Vom Blasensprung zum Baby in 3,5 Stunden

Hallo meine lieben werdenden Mütter!

Meine Geburt ist nun schon 10 Monate her, aber gerade habe ich Lust, euch von dieser äußerst unkomplizierten Erstentbindung zu berichten - für alle, die Angst haben, es geht auch einfach.

Es war genau 16 Tage vor ET um etwa 1 Uhr nachts. Mein Freund und ich waren noch wach, aber beide schon hundemüde. Ich hatte mich gerade noch beschwert, dass ich keine Lust mehr hätte schwanger zu sein. Vorm Schlafengehen wollte ich noch ein letztes Mal zur Toilette. Beim Runterspülen spürte ich plötzlich eine Art "Knacksen" im Bauch. Ich bilde mir ein, es auch gehört zu haben. Dann war es auf einmal nass zwischen den Beinen.... Ganz klar: meine Blase war gesprungen!!

Ich war plötzlich sehr aufgeregt. Zuerst rief ich meinen Freund, dem die Freude nicht gerade ins Gesicht geschrieben war, er hatte sich doch gerade aufs Bett gefreut! Dann rief ich meine Hebamme an. Nachdem ich noch keine Wehen spürte meinte sie, ich müsste nicht eilen. Sie selbst hatte gerade eine Geburt beendet, wollte ein paar Stunden schlafen und dann, gegen 6,7 ins KH zu mir kommen. Das würde sich locker ausgehen, meinte sie.

Also duschte ich noch seelenruhig, wusch mir die Haare, packte ein paar letzte Sachen in meine Tasche. Gegen 1.45 saßen wir im Auto Richtung KH. Mittlerweile hatten Wehen eingesetzt, sie kamen alle 6 Minuten. Sie waren aber nicht besonders schmerzhaft und gut auszuhalten. "Ich hatte schon schlimmere Regelschmerzen", sagte ich zu meinem Freund. "Wenn es dabei bleibt, sind viele Frauen ziemlich wehleidig." (Spoiler: Es blieb NICHT dabei)

Im KH wurde mein Mumu überprüft und ich wurde ans EKG angeschlossen. Die Wehen waren wirksam und der Mumu schon ein Stück weit geöffnet (leider habe ich die cm vergessen). Die Schwester meinte aber, mein Freund könne sich ruhig ein wenig hinlegen, es würde noch ein Weilchen dauern. Ich hatte nichts dagegen, denn es ging mir noch gut und ich dachte mir, dann ist er später, wenn's hart wird, gut ausgeruht.

Ich ging den Gang entlang und wartete auf die nächste Wehe. Wenn eine kam, hielt ich mich stehend irgendwo fest, und versuchte sie wegzuatmen. Es war mittlerweile 3 Uhr und die Wehen wurden immer heftiger. Mit Regelkrämpfen hatte das nichts mehr zu tun. Am allerschlimmsten war für mich ganz heftiges Sodbrennen. Das machte mir das Atmen während der Wehen noch schwerer. Irgendwann musste ich mich übergeben, danach war das Sodbrennen besser und alles insgesamt erträglicher.

Mein Freund schlief noch und das war mir ganz Recht. Ich wollte am liebsten alleine sein. Eine Hebamme oder Schwester versuchte mir während der Wehen mit einer Massage zu helfen - das ging mir einfach nur auf die Nerven. Ich wollte nicht angegriffen werden.

Mir wurde eine PDA angeboten, ich lehnte ab. Man schlug mir vor, in die Wanne zu gehen, das nahm ich gerne an. Vorher wollte die Hebamme aber noch mal nach dem Mumu schauen. "Das mit dem Bad wird nichts mehr- ihr Kind kommt!" Sie rief den Arzt an, der eigentlich erst morgens kommen sollte. Und da war ja noch was: mein Freund schlief immer noch im Nebenzimmer!

Er wurde geholt und sah total zerknautscht und hilflos aus. Er kam zu mir ans Bett - ich war im Vierfüßler- und hielt mir die Hand. Mittlerweile war ich in den Presswehen .Die Schmerzen waren nun unerträglich. Ich brüllte, weinte und schimpfte wie im Film. Warum hatte ich Idiotin die PDA abgelehnt?? Bei der ersten Presswehe hatte ich das Gefühl, ich mache es falsch, ich konnte mich nicht "hineinlehnen". Die zweite ging besser, ich hatte den Dreh raus, aber gleichzeitig das Gefühl, da unten würde alles reißen, wenn ich so weiterpresse. Bei der dritten dachte ich "Scheiss drauf, Hauptsache die Kleine kommt gut raus", - und da war sie auch schon da und brüllte wie am Spieß. Es war 4 Uhr 30, der Arzt war gerade noch rechtzeitig gekommen, um die Zeit der Geburt zu notieren.

