Behindertes Kind in Reha und nur am We zu den Eltern

Hi,
ich hoffe ich werd hier nicht gesteinigt, sondern ehr aufgeklärt.

Mein Großcousine hat 1 gesundes Kind und seit einem Jahr auch ein nicht gesundes Kind, sie ging zu spät zum Doc als die Kindsbewegungen ausblieben und auch der Doc wartet zu lange. Er hat dadurch einen Sauerstoffmangel im Gehirn erlitten und ist nun geistig zurück geblieben.
Sie haben ihn nun in eine Reha gegeben da es ihnen zu viel wurde. D.h. er ist von Sonntag abends bis Freitags in der Reha und nur am We daheim. Kontakt zu dem Kleinen besteht in der Zeit nicht. Ich persönlich find es traurig und vorallem schwer für den Kleinen wenn er am We zu den Eltern kommt, da er diese ja nur am We sieht. Ich weiß nicht ob das so das normale vorgehen ist, der Kleine soll auch weiterhin dort in Betreuung bleiben da es den Eltern zu anstrengend ist mit ihm, vorallem da Kind Nummer 3 unterwegs ist.
Und ich weiß nicht, ich persönlich finde es nicht ok sich um die verantwortet dem Kleinen gegenüber mehr oder weniger zu drücken und schon wieder ein Kind in die Welt zu setzen, aber scheint ja irgendwie in der Familie zu liegen, soviele Kinder wie möglich und sich nur teils kümmern.
Ich kann mir gut vorstellen das es anstrengend ist und das sicherlich viele überfordert sind. Aber wäre er da nicht besser bei Eltern aufgehoben die sich dauerhaft um ihn kümmern anstatt man nur WE Ellis spielt und das für den Rest seines Lebens?

Ich kenn nun schon einige Menschen die behinderte Kinder haben und ich muss sagen, die Kinder unabhängig von ihrem Handicap sehen glücklich aus und auch die Eltern, oder man holt sich unterstützung von außen, aber ein Kind dauerhaft wegzugeben und nur am We zu sich zu holen find ich na ja, möchte auch andern nicht auf den Schlips treten.

Musste das irgendwie mal los werden. Und vielleicht ist es ja öfter so als ich denke, aber leid tut er mir schon.
LG

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Bevor Du nicht einen Schritt "in ihren Schuhen gegangen" bist, steht Dir KEIN; aber auch GAR KEIN Urteil über Deine Verwandte zu!

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Hallo,

ich glaube nicht, dass du oder ich einschätzen können, ob es mit einem behinderten kind "anstrengend" ist oder nicht. Von daher solltest du dir auch kein Urteil erlauben.

Ich kenne eine Familie, die sich jahrelang nichts sehnlicher gewünscht haben als ein Kind. als es dann soweit war, kam der Junge wegen Sauerstoffmangels während der Geburt schwer behindert zur Welt. Die Mutter hat ihren Job aufgegeben, um sich nur noch um den Jungen zu kümmern, der Vater ging weiter arbeiten.

Die tägl. Anstrengungen und das Hadern mit ihrem Schicksal haben auf der Mutter ein seelisches frack mit ständigen Depressionen gemacht. Der Mann hat sich andersweitig um Trost bemüht.

Und obwohl sie immer zusammen für das kind und seine Rechte gekämpft haben, ist ihre Ehe auf der Strecke geblieben. die frage ist also: Geht es einem Menschen unbedingt besser, wenn sich die Angehörigen über ihre Kräfte hinaus um sie kümmern oder kann es vllt Situationen geben, in denen es besser ist, Hilfe von außen anzunehmen und diesem Menschen eben nur zeitweise in stabile Familienverhälntnisse aufzunehmen und zu betreuen. DAS kann aber nur jeder allein für sich entscheiden und Außenstehende sollten sich mit einer Be- und Verurteilung zurückhalten.

vg, m.

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Ich sehe es ähnlich wie die Userin über mir. Manchmal geht es Kinder in einer Betreuung besser .... Traurig, aber manchmal ist es so :-(

Aber in meinen Augen geht es gar nicht, dass "Nummer 3" unterwegs ist..... Wäre die Familie überfordert und gibt das Kind mit der Behinderung in die Betreuung/Pflege, dann ist es okay und vielleicht auch ein mutiger Schritt! Aber entweder habe ich Kraft/Zeit oder nicht.

