Unterschiedliche Vorstellungen - wie klären?

Hallo ihr Lieben! #winke

Ich habe ein großes Problem. Und zwar haben sich die Vorstellungen und Vorlieben von meinem Mann und mir irgendwie auseinanderentwickelt bzw. eigentlich fand ich einiges, was er immer wollte, eigentlich immer schon nicht so toll, hab es aber irgendwie "geduldet". Nun hat sich das aber so entwickelt, dass ich dadurch echt nur noch gaaaanz selten Lust auf Sex habe, von selber gar nicht aktiv werde und mich dann quasi überreden lasse weil ich ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich immer nein sage. Währenddessen hoffe ich dann immer, dass es möglichst schnell vorbei ist. Wenn ich mich drauf einlasse, habe ich schon auch Spaß und komme auch zum Höhepunkt meistens, trotzdem finde ich es insgesamt echt nicht so toll. #schmoll

Habt ihr vielleicht Tipps, wie man diese verfahrene Situation klären kann? Klar, drüber reden. Das ist mir schon bewusst. Haben wir auch schon mit angefangen. Ist aber schwieriger, als man vielleicht denkt. Und nur dadurch, dass man drüber redet, ändern sich ja die Vorlieben auch nicht. Das ist generell natürlich eine schlechte Situation, aber bei uns grade besonders, da wir in ein paar Tagen in den ersten ÜZ starten wollen. Und ohne Sex wird das ja nicht funktionieren. #kratz

Hat jemand eine Idee? Bin für jeden Ratschlag dankbar. #danke

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Hallo,

ich weiß ja nicht, um was für eine Vorliebe es sich handelt, aber dauerhaft den Sex nur dulden, so dass man am Ende gar keine Lust mehr hat..? Das kann es ja nicht sein.

Klar gehen Vorlieben nicht vom Reden weg, aber dennoch kannst Du sagen, was Du willst und was Du nicht willst.

Wie wäre es mit einem Kompromiss? Mal macht Ihr es so, wie er es will und mal nicht? Da kann man sich ja absprechen.

Sex ist jedenfalls nichts, was man einfach über sich ergehen lassen sollte. Und der Höhepunkt allein macht den Sex noch lange nicht gut und befriedigend. Finde ich zumindest.

Viele Grüße!

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Dass das nicht das Wahre ist, seh ich ja auch. Mein Mann mag z.B. gerne Oralsex. Sowohl ich bei ihm als auch er bei mir. Ich finde beides nicht so den Brüller. Hab ich ihm auch schon gesagt. Das größte Problem ist dabei eigentlich, dass er das zwar akzeptiert, aber dann beim Sex sagt wie gerne er das jetzt machen würde. Und wenn ich dann ablehne dann reagiert er immer so traurig dass ich mir vorkomme wie die böse Stiefmutti die immer zu allem nein sagt. Er macht mir da dann mega das schlechte Gewissen, auch wenn ich rational weiß, dass das Unsinn ist.

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Ja, verstehe. Ich würde es auch nicht komplett verweigern. Aber meinst Du, er kann sich darauf einlassen, dass er es mal bekommt und mal nicht? Also mit Ankündigung sozusagen und dann ohne dass er beim Sex wieder dvaon anfängt?

Wenn er das mitmacht, würde für Dich ja auch der Druck weniger und Du hättest wieder mehr Spaß am Sex. Und vielleicht sogar an der Sache, die Du jetzt gerade nicht so toll findest.

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Hallo!

Ihr solltet REDEN und zwar BEVOR ihr an die Kinderplanung geht.

Darüber, dass emotionale Erpressung WÄHREND man Sex hat noch schlimmer ist als sonst.

Wenn euer Sexleben jetzt schon Mist ist, wie soll es denn dann sein wenn ihr Kleinkinder habt die auch Energie kosten? Sorry, aber das Sexleben ist einer der wichtigsten Punkte, wenn man eine Langzeitbeziehung führen will, die auch in 20 Jahren noch klappt. Wenn Du auf der Basis jetzt an die Familienplanung gehst, dann wette ich absolut, dass es nicht lange dauert, bis ihr euch trennt. Schließlich hast Du dann mehr Stress, bist noch weniger entspannt, und dann auch noch miesen Sex, wenn man sowieso schon nicht so viel Lust hat? Mal ehrlich, was meinst Du wie lange er es ohne Sex aushält, bevor er fremdgeht?

Oder willst Du das dann einfach ignorieren mit Versorgerpapa und Einfamilienhaus, während er seine sexuelle Befriedigung woanders holt, nur damit Du Deine Ruhe hast?

Wenn der Sex jetzt schon Überwindung kostet würde ich eher die ganze Beziehung überdenken, statt Kinder zu planen.

