Von der geplanten Traum-Geburt zum Traum-kaiserschnitt

Nach nun fast 2 Jahren möchte ich auch meinen Geburtsbericht rein schreiben um eventuell Frauen, den ähnliches bevorsteht, etwas zu beruhigen.

Ich hatte ganz tolle Pläne für meine Geburt. Wir haben uns ein tolles, kleines Krankenhaus hier in der Gegend ausgesucht, mit unglaublich tollen Hebammen, einem sehr sympathischen Arzt und einem super ersten Eindruck! Ich habe mir eine Wassergeburt vorgestellt, mit meinem Partner und der Hebamme, wo wir uns mit dem Geschlecht überraschen lassen wollten. Alles in allem bin ich mit großer Vorfreude (und nur wenig ängstlich vor den Schmerzen) der Geburt entgegen gewandert.

Lange Rede, kurzer Sinn: freitags wurde mir aus persönlichen Gründen zu einem Kaiserschnitt geraten. Die Gründe möchte ich hier allerdings nicht diskutieren, wir haben für uns und nach einem sehr langen Gespräch mit dem Arzt für einen Kaiserschnitt entschieden.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag setzten dann die Wehen ein und wir gingen ins Krankenhaus. Ich wurde in einem Kreissaal ein letztes Mal untersucht, während mein Partner unsere Koffer ins Zimmer brachte. Als er wieder kam, wurde uns von einer super tollen Hebamme der Ablauf des Kaiserschnittes nochmal genau erklärt und sie ließ uns danach noch einen kurzen Moment alleine im Kreissaal, zum nochmal durchatmen, verabschieden (da mein Partner nicht mit in den OP wollte), ein Krankenhaus Hemd anziehen und noch ein paar wenige Minuten die Vorfreude erleben. Danach wurde ich in meinem Bett abgeholt und in den OP Bereich gebracht. Mein Partner sollte in der Zwischenzeit sein Oberteil ausziehen und es sich im Kreissaal gemütlich machen.

Im OP Bereich bekam ich zuerst eine Betäubungsspritze in den Rücken, was etwas unangenehm war, allerdings würde ich es wirklich nicht "Schmerzen" nennen. Wenige Sekunden später wurde die PDA gelegt, die ich als starken Druck empfand, allerdings weder unangenehm, noch schmerzhaft, sondern einfach einen starken Druck. Die Hebamme blieb die ganze Zeit bei mir und schob mich danach vor den OP, wo ich von meinem Bett auf eine Liege gehoben wurde, das war der erste Moment wo sich die Hebamme kurz verabschiedete, um sich ebenfalls schnell umzuziehen. In der Zwischenzeit begrüßte mich der Arzt und erzählte, was er nun tun wird und wie sich das für mich anfühlen würde. Direkt danach ging es los, viel habe ich davon nicht mitbekommen, mir kam es wirklich vor wie Sekunden und mein Sohn wurde mir mit perfekten Werten und kerngesund auf die Brust gelegt. Nach dem ersten begutachten und beschnuppern wurde er untersucht und sofort zu meinem Partner in den Kreissaal gebracht, während ich zugenäht und verbunden wurde.

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Direkt danach durfte ich zu meinem Partner und unserem Baby und wir wurden für eine gute Stunde zum kuscheln im Kreissaal gelassen, bis wir auf unser Zimmer gebracht wurden.

Alles in allem war es nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe, jedoch für uns die beste Entscheidung. Am Kaiserschnitt habe ich absolut nichts negatives in Erinnerung, die Tage danach auch nur die ersten Male aus dem Bett aufstehen, allerdings hatte ich da Recht schnell raus wie es am angenehmsten ging und ab da war es nahezu schmerzlos.

Und so war es letztendlich doch irgendwie eine Traum-Geburt, wenn auch eher ein Traum-kaiserschnitt.

Liebe Grüße an alle!

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