Ernährung des Babys bei meiner Freundin

Meine Lieben,

ich benötige euren Ratschlag wie ich mit dem im Betreff genannten Thema umgehen soll. Vorne weg, ich möchte mich eigentlich gar nicht einmischen und finde es immer schwierig wenn man zu anderen Müttern "du solltest aber..." im Bezug auf ihre Kinder sagt.

Meine Freundin und ich sind im Abstand von 10 Wochen Mütter geworden und musste beide sehr dafür kämpfen.
Unseren Mäusen geht es gut und die sind gut drauf.
Nun kamen wir letztens zu dem Ernährung unserer Babys. Dabei sagte sie mir das ihre 10 Monate alte Tochter zum Frühstück Nutella, Marmelade oder auch Salami bekommt. Eis und Co gehört hier ebenfalls teilweise zur täglichen Ernährung dazu.
Zum Mittag kocht sie eigentlich nur mit Tüte und gibt dieses ihrer Kleinen ebenfalls.
Mir stellt sich nun beim Thema Salz und vorallem Zuckergehalt echt die Nackenhaare auf ABER ist es wirklich so schlimm?
Oder bin ich es, die hier einfach nur in ihren Gedanken übertreibt?
Sollte ich es vorsichtig ansprechen?

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Ich würde es schon ansprechen. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass du nicht die erste bist, die das tut.

Und nein: Du übertreibst hier nicht.

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Ich würde das nicht ansprechen. An solchen Informationen kommt man doch als junge Mama nicht vorbei, oder?
Also will sie es wahrscheinlich nicht besser machen. Oder ist es ein anderer Kulturkreis, fremde Sprache usw.?
Der Kinderarzt wird schon fragen, wenn was nicht stimmt. Du sagst ja selbst, eigentlich ist alles in Ordnung.
Mit 12 Monaten durften meine Kids dann auch alles essen, Ungesundes natürlich in Maßen. Es sind alle topfit. Und spätestens wenn große Geschwister da sind, kann man die Kleinen nicht mehr so lange von allem fern halten.

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Oh je, nicht gut 🙈
Tatsächlich ist es aber ihre Sache, du könntest es vielleicht erwähnen, aber dann ist gut...
Du übertreibst in meinen Augen nicht!

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Schwieriges Thema. Meine andere Sichtweise dazu:
Ich war als Kind immer untergewichtig. Ass nie, spuckte alles aus. Der Kia damals hat meiner Mutter Vorwürfe gemacht, weil ich nicht zugenommen habe. Seine Sprüche sind ihr so eingefahren, dass sie sie heute noch 1:1 wiedergeben kann. Konsequenz davon: sie futterte mich mit mehr Zucker und Fett als gut wäre (hat übrigens erst im Pubertäralter Wirkung gezeigt, vorher war ich immer zu klein und zu leicht. Jetzt nur noch zu klein...). Mein Hausarzt sagte mir letztes Jahr, dass das wahrscheinlich der Grund für mein heutiger Hang zum Übergewicht ist (das, und sicher noch die fehlende Disziplin 🙈).
Meine Tochter ist genau so: untergewichtig, isst nichts, nimmt ab, isst noch weniger. Die pure Verzweiflung liess mich auch schon die eine oder andere zusätzliche zuckerhaltige Speise oder noch ein Teelöffel mehr Öl ihr geben... obwohl ich aus den Fehler lernen will, schaffe ich es nicht immer. Es ist unglaublich anstrengend.
Liegt vielleicht ein Gewichtsproblem vor beim Kind? Wenn ja: bitte machen lassen. Es baut so sehr Druck auf, wenn man immer wieder darauf angesprochen wird.
Wenn nicht, und diese Ernährung ihr Lifestil unterstreicht, würde ich es auch ansprechen.

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Guten Morgen, nein ihre Tochter hatte eher immer etwas zu viel. Nun ist sie aber auch mobiler und es verwächst sich ganz normal. Wie gesagt ich weiß das sie nur das Beste für die Kleine möchte aber beim Thema Ernährung sind sie selbst halt schon speziell.
Sie hatte eine Schwangerschaftsdiabetis weshalb sie sich aufregte das sie keine Softgetränke mehr trinken durfte und das sie ja kein Wasser mag.
Sie selbst wiegt mittlerweile mehr als 1 Tag vor Ihrer Entbindung. 🧐
Und dann eben diese Überzeugung das es eine gute Ernährung ist, ist irgendwie beängstigend.
Ich sag mir ja auch das man ja bei einem Erwachsenen auch nicht steht und den Essenstisch "kontrolliert"... 🤔

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Würde ich durch Die Blumen ansprechen. Einfach sagen, dass dein Kind das nicht bekommt wg Zucker und Salz etc pp...

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Ohje, ich kann dich verstehen, ging mir auch schon ähnlich, wenn ich sowas gesehen habe. Aber letztlich ist es ja ihr Ding.
Ich würde mich raushalten, höchstens ab und an mal erzählen, was dein Kind so zu essen bekommt. Entweder sie versteht es dann zwischen den Zeilen zu lesen oder sie will es vielleicht gar nicht.
Letztlich ist es ihre Entscheidung und man sollte sich da auch nicht einmischen. Klar ist es für das Kind blöd. Aber im Laufe der Jahre wird man immer wieder auf Situationen stoßen, wo man ziemlich entsetzt darüber ist, wie andere Leute mit ihrem Kind umgehen und was sie für Ansichten haben.

