Kopfasymmetrie

Hallo zusammen,

mein Sohn ist 19 Monate alt, ich schreibe dennoch hier ins Kindergarten-Forum, weil ich gerade an die Mütter mit älteren Kindern eine Frage habe.
Dazu muss ich allerdings etwas ausholen. Mein Sohn wurde mit 4,5 kg, einem Kopfumfang von 37 cm und einer sehr großen Fontanelle geboren. Es war eine sehr schnelle Spontangeburt, bei der ich mir auch noch das Steißbein gebrochen habe. Dadurch war ich am Anfang auch überhaupt nicht mobil und konnte den Kleinen nicht ständig tragen.
Wahrscheinlich hat mein Sohn sich bei der Geburt eine Nackenblockade zugezogen, denn er blieb stecken und am Anfang hat er immer mit dem Kopf auf einer Seite geschlafen, sodass die rechte hintere Seite abflachte. Als er wenige Tage alt war, waren wir beim Osteopathen, dem aber nichts Besonderes auffiel. Bereits nach einem Monat sah man aber die Abflachung am Hinterkopf. Auf Empfehlung des Kinderarztes verwendeten wir dann ein Lochkissen. Mit zwei Monaten gingen wir zur Physiotherapie, woraufhin er seinen Kopf besser drehen konnte, die Lieblingsseite blieb aber. Ich fragte die Physiotherapeutin, ob ich ihn nicht lieber seitlich, auf die prominentere Stelle lagern sollte, sie meinte aber, dann hätte ich bald das selbe Problem mit der anderen Seite und das Ziel wäre es, dass er gerade auf dem Rücken liegt. Rückblickend glaube ich, dass das eine Fehleinschätzung war. Sie meinte auch, das würde sich verwachsen. Das gleiche sagte auch unser Kinderarzt, den wir auch mehrfach auf eine Helmtherapie ansprachen. Im Nachhinein waren wir leider viel zu gutgläubig. Denn die Asymmetrie fällt uns immer noch auf, vor allem wenn die Haare nass sind oder man den Hinterkopf im Spiegel sieht, aber auch so. Die obere Fontanelle ist zwar noch offen, aber das wird wohl nichts daran ändern, dass die Asymmetrie bleibt. Mittlerweile, leider viel zu spät, hatte ich Kontakt mit zwei Craniozentren, allerdings führen sie in diesem Alter keine Helmtherapie mehr durch. Bei dem einen Zentrum waren wir sogar zur Vermessung. Der Unterschied beträgt 0,8 cm und uns wurde gesagt, dass das nicht so viel sei, vor allem weil sein Kopf recht groß ist und dann der Unterschied nicht ganz so deutlich auffällt. Ich sehe es trotzdem ständig und es tut mir unfassbar leid, dass ich so lange auf Kinderarzt und Physiotherapeutin gehört habe und nicht schon früher zum Craniozentrum sind. Wir haben bald nochmal einen Termin bei einem Osteopathen, aber so viel verspreche ich mir schon nicht mehr davon.
Ich bin irgendwie auch schockiert, dass uns das passieren konnte. Bei seiner älteren Schwester war das nie ein Thema, sie hat einen sehr schönen Kopf. Sie war aber auch ein aktiveres Baby und er war etwas bequemer und eben auch viel schwerer.

Gibt es hier vielleicht Mütter, die ein ähnliches Problem hatten oder haben und bei denen sich vielleicht auch in diesem Alter noch etwas gebessert hat? Ich würde mich sehr über Antworten freuen.
Sorry für den langen Text.

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Viele Menschen, die sich offenbar damit auskennen, haben schon des öfteren mitgeteilt, dass das alles nicht schlimm ist. Kannst du ihnen glauben?
Was bei mir ankommt, ist, dass du die einzige bist, die ein Problem hat. Hat dein Sohn Probleme mit sich, Schmerzen o.ä.? Wenn nein, wäre es doch gut, ihn so sein zu lassen, wie er ist.
Alles Gute für euch