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Ich find das ja nicht mal schlimm mit der Betreuung, nur das sie sich am Ende nur am We kümmern, ein bisschen bekommt der Kleine ja doch mit und deshalb find ich es schon recht traurig ihn irgendwie hin u her zu reißen, denn was anderes ist es leider nicht in meinen Augen.

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Hallo,
Erst einmal stoesst es mir schon sauer auf, wenn du ganz oben schreibst, wer alles Schuld ist, an der Behinderung des Kindes. Da hat die Mutter zu spaet bemerkt, dass keine Kindsbewegungen da sind, sie ist zu spaet zum Arzt gegangen, der hat zu spaet was dagegen gemacht...und nun gibt es einen Sauerstoffmangel mit einer geistigen Behinderung.
Und offensichtlich haben die Eltern bemerkt, dass sie mit ihrem Kind überfordert sind und sie haben es sich auch eingestanden (das muss man erst einmal koennen) und haben das Kind weggegeben, damit es eine Chance hat. Nun kann sich das Kind dort eine Familie und alles aufbauen und am Wochenende geht es zu seinen Eltern. Wenn behinderte "Kinder" erst im Erwachsenenalter in die Fremdbetreuung gegeben werden ist es schwerer fuer sie.
Und das Leben fuer die Eltern geht auch weiter - warum sollen sie kein weiteres Kind bekommen?

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Aber sollte man nicht all seine Liebe, Kraft, Zeit für seine Kinder aufbringen? Wenn ich das nicht mehr kann, brauche ich Hilfe/Unterstützung! Aber dann ich doch nicht noch ein Kind bekommen! #kratz Kann ich nicht nachvollziehen ....

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Du hast auch nur ein Kind. Ist dieses denn geistig (schwer) behindert?
Ich habe 2 Kinder. Eines davon geistig mittelgradig behindert (u.a.).

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Hallo

Weißt du denn wie schwer das Kind geistig eingeschränkt ist? Ich meine ein Kind welches z.b. schwer geistig behindert ist, ist sicher durchaus anstrengend. Und dann geht halt jeder anders damit um, ein behindertes Kind zu haben.
Auch wenn du es wahrscheinlich nicht nachvollziehen könntest, wenn ich ein Schwerstbehindertes Kind hätte, würde ich es auch in eine Einrichtung geben, wo es optimal versorgt werden würde. Ich sage einfach von mir, ich könnte schwer damit umgehen.

Und was nun in der Schwangerschaft schief gelaufen ist, weiß man als außenstehende nicht.

Auch habe ich 3 Kinder. Das 3te war zwar nun nicht geplant, dennoch will ich keines meiner Kinder missen wollen.

Was mich aber so mal interessieren würde, der kleine ist 1 Jahr alt. Wie ist er denn so in seiner Entwicklung?

Gruß, Daniela

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lt. Arzt ist er geistig schwerst behindert, man wusste auch am anfang nicht ob er durch kommt. Er ist fast wie ein neugeborenes.

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Er ist fast wie ein Neugeborenes. und kannst du dir vorstellen, wie es sein muss, ein kind jeden Tag jahrelang zu pflegen, dass keine Aussicht hat, über dem Zustand eines Neugeborenen hinauszukommen? Wenn ich mir überlege, wie anstrengend die Tage und Nächte mit meinen neugeborenen Kindern waren und ich wußte, dass es besser wird. Hier wird es im gegenteil immer schwerer. Denn das Kind wächst, es wird größer... Wenn ich sehe, wleche Hilfsmittel meine Bekannten inzwsichen alles brauchen, wenn ich mir überlege, dass sie seit mehr als 5 jahren nicht eine Nacht mal ruhig schlafen konnten...

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Eine Reha dauert ja nicht ewig und meistens ist es ja so, dass die Angehörigen dafür extra bezahlen muss, wenn es mitgehen möchte. Die Mutter wird schon kostenlos sein, aber wenn der Vater in die Arbeit muss, muss ja das zweite Kind auch betreut werden.
Und ob die Eltern Kontakt haben oder nicht, kann man manchmal nicht von außen einsehen. Die Frage ist nämlich auch, inwieweit das Kind mitbekommt, ob jemand anruft oder wie auch immer.

Ich hoffe, ihr habt es einigermaßen verstanden. Ich schreibe heut ein bisschen wirr.#sorry

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Hallo

danke für deine Antwort, auf meine Frage.