Die Kleine war gesund, 3,1 kg schwer und 50 cm groß. Ich war überglücklich und nicht mal sonderlich erschöpft. Die Erschöpfung kam im Übrigen auch nie. Ich fühlte mich so fit, ich hätte am Tag nach meiner Geburt arbeiten gehen können. Auch hatte ich keinerlei Geburtsverletzungrn und konnte am selben Tag noch ganz normal auf die Toilette gehen.

Also im Großen und Ganzen eine echte Traumgeburt! Ich hätte es mir nicht besser wünschen können. Aktuell hibble ich auf Baby Nummer 2 und hoffe, dass es, wenn es soweit ist und uns überhaupt eine zweite Schwangerschaft vergönnt ist, genauso gut läuft.

Habt keine Angst und erwartet das Beste ✊😊

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Mit EKG ist natürlich CTG gemeint 😘

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Wow, genauso würde ich mir meine Geburt wünschen 😍

Herzlichen Glückwunsch ❤️🍀

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Ich drücke die Daumen!! Es ist auf jeden Fall möglich, außer Leinsamen zu essen und Himbeerblättertee zu trinken hab ich nichts an Vorbereitung gemacht. Akupunktur war geplant, aber die Kleine kam zu früh 😅

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Wow auf so etwas hoffe ich auch. Bin aktuell in der 34. Woche und diese Ungewissheit wann es losgeht macht mich ganz dusselig 🙈aktuell hält der Herr es aber auch in BEL nicht für nötig sich zu drehen😂. Drücke Dir die Daumen für eine 2. Schwangerschaft und erneute tolle Geburt.

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Wow das macht mir wieder mut. Ich hab noch 2 Wochen und werde spätestens am et eingeleitet hoffe aber er kommt von allein. Wünsche mir auch so eine Geburt ohne Verletzungen und schnell 🤞

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Daumen sind fest gedrückt!! Ich hab's mir auch ganz dolle gewünscht und es kam genauso, wie ich es wochenlang allen vorgeleiert habe 😅
"Hoffentlich kommt sie früher", "Hoffentlich geht's ganz schnell", "Ich will keine Geburtsverletzungen"... etc.
Als ob jemand zugehört und mir alles erfüllt hätte😊

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Haha da erinnert mich an meine erste Geburt und meine zweite in diesem Jahr.

Ich war 5 Tage drüber und das CTG hatte den Tag vor der Geburt das erste Mal ausgeschlagen und ich dachte noch hm da macht sich jemand plötzlich bemerkbar.

Am Abend bin ich um 8 ins Bett gegangen und mein Mann hat wie immer die Nacht durch gemacht. Um 2 Uhr ist die Blase im Schlaf geplatzt. Ich hatte zwar in jedem Zimmer Handtücher für den Fall Platziert aber in dem Moment nicht daran gedacht und nur gebrüllt "Schatz meine Blase."

Wir wussten nicht genau was wir jetzt machen sollen also hab ich im Krankenhaus angerufen die sagten ich kann mich in ruhe auf dem weg machen. Mein Kind saß schon tief im Becken so das es also ohne Probleme ins Krankenhaus schaffen konnte.

Hab dann den Krankentransport angerufen und dann kam ein Krankenwagen. Wir haben kein eigenes Auto. War an sich auch nicht verkehrt weil dann um 3 so langsam auch die wehen anfingen. Es war dazu noch Glatteis und wir bruchten 30 Minuten ins Krankenhaus. Dort angekommen hatte ich alle 15 Minuten wehen. Als ich am CTG angeschlossen wurde und bevor der Arzt eine Voruntersuchung machen konnte wegen Muttermund kamen die wehen schon alle 5 Minuten auf ein2und Taten gut weh. Gefühlt brauchte ich von. Zimmer zu Zimmer eine halbe Ewigkeit weil ich die wehen wegatmen musste und vor Schmerzen krümmte.

Da war der Muttermund 4 cm offen und eine Stunde später ging richtig ab. Die Hebamme konnte mir nur noch lachgas gegen die Schmerzen anbieten da es für alles andere zu spät war. Ich nahm es dankend an. Von dem Zeug wurde mir aber auch schlecht so das mein Mann in der heinen Hand abwechselnd Kotztüte und Maske hielt, in der anderen meine Hand. Später sagte er nur noch ein bisschen und die war gebrochen xD.

