Stillzeit vorbei

Hallo ihr,

nun ist es bei mir wohl so weit. Die Stillzeit ist vorbei.

Meine kleine (15 Monate) hat sich selber abgestillt. Haben ganz lange nur noch morgens und abends/nachts gestillt und seit zwei Wochen nur noch abends. Und jetzt möchte sie seit 2 Tagen abends auch nimmer #schmoll.

Irgendwie macht es mich traurig dass es nun vorbei ist - zumal es auch mein letztes (2.) Kind ist.

Andererseits bin ich stolz dass ich es 15 Monate geschafft hab (das 1. Kind nur 7 Monate).

Wie krieg ich jetzt das traurige Gefühl los?!

Liebe Grüße

1

Hey,
Kann gut verstehen, dass du traurig bist. Wenn dein Kind nicht moechte, ist es doch schön, dass es selbst bestimmt hat. Trinkt es denn nur noch aus dem Becher? Wenn Du noch weiter stillen willst - einfach anbieten. Mein 3.Kind hat mit anderthalb gestreikt, wegen Blasen im Mund und wegen den Zaehnen. Dann fing er wieder an zu stillen und ist mit 2 noch immer dabei. Habe meine anderen Kids 10 und 13 Monate gestillt. Sollte es jetzt wirklich das Ende sein, dann kuschelt viel zusammen, so dass auch du deine "Kuscheleinheiten" kriegst. Das Still-Ende ist naemlich nicht nur für die Kinder traurig. Goenn Dir was Schoenes, vielleicht auch etwas, was Du erst jetzt wieder genießen kannst, wenn Du nicht stillst...und sei "lieb" zu Dir. Der Hormonabfall nachm Abstillen kann gemein sein...
Liebe Gruesse,
Steffi

2

Hallo,

ja sie trinkt aus dem Becher.

Ich werde sie einfach weiter abends ins Bett bringen und es ihr anbieten, dann seh ich ja was sie macht.

Ich denke mal, da sie es ja selber so bestimmt hat, für sie nicht traurig ist. Sie ist in allem eh so ein kuschelbedürftiges Kind und sie holt sich ihre Kuscheleinheiten den ganzen Tag :-)

Wie meinst du das mit dem Hormonabfall und dem "lieb" sein?

Lg

4

Ich meinte nur dass man selbst, wenn man abstillt - keine stillhormone mehr produziert - die ein bisschen wie Glückshormone sind und beruhigend auch. Wenn die wegfallen, kann es manchmal zu Depressionen etc kommen oder einer Trauerphase. Dass man dann eben etwas netter zu sich selbst ist, sich was goennt, nicht zuviel erwartet von sich etc.

3

Meiner hat sich mit 17 Monaten abgestillt. Mit etwa 15 Monaten wollte er nicht mehr nachts gestillt werden; hat um sich geschlagen, wenn ich ihn zu mir drehen wollte. Hat er seinen Becher (auslaufsicher) bekommen, hat er ein paar Züge genommen, sich den Becher unter'm Arm geklemmt wie ein Kuscheltier und ist wieder eingeschlafen.

Ich hatte ihn bis dahin nur noch abends und nachts gestillt. Abends hatte er auch kaum noch Interesse und ist nur noch auf Anfrage von mir gekommen. Die eine Seite hat er komplett ignoriert und nur noch an seiner Lieblingsseite getrunken. Ich hab' dann mal Probeweise nicht nachgefragt und er ist nicht mal auf die Idee gekommen, nach der Brust zu fragen. Also hab' ich schweren Herzens auch gar nicht mehr nachgefragt. Seitdem kam auch kein einziges Mal auch nur ansatzweise die Frage nach der Brust seitens meines Sohnes.

Ich hab' dem länger nachgetrauert. Immer wenn er durch Zufall so neben mir lag, dass er nur noch hätte andocken müssen, kam sofort die Erinnerung und der Wunsch meinerseits auf (ich hab am Ende fast nur noch im Liegen gestillt). Auch hab ich in den ersten Tagen nach dem Abstillen wieder dieses kribbelnde Gefühl, wenn die Milch einschießt, gehabt, sobald ich auch nur daran gedacht habe. Aber, die Zeit heilt alle Wunden ;-) Ich habe immer weniger und weniger ans Stillen gedacht und nachgetrauert. Im Nachhinein bin froh, dass das alles so unkompliziert ging, ohne dass ich wirklich abstillen MUSSTE. Es ging einfach von selbst.

#winke

5

Bei mir ist die Stillzeit mittlerweile schon über 4 Jahre her, aber ich erinner mich auch noch genau daran wie traurig ich war.
Ich hab mir dann irgendwann 2 tolle, echt hochwertige BH´s gegönnt. In einem richtigen Unterwäscheladen, mit super Beratung. Das hat mich echt ein bisschen aufgebaut.

Ich hoffe aber noch auf ein 2. Kind und eine neue Stillzeit ;-)

#winke

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