Einschlafstillen- Erfahrungen gesucht

Hallo zusammen,
meine Kleine (6 Monate) wird von Geburt an zum Einschlafen gestillt, weil nichts anderes funktioniert. Am Anfang auch dauerhaft mit Nippel im Mund, die Phase ging nach ein paar Wochen vorbei.
Tagsüber schläft sie entweder beim Stillen ein oder in der Trage, im Auto oder im Kinderwagen.
Es geht mir nicht darum, dass sie alleine einschlafen soll. Sie bekommt jede Nähe und Einschlafbegleitung die sie braucht, aber ich möchte vom Einschlafstillen weg, weil es einfach furchtbar anstrengend ist, manchmal auch ewig dauert und ich nicht mehr die Alleinverantwortliche fürs Schlafen sein möchte. Zudem haben wir in drei Monaten ein paar Abendveranstaltungen, die manchmal schon in ihre Schlafenszeit fallen und da wäre es von Vorteil, wenn das Einschlafen abends mal anders funktioniert.
Bei der Beikost arbeiten wir am Mittagsbrei,die Mahlzeit ist zum Teil ersetzt. Außerdem würde ich gern bis zum Ende des ersten Lebensjahres abstillen.

Die theoretischen Tipps kenne ich, aber die sind ja letztlich auch mit dem Stillen kurz vorher verbunden.
Versuch durch Papa mit rumtragen heute Abend ist gescheitert.
Daher suche ich eure praktischen Erfahrungen: wann hat das geklappt und wie?
Danke schon mal!!!

1

Ich würde zuerst versuchen, essen und schlafen zu trennen. Also bettfertig machen, dann im Wohnzimmer oder woanders, als dein Baby schläft, stillen (nicht im Liegen) und dann ins Bett. Da muss man echt Geduld haben, aber bei uns hat es nach einiger Zeit geklappt 😊

2

Wie hat das dann beim Einschlafen an sich geklappt? Kuscheln, Spieluhr, ..? Bisher fängt sie irgendwann an zu nölen, wenn ich sie wach ins Bett lege.

6

Die Spieluhr hab ich nie benutzt, weil sie mir viel zu laut und zu schnell war 🤷‍♀️
Ich hab ihn in seinem Beistellbettchen auf den Bauch gelegt und solange auf seinen Popo geklopft, bis er eingeschlafen ist. Dabei das gleiche Einschlaflied, immer und immer wieder...wichtig ist, dass es sich jeden Abend wiederholt! Ich lag dabei daneben, mein Kopf nah bei seinem (quasi wie kuscheln).

Am Anfang hat es ewig gedauert (> 2 Stunden) aber mit der Zeit ist es immer besser geworden

3

Dass das mit dem Papa sofort klappt, wäre ja auch ein Wunder, grade weil sie es gar nicht kennt UND du vermutlich zu Hause warst ;)

Dein Partner sollte es vllt jeden Abend probieren und du dann erst „in letzter Konsequenz“ stillen. Dein Baby wird vermutlich gar nicht gewusst haben, was dein Mann da eigtl grade will, denn es weiß stillen=schlafen ;)

Oder du nimmst konsequent kurz vorm einschlafen die Brust weg und streichelst und kuschelst. Wenn sie unruhig wird, gibst du wieder so lange die Brust, bis sie ruhig ist. Das wird auch Zeitintensiv und erfordert Geduld, aber so hat es wohl bei einigen geklappt :)

4

Wir haben sie in die Manduca geschnallt, nachdem der Abendbrei fest eingeführt war. Das hat eigentlich recht gut geklappt. Nicht ganz ohne schimpfen, aber ok. Dauerte etwa ein zwei Wochen, dann war es selbstverständlich. Allerdings wird sie 4 Monate später noch immer getragen 😅 also so ganz die optimale Lösung war es wohl nicht? Für uns ist es so gut, zumal wir so trotzdem die Nähe hatten und ich nicht so extrem das Gefühl hatte, meinem Baby etwas zu nehmen. Aber so ganz bekam ich das lange nicht aus dem Kopf. 😊

5

Ach so, wegen Papa. Bleib mit im Raum. Wenn dein Baby weint, dann geh hin und tröste. Also, während Papa trägt. Am. Nächsten Tag wieder. Dann bleibst du auf dem Bett sitzen und tröstest von dort. Dann verlässt du den Raum und gehst rein, und wieder raus. Nach etwa einer Woche ist Papa akzeptiert. So hat das bei uns geklappt. Die ersten zwei Tage waren hart! Wichtig ist, nicht übernehmen. Nur trösten. Es sei denn natürlich, es eskaliert völlig, versteht sich von selbst. Und wenn man es einmal überstanden hat, darauf achten, dass sich das Mama bringt zu Bett nicht wieder einschleicht. Das muss konsequent im Wechsel sein. 😵
Wir mussten damals Lösungen finden, weil ich feste Verträge zum Arbeiten hatte, aus denen ich nicht rauskam. Sonst hätte ich das vielleicht nicht durchgezogen. Aber im Nachhinein kann ich sagen, dass es erstens heute natürlich für mich viel leichter ist und ich auch mal raus komme, und zweitens dass es so funktioniert hat. Viel Glück 😊

7

Wie der Papa oder sonst wer das Kind ins Bett bringt hat absolut nichts damit zu tun, wie du sie ins Bett bringst. Im Gegenteil, da jetzt das stillen zu verweigern kann sie eher zusätzlich verunsichern. Ich denke es ist besser, wenn zu zwischendurch einfach nicht da bist und der Papa an der Reihe ist, er muss seinen eigenen Weg finden, da kannst du nicht viel zu beitragen, außer ihn emotional voll zu unterstützen und Vertrauen zu haben, dass die beiden das schaffen.
Wenn du sowieso im ersten Lebensjahr schon abstillen willst, musst du ja Pre-Milch geben, klappt das denn soweit? Nimmt sie dir Flasche denn vom Papa?


P.S.: Das ist ja mal völlig absurd: "Sie bekommt jede Nähe und Einschlafbegleitung die sie braucht, aber ich möchte vom Einschlafstillen weg" - was denn nun? Ich denke, du solltest zuerst Mal ganz ehrlich zu dir selbst sein, deine Tochter merkt doch deine Verunsicherung, wenn du nur nach Ausreden suchst.

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