1. Kind, Hausgeburt, Hypnobirth, Sternengucker, unbeschreiblich

So,

jetzt möchte ich meinen Geb.bericht einstellen. Es war lang, aber ein ganz tolles Erlebnis, bei uns zu Hause.

Wir hatten eine Hausgeburt geplant und wussten nicht ob das alles noch klappt, da ich ein paar Mal ambulant ins KH musste wgn. Verdacht auf Plazenta Insuffizienz, und dann immer regelm. CTG schreiben dort im KH. Ich hoffe aber auch eine spontane Geburt. Der Schleimpfropf löste sich seit 2 Tagen auf und auch die Ärztin meinte am Fr. morgens auch dass sie mich nächste Woche wohl nicht mehr sehen würde. Ich war nicht so ganz überzeugt.

Fr. morgens um 4 hatte ich immer mal wieder Wehen. Am CTG am Vormittag sahen die nach gar nichts aus, auch wenn es für mich schon recht schmerzhaft war. Die Hebamme meinte nur "gehen sie mal in die Wanne, dann sind sie bestimmt wieder weg". Nur dass es für mich schon schmerzhaft war und ich atmen musste. Ich dachte das sind die Senkwehen - und wenn das schon so schmerzt, weiß ich nicht ob ich eine Hausgeburt aushalte.

Mein Mann war nachmittags auf Arbeit und ich hab mich schlafen gelegt, da die Nacht zu kurz war. Der Abstand der vorher regelm. Wehen war wieder groß. Abends sind wir dann spazieren gewesen und ich musste regelm. atmen. Gegen Mitternacht rief ich meine Hebi an um zu sagen "es könnte heute nacht sein" und gegen halb 2 am Morgen war sie bei mir. Mein Mann ging schlafen. Ich schlief zw. den Wehen auf unserer Couch im Sitzen und wachte immer auf, ging zum Küchentisch um zu atmen. Meine Hebi presste mir am Rücken was den Schmerz linderte. Um 3 Uhr war ich bei 5 cm und fühlte mich gut. Ich blieb in meinem Rhythmus.

Gegen morgens kam die 2. Hebamme, und dann dauerte es trotzdem noch lange. Mein Mann war auch wach. Er half mir wo es nötig war und ich versuchte viele Stellungen. In der Küche, im Schlafzimmer.

Aber der Kopf schien einfach nicht tiefer zu rutschen. Im und auf dem Bett, im Stehen, Gebärhocker, Vierfüßler, auf der Seite usw. Ich presste und immer wieder presste ich. Keine Ahnung wie lange das so ging. Irgendwann hieß es "noch 10 Min., sonst müssen wir verlegen". Das wollte ich auf keinen Fall. 2 Wehen bevor sie kam sagte ich "ich weiß nicht wie lange ich das noch kräftemäßig schaffe", ich musste teilw. zittern. Ich bekam einen Dammschnitt. Die Hebi sagte mir in welche Richtung ich pressen soll. Dann hab ich nochmal gepresst und der Kopf war draußen. Die Wehe war schon vorbei, aber ich presste einfach weiter, ich wollte nicht verlegen, auf keinen Fall, und wollte dass die Kleine j e t z t geboren wird. Ich presste weiter und spürte einen Ruck und dann war sie da. Ich robbte vom Gebärhocker auf das Bett, zog mein Spaghetti-Top runter und sie wurde mir auf den Bauch gelegt, was für ein Gefühl. Unbeschreiblich. Mein Mann kam dazu.

Es war ein Sternengucker-Kind (und auch noch ein bisschen "schief"), deshalb dauerte es so lange (geboren wurde sie an dem Morgen gegen halb 12) da sie immer mit dem Kopf gg. mein Steißbein stieß.

Wir hatten lange Zeit zu kuscheln, dann kam die Plazenta und dann wurde ich genäht. Das war eher unangenehm...aber machbar.

Hausgeburt...immer wieder. Wunderschön!!#verliebt

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Hallo,

herzlichen Glückwunsch zum Baby!

Aber wo war bei deiner Geburt/deinem Bericht Hypnobirthing#kratz?

prinzhagen

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Schöner Bericht ,aber stand nichts von hypno birthing???

Aber das es nicht voran ging weil Sternengucker muss nichts heißen

Meine 2te war auch eines und war innerhalb eineinhalb Std da ab erster Wehe

Es war eine wunderbare schnelle Geburt ...!!!

Ich glaube das lag auch daran da du erstgebärende warst ,
Aber wie auch immer ist ja alles gut gelaufen und musstest nicht verlegt werden ,weiterhin eine schöne zeit und alles gute

Lg

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Ach ja, Hypnobirthing, oops, vergessen ;-)

Also, ich hab mich vorher mit dem Buch vorbereitet, auf englisch, weil es hieß dass bei der dt. Version auf der CD die Stimme der Frau nicht so toll wäre. Hab immer jeden Tag diese Relaxation gemacht mit der CD.

Während der Wehen hat das super geklappt. Ich saß auf der Couch und hab geschlafen, bin während der Wehe aufgewacht, schnell aufgestanden und an den Küchentisch gelaufen. Dort hab ich veratmet (und das dann später mit Hilfe der Hebamme). Dann wieder hingesetzt und wieder entspannt, meist wieder eingeschlafen (wenn auch nur für 2 min.) und teilw. geschnarcht. Meine Hebi meinte dass es ganz faszinierend war und dass sie zwischendurch nicht sicher war ob ich wirklich unter der Geburt sei. Aber der MuMu war ja dann bei 5 cm und alles war gut.

Wir haben auch nicht geredet während dieser Zeit, sie hat nur mal gemeint "darf ich eben mal die Herztöne hören" oder so. Sie hat gewusst dass wieder eine Wehe kommt wenn ich aufstehe. Während ich mich auf dem Sofa entspannt habe, hat sie auch die Augen geschlossen und gewartet und entspannt. Auch als die 2. Hebi kam. Es war ganz ganz toll. Wir haben alle die Augen geschlossen bis es wieder soweit war.

V.a. die Erklärung wie die Muskeln der Gebärmutter aufgebaut sind und die Visualisierung von dem was während der Kontraktionen passiert hat mir geholfen von dem Hyponobirth Buch. Schmerzen hatte ich trotzdem, hab aber während der ganzen Zeit nicht 1x an KH oder dergleichen gedacht.

Ach ja, Aromatherapie half auch - an einem Rosmarinöl schnuppern z.B. und Globuli...

LG!

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