Ich war bei Stillberaterin - nee, nee, nee....

Auf der Suche nach den Ursachen für unsere Stillprobleme, war ich heute bei einer Stillberaterin und nun frage ich mich: Warum sind sich die "Experten" eigentlich niemals einig?

Zu den Stillzeiten:
Hebamme: "Stille nach Bedarf!"
Stillberaterin: "Mindestens 2 Stunden zwischen den Mahlzeiten warten!"

Zur Stillhaltung:
Stillclub.org: "Halte es mit dem rechten Arm, den Zwischenraum von Daumen und Zeigefinger hinter dem Genick des Babys (nicht hinter seinem Kopf) und stuetze mit den Fingern (mit Ausnahme des Daumens) von unten her sein Gesicht und mit dem Unterarm seinen Ruecken und den Po. "
Stillberaterin: "Auf keinen Fall am Genick fassen, das Baby streckt sich sont nach hinten durch."

Zum Zufüttern mit der Flasche:
Hebamme: "Wenn Du dich so wohler fühlst, dann gib die zwischendurch die Flasche. Das Baby wird deine Brust immer bevorzugen."
Stillberaterin: "Auf keinen Fall die Flasche geben, Saugverwirrung droht!" und später als Baby schreit "Hast Du keinen Schnuller dabei?"

Zur Ernährung:
Hebamme/Stillberaterin: "Keine Zitrusfrüchte, keine Bohnen, Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten etc."
Broschüre vom Bund deutscher Hebammen: "Es gibt keine wissenschaftliche Studie, dass die Ernährung der Mutter sich auf die Verdauung des Babies auswirkt."

Das sind nur einige der wiedersprüchlichen Aussagen, die ich jetzt gesammelt habe. Die Stillberaterin konnte mir auch nicht wirklich helfen. Wollte mir erzählen, dass ein Baby nicht immer Hunger hat, wenn es schreit. Ach, das ist ja mal 'ne Neuigkeit! Ich sage, dass ich schon ganz gut unterscheiden kann, was meine Tochter von mir will, ob sie 'ne volle Windel, Blähungen oder eben Hunger hat und so... Nö, das könne ich doch gar nicht wissen, ich sei ja viel zu unerfahren und meine Tochter noch zu klein als dass man das Gebrüll unterscheiden könne. Aaaaah ja! Wenn ein Baby an der Hand lutscht und auf dem Arm dann nach der Brust sucht, will es wohl nicht an die Brust? Und wenn es dann gierig saugt, hatte es wohl keinen Hunger oder was?

Und dann kam, dass ich meine Tochter ruhig mal schreien lassen soll. Sie müßte sich an meinen Rhythmus anpassen lernen und ich soll sie maximal alle 2 Stunden anlegen und bis dahin das Gebrüll aushalten.

Wisst Ihr was? Die können mich alle mal!!!

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Huhu

ich verfolge deine Beiträge schon eine ganze weile und ich finde es echt klasse wieviel mühe du dir gibst damit das stillen besser klappt.
Allerdings wenn es dich so erschöpft und verzweifelt wäre es evtl doch ne überlegung mit Flasche weiterzufüttern. Vielleicht ergibt sich ja doch die diagnose das deine kleine eine blockade oder so hat....ich wünsch dir jedenfalls weiterhin viel kraft

lg
sandra

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Ach, im Moment geht es ganz gut. Ich gebe ihr abends die Flasche, das klappt und ich komme klar. Ein Termin beim Kinderarzt und beim Osteopathen steht noch aus. Wenn die auch nicht helfen können, dann bleibe ich bei der einen Flasche am Tag und gut ist....

Die sind doch alle bekloppt...

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Hach, isses schön...

Dein Bericht ist einfach klasse.

Ich hatte früher mal eine Bekannte die sich als Stillberaterin hat ausbilden lassen.
Mir haben die armen Mütter echt leid getan, die an sie geraten waren. Sie wusste wirklich ALLES besser, hatte eine absolut radikale Einstellung dem Stillen gegenüber. Flasche geben, egal warum, kam einer Vergewaltigung des Babys gleich und Stillen war die Rettung der Welt. Beim dritten Kind hatte sie selber so große Schwierigkeiten, dass sie Fläschchen geben musste nachdem der Kinderarzt mit richtig Ärger gedroht hatte. #augen

Ganz schlimm...