Ich sah nach Fieber aus und musste an Tropf, hab im Lauf der Geburt aber meinen Arm angewinkelt und später einen sehr hässlichen Blutergus gehabt.

Nach 4 Stunden und 30 Minuten war mein Sohn da.

Meine Tochter hat es aber gewaltig übertrieben 3 Tage vor ET. Zuhause nach dem Blasensprung um 14 Uhr hatte ich schon alle 10 Minuten wehen. Mein Mann hatte sich gerade nach einer 12 Stunden Schicht hingelegt und mit meinem Sohn Mittagsschlaf gemacht. 30 Minuten später hat mein Mann den Krankenwagen gerufen.

Die waren nach 30 Minuten erst daund meine wehen wurden kürzer und kürzer. Wegen Corona dürfte mein Mann nicht mit in den RTW. Mein Wunsch Krankenhaus war 30 Minuten entfernt. Doch ich konnte nicht mehr aushalten. 2 Straßen vor dem Krankenhaus. Der Notarzt Wagen war 5 Minuten von uns entfernt.

Helfen durfte der Sani nicht aber er hat mich natürlich von Hose und Schuhen befreit. Hand halten ging auch und nach 4 schnellen Press wehen war meine Tochter geboren.

Nach nur 1 Stunde und 30 Minuten.

Sollte ich noch mal schwanger werden machen wir wohl definitiv eine Hausgeburt.

Bei beiden einen Dammriss 3.Grad.

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Wow, also ist was dran, dass die zweite noch schneller geht! 1 h 30 ist ja krass...
Ich denke mir auch, eine Hausgeburt wäre in meinem Fall kein Problem gewesen, war ja ohnehin kein Arzt da und Medikamente hab ich auch keine bekommen. Aber man weiß es ja vorher nicht.

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Habe mich jetzt auch nach Hausgeburt gleich erkundigt weil mir das schon etwas Sorgen bereitet. Am meisten hab ich Angst vor der Schweinerei.

Aber der Gedanke das meine Kinder auch dabei sein dürfen ist irgendwie auch süß. So direkter Kontakt.

Wenn ich schwanger bin werde ich auf jeden Fall euphorisch meine Hebamme damit durxhlöchern.

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Sehr toller Einblick, danke dafür.
Kann es nur bestätigen meine beiden Geburten waren auch mehr als unkompliziert, beide kamen sehr schnell und bis auf eine ausschabung inkl bluterguss über gesamten Bereich ( erste) und ein paar nähte war ich auch super fit.
Schmerzen ja klar gehört dazu... Habts mir aber echt schlimmer vorgestellt. Die letzten wehen waren schlimm, die presswehen dann nicht mehr... Da hat ich ja dann eine Aufgabe und beide Kinder kamen nach 3 Presswehen auf die Welt.
Muss aber auch sagen das meine Hebammen wirklich super waren ( das ist auch sehr hilfreich)
Wünsche euch allen das es auch so schnell und unkompliziert geht wie bei mir und TE

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Danke Nathi! Stimmt, eine gute Hebamme ist Gold wert, das ist mein Wermutstropfen, dass meine die Geburt quasi verschlafen hat 😂
Die anwesende Hebi und Schwester waren aber auch toll.
War bei dir die zweite Geburt noch einfacher oder gleich?

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Klar auf jeden Fall.

Die erste war eigentlich sehr schnell um 1:15 Uhr ins kh und um 3:29 Uhr war die kleine da. Wehen haben ganz leicht angefangen um 14 Uhr... Hab aber zu Hause hingewartet da wir nur ca 5min ins kh fahren.

Beim kleinen bin ich mit Blasensprung rein und zuerst waren keine wehen (die hebi meinte das kann noch lange dauern weil mumu noch nix is 😄 hab aber gesagt das ich möchte das er jetzt kommt) um halb 9 haben die wehen leicht angefangen und um halb 12 war er dann auch schon da (mumu 8cm😳) ... Also alles unkompliziert und schnell.
Finde die 2te war etwas leichter weil man ja schon einmal ein Kind geboren hat und man weiß was passiert usw.
Die hebi bei der 2ten hatte auch 30 Jahre Erfahrung und das hat mir viel gebracht, sie wusste ganz genau was sie sagen muss und half mir sehr gut.

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