Nach Umzug Probleme Freundschaften

Hallo,
vielleicht weiß ja jemand Rat. Mir tut mein kleiner Sohn (bald 5) so leid. Wir sind letzten August umgezogen, weiter weg. Er war vorher in einem miserablen Kindergarten, wo er sogar von seinem Nachbarn gemobbt und geschlagen wurde. Wir waren also froh, als mein Sohn diese Strapazen los war. Er hat aber auch tolle Freunde zurückgelassen. Seine Nachbsrskinder, die täglich bei uns ein und aus gingen. Naja. Beim Umzug war er 4,5 und wie man so hört, Kinder Freunden sich total schnell an und er findet gleich neue Freunde. Die alten sind schnell vergessen. Er geht jetzt in einen Kindergarten mit wirklich tollen Kindern. Viele Jungs in seinem Alter. Aber alle diese Jungs haben schon feste Spielpartner und brauchen keine neuen. Im Kindergarten spielen sie toll, aber keiner hat darüber hinaus mal Interesse, ihn einzuladen oder was auszumachen. Mir ist das eigentlich egal und ganz recht, weil im alten Ort war’s mir fast zu viel. Aber es ist er, der permanent will dass Freunde zu ihm kommen. Sobald ihn das stört, dass keiner Zeit hat, fängt er an, sein altes Zuhause zu vermissen. Er hat aber auch so ein Pech. Letztens traute er sich zum Nachbarn. Prompt war der aber krank. Also weggeschickt. Paar Tage später durfte er zum anderen Kind rein und wurde dann gesagt: er soll jetzt gehen, weil der Junge lieber TV schauen will. Eine andere Mama, dessen Kind meiner sehr gern mag, habe ich nun schon 3 mal gefragt, immer ist er krank oder oder oder. Was stimmt denn nur nicht? Mein Kleiner tut mir so leid, ich merk wie es ihn belastet, weil er abends nicht einschläft und nachts sehr unruhig ist. Aber wie kann ich ihm noch helfen? Ich hab das Gefuhl, alle Freunschaften sind mit Anfang 3 gebildet worden, da sind die Mamas zu Spieledates mitgegangen. Aber mit 5, da kommen hier keine Mamas mehr mit, aber Kinder machen das ja auch nicht ganz allein, wenn sie dort noch nie waren. Und nun hat sich meiner endlich zum ersten Mal ins Haus von einem Jungen getraut, und wurde dann rausgeschmissen. Habt ihr einen Rat, was ich machen soll? Er ist so vernarrt darin, Freunde zu treffen und im Winter trifft man sich leider nicht auf dem Spielplatz.

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Ich glaube, dass dich deine Wahrnehmung ein bisschen trügt. Mit 3 werden doch noch keine super festen Freundschaften gebildet oder gar Gruppen, wo dann keine anderen Kinder mehr rein kommen. Es klingt doch auch nicht so, als wäre dein Sohn ein Außenseiter oder so. Das braucht vielleicht auch einfach noch Zeit, jetzt ist halt Winter und da sind ja wirklich viele Kids krank. Ansonsten melde ihn doch zu einem Hobby an, Sportverein oder so ?

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Ein Außenseiter ist er, was ich mitkriege nicht. Er war auch schon auf 2 Geburtstagen eingeladen. Ne, ich meinte so: Mamas, die sich gut verstehen, bringen ihre Kids zusammen. Und die Kids spielen dann auch weiter zusammen. Wir sind auf einem Dorf jetzt und ich hab das Gefühl, das das irgendwie schwierig ist, da reinzukommen. Ich hoffe aber auch, ich täusche mich und Spinn mir was zusammen. Er geht jetzt in 3 Sportveranstaltungen, wo er auch wieder die Kids trifft. Dass es einfach Zeit braucht, denke ich auch, aber mein Sohn kann das noch nicht verstehen und sein Wunsch, feste Spielfreunde zu haben, setzt mich so unter Druck :(

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Ah okay ihr seit aufs Dorf gezogen, da ist es vielleicht tatsächlich nochmal anders.
Aber jetzt warte einfach mal ab und setze dich nicht unter Druck, im Sommer schaut das alles wahrscheinlich wieder anders aus

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Hätte er Interesse an einem Verein, Kurs etc.? Fußball oder so? Da finden sich ja Gleichaltrige mit dem gleichen Interesse und da würde man sich eher zu Hause mal zum Trainieren etc. treffen. Oder sich auch auf den Vereinsfesten treffen.

Ich glaube nicht, dass die Freundschaften aus dem Kindergarten oder vom vierten Lebensjahr an unbedingt so fest bleiben.
Eher finden sich in der ersten Klasse Freundesgruppen. Und da sind die ja erst mal ganz auf sich gestellt in der Stunde und in der Pause - also ohne Eltern.

