Der Start mit Beikost = das Ende fürs Stilen?

Hallo meine lieben.
Ich mach mir schon so langsam meine Gedanken was das Thema Beikost betrifft. Es ist mein erstes Kind und daher bin ich mir noch etwas unsicher. Ich möchte meine kleine maus auf jeden fall noch bis zum 6.monat voll stillen wenn nicht bis zum 8. Wenn ich dann mit der Beikost starte bedeutet das dann gleich das ende mit dem stillen? Muss man dann Fläschchen geben oder wie wird das gehandhabt? Wie ist es am besten oder welche Erfahrungen hattet ihr? Danke für eure Antworten im voraus. ☺️

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Mein kleiner hat mit 4 Monaten beikost bekommen und ich habe trotzdem nebenher noch stillen können. Deine Milch geht ja nicht von jetzt auf gleich weg und löst sich in Luft auf.

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Du kannst natürlich weiter stillen :)

Wir machen blw seit Motte 5,5 Monate ist. Jetzt ist sie 8,5 Monate und wird immer noch hauptsächlich gestillt 😅

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Hallo,

ich verstehe ehrlich gesagt nicht, worauf du hinaus willst, bzw wo das Problem liegen soll. Warum solltest du mit Fläschchen anfangen müssen nur weil dein Baby Beikost bekommt? Natürlich werden sukzessive die Mahlzeiten ersetzt, aber erstens dauert das schon etliche Monate bis der Tag quasi "stillfrei" ist (und das auch nur, wenn du es willst. Du kannst eine oder mehrere Stillmahlzeiten trotzdem beibehalten oder zusätzlich geben. Das ist ganz dir und deinem Baby überlassen!) und zweitens bleibt ja dann ggf noch Einschlafstillen und nachts. Also überall da, wo du jetzt gerade eine Flasche erwägst, kannst du ja trotzdem weiter stillen.
Bei BLW wird teilweise ewig keine Stillmahlzeit ersetzt. Auch nicht schlimm 😉.

Ich habe ein bisschen über 6 Monate voll gestillt, im 7. Monat langsam mit dem Mittagsbrei angefangen. Abendbrei kam dann einen Monat später, dann Nachmittagsbrei wiederum 1,5 Monate später und Frühstück kam dann zuletzt mit über 10 Monaten. Bis kurz nach dem ersten Geburtstag habe ich noch einschlafgestillt und je nach dem auch nachts. Erst mit dem Abstillen kam das Fläschchen. Mit der Beikost hat das nichts zu tun (wenn du nicht willst😊)

LG

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Also wir haben mit 5 Monaten mit Beikost angefangen. Würde ich im Nachhinein nicht mehr so früh machen, aber das hast du ja sich nicht vor.
Muttermilch war trotzdem noch bis über den ersten Geburtstag hinaus Hauptnahrungsmittel.
Insgesamt habe ich 23 Monate gestillt. Es wurde von alleine weniger. In der Krippe hat sie ganz normal gegessen und konnte auch ohne stillen super schlafen.
Zuhause haben wir irgendwann nur noch nachts gestillt.
Flasche hat unsere Maus nie gewollt und es ging auch sehr gut ohne 😊

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Eigentlich ist Beikosteinführung unter dem Schutz der Muttermilch am besten. Du fängst einfach mit Brei an und stillst weiter, nach den ersten Löffeln zum satt werden, wenn nach und nach die Mahlzeiten ersetzt werden dann eben noch die übrigen Mahlzeiten..

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Hallo!

Natürlich ist der Beikost-Start der Anfang vom Ende des Stillens, ABER es heißt Beikost, das meint, dass weiter gestillt wird bis alle Mahlzeiten voll ersetzt sind bzw. auch noch darüber hinaus. Ein Stillkind benötigt NIE eine Flasche mit Pre oder (weniger Hochwertig in der Zusammensetzung, nurPre hat als Kohlenhydrat ausschließlich Lactose) Folgemilch!

Ich habe zwei Extreme: Nr. 1 hat sich von einem Tag auf den anderen mit ca. 10 Monaten abgestillt, weil ich mit Nr. 2 schwanger war und ihr die Milch nicht mehr geschmeckt hat, weil sie sich auf die Bedürfnisse von Neugeborenen anpasst. Das war ein Gebrüll in einer Mietswohnung mitten in der Nacht von null auf jetzt, da haben wir um 3 Uhr Brei gekocht, später gab es dann Pre aus der Flasche bis sie 3 1/2 Jahre alt war (die letzten 2 Jahre nur abends, anfangs aber noch 2 Flaschen pro Nacht).

