Schwimmen lernen

Hallo zusammen,
mein Sohn ist 5,5 Jahre und motorisch fit. Er liebt das Wasser und ist denke ich reif fürs Schwimmen lernen.
Er hat noch 2 kleinere Geschwister und mir persönlich wäre auch wohler, wenn er es lernen würde. Das nimmt ein wenig den Druck für uns im Sommer, dann 3 Kinder ständig im Auge haben zu müssen.

Nun ist ja Lockdown. Er ist seit Mai bei einem Kurs auf der Warteliste. Bei uns mangelt es eh massiv an Plätzen (es gibt wenig Schwimmbäder). Nun ist ja aber so ein Stau, dass er vermutlich keine Chance auf einen Platz hat, um es vorm Sommer noch zu lernen.
Da bleibt nur die Möglichkeit, es ihm selbst beizubringen, sobald Schwimmbäder wieder geöffnet sind. Hat das jemand erfolgreich geschafft? Wie fange ich das an? Wer hat Tipps?

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Hey, ich hab es meiner Tochter allein beigebracht. Und werde es bei meinem Sohn, auch jetzt 5, auch so machen. Bin mit unseren Kursen hier nicht so zufrieden.

Die schwimmbewegung haben wir schon lange vorher mit schwimmflügeln geübt. (Viele verteufeln sie)
Dann haben wir im seichten Wasser begonnen, so dass sie stehen konnte, und sie hat es auf meinem Arm probiert.

Später dann mit dem Schwimmsport wo du immer einen Teil abnehmen kannst, wobei wir aus den schwimmflügeln schon immer etwas Luft abgelassen haben.
Da sind wir dann schon ins tiefe gegangen.

Und so haben wir immer weiter geübt.

Mein kleiner kann mittlerweile super tauchen, auch mit strecke, aber er bekommt den Kopf noch nicht übers Wasser 😅

LG

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Das frage ich mich ehrlich gesagt auch. Der Betreiber des Schwimmbads, das wir bisher benutzt haben, ist pleite, die Bank will die Liegenschaft demnächst anders verwerten und dazu wechseln wohl viele, die bisher Kurse angeboten haben, den Berufszweig oder haben dies bereits getan.

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Wir waren an ein See in der Naehe von uns und dann haben wir gezeigt, wie die Bewegungen sind und unsere Soehne unter den Bauch gehalten und sie haben die Bewegung gemacht. Dann haben wir immer ein bischen losgelassen, bis sie schwimmen konnten.
Wir haben gezeigt, dass sie nicht untergehen, wenn sie auf den Ruecken liegen, deshalb hatten sie nicht Angst.

Ich habe am Anfang im toten Meer geschwommen. Da ist es leicht fuer die Bewegung, weil man nicht untergeht. Aber meine Mutter musste neben mir sein, damit ich wieder stehen kann, das geht sonst nicht alleine. Und man muss vorsichtig sein mit Wasser in den Augen.

Der Vater von mein Mann hat mein Mann ins Wasser geworfen und gesagt: Schwimm. So hat mein Mann schwimmen gelernt.

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Mein Sohn hat es im letzen Urlaub gelernt. Ich weiß aber nicht ob er es wieder verlernt hat, seither waren wir noch nicht wieder im Schwimmbad...:-(..

Das ist ein Prozess der sehr viel Zeit kostet, mal eben so lernen die wenigsten schwimmen. Das ist mit kleinen Geschwistern gar nicht so einfach. Zum üben muss immer ein zweiter Erwachsener mit, sonst funktioniert es gar nicht.

Wir haben ein Brett besorgt und ihm erstmal die Beinbewegung beigebracht, dann vorne mit Schwimmflügeln während wir ihn unter dem Bauch gehalten haben und dann irgendwann ohne Schwimmflügel, mit viel Überredung usw..

Wichtig ist auch eine Wassergewöhnung, wir haben ihm erstmal einen Taucherring hochholen lassen. Damit er die Angst vor dem unter Wasser mit dem Kopf verliert.

Bei unserem Sohn war das ein Prozess über etwa zwei Jahre. Wir sind aber nicht jede Woche ins Schwimmbad gefahren.

Also fangt ruhig an, aber lass ihn auf der Warteliste...;-)

Rechne mit etwa 30 Schwimmbadbesuchen. Ob das diesen Sommer für euch realistisch ist weiß ich nicht.

Lg

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Ja, ich habe es meiner Tochter selbst beigebracht. Sie war auch 5 Jahre alt. Vom Beckenrand und Startblock springen konnte sie da schon, im brusttiefen Wasser nach einem Ring tauchen auch. Sie ist bis dahin sowohl mit Schwimmflügeln, als auch mit dem Schwimmbrett und einem Schwimmgürtel geschwommen. Sie war schon sehr gut ans Wasser gewöhnt und hatte keine Angst. Mit Schwimmhilfe war sie schon lange im tiefen Wasser unterwegs.

