Eine moralische Frage

Hallo allerseits,

ich bin Ende 40, geschieden und will derzeit keine feste Beziehung. Hatte einige Sexbeziehungen / Freundschaften+ in den letzten Jahren, auch parallel, mit Einverständnis aller Beteiligten, und habe diesen Zustand sehr genossen.

Seit einem halben Jahr treffe ich mich ca. 1x die Woche mit einem Mann, zu dem ich mich sehr stark hingezogen fühle. Bester Sex ever, aber er ist ein schwieriger, verschlossener Typ. Unser Beziehungsstatus ist ungeklärt. Ich hab ihm von Anfang an gesagt, dass ich nix Exklusives will. Zunächst war das okay, aber dann wurde er arbeitslos, hatte eine psychische Krise und wurde eifersüchtig. Ich hab dann erstmal drauf verzichtet andere Männer zu treffen und hab ihm das auch gesagt. Für die Zukunft versprochen habe ich nichts, aber habe mich seither dran gehalten.

Ich merke aber immer mehr, dass dieser "monogame" Zustand mich stört. Ich würde mich gerne mal wieder mit einem meiner früheren Sexfreunde treffen. Wobei mir mein "Dauer-Sexpartner" schon wichtiger ist. Frage ist: Was tun? Ich hab Angst, dass ich ihn verletze und vergraule, wenn ich mit ihm darüber rede. Wenn ich es ab und zu mal ohne sein Wissen mache, wird er es nie erfahren und alle haben ihre Ruhe. Aber wäre das moralisch okay oder ist das Fremdgehen unter diesen Umständen? Was meint ihr?

Danke und liebe Grüße
B.

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Entartungen.... Krasse Aussage.
An die te...
Ich kann mich da gut hineinversetzen und ich stelle mir keine moralischen Fragen mehr. Mach, was immer sich für dich gut anfühlt.

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Meinst du, dass die Verwendung von "Entartung" in Anbetracht der Begriffsgeschichte angemessen ist?

Es mag ja sein, dass ich mich außerhalb deiner Vorstellungswelt bewege, aber wenn die von mir dargestellte Option "für mich sicherlich" moralisch korrekt wäre, würde ich nicht fragen.

Ebenfalls schönen Tag

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Ich finde, dass du mit ihm reden musst.
Es geht nicht um monogan oder sonst etwas, sondern um Ehrlichkeit. Die würde ich auch von einer Freundschaft + erwarten.

LG

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Danke dir! Ja, ist auch meine Tendenz.

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Als sie, aus deiner Sicht, wild durch die Gegend gevögelt hat, war sie Single #aha

JETZT erst hat sie jemanden und kommt mit dieser moralischen Frage.

Ich finde es ziemlich vermessen wie abwertend du deine Aussage formulierst und so machst als hurt sie rum...und ja klar, ich weiß, hast du natüüürlich nicht!

Abgesehen davon: Immer zuerst an den Dreck vor der eigenen Türe denken, nicht wahr?!

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nun ja... Dein „Dauersexpartner“- wie du ihn nennst- führt mit dir sicherlich eine emotionale und physische Exklusivbeziehung. Du mit ihm aber nicht. Jedenfalls so, wie du die Situation beschreibst. Ausserdem hast du ihm ja gesagt, dass du die anderen Männer lassen willst, Zeitangabe offen. Er ist eifersüchtig- also führt er wohl für sich eine feste, monogame Beziehung mit dir. Ich würde es sehr fies finden, wenn du ihn einfach so ohne sein Wissen hintergehst, auch wenn du eigentlich keine monogame Beziehung willst. Aber mir scheint, dass er eben da anders fühlt. Eine saubere Sache wäre es, dich entweder exklusiv für ihn zu entscheiden ODER mit ihm klar Schluss zu machen und deinen Drang nach mehreren Männern danach nachzugeben. Aber beides: also ihm vorgaukeln, er wäre der einzige, während du mit anderen ins Bett steigst, finde ich moralisch absolut nicht gut! Oder er ist mit der Zeit vielleicht offener für deine Art Beziehung zu führen.
Du scheinst das aber genau gleich zu sehen, sonst würdest du nicht fragen. Deshalb scheinst du eigentlich zu wissen, was zu tun ist. Oder willst du nur unser „Okay“ dazu, damit du dich nicht so schlecht fühlen wirst?

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Danke für deinen Beitrag! Ja, ich sehe das eigentlich auch so, dass es für ihn emotional und physisch exklusiv ist. Da er ziemlich launisch ist und die Kommunikation oft schwierig, nehme ich das nicht immer so wahr, und frage mich dann, wie ernst ich diese "Beziehung" nehmen soll. Und bin oft auch selber unschlüssig, was ich will. Aber er ist mir schon wichtig und ich will ihn nicht hintergehen. Ich denke, ich werde nochmal das Gespräch mit ihm suchen und versuchen herauszufinden, was ihm wichtig ist.

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Hallo,

mal eine andere Perspektive.

Du beschreibst deinen Sexualpartner als verschlossen und schwierig. Dann wurde er arbeitslos und eifersüchtig. Vielleicht fiel das nur mehr oder weniger zufällig auf den gleichen Zeitpunkt und er ist eigentlich sowieso ein eifersüchtiger Typ? Wie lange kanntet ihr euch zu der Zeit?

Bei deiner Beschreibung des Mannes bekomme ich Fluchtreflexe. Für Sex, wenn der grandios ist, ok - als Partner an meiner Seite: never!

LG

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Wir kannten uns da erst ein paar Wochen. Ich hatte ihm allerdings noch vor dem ersten Sex gesagt, dass ich nicht monogam sein will, und er meinte, das sei kein Problem.

Mein Eindruck ist, dass er jenseits von Sex nicht viel Nähe zulassen kann und deshalb schon einige seiner Partnerinnen vor mir Fluchtreflexe bekamen, daher auch seine Verlustängste. Mich stört die mangelnde Nähe nicht so sehr, ich habe mein eigenes Leben. Zu dem gehört aber (eigentlich) auch, dass ich ab und zu mal Sex mit anderen habe. Ist schwierig.

Danke für deine Perspektive!

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