Muss mich mal Ausheulen!!! Spachgestörtes Kind!

Hallo Ihr Lieben,

meine Tochter Marie ist jetzt 4,25 Jahr alt und geht in einen Sprachheilkindergarten. Seit dem sie 2 Jahre alt ist ging das gerenne schon los. Vom Kinderarzt der sagte das sie nicht richtig spricht zum Krankenhaus Pädaudiologie, HNO, Krankenhaus, Logopädin, Ergo, Kinderarzt usw. Jetzt wude sie 2mal operiert einmal die polypen und dann die mandeln. Sie hatte 80 Logogpädenstunden bovor sie zum Gesundheitsamt geschickt wude ob sie einen spetziellen Kindergartenplat brauch. Jetzt geht sie wie gesagt seit August in den kindergarten und ich habe das gefühl das es überhaupt nicht vorrangeht. Das dauert jetzt schon sooo lange und wird wohl noch bis sie in die schule geht dauern. Sie tut mir voll leid was alles mit ihr angestellt wird und das gerenne von arzt zu arzt macht uns alle fertig.

Danke für zuhören

jule

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Hallo!

Was genau sind die Probleme Deiner Tochter?

Uns geht es ähnlich...

André ist jetzt 3,5 Jahre alt und sprachlich (Sprachproduktion, nicht Sprachverständnis) auf dem Stand von 18 Monaten bis zwei Jahren.
Ursache ist wohl eine Mundmotorikstörung bzw. Verdacht auf verbale Dyspraxie.

Er geht seit einem halben Jahr zur Logopädin. Zuerst ein Mal in der Woche, seit Anfang des Monats zwei Mal.
Er macht ganz langsame Fortschritte und hat nur einen Wortschatz von ca. 50 Wörtern. Er kann viele Buchstaben bzw. Buchstabenkombinationen nicht sprechen.
Das große Problem ist, dass er ein starkes STörungsbewusstsein hat, und sich nicht traut, mit seiner Sprache zu "experimentieren". Er quatscht zuhause ohne Punkt und Komma und wir verstehen ihn meistens. Aber andere Leute verstehen ihn leider nicht.
Er nutzt jeweils ein Wort für viele Dinge. Beispiele:
- "Jumm" = ruschen, werfen, runterfallen, zufallen (Tür), umfallen (Bauklötze) usw.
- "Tüta" = Feuerwehr, Poilzei, Krankenwagen, Elefant

Es ist so frustrierend! Er möchte sich ausdrücken, kann es aber nicht. Zum Glück ist er im Kindergarten gut integriert und geht dort sehr gerne hin. Aber wenn sich nicht bald was tut, wird er wohl auch irgendwann wechseln müssen. Aber der nächste Sprachheilkindergarten ist 35km entfernt.

Vielleicht hast Du ja Lust auf einen Austausch. Wenn ja, schreib mir doch eine Mail über die VK.

LG Silvia

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Hallo Silvia,

marie hat eine mundmotorikstörung und sie hat eine verbale dispraxi. Bei ihr war es sehr schwierig sie hatte mit 1,5 einen wortschatz von über 200 wörtern und konnte schon " ich möchte bitte was trinken" sagen nur bei ihr hörte es sich ungefär so an: ick möcki bidde at ringen. Die logopädin meinte sie lernt nur neue wörter oder satzbildungen ohne die wörter richtig zu lernen, zu der zeit hat sie aber noch nicht sagen können woran das genau liegt das war mit ca. 2,5 jahren. und mit 2 wo wir dann einen entwicklungsstatus im krankenhaus machen mussten sagten sie sie hat einen wortschatz von ca. 350 wörtern. wir verstehen sie jetzt schon besser aber sie kann keine k, f, s, ch, sch, b, t, und kombinationen mit den buchstaben Beispiel: Vogel - Pogel, trinken-dinken, schlafen- plafen usw.

gruß juliane

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Hallo!

Sorry, dass ich erst jetzt antworte. Aber mein Mann hatte Samstag Geburtstag und das Wochenende war komplett verplant.

Bei André ist es ja ähnlich wie bei Deiner Tochter. Nur dass er einen sehr geringen Wortschatz hat. Der Grund dafür ist, dass er die Wörter korrekt aussprechen möchte. Das geht allerdings von ihm aus und nicht weil wir ihn unter Druck gesetzt haben. Er war schon als Baby so, dass er etwas erst gemacht hat, als er es "im Kopf" geübt hat und dann richtig konnte. Beispiel: Er hat sich sehr spät gedreht, aber als er es mit sieben Monaten das erste Mal richtig gemacht hat, ist er einen Tag später durch´s halbe Wohnzimmer gekugelt. Genauso war´s mit dem Laufen. Er hat nie die Phase gehabt, in der er ein oder zwei Schritte frei gelaufen und dann hingeplumpst ist. Er ist ewig nur an Möbeln entlanggelaufen und dann von jetzt auf gleich "richtig". So ist es leider auch mit der Sprache :-(
Das ist sooo frustrierend!
Nach welcher Methode arbeitet Eure Logopädin?
Ich bin im Moment - wieder mal - dabei, mich mit anderen Therapiemethoden und -möglichkeiten auseinanderzusetzen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich selber Ergotherapeutin bin (habe aber nie mit Kindern gearbeitet) so dass mich das Thema sehr interessiert.

Hat Deine Tochter im Babyalter Probleme mit dem Saugen? Hat sie viel gebrabbelt und Gegenstände in den Mund genommen?

