An Mamas, die stillen und Vollzeit arbeiten

Hallo,

seit zwei Wochen haben mein Mann und ich die "Wickeltasche getauscht", d.h. ich arbeite jetzt und mein Mann ist zuhause bei unserem Sohn. Bis dahin hab ich eigentlich nur noch abends, nachts und früh morgens gestillt. Das wollte ich auch gerne beibehalten, wenn ich wieder arbeite, da es mich nicht stört.

Seit ich jetzt wieder arbeite, will mein Sohn, sobald ich da bin, fast durchgehend gestillt werden. Mir ist klar, dass er durch die veränderte Situation jetzt natürlich besonders meine Nähe sucht. Allerdings sind wir durch das viele Stillen echt eingeschränkt, da ich ihn aufgrund seines Alters (leider) nur noch zuhause stillen möchte. Meint ihr, das ist nur eine Phase und geht wieder vorbei? Sollte ich vielleicht konsequent versuchen, ihn tagsüber gar nicht mehr an die Brust zu lassen?
Eigentlich hatte ich immer vor, ihn selbst entscheiden zu lassen, wie lange er gestillt werden möchte, aber es ist im Moment schon sehr anstrengend für mich...

Hat jemand Erfahrung mit dieser Situation?

Liebe Grüße
bamako

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Hallo,

ich bin in einer ähnlichen Situation wie du.
Meine Tochter geht in die Kita seit sie fast 11 Monate alt ist. Zu diesem Zeitpunkt habe ich nur noch nachts und abends sowie mittags zum Einschlafen gestillt. Dann habe ich mich vom Vater meiner Tochter getrennt und ab da wollte sie vermehrt gestillt werden: direkt nach der Kita, zwischendurch zu Hause (und unterwegs) ganz oft und auch am Wochenende mehr.
Ich habe es erstmal so hingenommen, da ich mir gedacht habe, dass sie die ganze Situation verunsichert.

Inzwischen sind wir umgezogen, sie besucht eine andere Kita und es ist ingesamt mehr Ruhe eingekehrt und ich bemerke eine Veränderung in ihrem Stillverhalten: das 1. Stillen nach der Kita ist jetzt nicht mehr im Auto auf dem Parkplatz vor der Kita sondern zu Hause. Und da auch erst nach 1 Stunde.
Auch das andere Stillen zwischendurch wird weniger. Hab ein bisschen Geduld und Vertrauen. Sobald es sich eingespielt hat, wird das Stillen wieder weniger, es hat bei uns ca 6 Monate gedauert.

LG Vanessa
PS: Trau dich ruhig unterwegs zu Stillen, es hat mich noch niiieee jemand ausserhalb der Familie oder des Freundeskreis blöd darauf angesprochen oder komisch geschaut. Kommentare kommen nur von der Familie oder von Freunden und da weiss ich zu kontern ;-)

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Hallo,

vielen Dank für deine liebe Antwort #liebdrueck.
Puh, da hast du ja bestimmt auch keine leichte Zeit hinter dir!?!

6 Monate hört sich ziemlich lang an... ich hoffe es spielt sich früher ein, denn ich weiß nicht, ob ich so lange durchhalte. Ich stille echt gern, aber sobald ich zuhause bin, fordert er vehement die Brust ein. Manchmal spielt er dann ein paar Minuten, will dann wieder gestillt werden, spielt wieder, will gestillt werden, spielt wieder usw. Das finde ich extrem anstrengend, aber zurzeit möchte ich es ihm auch irgendwie noch nicht verweigern...

Liebe Grüße
bamako

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Hallo,

ne, die Zeit war echt nicht leicht. Aber es hat sich gelohnt.

Bei euch müssen es ja nicht auch 6 Monate sein. Eure häusliche Situation ist ja ganz anders. Und das Spielchen mit kurz mal Stillen, spielen, Stillen,... kenne ich auch, glaub mir, es wird besser. Ich möchte es ihr auch nicht verweigern, da ich gemerkt habe, dass sie es braucht, es ihr Sicherheit gibt. Deswegen stillt dein Sohn im Moment auch sooft. Er sucht deine Nähe und die Sicherheit, dass du nicht weg bist. Er tankt sozusagen auf.

Schau dir die nächsten 4 bis 6 Wochen an, dann kannst du immer noch entscheiden.

Ganz liebe Grüße,
Vanessa

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