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Leider kann ich da tatsächlich nicht mehr so viel glauben, da mir lange etwas versichert wurde, was nicht eingetreten ist.
Mein Sohn hat durch die Kopfasymmetrie zum Glück keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen und das wird hoffentlich so bleiben.
Es geht in erster Linie also wirklich um das Optische. Das mag vielleicht irgendwie oberflächlich klingen. Und es stimmt, ich bin diejenige, die das größte Problem damit hat (wobei es z.B. meinem Mann und meiner Mutter natürlich schon auch auffällt). Das liegt daran, dass ich das Gefühl habe, dass ICH etwas falsch gemacht habe, dass ICH es vielleicht hätte verhindern oder korrigieren können. Wäre es ein „Makel“, den ich überhaupt nicht hätte beeinflussen können, würde ich mir sicher viel weniger Gedanken und Vorwürfe machen. Deshalb hoffe ich einfach, dass es noch besser wird oder ihn zumindest später nicht so stören wird. Für mich ist und bleibt er natürlich der schönste Junge der Welt.
Ich arbeite sehr daran, das alles so gut es geht zu akzeptieren.
Vielen Dank für deinen Beitrag und viele Grüße

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Hallo Du!
Meine Tochter 3,5 Jahre hat nach wie vor eine Kopfasymmetrie. Diese hat sich leider nicht verwachsen, ist aber nicht mehr so ausgeprägt, wie im Baby- und Kleinkindalter.
Lass dich nicht angiften von den anderen die haben keine Ahnung, dass man sich als Mama Sorgen macht😉(siehe Beitrag über mir). Wenn du Fragen hast kannst du mich gerne anschreiben.
Viele Grüße

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Hallo!
Ich habe dir eine PN geschrieben.
LG Bibi

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Ich kenne mich leider nicht damit aus.
Aber wenn die Ärzte alle der Meinung sind, dass es nicht so auffällt und sich noch etwas bessern kann, klingt das doch gut!
Grundsätzlich hast du ja alles getan was in deiner Macht stand. Es ist einfach blöd gelaufen. Man wünscht seinem Kind natürlich nur das beste, auch das es hübsch ist. Dir fällt jeder Makel eben dreimal mehr auf, als allen anderen.
Aber wenn man viele Kinder sieht, dann gibt es da auch noch viele andere Dinge, die die Optik beeinträchtigen: manche Kinder müssen schon mit früheine Brille tragen, schielen, andere haben O-beine, schiefe Zähne, Narben, ect....

Meine 3jährige hat z.B. sehr eng und krumm stehende Milchzähne:-/. Kann man nix machen, abwarten, erst die bleibenden werden behandelt.
Meine 5jährige hat eine Narbe am Bauch, mit 2Jahren wurde sie wegen einem Loch in der Bauchwand operiert. Sieht auch nicht schön aus. Man wird es im Bikini auch noch sehen wenn sie 16 ist.
Aber es ist nur (!!!) die Optik.
Sei froh dass es ihm eher nicht körperlich schadet.
Und mach dir keine Vorwürfe.
Ich habe meiner kleinen Tochter z.B. lange Nachts eine Flasche Premilch gegeben. Leider wusste ich nicht dass sie einen Zahnschmelzdefekt hatte und das da gefährlich ist und darum mussten ihr noch vor dem 2.Geburtstag zwei Backenzähne gezogen werden:-(. (Meine große Tochter hat dagegen auch sehr lange Milch getrunken und hat top Zähne!).
Ich fühle also mit dir, wie es einem dann geht, wenn man denkt man hätte etwas anders machen sollen und man das Gefühl hat, wie konnte uns das passieren....

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Vielen Dank für deinen Beitrag.
Ja, es ist richtig schwer zu akzeptieren, dass man aus Unwissenheit, falschem Vertrauen oder zu langem Zögern etwas nicht richtig gemacht hat oder zumindest hätte besser machen können. Wäre etwas mit seiner Optik, was ich so überhaupt gar nicht hätte beeinflussen können, hätte ich damit sicher weniger Schwierigkeiten.
Ich strenge mich an, mich da nicht hineinzusteigern und hoffe, dass alles gut für ihn ausgeht. Klappt mal besser mal weniger gut.
Liebe Grüße

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Hallo

Wichtig ist das die Blockade weg ist.

Ich war beim Kinder Orthopäden der darauf spezielisiert ist.

Mein Sohn hatte auch einen platten Hinterkopf, der Orthopäde sagte das der Kopf nicht Fußball rund wird aber es ok ist.


Mein Sohn ist jetzt 15 Jahre alt und man sieht nichts davon.

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Vielen Dank für deinen Beitrag.
Die Blockade meines Sohnes besteht wohl schon lange nicht mehr, da hat die Physiotherapie ganz gut geholfen. Er bewegt sich auch ganz normal und ist motorisch fit. Er schläft allerdings immer noch lieber auf der flacheren Seite, was ich immer noch versuche zu verhindern, klappt aber nicht immer so gut. Da ist aber vermutlich auch viel Gewohnheit dabei.