Hebammen sehen das meistens etwas entspannter, obwohl ich auch da schon unterschiedliche Meinungen hatte als meine Hebamme damals Urlaub hatte und vertreten wurde.

Ich glaube, je nachdem welche Einstellung man selbst hat, sollte man derjenigen folgen, deren Meinung einem am ähnlichsten ist. Gerade beim Stillen scheiden sich die Geister und ich finde, man sollte sich nicht verrückt machen lassen.

Wie sagte meine Hebamme damals: "Hauptsache, Du kommst klar!" #pro

Recht hatte sie!

Herzliche Grüße

Christina 36+5 und mit 3 großen Söhnen


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Wie sagte meine Hebamme damals: "Hauptsache, Du kommst klar!"


Absolut!!! Ich fand diese gegensätzlichen Aussagen nur ganz interessant und wollte sie Euch nicht vorenthalten.

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Tja, wie bei so vielen Themen gibt es nicht DIE ultimative Anleitung zum stillen. Du hast Dir nun verschiedene Meinungen angehört. Jetzt ist es an der Zeit, dass DU für Euch den richtigen Weg findest. Vertrau auf Dich! Du wirst für Euch die besten Entscheidungen finden. Vielleicht wirst Du im Nachhinein feststellen, dass Du ab und an Fehler gemacht hast. Aber das gehört dazu!

Lg,
fine

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Hallo bine

ich hatte auch Startschwierigkeiten beim Stillen!! Meine erstes Kind konnte ich nur 5 Wochen, mein zweites gar nicht und jetzt beim 3 stille ich noch immer!!!!

1. Stillen nach Bedarf ist okay!! Jakob kam am Anfang alle 1-1 1/2 Std...
2. Ich habe alles gegessen und beobachtet was er verträgt und was nicht.. Knoblauch und Zwiebel waren ihm nicht mal einen Pups wert... Von Orangen wurde der Po wund und Bohnen schmecken mir nicht!! Habe Fencheltee getrunken wenn ich Hülsenfrüchte hatte..
3. Leg dein Kind so an die Brust wie es dir und dem Baby bequem ist - wenn du einen großen Busen hast musst du nur darauf achten, dass die Nase nicht bedeckt ist...
4. Lass dein Kind nicht schreien - Schreie verursachen noch mehr Schreie - Singen kann das Zwergi ja leider noch nicht...

und 5. dein Baby ist wunderschön!!! (Bild gesehen)

Alles Liebe und vertrau auf dich, vor dir liegt eine wahnsinnig schöne Zeit!!!!!!!!!!!!!!!!!

LG

bine3 + Nadine + Lukas + Jakob#baby

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1. Ja, das mache ich sowieso, aber ganau das ist bei mir das Problem. Mein Kind ist ein Nimmersatt und kommt teilweise alle 20 Minuten #schock

2. Ich esse auch alles und habe bisher noch keine Probleme gehabt bzw. mein Kind...

3. Zu der Sache mit der Nase: Auch da gibt es die unterschiedlichsten Aussagen. Die Hebamme meint, dass man die Brust immer von der Nase wegdrücken soll, stillclub.org meint, dass das Baby sich abstößt, wenn es keine Luft mehr bekommt. Irgendwoanders habe ich gelesen, dass man die Brust auf keinen Fall wegdrücken soll, weil das den Milchfluss blockiert. Ja wat denn nu'?

4. Keine Angst, ich lass' doch mein Zwergi nicht schreien...

5. Danke. Deine sind aber auch ganz gut gelungen #liebdrueck

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Hallo,

wenn du noch ´ne Freundin, die Mutter von der und ne weitere Hebamme fragst - hast du noch 3 weitere (unterschiedliche) Meinungen und Erfahrungen.

Wie ich aus der 1. Antwort sehe, hast du wohl Stillschwierigkeiten????

Das kenne ich, ich habe Bücher gelesen, in Foren nachgeschaut, Hebammen gefragt.... alle haben andere Ansichten, jeder weiß es am Besten und keiner konnte mir wirklich helfen.

Mit deinem letzten Satz hast du Recht. Mach, wie du es am besten findest.

Du wirst dein Kind ja nicht schreien lassen, wenn es Hunger hat und auch nicht im 5-Minuten-Takt anlegen. Da ist sowohl der Rat von der Hebamme, als auch der von der Stillberaterin richtig.