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Ich finde nicht, dass ein - hoffentlich vorübergehendes, auf jeden Fall erst kürzlich entstandenes - Problem mit dem Liebesleben eine Rechtfertigung ist, eine jahrelange Beziehung einfach wegzuwerfen. Wir sind schon einige Jahre zusammen und seit kurzem verheiratet. Und am Anfang der Beziehung war unser Liebesleben super. Ich fände es ganz schön traurig, wenn jemand, nur weil in diesem Bereich nun Probleme auftauchen, eine ansonsten funktionierende Beziehung und in diesem Fall sogar Ehe einfach aufgibt. Das komm für uns nicht in Frage. Ich will das Problem vernünftig lösen, nicht es einfach ignorieren und beseitigen.

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Ich habe ja auch geschrieben dass ihr reden müsst - und zwar nicht im Schlafzimmer - und das Problem ernsthaft angehen, bevor es an die Babyplanung geht.

Nicht abwarten und derweil schon mal schwanger werden, weil das alles nur wesentlich komplizierter macht.

Sex in der Schwangerschaft ist oft schon ein schwieriges thema, und danach erst recht, es ist schon unter idealbedingungen oft nicht einfach mit Baby wieder ein Sexleben aufzubauen. Ist absolut keine Seltenheit. Klar, während dem Wochenfluss darf man nicht, aber danach wieder in Schwung kommen ist gar nicht so einfach, nicht wenige Paare brauchen da einige Monate unter denen die Beziehung leidet.

Und wenn für Dich Sex dann nicht mal was ist, das positiv und schön ist, dann würde es Dir eben noch wesentlich schwerer fallen, wieder damit anzufangen. Und das Risiko, dass ihr erst wieder die Kurve bekommt wenn es an die Planung fürs zweite Kind geht und nachd essen Geburt dann gar nichts mehr geht ist eben sehr hoch bei der Vorgeschichte, deswegen bitte ich Dich sehr eindringlich, es ernst zu nehmen und ERST eine Lösung für euch beide zu finden und DANN erst schwanger zu werden.

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Lasst das mal lieber mit dem Kinderkriegen.

Wer davor schon sexuell nicht zusammen passt, der tut es danach nie wieder.

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Aber am Anfang der Beziehung hat es ja auch gepasst. Von daher gebe ich da jetzt nicht einfach auf. Zumal wir erst vor 3 Monaten geheiratet haben und keine Familie zu gründen für uns - zumindest aus einem solchen Grund - nicht in Frage kommt.

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Man entwickelt sich nunmal weiter.

Und wenn diese Entwicklung konträr verläuft, dann werden sich die Wege irgendwann trennen.

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"Ohne Sex wird das ja nicht funktionieren"

Richtig. Aber mit Oralsex auch nicht.

Redet doch mal drüber, ob ihr das nicht öfter mal weglassen könnt. Es muss ja nicht nur immer nach seiner Nase gehen.

Den emotionalen Druck hälst du nicht ewig aus. Wenn ihr ein Kind habt und du vielleicht die erste Zeit nach der Geburt noch keinen Sex haben kannst/willst, möchte er bestimmt als Alternative Oralsex von dir. ....überlege dir, ob du das dann willst.

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Naja, es ist ja nicht so, dass er es dann beim Oralsex belässt. Und ich denke man muss auch beim Kinderwunsch nicht alles streichen, was nicht direkt einer möglichen Schwangerschaft dient.

Und vielleicht täusche ich mich, aber ich glaube nicht, dass er nach der Geburt Oralsex fordern würde. Er kann auch gut ne zeitlang verzichten, wenn es die Umstände erfordern. Z.B. wenn ich meine Tage habe, mal wieder 5 Wochen am anderen Ende von Deutschland bin (ja gut, dann geht es eben auch nicht anders) oder jetzt z.B. in dem Zeitraum wo ich die Pille schon abgesetzt hatte und mein Zyklus sich erstmal regulieren musste, da hat er auch komplett verzichtet.

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Warum verzichtet ihr auf Sex nach Absetzen der Pille? Damit sich der Zyklus regeneriert?
Versteh ich nicht.

Ich muss den anderen aber Recht geben. Wenn der Sex schon vor Kindern nicht passt, wird es immer schwieriger.
Gerade Kinder stellen das Sexleben auf den Kopf.

Dass zu Beginn eurer Beziehung alles gut war, heißt nicht so viel.
Zu Beginn nimmt man sich mehr zurück, bemüht sich um den Partner. Überleg dir gut, ob es der Mann zum Kinderkriegen und alt werden ist.
Meine Erfahrung ist, dann man oder Frau sich irgendwann holt, was er/ sie braucht. Zur Not auch auswärts.

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