Schöner Geburtsbericht zur Aufmunterung ☺️

Guten Morgen ihr Lieben.
Meine Geburt liegt mittlerweile 1,5 Jahre zurück und Geburt Nr. 2 steht bereits bevor - trotzdem möchte ich euch gerne berichten, weil ich es noch nie so richtig ausführlich erzählt habe.

Ich muss dazu sagen, dass ich ab der 32. Woche einen verkürzten GMH hatte und mich schonen musste.
Bei 36+3 fing es nachts gegen 1 Uhr an mit Kontraktionen. Diese hatte ich schon seit Wochen jede Nacht, aber irgendwie waren sie ein bisschen stärker und ich konnte nicht mehr schlafen. Also ging ich gegen 4 Uhr mal warm duschen, was nichts half. Danach fing ich an die Zeiten zu stoppen. Anfangs bei zehn Minuten ging es relativ zügig zu 8 Minuten. Gegen 5 Uhr weckte ich meinen Lebensgefährten und meinte, dass die Wehen nicht besser werden und die Zeiten kürzer. Wir überlegten eine Weile hin und her und entschlossen uns vorsichtshalber mal ins KH zu fahren. Im Auto war ich dann bei 6 Minuten. Gegen 7 Uhr waren wir im KH angekommen. Ultraschall war ok... das CTG zeigte NICHTS - Schock. Keine Wehe... ich dachte „na toll... kann doch nicht sein dass das Einbildung ist?!“. Die Ärztin sagte, dass das die Verdauung sei und schrieb mir ein Medikament auf, welches ich mir in der Apotheke holen sollte. Mein Partner und ich sprachen uns noch ab in welche Metzgerei wir denn jetzt heimzu fahren - schließlich hatten wir übelst hunger. Die Ärztin sagte, sie wolle aber noch tasten unten ob alles zu ist. Gut, das tat sie gefühlt 10 Minuten - solange bis ich richtig blutete. Dann sagte sie „irgendwas fühlt sich komisch an - ich solle noch warten, sie holt eine Hebamme“. Die Hebamme kam - fasste rein und sagte „6 cm Muttermund - wir fahren in der Kreissaal - der kommt jetzt“... uns fiel erst mal das Kiefer nach unten. Wir wollten eigentlich gerade wieder gehen. Der Kommentar der Ärztin war „ach schau an - da hätten wir jetzt alle nicht mit gerechnet - so sehen Frauen normal nicht aus mit 6 cm MuMu kurz vor der Geburt“ 😅🤷🏼‍♀️ Gut. „Danke“ dachte ich. Aso kam ich gegen 8 Uhr in ein Wehenzimmer. Dort wurden die Wehen richtig ekelhaft alle zwei Minuten. Sehr schmerzhaft. Gegen halb 9 dann aber doch noch ein Frühstück. Und dann kam ein Anruf... „die Oma meines Partners ist gerade verstorben“... sie war krank ja - aber in dem Moment hatten wir nicht damit gerechnet und der Schwiegervater wusste natürlich nicht dass wir gerade im Krankenhaus sind, kurz vor der Entbindung. Also kamen Trauer und Tränen... am eigentlich schönsten Tag unseres Lebens. Die Hebamme zeigte großes Mitgefühl und sprach uns gut zu. Mein Partner war schon überfordert, dass der Kleine so schnell kommt und jetzt auch das noch. Auf diese Nachricht hin ließen die Wehen nach, der MuMu war aber bei 10 cm. Sie sagte, dass er jetzt raus muss und hängte mich an den Tropf. Gegen 10 Uhr. Um 11.08 Uhr war der Kleine dann schon da. 2670 g und 48 cm - kerngesund. Es ging so schnell alles. Ich hatte keinerlei Geburtsverletzungen, konnte gegen halb 1 total fit Mittagessen und wir mussten die ganze Situation erst einmal verstehen. So nah beieinander liegen Freude und Leid. Leben kommt und Leben geht. Und die Oma ist jetzt unser Schutzengel 💫

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