Kind will nicht in den Kindergarten

Hallo,
ich weiß nicht mehr weiter. Unsere Tochter wird im August 4 und geht seit sie zwei Jahre alt ist in den Kindergarten. Wirklich begeistert war sie nie, es war immer ein Auf und Ab, aber es ging. Damals hat sie schon öfter erzählt, dass sie von drei bestimmten Jungs geärgert wurde. Ich habe das mehrmals bei den Erziehern angesprochen, sie wussten bescheid und haben darauf geachtet. Sie hat aber auch feste Spielkameraden, mit denen sie gerne spielt.

Coronabedingt war sie drei Monate gar nicht im Kindergarten, weil es nicht nötig war. Seit dem 8. Juni hat unser Kindergarten wieder eingeschränkten Regelbetrieb, und sie hat sich echt gefreut und ging die ersten Tage begeistert in den Kindergarten. In der letzten Woche ist die Stimmung völlig gekippt. Obwohl sie nur drei Stunden überhaupt da ist und auch nicht mit essen muss, ist sie morgens verzweifelt. Sie weint bitterlich und wiederholt immer wieder, dass sie nicht in den Kindergarten möchte. Sie sagt, das die drei Jungs sie wieder ärgern. Ich habe das letzte Woche, als es zum ersten mal kam, direkt angesprochen, und die Erzieherinnen haben mir das bestätigt. Die betreffenden Jungs werden dann auch gemaßregelt und müssen eine Zeit am Tisch sitzen.

Meine Tochter ist jemand, der sich eigentlich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Dass sie die Situation belastet glaube ich, aber ich habe Sorge, dass da noch mehr dahinter steckt - oder eben eine allgemeine Unlust, die sie mit den Ärgereien der Jungs begründet. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Es bricht mir das Herz sie morgens weinend abzugeben, aber es geht auch nicht anders, wir müssen ja auch wieder arbeiten. Bald sind Sommerferien, aber danach geht das Spiel ja auch wieder von vorne los.

Wie gehe ich am besten damit um? Was kann man machen, um es der Kleinen zu erleichtern? Ist das nur eine Phase und gibt sich das wieder? Habt Ihr Erfahrungen, und was hat Euch geholfen?

Danke schonmal!

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Wenn es immer wieder die selben Jungs sind, die ärgern, besteht evtl die Möglichkeit die Gruppe zu wechseln? Vielleicht wird es dann besser? Ansonsten würde ich mal schauen was ihr für ein Konzept habt und ob es vielleicht einen Kiga gibt der besser zu ihr passt? Wir haben z. B. Bei uns im Dorf einen sehr kleinen, evangelischen Kindergarten. Meine Tochter geht in den großen Gemeindekindergarten mit fast 100 Kindern, es gibt doch einige, die sich dort gar nicht wohl fühlen und nach dem Wechsel in den Evangelischen Kindergarten mit nur 17 Kindern regelrecht aufblühen.... Wenn sie seit 2 Jahren Meutert scheint ihr ja wirklich irgendwas so gar nicht zu gefallen...

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Danke für Deine Hilfe!
Ja, daran habe ich auch schon gedacht. Auch wir haben einen kleinen evangelischen Kindergarten in der Gemeinde, und da ist sie im Moment drin. Die anderen sagen mir eher nicht so zu - aber ich muss ja auch nicht dahin gehen. Vielleicht sollte ich darüber doch mal nachdenken.

Das Konzept unseres Kindergartens ist meiner Meinung nach gut, die Kinder haben feste Gruppen, wobei sie schon in der größten ist mit etwa 20 Kindern. Im ersten Jahr war sie bei den Kleinen, das waren weniger Kinder, da hat es ihr genau so wenig gefallen wie bei den Großen. Gruppe wechseln wäre vielleicht noch eine Option.

Wenn wir sie abholen ist sie eigentlich immer gut drauf und sagt auch, dass es ihr gefallen hat, oder dass ihr das Essen geschmeckt hat. Sie übernimmt auch Dinge aus dem Kindergarten, die wir dann zu Hause genau so machen sollen, weil ihr das im Kindergarten gefällt (beispielsweise bestimmte Spiele oder das Beten vor dem Essen). Ganz schlecht ist es also nicht. Aber morgens, wenn sie noch müde ist und die Trennung droht, dann weiß sie vor Verzweiflung manchmal nicht wohin mit sich. Es ist dann auch egal, ob mein Mann sie bringt oder ich. Nur bei der Oma klappt es besser.
Ach Mensch, das macht mir wirklich Sorgen.

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Kann ich gut verstehen...
Das klingt jetzt aber eher so als wäre sie morgens einfach nicht fit? Meine Große) 4 1/2) geht sehr gerne in den Kiga, aber wenn sie unausgeschlafen ist will sie auch nicht los. Ich bringe sie dann meist trotzdem und wenn wir erstmal da sind ist auch alles gut und wenn ich sie abhole ist sie begeistert! Wir haben das aber nur alle 2 Wochen mal, als sie Corona Bedingt nur alle paar Tage hin durfte öfter, weil sie einfach vor Aufregung kaum schlafen konnte und dann morgens sehr müde war. Jeden Tag sollte das aber nicht sein... Ich drück dir die Daumen das ihr einen Weg findet!

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Oh je, die arme Maus. Meine Jüngste möchte auch nicht mehr und weil ich eh im Home Office arbeite (auch ohne Corona), mache ich es ihr jetzt möglich, bis sie zur Schule geht. Sie blüht regelrecht auf.

Aber wenn das bei Euch nicht geht, dann geht es eben nicht. Ich würde aber dranbleiben und auch gemeinsame Gespräche mit den Erziehern und den Jungs und deren Eltern anbieten. Denen ist sicher nicht bewusst, was sie da auslösen und uns haben solche Gespräche schonmal durchaus helfen können.

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