Was ich gut nachvollziehen kann ist, wenn man ein Kind hat, was zwar biologisch und körperlich Älter wird, aber geistig, motorisch immer wie ein 1-6 monate altes Baby bleibt.
Ich meine sind die Kinder noch klein, ist es vielleicht noch okay. Aber sie werden größer, schwerer, anstrengender. Auch kann ich mir vorstellen, das die Mutter sich wahnsinnige Vorwürfe macht, das sie vielleicht nicht gleich zum Arzt/Krankenhaus gegangen ist, als die Kindsbewegungen ausblieben. Und vielleicht hat sie entschieden, weil ihr die Kraft fehlt, es besser wäre, das Kind in eine optimale Betreuung zugeben, oder Ärtze, Verwandte, Bekannte haben zu dazu überredet. Man weiß es nicht.

Meine Tochter ist zwar "nur" Entwicklungsverzögert, mit ihren Baustellen, aber wie oft habe ich mir gerade in den ersten 3 Lebensjahren schlimme Vorwürfe gemacht. Ich habe am Anfang, wo ich noch nicht wußte das ich Schwanger bin, Sekt getrunken. Später mußte ich während der Schwangerschaft Blutdrucksenkende Tabletten nehmen. Vielleicht hat das ihre Verzögerung ausgelöst?! Ich weiß es nicht! Trotzdem habe ich viele Tränen vergossen. Ich habe aber nie im Leben drangedacht, sie wegzugeben. Aber sie ist ja trotz Verzögerung "gut" entwickelt.

Was ich damit sagen will, manchmal ist es besser, die Kinder in eine Wohneinrichtung zugeben, als das sie zu hause nur so vor sich hinvegetieren.

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Hallo

Meine ganz ehrliche Meinung dazu, ich würde mein Kind NIEMALS weggeben! Mein Sohn ist auch geistig behindert und es ist nicht immer einfach, aber weggeben ne.

Es ist mein Kind und ich habe es auf die Welt gebracht und sehe mich dazu verpflichtet, mich um ihn zu kümmern.

Selbst mein Herz würde es nicht schaffen, ihn abzugeben.
Finde es nicht schön, was die machen!

Lg Andrea

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Hallo

Ich weiß ja nicht wie alt dein Kind ist und wie schwer die geistige Behinderung ist, aber wie ich schon in einem anderen antwort post geschrieben hatte, geht jeder anders damit um.
Und diesem Kind nützt es doch auch nichts, wenn es schlecht zu Hause behandelt wird, weil die Mutter/ die Eltern überfordert sind.

Ich selbst würde den Weg gehen und das Kind in eine Wohngruppe geben. Einfach aus dem Grund, das ich nicht damit umgehen könnte und auch nicht die Kraft hätte, mich tag ein Tag aus und das womöglich bis zum Rest meines Lebens mich um das schwerstbehindertes Kind zu kümmern.

Aber am ende ist eh alles falsch was man macht! Treibt man ein Behindertes Kind ab, ist man gewissenlos, gibt man es in Pflege, ist es flasch und zieht man es zu hause auf, ist man genauso doof. Denn danken tut einen das keiner!!!

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Also mein Sohn ist 6 und ist leicht geistig behindert. Man muss viel auf ihn aufpassen, ihn viel helfen und so weiter.

Ich sehe es in meiner Pflicht, mich um ihn zu kümmern, denn ich habe ihn zur Welt gebracht und er kann nichts dafür. >> zieht man es zu hause auf, ist man genauso doof. Denn danken tut einen das keiner!!!<<
Deinen letzten Satz sehe ich anders. Wer soll mir das denn danken? Ich bin doch alleine für verantwortlich. Es ist einfach meine Pflicht, wofür mir kein Mensch danken muss und wenn mein Sohn mich in den Arm nehmen tut und mit mir kuschelt, ist das der größte Dank.

Aber bevor das Kind schlecht behandelt wird, bin ich auch der Meinung es abzugeben. Ich finde es nur schade und für mich haben solche Leute dann kein drittes Kind verdient!

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Hi,
Ich will nach deutschland zuruck mit meine kranke Tochter nach 11 jahren von Australien,und ich Weiss nicht wie die versorgung da ist fuer betroffene familien weil alles hat sich veranderet.
Wir werden am einreise die stadliche hilfe beziehen mussen,ist das genug um zu über leben?

Bitte helfen sie Mir

Viellen dank

Violeta02

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