Ich hatte das Problem, daß Rebecca auch nie richtig trinken wollte, immer die Brustwarze wieder rausgeschoben hat und ich ständig Schmerzen hatte. Stillen ging nur mit diesen fetten, braunen Stillhütchen von Nuk. Nachdem die Schmerzen aber nicht besser wurden und Rebecca nur noch an der Brust gebrüllt hat, habe ich es schon gehaßt, wenn sie Hunger hatte.
Ich hab dann auf Abpumpen umgestellt, das ging ca. 1 Monat gut, aber die Milch wurde weniger und ich saß alle 2 Std. zum Pumpen da, neben mir eine weinende Rebecca, die eigentlich auf den Arm wollte (beides zusammen habe ich nicht hinbekommen).

Da habe ich das ganze dann sein lassen, immer weniger abgepumpt bis die Milch ganz weg war. Rebecca hat dann mit ca. 4 Monaten halt nur noch Flasche bekommen.

Und heute? Ist sie 11 Monate alt und hatte bis jetzt nur einmal Schnupfen. Da waren andere gestillte Kinder schon öfters krank.

Also, laß dich nicht ganz fertig machen. Ich halte zwar stillen auch immer noch für das Beste und würde es bei einem nächsten Kind auch wieder probiern, aber was nicht geht - geht nicht!

Ich weiß den Spruch nicht mehr genau, den ich so toll fand, aber irgendwie so ging der:

Lieber mit Liebe die Flasche, als mit Frust die Brust.

Und das stimmt!!!

Alles Liebe,

Yvonne + Rebecca (*16.09.2005)

9

Nee, im 5-Minuten-Takt lege ich sie nicht an, aber im 20-Minuten-Takt und dann verhält sie sich auch noch ganz komisch (schreit die Brust an, trinkt nur kurz und so). Mein Kind ist ein Nimmersatt. Sie hatte bei der Geburt nur 2600g und scheint einen enormen Nachholbedarf zu haben. Heute hatte sie schon knapp 4000g und sie wird morgen 5 Wochen alt. Der kann man beim Wachsen zugucken und mir beim Abnehmen. Jeder sagt mir, das sei ganz normal (Clusterfeeding), aber mein Instinkt sat, dass da was nicht stimmt. Meine Hebamme, die gesehen hat, wie sie sich verhält, stimmt mir zu. Sie meinte, es könnte evtl. eine Blockade (KISS) vorliegen und dass sie dadurch nicht effektiv trinken kann. Ich bin gerade dabei, mögliche Ursachen abzuklären und war eben auch mal bei einer Stillberatung. Nächste Woche geht es zum Kinderarzt und übernächste Woche zum Osteopathen.

Das Abpumpen klappt bei mir leider nicht, habe da schon alles mögliche probiert. Seit Anfang der Woche füttere ich eine Flasche am Abend zu. Jetzt ist es besser und die Kleene scheint satt zu sein...

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Hallo,

du machst das richtig. Vertrau auf deinen Instinkt! Ich hab viel zu spät auf mein eigenes Bauchgefühl gehört und wurde von den 1000 Meinungen die ich zu hören bekam fast wahnsinnig und war am verzweifeln.

Zum Stillen wirst du soviele Meinungen bekommen wie es Menschen gibt. Man selbst hat da meist viel besser im Blut, was das Baby wann und wie braucht und welche Stillhaltung am besten klappt etc.

Ansonsten:
Der Sache nachgehen, ob physisch alles i.O. ist oder ob es nur ein Schub ist. Ganz wie dein Instinkt es dir ja schon rät :-) . Iß genug und freu dich an deinem kleinen Baby, egal wie anstrengend es ist ;-) . Sie werden sooo schnell groß *schnüff* .

Durchhalten, es lohnt sich! Diese "Fressphase" geht vorbei.