André hatte extreme Stillprobleme in den ersten drei Monaten, hat wenig gebrabbelt und fast nie Spielzeug in den Mund genommen. Erst jetzt beim zweiten Kind merke ich, wie es hätte sein können. Aber mangels Vergleichsmöglichkeiten ist mir nie aufgefallen, dass vielleicht etwas nicht okay sein könnte...

LG Silvia

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Hallo Jule!

Erst mal langsam!

Ich bin/war selber so ein Fall und ging auch in einen solchen Kindergarten und dann auch eine solche Schule.

Sie geht ja erst seit August drinnen, das sind erst 4 Monate!!!

Sprech mal die Erzieherin darauf an, diese bemerken viel früher als du einen fortschritt!

Aber freunde dich jetzt schon mal mit dem Gedanken an das sie später evtl eine lese und rechtschreibschwäche haben wird. Das folgt oft durch eine Sprachstörung und achte unbedingt darauf.

LG
Karina mit Simon & Colleen

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Hallo Jule,

im März 2008 ging es bei Leon los, dass er anfing zu stottern. Im April kam dann der Kiga auf mich zu, ob wir nicht etwas unternehmen wollen. Die Rede war von Logopäden bzw. Frühförderung, obwohl er kein Frühchen ist. Mittlerweile hatte er das Sprechen fast eingestellt und fiel auch in die "Babysprache" zurück, weil er sich einfach nicht ausdrücken konnte. Wir waren alle extrem fertig deswegen, weil er zuvor bereits sehr gut gesprochen hat. Aber was ich eigentlich sagen wollte: Nach Rücksprache mit der KiÄ, Logopäden und dem Kiga haben wir uns dazu entschlossen, das Ganze einfach zu ignorieren und so zu tun, als würden wir das Stottern einfach gar nicht hören. Wir (Eltern usw.) haben ihn ja verstanden. Im Kiga war es natürlich nicht leicht und ich war drauf und dran mir mal einen Sprachheilkiga anzusehen....... Die KiÄ meinte dazu aber, dass Leon dort ja nicht lernen würde, sondern eher einen Rückschritt, statt Fortschritt machen würde und sich das dortige Sprechen "abschauen" würde. Und siehe da, nach einem anstrengenden Jahr hat sich das ganze Problem in Luft aufgelöst. Er spricht jetzt wunderbar. Zwischendurch mal ein paar Stolperer, aber ich denke, das ist für sein Alter ganz normal. Ich bin also eher dafür, nicht so viel "herum zu rennen" und "rumzudoktern", zumal mir ein Logopäde mal gesagt hat, dass man vor dem 5. Lebensjahr noch gar NICHTS machen sollte. Macht man ein Problem aus einer Störung wird sie für die Kleinen erst recht spürbar und damit auch für sie zum Problem.
Ich hoffe, dass es bei Leon jetzt auch so bleibt, da ich weiß wie anstrengend und nervenaufreibend so eine Situation sein kann.

LG Luna #klee

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Hallo,

also zu dem Zitat "zumal mir ein Logopäde mal gesagt hat, dass man vor dem 5. Lebensjahr noch gar NICHTS machen sollte" muß ich jetzt mal was loswerden:

Unsere Tochter ist jetz 4 1/4 Jahre alt. Ihre Sprache war schon immer auffällig, hat erst mit 11 Monaten mit den ersten Silbenbildungen angefangen, auch nur sehr wenige, mit 2 1/2 Jahren hat sie gerade mal Mama, Papa, ich, nein, meiner gesagt. Wir haben unseren KiA von Anfang an angesprochen, dass da was nicht stimmt. Aber er meinte immer, sie hat noch ein halbes Jahr Zeit. Nach dem halben Jahr wieder: sie hat noch ein halbes Jahr Zeit.

Mir hat es dann gelangt und ich bin zu einem anderen KiA. Der hat uns endlich ernstgenommen und uns Logopädie verschrieben. Unsere Tochter ist jetzt seit 1 1/2 Jahren in logopödischer Behandlung.

Und sowohl ich als auch die Logopädin (die im übrigen NICHT auf unsere Tochter, also einen Patienten angewiesen ist, sie hat viele viele Kinder auf der Warteliste) sind der Meinung, dass es richtig war, dass man was unternommen hat. Auch kleinere Kinder kann man schon logopädisch helfen.

Klar kommt es auf das Problem an. Wenn das Kind "nur" einzelne Laute nicht sprechen kann, dann langt es bestimmt, wenn man erst mit 5 Jahren mit Logopädie anfängt. Aber wenn man Kinder mit größeren sprachlichen Problemen hat, ist es mit 5 jahren viel zu spät.

Bei unserer Tochter besteht auch der Verdacht auf verbale Entwicklungsdyspraxie. Sie hat eine I-Platz im normalen Kindergarten (obwohl ein Sprachheilkindergarten wahrscheinlich besser wäre, hat es aber hier nicht). Wahrscheinlich wird sie auf eine Sprachheilschule gehen.

Gruß



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Hallo!

Unsere KiÄ hat auch immer gesagt, dass wir abwarten sollen und uns immer wieder vertröstet. Durch einen HNO-Arzt haben wir dann die Verordung zur Pädaudiologie bekommen und die sagten sofort, dass es richtig sei, früh mit einer Therapie zu beginnen. Dort wurde uns sofort Logopädie verordnet. Die weiteren Verordnungen bekommen wir jetzt von meinem Hausarzt (dessen Sohn auch ewig in logopädischer Behandlung war).
Und ich merke ja bei André dass es was bringt. Wenn wir erst mit fünf Jahren mit einer Therapie begonnen hätten, wären die Defizite im Schulalter noch größer.
Vertrösten lassen bringt nichts...

LG Silvia

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