Völlig am Ende

Hallo ihr lieben,

Mein kleiner Emil ist das absolut größte Geschenk für mich und trotzdem bin ich mit meinen Nerven am Ende.
Durch das ganze Corona-Thema finde ich bei mir einfach niemanden, der mir helfen kann oder will.
Ich verstehe, dass die Zeiten nicht optimal sind, aber ich weiß nicht was ich tun soll.

Das Problem: nach seiner Geburt habe ich ihn sehr oft angelegt, auch solange er wollte. Leider hab ich im Krankenhaus nicht wirklich Hilfe beim stillen bekommen, also war es zu erwarten, dass mir nach zwei Tagen die Brustwarzen so weh taten, dass die Tränen beim stillen nur so gelaufen sind. 😔
Ich fragte meine Hebamme um Rat, sie zeigte mir verschiedene Griffe und schrieb mir eine Salbe auf.
Ich versuchte es zwei Tage, mit der Folge dass ich wieder völlig aufgelöst versuchte ihn unter Tränen zu stillen.
Durch die Schmerzen hielt ich es nie länger als Max. 10 Minuten aus, natürlich wurde er nicht richtig satt und wollte eine halbe Stunde wieder an die Brust. Ich wollte es ihm nicht verweigern und stillte weiter. Milch hab ich genug, nur kommt sie bei ihm nicht an.
Meine Hebamme meinte, dass so wie ich anlege, es komplett richtig ist, genug Brust im Mund, er schluckt schön und man sieht es am Kiefer. Aber die Schmerzen dabei sind die absolute Hölle.

Gestern Nacht, nach 4 Stunden Hölle, ist mein Freund los und hat Pre-Milch gekauft. Mein kleiner hat 25 ml getrunken und sofort geschlafen, super zufrieden. Da ist mir echt das Herz gebrochen, so entspannt sah er bei mir nie aus.

Ich finde keinen Kinderarzt mit Kapazitäten, bei Stillberaterinnen hab ich es auch versucht, jedoch nur mit dem Erfolg man könnte über Skype versuchen zu helfen.

Ich WILL ihn stillen, bin gerade aber am Ende meiner psychischen und physischen Kräfte angelangt. Soll ich versuchen abzupumpen?
Ich hoffe so sehr, dass mir hier irgendjemand einen Tipp geben kann. Sämtliche Anleitungen im Internet, YouTube oder Büchern hab ich schon versucht, mit dem gleichen Erfolg. Nichts gebracht.

Am wichtigsten ist mir mein Kind. Ich will nur dass es ihm gut geht, aber mit einer Mama der die Tränen in die Augen schießen, wenn sie nur ans stillen denkt, ist das schwer oder?
Es ist schon so, dass mein Freund ihn kaum mehr ablegen darf zum schlafen, weil meine Angst, er könne wach werden und will trinken, viel zu groß ist.
Er tut alles um mir zu helfen, ist aber auch an einem Punkt an dem er ratlos ist und mir rät, ich solle bitte nicht mehr weiterstillen, weil er sich das nicht mit angucken kann.


Es tut mir leid dass es so lang geworden ist.
Liebste Grüße

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Ohh du arme. Versuche doch abzupumpen und mit deiner muttermilch in der Flasche zu füttern. Und vielleicht beruhigt sich dadurch deine brust nach ein paar Tagen.

Muttermilch wäre schon sehr gut wenn es klappt wegen den Abwehrkräften usw und dabei ist es egal ob es aus der brust oder flasche kommt. Hauptsache deine milchBildung bleibt bestehen.

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Ich hab im Moment eine Handpumpe von Medela, das tut aber leider auch höllisch weh 😔
Habe die Nacht abgepumpt und ihm gegeben, ist es mit einer elektrischen weniger Schmerzhaft?

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Du kannst dir von deinem FA oder KA eine Pumpe verordnen lassen und dann in der Apotheke kostenlos leihen. Alternativ bei medela auf der Website für 2.5 Euro/Tag.
Mir hat das Stillen trotz richtigem Anlegen anfangs auch weh getan - mit der elektrischen Pumpe auf niedriger Stufe war es besser (da kann man auch parallel etwas Brustwarzensalbe verteilen). Alle, die so Schmerzen kennen, fühlen mit dir. Es ist unglaublich hart - stillen ist absolute Knochenarbeit. Wenn du dich durchbeißen möchtest, ist dir das absolut hoch anzurechnen!!

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Hast du denn schon brustwarzensalbe benutzt? Die von medela ist super.
Hat bei einer Wunden Warze nach einmal verwenden sofort geholfen.

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Hab ich schon neben mir liegen, sobald ich dann wieder stille, ist es wieder offen. :/

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Wie alt ist der Kleine genau?
Ganz ganz viele haben anfangs Probleme und Schmerzen. Bei mir hatte es auch erst höllisch weh getan. Mir wurde aber gleich im Krankenhaus zum Abpumpen geraten. Wichtig ist nur mind. einmal am Tag anzulegen, so vergisst der Kleine die Brust nicht. Lass dir von der Frauenärztin eine Pumpe verschreiben, die kannst du in der Apotheke leihen (vorher anrufen da sie begehrt sind). Sonst frag auch noch mal im Krankenhaus ob sie dir ein Rezept ausstellen können. Da hatte ich meins auch her.
Ich habe erst gepumpt bin dann aber sehr schnell zum Vollstillen übergegangen. Die Brustwarze tat dann nur noch kurz anfangs weh, nach ein paar Tagen später gar nicht mehr. Lass immer viel Luft an die Brust, keinen BH tragen, möglichst viel gar nichts tragen und immer schön Salbe drauf.
Mach dich nicht fertig,du gibst dein bestes. Das kann auch alles noch klappen 💓💓💓

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Oh nein, du Arme. Mir ging es ähnlich am Anfang. Ich hatte so wunde Brustwarzen und jedes stillen war eine Qual. Meine Hebamme hat mir empfohlen ein Rezept für eine elektrische Milchpumpe beim Frauenarzt zu holen und erstmal abzupumpen. Das war der beste Rat. Ich habe zwei Tage gepumpt und mit der Medela Flasche und Calma Sauger gefüttert. In der Zeit konnte alles abheilen, der Milchfluss wurde durch das abpumpen weiter angeregt und mittlerweile klappt es wieder richtig gut mit dem stillen.