Oft finden sich aber feste Bindungen zwischen Kindern, die sich eben aus dem Verein kennen oder auch von der Musikschule. Also würde ich vielleicht mal in der Ecke schauen.

An deiner Stelle hätte ich aus den bisherigen Enttäuschungen gelernt und würde Fragen stellen:
Besteht grundsätzliches Interesse? Gibt es ein Hindernis? Wäre es besser, mein Sohn besucht Ihren oder Ihrer kommt zu uns?
Haben Sie heute noch etwas anderes vor? Mein Sohn möchte sich gern auf die Länge der Besuchszeit einstellen, er ist schon mal enttäuscht worden, weil der Freund nach einer Stunde noch etwas andere vorhatte.
(Die Frage wäre auch, ob man nicht zusammen hätte fernsehen können oder ob der Gastgeber einfach wirklich mit dem Besuch überfordert war, so lange Gesellschaft noch nicht verarbeiten konnte oder einfach nicht mehr wusste, was man noch machen könnte und deshalb fernsehen wollte.)

Vielleicht ist auch ein Treffen für eine gemeinsame Aktivität besser als nur ein Treffen ohne Ziel. "Wir spielen Fußball. Wir spielen ein Brettspiel. Wir fahren zusammen Roller."
Vielleicht macht man dann hinterher noch etwas anderes, aber es war erst mal klar, was gemacht wird und wie lange das normalerweise dauert.

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Hi,

mit 5 machen immer noch die Eltern die Verabredungen aus, also werde aktiv und sprich die Mütter der Jungs an und mache einen Termin aus. Je öfter sie außerhalb des Kindergartens miteinander spielen umso tiefer wird die Freundschaft. Das fängt jetzt mit 5 Jahren erst so richtig an.

Meine Tochter fragt mich auch: Kann XY zum spielen kommen und dann setze ich mich mit der Mutter in Verbindung und wir machen was aus. Die Kinder können ja keine eigenen Termine machen.
Und das man, wenn man unangekündigt klingelt auch mal weggeschickt wird, ist auch normal.

Meine Kleine (5,5) geht öfter zur Nachbarin die Straße runter, wenn die Tochter Zeit hat, super, dann kommen sie zu uns oder sie bleiben dort oder gehen auf den Spielplatz. Wenn nicht, kommt meine Tochter eben wieder alleine zurück.

Also musst du aktiv werden und da was ändern und feste Verabredungen ausmachen.

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Puh, ich kann tatsächlich verstehen was du meinst und hier ist es auch eher dörflich.
Ich bin schon von vielen Muttis abgewimmelt worden. Die haben tatsächlich ihre Freundinnen im Kiga und da spielen die Kids dann schön zusammen, sind oft auch Nachbarn und haben dann garkeine Lust/Zeit auf neue Spieletreffen…
Mal hatte sich meine Tochter mit einem verabredet und dann hieß es ganz kurzfristig er will doch nicht.
Bleib dran und bleib geduldig. Meine Tochter hat zum Beispiel einfach viele Freunde und da fiel sie immer hinten über. Sie hat dann tatsächlich beim turnen und schwimmen jeweils ne Freundin gefunden und die treffen sich zum spielen.
Bei meinem Sohn war es wesentlich einfacher, der hat einen besten Freund und die beiden wollen sich so hartnäckig verabreden, da hätte keine Mutti ne Chance das jedesmal wegzuschieben ☺️
Vielleicht schickst du dein Kind nicht spontan rüber, sondern fragst ganz direkt an welchem Tag das andere Kind Zeit zum spielen hat und ob es rüberkommen möchte oder dein Kind zu ihm…ich wünsche dir ganz viel Erfolg!

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Also der Freundeskreis meiner Kinder verändert sich. Klar haben beide Freunde die es schon lange gibt. Aber auch immer wieder werden neue Kinder aufgenommen oder sie entfernen sich von anderen Kindern bzw die Kinder ziehen weg. Die derzeit beste Freundin meiner Tochter ist im Kindergarten mit knapp 5 dazu gekommen. Aber ich habe weder erwartet dass sie das erstemal nur mit Mama kommt noch dass ich sie begleitet.
Was konkret fragst du denn bei den Mamas an? Und vielleicht hilft der Frühling wo man sich auf dem Spielplatz ungezwungen trifft. Den ganz ehrlich einen Nachmittag in der Wohnung von fremden zu hocken und smalltalk zu halten mag ich nicht und ist spätestens bei mehr als einem Kind auch echt oft doof zu organisieren oder das Geschwisterkind mischt dann auch noch mit. Daher treffen mit Eltern (und Geschwistern) gerne auf Spielplätzen zu Hause kommt nur das Besuchskind mit ab so 4 oder 5 Jahren.