Hatte dein Sohn auch einen etwas schiefen, also nur einseitig abgeflachten Kopf oder war er insgesamt flach? Und kannst du dich noch daran erinnern, ob das schon im Baby-/Kleinkindalter besser bzw. nicht mehr zu sehen war oder ob sich da auch mit den Jahren noch etwas getan hat? Viele sagen eben, dass die Kopfform so bleibt, wie sie mit einem Jahr ist. Das hoffe ich eben nicht, weil mein Sohn ja schon etwas älter ist.

Viele Grüße

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Hallo

Das hat länger gedauert aber es viel schon nicht mehr auf als er Haare hatte.

Selbst mit ganz kurzen Haaren sieht man nichts mehr.

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Hallo Henriette !


Ich kann dich total gut verstehen.
Ich habe Twins, war total überfordert am Anfang...
Der Eine hat leider einen ziemlich unförmigen Kopf, Kinder arzt hat nur gesagt: Hoffentlich verwächst es sich.
Es waren meine ersten Kinder, ich hatte von nichts eine Ahnung.
Die Twins sind nun 7 Jahre alt. Der eine hat einen schönen "normalen" Kopf. Der 2. leider nach wie vor komplett unförmig und auch groß irgendwie.
Ich fürchte mich davor daß er in der Schule mal gehänselt wird.
Ich mache mir nach wie vor Vorwürfe daß ich nicht früher gehandelt habe....

Ich kann dir keinen richtigen Tipp geben, aber ich fühle mit dir!

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Dankeschön für deinen Beitrag!
Das habe ich jetzt schon mehrfach gelesen, dass es bei Zwillingen wohl häufiger vorkommt, dass einer betroffen ist, weil er vielleicht im Mutterleib schon beengt lag. Vielleicht war das bei meinem sehr großen und schweren Sohn auch so. Oder es ist bei der Geburt etwas mit dem Nacken passiert.

Hat dein Sohn selbst denn Schwierigkeiten damit oder fällt ihm ein Unterschied zu seinem Bruder auf? Vielleicht ist er dafür aber auch noch zu klein. Ich wünsche ihm und dir jedenfalls sehr, dass er in der Schule nicht gehänselt wird, davor habe ich tatsächlich auch Angst. Aber vielleicht fällt es Anderen ja doch nicht so sehr auf, wie man es als Mama sieht. Gerade wenn man sich deshalb auch noch Vorwürfe macht. Hoffen wir das Beste für unsere Kinder.

Liebe Grüße

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Also wir hatten ein Kind mit starker Assymetrie, mit 5 Monaten 2,4 cm und haben eine Therapie gemacht. ABER:

Die Assymetrie verschwindet NIE komplett, mit nassen Haar sieht man sie immer wenn man weiß dass man darauf achten muss.

Im Spiegelbild erscheint sie einem doppelt so stark weil sie ja genau in die andere Richtung geht als man es gewohnt ist! also bitte nie das Spiegelbild dafür hernehmen auch wenn es empfohlen wird, der Spiegel verdoppelt den gefühlten Effekt.

Jeder Mensch hat eine sogenannte "natürliche Schiefe", das heißt bis zu einem gewissen Grad ist diese Assymetrie auch natürlich

Gesundheitliche Probleme werden durch eine Orthese NICHT behoben! Unser Kind hat trotzdem eine stark verschobene Ohrachse, hat trotzdem einen starken Kreuzbiss, und Probleme mit der Brille (Feststellung der Sehstärke ist dadurch dass ein Auge immer noch etwas tiefer im Schädel liegt schwer). Es ist eine rein plastische Korrektur die man auch komplett selber zahlen muss. Wir waren sogar vorm Sozialgericht mit unserer Kasse da die starke Assymetrie bei uns schon in die Rubrik "entstellend" gefallen ist ... nix.


Eigentlich sind wir sehr für die Orthesen, aber nur wenn es wirklich nötig ist und nicht um jegliche Art der "persönlichen Note" zu korrigieren.