Ich habe da auch total drauf geachtet, mein Kind hat erst mit 2,5 Jahren im Kindergarten Süßigkeiten kennengelernt. Ich habe aber damals auch gemerkt, dass andere mich oft dafür belächelt haben, dass ich so penibel auf die Ernährung, vor allem im ersten Lebensjahr, geachtet habe. Aber mir war das egal.

Ich kann es aber auch nicht verstehen, dass es sowas in unserer heutigen aufgeklärten Gesellschaft noch gibt, wo Informationen und gesunde Nahrungsmittel für jeden so leicht zugänglich sind.

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Ja das habe ich getan, also erzählt was unsere Motte bekommt.
zB habe ich erzählt das ich einen Tomaten-Möhren-Aufstrich gemacht habe und mal anfangen will ihr Brot mit diesem zu geben. Ihre Antwort: "Das arme Kind. Sie muss doch mal Vielfalt kennenlernen. In jedem Gläschen ist ja schon Tomate/Möhre drin."
Ich sagte dann nur dass das ja sein kann aber ich ja gar keine Gläschen gebe und sie daher auch im Moment eher selten Möhre oder Tomate zum Mittag bekommt.

Ich hab so ein wenig das Gefühl das wir da einfach auf ganz anderen Planeten leben. 🧐

Ich glaube ich bin auch einfach etwas angefressen das sie mich kritisiert wie ich mein Kind ernähre. Gerade wenn ich sehe was es aber bei Ihnen gibt. 🤔🤔

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Na wenn das so ist, dann wirst du da wohl eher auf taube Ohren stoßen, sie scheint sehr davon überzeugt zu sein, dass sie es richtig macht.
Andererseits solltest du dich aber auch nicht für die Ernährung deines Kindes rechtfertigen. Wenn nochmal so was kommt wie "Das arme Kind" kannst du ja ruhig mal kontern, dass dir eher ihr Kind leid tut. 😏

Ich glaube dass viele Kinder leider so ernährt werden wie das Baby deiner Freundin und die meisten werden damit ja auch gut groß und es gibt ja die Us, wo ein Arzt einen Blick auf die Gesundheit des Kindes hat. Da wird dann schon angesprochen, wenn was nicht in Ordnung ist.

Zieh du dein Ding durch und tue das beste für dein Kind, indem du ihm die Vielfalt einer gesunden Ernährung zeigst!

Wenn ich mit meinem Kind (jetzt 3) auf den Spielplatz gehe, dann hatten wir immer schon eine Banane dabei und meistens noch ein anderes Obst und Wasser. Es gab da einen Vater, dessen Kind immer schon normale, zuckerhaltige Kekse und Fruchtnektar dabei hatte, der hat meinem Kind dann sogar schonmal einen Keks vor die Nase gehalten, als wir die Banane gegessen haben, nur um mich zu provozieren. 🙄

Es kann natürlich jetzt alles Zufall sein, aber mein Kind isst jetzt fast alles, sämtliche Gemüse- und Obstsorten, im Kindergarten ist man ganz begeistert von dem Frühstück, das ich mitgebe und gerne gegessen wird (immer Gemüse und Obst zum knabbern und etwas Brot) und manchmal, wenn mein Kind die Wahl hat zwischen Apfel und Schokolade, dann greift es tatsächlich lieber zum Apfel. Aber klar, nun mit 3 Jahren gibt es ab und zu natürlich mal was süßes, und auch mal Pizza oder Pommes, aber nicht täglich und es wird auch nicht verlangt.

Die Mutter des anderen Kindes, von dem ich eben erzählt habe, beschwert sich jetzt ständig, dass ihr Kind überhaupt kein Obst isst und immer nur einen Löffel voll isst, egal was sie kocht. Schlussendlich isst sich das Kind dann an Keksen, Eis und Gummibärchen satt.

Was ich auch nie vergessen werde: Als mein Kind 14 Monate alt war, war ich mit ihm auf einem Geburtstag. Ich habe meinem Kind keinen Kuchen gegeben, sondern Banane und einen Vollkornbrei (wenn mein Kind von sich aus hätte probieren wollen, ja, dann hätte ich ihm wahrscheinlich einen Löffel voll von der Torte gegeben). Dann war dort eine Mutter, die ihr, offensichtlich schon sehr übergewichtiges, 10 Monate altes Kind mit einem fetten Stück Sahnetorte fütterte, und dabei sogar noch für alle erklärte, wie schlimm sie es findet, was manche für einen Aufwand wegen der Ernährung ihres Kindes veranstalten, alles gute von ihren armen Kindern fernhalten und ihnen nichts gönnen. Mit 10 Monaten könne ihr Kind nun alles essen. 🙄
Ich war einfach nur sprachlos und bin es in dieser Sache bis heute.

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Ich finde bei sehr guten Freunden kann man das ansprechen, aber ich würd eher mal so fragen wenn du beim Essen dabei bist z.B hast du keine Bedenken dem Kleinen das zu geben aufgrund des hohen Zuckergehalts?

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Hallo. Wenn sie deine Freundin ist, und vielleicht auch eine recht gute, dann kocht doch mal gemeinsam für die kleinen und euch. Nebenbei kann man sich dazu unauffällig über Ernährung unterhalten.

Lg

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Guten Morgen,

Also grundsätzlich bin ich ja der Meinung, dass jeder das tun soll, was er für richtig hält.
Aber du bist ihre Freundin, da würde ich auch was sagen.

Da sie sich aber selbst eher ungesund zu ernähren scheint, wirst du da vermutlich nicht viel erreichen. Wer von Fertiggerichten lebt, wird selten für sein Kind selbst gesünder kochen.

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