Nr. 2 hat bei mir Milch zum Einschlafen getrunken (mittags und abends) bis sie 4 Jahre alt geworden ist. Da habe ich dann auf ein Ende der Stillbeziehung hingearbeitet. Wenn es nach ihr gegangen wäre, dann würde sie vermutlich immer noch stillen. Und ja, sie hat wirklich noch getrunken. Ich habe nie Stilleinlagen benötigt, aber nach dem Abstillen. Die Dame hatte dann noch Mangelerscheinungen in Form von schlechten Fingernägeln, weil sie Kuhmilch abgelehnt hat. So gab es noch 1 1/2 Jahre morgens 120 ml Pre aus der Tasse. Erst jetzt als beinahe Schulkind konnten wir sie von den Vorzügen von normaler Kuhmilch überzeugen. Sie hat ihrer geliebten Storchenmilch (Bild auf der Verpackung) noch einmal so hinterher getrauert wie der Muttermilch.

Fazit: Beikost mit 6 Monaten langsam anbieten, weiterstillen so lange wie Mutter und Kind dies möchten.

Alles Gute,
Gruß
Fox

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Es kommt aufs Baby an. Einige essen sofort und gerne, bei anderen dauert es ewig, eine Freundin hatte einen Beikoststart nach Lehrbuch und das Kind hat mit 11 Monaten so gut gegessen, dass es nicht mehr stillen wollte. Bei einer bekannten genauso.
Meine ist 11 Monate, hat nur den Mittagsbrei akzeptiert, alles andere rumprobiert bis wir raus gefunden haben, dass sie abends nur Brot statt Brei isst und nachmittags statt Brei stückiges Obst. Während Motoriksprüngen (sitzen und hochziehen und krabbeln) hat sie das Essen auch gern mal verweigert. Mit 9 Monaten haben wir nur noch morgens , abends und nachts gestillt. Seit sie 10 Monate alt ist, trinkt sie weder Wasser noch Tee- neben der aktuell mal besser mal schlechter angenommenen Beikost wird also wieder viel gestillt...

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Das meiste ist ja schon gesagt worden. Ich möchte nur noch ergänzen: achte einfach auf Beikostreifezeichen, dann weißt du, wann der richtige Zeitpunkt ist: Kopf halten, mit Hilfe sitzen ohne Zusammensacken, halbwegs Handkoordination, d.h. die Hand kann was zum Mund führen, Zungenstoßreflex lässt nach (durch den schieben Babys feste Dinge wieder aus dem Mund raus) und v.a. Interesse am Essen.

Unser Mittlerer hat mit 3 Monaten schon den Mund aufgerissen und konnte kaum abwarten, endlich essen zu dürfen. Nr. 3 ist aktuell 3,5 Monate und noch lange nicht so weit, auch wenn sie theoretisch ab dem 26.12. dürfte. Am Anfang deckt der Brei/BLW ja aber auch noch nicht den Kalorienbedarf. Und die Empfehlung ist klar weiterzustillen. Außer du möchtest aus anderen Gründen umsteigen. Wasser brauchst du theoretisch auch erst, wenn 3 Stillmahlzeiten durch Brei ersetzt sind, wobei wir vorher schon schlückchenweise zum Gewöhnen haben probieren lassen. Mit einem Glas/Becher mit dickem Rand kannst du auch direkt trinken üben ohne Flasche o.ä.. Sollte natürlich nichts zerbrechliches sein, da alles gerne mal zu Boden fällt (Physikexperiment Schwerkraft😆).

Schau mal hier die Broschüre, die gibt es in BW beim Kinderarzt oder von den Frühen Hilfen bzw. oft kommt jemand zur Info in Krabbelgruppen.

https://www.google.de/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://mlr.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mlr/intern/dateien/PDFs/Essen_und_Trinken/Von_Anfang_an_mit_Lesezeichenfenster_WEB_2.pdf&ved=2ahUKEwirgYG3xb3mAhWZ7KYKHev3AdEQFjAAegQIAhAB&usg=AOvVaw23jEkR-S57q0hBlP9Z2NsE

Alles Gute

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Vielen lieben dank 😊

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Danke für eure Antworten 🙂

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