Unsere Erfahrung mit der "bleibenden Asymmetrie": Je größer das Kind wird umso weniger fällt es auf. Man kann ja auch mit Frisur etc einiges vertuschen. Und mit vollem, trockenen Kleinkindhaar sieht man wirklich fast nix mehr, auch wenn die Asymmetrie immer noch da ist. Da fällt der Haarwirbel der immer frech absteht viel mehr ins Auge. Und wie gesagt, eine leichte Asymmetrie ist sogar natürlich, niemand hat einen komplett symmetrischen Kopf!

Es gibt so viele Mäkel die Kinder haben können, Feuermale, Hämangiome, schiefstehende Augen, unterschiedlich hohe Wangenknochen etc. ... ich sehe da auch etwas einen Wahn darin jede Asymmetrie gleich behandeln zu wollen. Schau Dir mal sein Kindergartenbild richtig an, da hat jedes Kind irgendeinen "makel"

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Vielen Dank für deine Antwort und eure Geschichte. Da habt ihr ja auch schon einiges durch und vor diesem Hintergrund scheint mein Problem vielleicht auch kein wirkliches zu sein. Ich weiß natürlich auch nicht, was in gesundheitlicher Hinsicht noch auf uns zukommen wird, da mein Sohn mit 19 Monaten ja doch noch recht jung, wenn auch für die Helmtherapie zu alt ist. Die Ohren und das Gesicht sind von der Asymmetrie jedenfalls nicht betroffen, nur der Hinterkopf.

Das mit dem Spiegel ist eine gute Info. Ich habe das früher auch nie gemacht, nur jetzt gelesen, dass man die Asymmetrie so beurteilen kann. Und wenn ich es durch den Spiegel betrachte, macht es mich ganz verrückt. Ich versuche es jetzt einfach zu lassen.

Weißt du noch auf welchen Wert die Asymmetrie bei euch reduziert werden konnte? Bei uns sind es ja wie gesagt 0,8 cm. So richtig viel ist das ja nicht, aber eben auch nicht sehr wenig. Und ich habe natürlich keine Erfahrungswerte, inwiefern das später noch auffallen wird. Im Moment fällt es mir eben sehr auf.
Wie alt ist euer Kind denn jetzt?

Viele Grüße

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Er ist jetzt 5 und nein, ich weiß nicht mehr bei welchem Wert wir aufhörten, unter 1cm war es.

Welche gesundheitlichen Folgen soll es denn haben? Ein schiefer Schädelknochen ist ein schiefer Schädelknochen, solang die Ohrachse nicht verschoben ist ist meistens auch der Kiefer nicht verschoben und ein Kreuzbiss ist so das "schlimmste" was einem gesundheitlich drohen kann. Sprich er wird ne Spange tragen und vielleicht später mal mit Verspannungen zu tun haben, da muss man halt geeignete Übungen dann lernen. Aber das haben ja auch viele Menschen.

Probleme mit der Sehstärke meine ich nicht organisch sondern nur messtechnisch bedingt, die Geräte kommen damit nicht klar so dass ihm nur schwer eine Brille angepasst werden konnte und auch die halt etwas knifflig war bis sie saß, mehr nicht. Als Frühchen hat er halt etwas schlechtere Augen, das ist halt so und hat nix mit der Kopfform zu tun.

Ich fürchte du musst einfach lernen mit dem "etwas unperfekten" zu leben. Gesundheitliche Folgen konnten wir damals keine recherhieren, außer eben der Sache mit Fehlbiss und daraus entstehenden Verspannungen. Wegen 0,8 hätten wir auch keine Helmtherapie gemacht, das waren damals über 2000 Euro und uns wurde klar gesagt dass solang die Ohrachse und damit hängt wohl auch die Kieferachse zusammen nicht verschoben ist rate man nicht dazu, und viele Experten sagen ohnehin dass es auf Ohrachse und Kieferstellung keinen Einfluss hat. Wir wurden aber auch ständig angesprochen "was ist mit seinem Auge", das war der Punkt an dem wir sagten wenn es so auffällig ist dass einen selbst Kassiererinnen und so ansprechen tun wir was.

Alle Gute Euch,

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Hallo, ich kann deine Bedenken gut nachvollziehen.
Wir haben Twins. Nach der anstrengenden Frühchenzeit ist mir recht bald aufgefallen, dass unser Sohn den Kopf nur nach einer Seite gedreht hatte; er kam nicht mal bis in die Mitte, nicht mal passiv. Dadurch hatte er auch in der Wirbelsäule oft eine kompensatorische Fehlhaltung und wir hatten oft auch das Gefühl, er sei einfach "nicht in seiner Mitte" - so doof dass das klingen mag.