LG

Mera + #baby Kilian (*27.Januar 06)

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Hallo,
ich kenn deine Vorgeschichte jetzt nicht so genau und muss auch sagen, das das stillen bei mir zum Glück problemlos verlief. Bis mir nach 4 Monaten die Milch so langsam ausging.
Meine Hebi meinte, bevor ich mich quäle, und das stillen mich nur noch stresst, soll ich lieber ein Fläschchen zufüttern.
Stillberaterin: Oh Gott , oh Gott, bloß nicht! Saugverwirrung (meine Kiä hat sich totgelacht) droht!
Stillen hat am Ende keinen Spaß mehr gemacht, wenn man sih dabei nur noch rumquält, und diesen Moment gar nicht mehr geniessen kann. Ich sollte auch im KH laut Stillberaterin immer ins Stillzimmer, da wäre die Atmosphäre besser und die Milch würde besser fliessen.
Hebi: stille da, wo du dich wohl fühlst und in der Position die für dich entspannt ist.

Die Stillberaterin hätte mich gerne an den Stuhl gefesselt und mich zum Stillen gezwungen. Weil wer seinem Kind die Flasche gibt, enthält ihm mit Absicht das beste was es kriegen kann vor. Bla Bla. Als ob Flaschenkinder dümmer wären.

Mach dir nicht so einen Stress. Wenn du zusätzlich mit Flasche füttern möchtest, dann tu das. Oder überbrück eine Mahlzeit mit fencheltee, wenn du möchtest. mach das, was dir dein Gefühl sagt, eine entspannte Mutter die auch Fläschchen gibt, bekommt die und dem Zwerg besser als wenn du wegen dem stillen schlecht drauf bist, weil es einfach nicht so will, wie es soll.

Viel #klee

PS: Ganz ehrlich: Die meisten Stillberaterinnen, sind nicht ganz dicht. Ausnahmen gibt es sicher, aber leider zu wenig. Wenn eine Stillberaterin nicht in der Lage ist, einen Kompromiss zu finden, wenn er für dich besser ist, dann hat sie nicht den richtigen Beruf.

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Hallo,
das war sicher keine AFS- oder LLL-Stilllberaterin, nicht wahr?

Grüße
Suse

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Ich habe keine Ahnung... die arbeitet irgendwie beim Kinderarzt und ich habe durch Zufall rausgefunden, dass sie Stilberaterin ist.

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hallo bine,

ich kenne deine vorgeschichte aus dem stillclub, und ich würde wirklich zu gerne wissen, was für eine stillberaterin das war?
so etwas lernen die nämlich NICHT in der ausbildung.
ganz im gegenteil.
man soll auf die bedürfnisse des babys sofort reagieren, stillen nach bedarf, also nicht warten lassen, etc...
ich würde mich beim verband, welchem sie angehört (afs oder lll) beschweren!
so eine frau darf doch keine stillenden mütter beraten!!!
*grrrrrrrrrrrrr*

lg Miriam

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Hallo,

das war aber eine komische Stillberaterin.

ich kann dir nur bedingt helfen, also hier meine Tipps, ich hoffe ich kann Dich danach nicht auch mal:-p;-)

1. bei uns haben sich alle auch nur annähernd blähenden Speisen ausgewirkt. Selbst eine Sauce in der Zwiebeln mitgekocht worden sind, haben meinen Sohn gequält wie nix! Ich habe fast nur noch Karotten, Auberginen, Zucchine, Gurke und mildes Obst, Brot etc.. gegessen. Vollkorbrot machte nichts.

2. Stille nach Bedarf

3. Selbst wenn das Kind gierig saugt, Hände in den Mund nimmt, muss das nicht unbedingt der Hunger sein. es kann auch nur nuckeln und saugen wollen. Hast Du einen Schnuller oder Stoffwindeln, Schmusetuch etc...?
Bei uns war es aber dennoch oft der Hunger!

4.Wenn Du Flasche geben willst, dann tu das. Wenn es Dir damit besser geht, dann tu das.

5. Bei uns hat mein Sohn nach der Flasche (abgepumpte Muttermilch) letztendlich nicht mehr an der Brust getrunken. Und das bei Avent, Neugeborenensauger! Brust war ihm zu anstrengend, der faule Sack!;-)

So nun noch ein schönes Wochenende!

Gruß bw

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Schnuller benutzen wir nicht, es ging bisher ohne. Sie saugt maximal am Finger (an meinem oder an ihren eigenen) und wenn sie das tut, dann hat sie auch Hunger. Wenn ich sie nämlich an die Brust lege, dann saugt sie wie ein kleines Raubtier.

Bisher nimmt sie Flasche und Brust problemlos an. Ich nehme NUK, aber ich glaube, sie würde auch andere nehmen. Der Hunger treibt's rein.

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