 1 jetzt an ...und schon klappts.
Oder jetzt schreib das von der Tafel hierhin.
Ohne das scheinen die Kinder verloren und es scheint dem Lehrer so, als wollen sie nicht, haben keinen Bock oder sträuben sich.
Natürlich ist so ein Kind mehr Arbeit, man müsste auch den Unterricht sogar vielleicht anders strukturieren und sich mehr Gefanken machen...(ich hab einen Text ausgedruckt der heisst Tipps für den klugen Umgang mit Ads im Klassenzimmer -natürlich ist das anstrengend).
Aber ich finde, wenn man sich auf so ein Kind einlässt und das haben sie erst vor kurzem, muss man dazu auch bereit sein und nicht nur von dem Kind fordern, sich anzupassen!!!!

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Wie gesagt- Schulbegleitung erscheint sinnvoll, wenn´s eine gute ist, die im richtigen Moment reagiert und das Kind aus der Situation herausnimmt.
Die Geschichte mit dem "abhauen und zum Lehrerzimmer oder der Rektorin laufen" geht in meinen Augen gar nicht, weil
a. das Lehrerzimmer nicht immer besetzt ist und/ oder die Lehrer da drin was arbeiten/ Elterngespräche und Telefonate führen. Du kannst nicht von klassenfremden Lehrern verlangen, sich in ihrer Freizeit um Dein Kind zu kümmern. Und was ist, wenn dort niemand ist?
b. die Schulleitung viele Termine hat und im Normalfall kaum Zeit. Zudem untergräbt es die Klassenlehrerin massiv, wenn ein Schüler bei ihr abhaut, um "der Rektorin sein Leid zu klagen". Das geht nicht.
c. die Frage der Aufsichtspflicht. Wer ist zuständig, wenn da wirklich mal was passiert?

Ich arbeite mit vielen Ads- Kindern und tue das auch gerne. Ich behalte aber trotzdem auch das Wohl der ganzen Klasse im Blick (denn ich bin Regelschul- und kein Förderschullehrer)- und da (und in den Pausen, denn da ist keiner zuständig) sehe ich in eurem Fall das Hauptproblem. (Der Nebenschauplatz ist aber tatsächlich die Aufsichtspflicht)

Mein Tip wäre wirklich: Entweder Schulbegleitung oder Förderschule.
Alles andere ist in meinen Augen in einer Regelschule nicht leistbar.

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..oje...also erst mal finde ich sind Deine Texte ganz furchtbar schwierig zu lesen....!!

Ganz ehrlich- mir tut Dein Sohn ganz schrecklich leid!!!

Bitte such Dir so schnell wie möglich Hilfe und bespreche die ganze Situation erneut ausführlich mit jemandem, der Dir helfen kann- z.B. in einem SPZ!! Da wird er nochmal genau untersucht und Du kannst Dich genau beraten lassen.

Du kannst doch ein Kind mit einem IQ von 125 nicht in eine Förderschule schicken- bitte mach das nicht#schock!!

Weiterhin würde ich aufhören ihn mit Medikamenten vollzustopfen- sie scheinen ja sowieso nicht zu wirken!

Bitte suche Dir auch Hilfe bei der Erziehung Deines Sohnes z.B. in einer Erziehungsberatungsstelle etc....

Alles Gute für den kleinem Mann!
Luna

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