Unser (erfahrener) KA hat immer beruhigt. Sei normal, sowieso bei Zwillingen. Ich habe dann auf eine Physio bestanden, diese hat den Kontakt zu einem Chiropraktiker hergestellt, was Wunder auf diese Fehlhaltung gewirkt hatte. Nach wie vor Lieblingsseite des Kopfes, aber passives Bewegen nun möglich. In der Physio gab es auch einiges aufzuarbeiten.

Wir haben auch mit Lagerungskissen gearbeitet, ich hatte dann aber das Gefühl, dass die Asymmetrie eher schlimmer wird. Mehrfach beim KA, der immer abgewiegelt hatte, das würde sich noch auswachsen. Irgendwann dann aber so auffällig, dass wir auf das "Glotzauge" angesprochen wurden. Ausserdem auch eine völlig schiefe Ohrachse und der eine Jochbogen/Oberkiefer viel weiter vorne. Eine schwere Hirnhautentzündung hat weitere Abklärungen erst mal in den Hintergrund gerückt. Danach selbst Termin bei entsprechenden Spezialisten ausgemacht, inzwischen war der Bub über 1 jährig. Diese meinten, in dem Alter würde eine Helmtherapie wenig Sinn mehr machen.

Langer Rede kurzer Sinn: heute, 4 jährig besteht v.a. die Hinterkopfasymmetrie noch ausgeprägt - wahrscheinlich wird er nie ausgeprägt kurze Haare tragen können. Die asymmetrische Ohrachse ist ebenfalls noch da, die fast schon entstellende Asymmetrie der Augen-/Oberkieferpartie hat sich sehr gut ausgewachsen.

Ich denke auch oft, ich hätte meinem Gefühl stärker nachgeben müssen...

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Hallo,
vielen Dank erstmal für deinen Beitrag.
Wir waren vorgestern nochmal bei einem Osteopathen, bei dem wir bisher noch nicht waren. Er meinte, unser Sohn hätte wohl noch eine Blockade der Wirbelsäule im unteren Rücken. Er glaubt bereits seit der anstrengenden Geburt. Bisher, auch in der Physiotherapie und bei einem anderen Osteopathen lag der Fokus eher auf der Nackenwirbelsäule. Der jetzige Osteopath meinte, dass sobald die Blockade gelöst werden kann, sich auch die Kopfform unseres Sohnes noch bessern könnte. Etwas skeptisch bin ich da ja schon. Dafür haben wir einfach schon zu viele unterschiedliche Meinungen gehört. Abgesehen von der Kopfform ist es mir natürlich generell wichtig, dass die Blockade gelöst wird, wenn es da eine gibt.

Es ist einfach so schwierig, weil man keine einheitliche Meinung hat, keine standardisierte Vorgehensweise usw. Und dieses „das wächst sich schon nich aus“ kann ich auch nicht mehr hören. Zeitweise fühlt man sich da doch ziemlich alleingelassen. Ich habe mich jetzt vermehrt mit der Thematik auseinandergesetzt und leider ist es wohl so, dass viele Kinderärzte da wohl nicht so auf dem neuesten Stand sind. Die Craniozentren haben das Problem, dass die Kinder viel zu spät, erst auf Drängen der Eltern kommen. Und manchmal ist es dann eben zu spät. So war es bei uns ja auch.

Es freut mich, dass es bei euch zumindest im Gesicht wieder gut geworden ist. Das fällt ja doch nochmal mehr auf. Vielleicht fällt es am Hinterkopf mit zunehmendem Alter bei eurem Sohn auch weniger auf. Darauf hoffe ich bei unserem auch.

Liebe Grüße

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Hallo!

Mein Sohn ist mittlerweile 15 und hatte das gleiche wie dein Kind.
Ich sehe, dass der Kopf etwas 'schief' ist, aber andere hat das bisher nicht gestoert, wenn es überhaupt aufgefallen ist.

Mach dir keinen Vorwurf, es wird immer Situationen geben, wo man sich auf andere verlassen muss, ob es im Endeffekt das Richtige war 🤷🏻‍♀️

Alles Gute!

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Ich danke dir für deine Antwort! Es ist schön zu hören, dass dein Sohn dadurch nicht irgendwie benachteiligt war/ist. Das lässt mich hoffen, dass es bei uns auch so sein wird. Wenn man wenigstens kurz mal in die Zukunft schauen könnte :-)....

Liebe Grüße