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Er ist natürlich vom alten Zuhause einen gewissen Standard gewohnt, was die "Verfügbarkeit" von Spielkameraden angeht. Das war schon was spezielles, was man dann auch vermisst. Die Latte ist da echt hoch.

Was ich nur dazu sagen, zumindest ist es bei uns aufm Dorf so, das die KInder alleine um die Häuser ziehen, das kommt erst später....ab Ende der 1. Klasse ging das hier los. Und...ganz klar....ist das ein Sommerphänomen...wir haben schon darüber gelacht und geunkt, das die Kids sich vom anstrengenden Sommer erholen müssen. Im Winter läuft hier alles nur über Verbredungen und die gehen in der Kitazeit nun mal über (!) die Eltern....wenn beide (!) Kinder das auch wollen und vorher darüber gesprochen haben....sie sind eben keine 3 mehr.
Und auf dem Land gibt es noch etwas anderes, die Eltern unterstützen sich bei der Betreuung....für die Kinder sind das aber gefühlt Verabredungen, bzw sieht es für andere Kinder in der Kita so aus, als wenn die sich ständig verabreden.

Und ich finde du überdramatisiert das auch etwas, wer einfach so bei anderen klingelt, muß eben damit rechnen, das hinter der Tür niemand Zeit oder Lust hat. Das muß dein Kind eben verstehen und lernen ode rhattet ihr am alten Ort immer Zeit und Lust, wenn es klingelte?

Aber, hier wäre man total entsetzt, wenn ein Kindergartenkind (!) plötzlich vor der Tür steht....also alleine und unangemeldet. Und man würde sich auch fragen, was denn bei euch los ist, wenn das Kind alleine durch die Gegend turnt oder auf einem aktiven Bauernhof. Vielleicht gibt es das in den Neubausiedlungen oder im Dorfkern, wo Haus an Haus steht. Also ich kenne das in dem Alter hier überhaupt nicht, schon gar nicht wenn die Eltern sich nicht zumindest flüchtig kennen, das kommt erst später.

Vielleicht hast du es nur nicht erwähnt, dein Kind möchte bitte erst die betreffenden Kinder fragen, ob die sich auch verabreden möchten, danach nimmt man Kontakt auf.

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Wir sind im gleichen Alter umgezogen und den einen besten Buddy hat er hier auch noch nicht. Aber viele Bekanntschaften mit denen er sich hier trifft.. wir hatten es aber leicht, da unsere Nachbarin auch in den Kindergarten geht und er somit ein Mädchen schon kannte. Nächste Woche ist er zum Kindergeburtstag eingeladen. Den richtigen Kumpel, wo er tagtäglich ein und ausgeht hat er aber noch nicht. Ihm reichen die lockeren Bekanntschaften hier auch. Wir werden trotzdem nochmal Sportangebote in der Nähe abchecken. Daraus kann sich auch viel ergeben. Ist ein Kindergartenkumpel zB in gleicher Turngruppe oder was ihr auch immer mögt, sieht man sich öfter, es kommt mehr Kontakt zu Stande und in der Regel folgt draus, dass man sich gegenseitig einlädt. Ich würde mich da nochmal orientieren, nicht nur am Kindergarten. Gemeinsamkeiten herstellen (ob nun Musikschule, Sport oder sonstwas ist ja egal). Das wäre noch so meine Idee.

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Ich kann das schon verstehen.
In manchen Orten ist es schwierig, als Zugezogener Fuß zu fassen.
Da sind die Mütter selber schon zusammen zur Schule gegangen, die Mütter der Mütter waren schon zusammen im Geburtsvorbereitungskurs.
Hier im Kindergarten habe ich das Gefühl, dass bei den Müttern nur mit den Intimfreundinnen geredet wird. Alle anderen werden nicht mal angekuckt.
Gibt es noch Andere, die erst hergezogen sind ?
Die sind vielleicht offener.
Nutzt die Möglichkeiten im Ort von Vereinen, Musikschule, VHS,…..
Bringt euch ein, knüpft als Eltern selber auch Kontakte. Vielleicht hat euer Sohn zuhause etwas zu bieten, was andere nicht so haben und was ein Spieletreffen attraktiv machen könnte ?
Ein cooles Klettergerüst im Garten, ein großes Trampolin, ….
Vielleicht könnt ihr auch mal konkret ein Kind auf einen schönen Ausflug einladen ?
Ihr müsst einfach beharrlich sein, auf die Leute zugehen, ohne zu nerven.
Solange musst du dann halt als Spielpartner herhalten.