Wir sind dann 2 mal in der Woche ins Schwimmbad und haben dort zuerst im brusttiefen Wasser Brustschwimmen geübt, ich habe ihr die Schwimmbewegung vorgemacht und sie hat sie nachgemacht. Nach ungefähr 3 Wochen konnte sie sich so ca. 10 Schwimmzüge lang über Wasser halten, da bin ich dann mit ihr ins tiefe Wasser. Dort haben wir so lange geübt, bis sie eine ganze Bahn geschafft hat, das hat noch mal so 4-5 Schwimmbadbesuche gedauert.

Danach sind wir zum Bademeister und der hat dann das Abzeichen abgenommen, also meine Tochter musste ihm alles zeigen, was man für das Seepferdchen benötigt.
Sie war natürlich super stolz! 😃 Also, nur Mut, es geht auch ohne Kurs!

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Hallo :)
Meine Jungs konnten mit 4 und 4,5 Jahren schwimmen. In einem Schwimmkurs waren sie nicht. Ab ca. 2 Jahren haben wir immer wieder die Schwimmflügel weggelassen, weil sie selbst keine wollten, allerdings haben wir zu Hause einen großen Pool, wodurch sie im Sommer täglich schwimmen konnten.
Unsere Tochter wird diesen Sommer 3 Jahre alt sein und wir werden schon ein wenig mit ihr "üben". Ich denke, nächstes Jahr mit 4, wird auch sie schwimmen können.

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Mein Mann hat unseren Kindern das Schwimmen beigebracht. Einfach rein ins Wasser und los gings.
Teilweise mit Schwimmflügeln, teilweise ohne. Die älteren Geschwister haben auch mitgeholfen. Oft hat er sie einfach kurze Strecken schwimmen lassen, sobald sie die Bewegungen draufhatten. Davor hat er sie festgehalten.

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Klar kann man seinen Kindern wunderbar alleine schwimmen bebringen. Allerdings muss man dazu Lust haben und wirklich oft an den See oder ins Schwimmbad zu gehen.
Bei uns hat es bei beiden Kindern nach dem Sommerurlaub klick gemacht und den Winter drauf sind wir wirklich wöchentlich im Schwimmbad gewesen um das Schwimmen zu üben und zu festigen.

"Er hat noch 2 kleinere Geschwister und mir persönlich wäre auch wohler, wenn er es lernen würde. Das nimmt ein wenig den Druck für uns im Sommer, dann 3 Kinder ständig im Auge haben zu müssen."

Wenn du einen Schwimmanfänger hast, dann darfst du ihn erst recht nicht eine Sekunde aus den Augen lassen. Die paar Züge, die sie anfangs unter guten Bedingungen schwimmen können, wiegen Kind und Mutter schnell in einer trügerischen Sicherheit. In Wirklichkeit würde es genauso ertrinken wie ein kompletter Nichtschwimmer.

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Ich würde nach weiteren Schwimmkursen in der Umgebung suchen und ihn da anmelden. Meine Tochter hat mit 4J einen Crashkurs gemacht, 4x45min in einer Woche und konnte danach die Grundbewegungen korrekt ausführen. Ich habe dann mit ihr mind 1-2x die Woche weiter geübt, die Bewegungen richtig zu koordinieren und sie konnte sich immer mehr Züge über Wasser halten und Kraftausdauer aufbauen.
Sie war sehr motiviert und hat mit noch nichtmal 4,5Jahren das Seepferdchen gut und sicher bestanden.
Vor dem Kurs haben wir vor allem mit "Schloris" geübt. (Google die mal, das ist wie ein Schwimmgurt und damit hat sie schon früh ihr Gleichgewicht und Wasserlage trainiert.) Oder sie ist oft zB. Eine Wasserrutsche ins Becken gerutscht und dann 3m ohne Schwimmhilfe an den Rand getaucht/gepaddelt. Einfach als Wassergewöhnung.
Allerdings ist es mit Schwimmanfänger im Schwimmbad leider noch stressiger als mit Nichtschwimmer.
Meine Tochter wäre ohne mich schon mehrfach im z.B. Wirlbecken, Strömungskanal, Wasserfall, oder Rutschenauslauf untergetaucht bzw. unter Wasser gezogen worden. Weil wir meist in so einem großen Freizeit/Thermen/Spaß Becken schwimmen und sie sowas wie Strömungen einfach noch nicht einschätzen kann.

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