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Ich kann dich so nachvollziehen, mir ging es Anfangs genauso :-( ich hatte aber das Glück, dass ich im Krankenhaus und später von der Hebamme super aufgefangen wurde. Mir haben Stillhütchen letztlich super geholfen, hast du die schon probiert? Nach drei Monaten hat es dann sogar ohne geklappt, aber da habe ich mich nicht gestresst - mir war wie dir letztlich am wichtigsten weiter stillen zu können. Ich habe auch die Salbe genutzt die weiter oben schon empfohlen wurde.
Ich wünsche dir alles Gute!

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Ah und von Lansinoh Wollfett habe ich benutzt. Habe von einer anderen Mama später gehört dass ihr Multi Mam Kompressen sehr geholfen haben :-)

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Oh - mir ging es genauso. Ich habe geweint und mir auf die Zähne gebissen, um mein Baby nicht anzuschreien.

Jetzt nach drei Wochen ist es zwar immer noch nicht heile Welt, aber alles im annehmbaren Rahmen.

Mir hat Magnesium und Kalzium geholfen. Und Multi-Mom-Kompressen sowie Silikoneinlagen für den BH (anstelle von Stilleinlagen). Diese haben wunderbar gekühlt. Ansonsten: Luft und Muttermilch - einfach den letzten Tropfen verstreichen.

Es wird besser! Wirklich. (Habe am Anfang auch jeden verflucht, der das gesagt hat.)

Viel Erfolg!

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Hallo,
ich stille schon das zweite Baby (die Kleine ist gerade 10 Wochen alt) und beides mal hatte ich anfangs die selben Probleme wie Du. Die Brust braucht Zeit um sich an die Belastung zu gewöhnen.

Sobald die Schmerzen zu arg wurden, habe ich mit Stillhütchen gestillt. Die gibts bei DM zu kaufen (von Medela oder MAM). Wenn die Brustwarzen wieder besser wurden, habe ich sie wieder weggelassen.

Auch die bereits genannten Multi-Mam Kompressen helfen mir sehr gut (gibts ebefalls im DM).

Abpumpen wäre natürlich auch eine Option, tut aber bei richtig wunden Brustwarzen auch weh. Ich komme mit der manuellen Pumpe von Medela ebenso gut zurecht wie mit de elektrischen (weh tun bei wunden Brustwarzen beide).

Auf stillkinder.de gibts einen guten Onlinekurs (leider kostenpflichtig). Das hat mir beim ersten Baby ganz gut geholfen, er hat nie nicht richtig angedockt.

Und ganz ehrlich: wenns nicht besser wird, dann darf man auch aufgeben. Blutende Brustwarzen und eine ggf. daraus resultierende Brustentzündung sind auch besch....

Ich wünsche Dir alles Gute!
LG

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Hallo, mal zum Trost. Ich bin Kinderkrankenschwester und habe so vielen Müttern beim Stillen geholfen, habe wunde Brustwarzen versorgt, milchstaus aufgelöst. Ich selbst habe 3 Kinder. Der große ist ein Flaschenkind. Bei der mittleren habe ich da gesessen und hatte Angst sie wird wach. Die Brustwarzen waren regelrecht angeknabbert. Es war furchtbar. Als ich dann völlig aufgelöst beim Gynäkologen saß und er die Brust anschaute, kam nur noch um Gottes willen sie hören sofort auf zu stillen. Mir ist eine riesen Last von den Schultern gefallen. Da ich ein starkes Antibiotikum nehmen musste, hätte ich pumpen sollen und pre füttern. Die Milch war aber innerhalb von 2 Tagen verschwunden. Bei der jüngsten habe ich es wieder versucht. Die hat super gesaugt genug Brust im Mund alles wie es sein soll. Und wieder passierte nach 2 Wochen das gleiche wie bei der mittleren. Wir haben uns dann noch 2 Wochen lang am stillen versucht und dann habe ich aufgehört. Allen 3 Kindern geht's gut. Sie sind gesund und haben keine Allergien. Ich finde stillen toll, wenn es klappt. Wenn es zum Krampf wird , sollte man es lassen.

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Hallo 🤗

Meine Zwillinge sind nun 10 Wochen alt und besonders die ersten 5 Wochen waren bezüglich des Stillens eine Qual für mich. Mir schossen vor Schmerzen immer die Tränen in die Augen und ich hatte Schweißausbrüche. Alleine der Gedanke ans stillen 😱

Ich wollte aber auch unbedingt Muttermilch für die beiden und so hab ich mit einer elektrischen Pumpe erstmal gepumpt und aus der Flasche gefüttert. Multi man kompressen sowie mam biotic kapseln waren meine absolute Rettung!!!!Die kann ich dir wärmstens ans Herz legen. Stillöl und Brustwarzencreme benutze ich auch und wer hätte es geglaubt (ich sicher nicht 😀) stille ich meine Zwillinge jetzt voll und das komplett schmerzfrei!

Alles Gute dir und setz dich nicht unter Druck

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