Glutenfreie Ernährung nach dem 6. Monat

Hallo Ihr,

ich bin immer noch auf der Suche nach plausiblen Erklärungen für eine Glutenfreie Ernährung nach dem 6. Lebensmonat. Ausser bei nachgewiesener Zöliakie finde ich keine Empfehlung dafür. Trotzdem scheinen viele Eltern davon überzeugt zu sein Ihrem Kind damit etwas gutes zu tun.

Dafür wird den kleinen aber möglichst mit 4 Monaten schon Brei in den Mund gestoppft.

Wenn man sich an die Empfehlungen für allergiegefährdete Kinder hält, bekommen sie eh erst nach dem siebten Monat Getreide (nach dem 6. Mittagsbrei und einen Monat später Abendbrei).

Bin auf Eure Meinungen gespannt.

LG, Andrea

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Hallo

gute frage?

Also ich habe nach dem 6 Monat angefangen Mittags zu geben und nach 7 angefangen Nachmittags Getreide zu geben (da sie den Abendbrei nicht mag/schafft/ kann da will sie einfach die Flasche. Ich achte darauf das es Glutenfrei ist weil ................... ich denke das es richtig ist (sie bekommt es früh genug). Einen plausiblen Grund kenne ich aber auch nicht ;-)

Bin gespannt ob es jemand weiss....

Gruß Sabrina

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Hallo Andrea,

also ich denke das ist so ähnlich wie bei Kuhmilch,Gluten kann diese Zöliakie auslösen,wie Kuhmilch eine Allergie
auslösen kann,also sollte man wohl in der Anfangszeit auf solche Eiweißen verzichten....

Liebe Güße
krake und #baby Hendrik

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aaalso,ich kann dir da nur zustimmen.ich denke,die meisten mütter wissen gar nix mit dem begriff gluten anzufangen.eigentlich ist es nach dem 6. monat nicht mehr wichtig glutenfreie kost zu geben außer das kind leidet an zöliakie.aber da man in den ersten 6 monaten sowieso nichts füttern soll sind eigentlich alle glutenfreien breie quatsch.doch wer weiß schon ob sein kind darunter leidet?irgendwann gibt man halt glutenreiche lebensmittel und man merkt,daß etwas nicht stimmt und wenn dann die diagnose zöliakie feststeht muß man eben sein leben lang drauf verzichten.hab gelesen,daß es ab dem 7.monat nicht ganz so schlimm ist wenn ein baby damit in berührung kommt und zöiakie hat.schließlich muß man halt irgendwann mal testen ob es diese krankheit hat oder nicht.bin ganz deiner meinung wenn du schreibst viele stopfen ihr kind viel zu früh mit brei voll aber labern dann ganz groß,daß doch alles glutenfrei sein soll.so ein käse...
liebe grüße.sonja mit helena 6 monate

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Hallo Ihr,

Danke für Eure Antworten.

Es gibt eben keinen Gund auf Gluten zu verzichten. Es sei denn es liegt eine Zöliakie vor. Und die kann nur diagnostiziert werden, wenn das Kind mit Gluten in Berührung kommt.

Zöliakie wird nicht !!!!!! durch Glutenhaltige Lebensmittel ausgelöst, sondern ist eine angeborene Erkrankung.

Die Zöliakie wird auch nicht besser, wenn man den Kindern das Gluten erst später gibt. Nur die Diagnose wird verzögert.

LG, Andrea

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Hallo Andrea,

hab mal etwas gesurft:

Was sollte man zur Ursache und Vererbung von Zöliakie / Sprue wissen

Es ist anzunehmen, dass die Ursache der Glutenunverträglichkeit an den für Zöliakie / Sprue typischen Genen "HLA-DQ2" oder "HLA-DQ8" sowie an bestimmten Umweltfaktoren, wie z.B. Infektionen, liegt. Aufgrund dessen handelt es sich bei Zöliakie / Sprue nicht um eine Allergie bzw. Glutenallergie, sondern um eine vererbbare, genetisch bedingte Autoimmunerkrankung. Die Wahrscheinlichkeit der Vererbung von Zöliakie liegt bei Verwandten 1. Grades (Eltern - Geschwister - Kinder) bei etwa 10 - 15%.

Welche Symptome haben Säuglinge, Kinder und Jugendliche

Die glutenhaltige Ernährung setzt bei Babys in der Regel zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat durch das Zufüttern von z.B. Grießbrei, Nudeln, Keksen usw. ein. Bis die ersten Symptome auftreten, vergehen dann meistens noch weitere 4 bis 6 Monate, so dass bei vielen Kindern die Zöliakie erst zwischen dem 1. und 2. Lebensjahr diagnostiziert wird.

Die Symptome einer typischen Zöliakie bei Säuglingen und Kleinkindern

* tritt in der Regel im 1. oder 2. Lebensjahr auf
* Durchfall (Diarrhoe), dauerhaft oder periodisch
* Produktion massiger, übel riechender Gärungsstühle von hohem Fettgehalt (Steatorrhoe), dauerhaft oder periodisch
* ein geblähter bzw. aufgetriebener Bauch mit „plätscherndem Darminhalt“
* Wachstumsstillstand bzw. -rückstand
* Gewichtsstillstand bzw. -abnahme
* Blässe
* Appetitlosigkeit, Übelkeit und/oder Erbrechen
* Bauchschmerzen und/oder Blähungen
* Wesensveränderungen: Weinerlichkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit, Apathie

Die o.g. Symptome müssen bei einem Säugling oder Kleinkind nicht immer alle gleichzeitig auftreten, es kann auch zur Ausprägung nur eines Symptoms kommen.

Bei Neugeborenen ist es empfehlenswert, von Geburt an bis zum 6. Lebensmonat voll zu stillen und erst dann zuzufüttern, da dies gegen die Symptome von Zöliakie schützend sein soll. Das heißt aber nicht, dass die Zöliakie dadurch verhindert werden kann, es wird lediglich der Zeitpunkt des Auftretens der ersten Symptome verzögert.

Außerdem ist sehr häufig beobachtet worden, dass Kinder, bei denen Zöliakie diagnostiziert wurde, in den ersten Lebensmonaten sogenannte typische „Schreibabys“ waren.



soviel zum Thema Zöliakie. Lassen wir die mal beiseite, gibt es ja immer noch die 'klassische Weizenallergie'. Weizen ist ja auch ein hohes Allergen, wie z.B. Milch. Wenn man so will ist ja jedes Nahrungsmittel ein Allergen. Ich hatte vor 3 Jahren eine Nahrungsmittelunverträglich, ich konnte fast nichts mehr essen, hab mich 4 Wochen nur von Reis und Hühnchen ernährt, hab 13 Kilo innerhalb ein paar Monaten abgenommen. Bei mir war u.a. Milch der Hauptübeltäter.

Pauline ist jetzt 8 Monate und ich denke mal, ab nächsten Monat werde ich glutenfrei abschaffen, sie wird auch ihre Milch bekommen, die aber wirklich erst nach mit einem Jahr. Wenn ein Kind auf bestimmte Nahrungsmittel reagiert, heißt das noch lange nicht, das es ein ganzes Leben damit Probleme hat. Andersrum, wer als Kind nicht auf ein NM reagiert hat, kann trotzem als Erwachsener Beschwerden bekommen.


VG
Sabine


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einen Grund nach dem 6. Monat auf Gluten zu verzichten gibt es nur bei angeborener Zölliakie. Die Krankheit tritt eher selten auf und ist eine Erbkrankheit. Da dies in unserer Familie nicht vorkommt habe ich nach dem 6. Monat auch Breie die Glutenhaltig sind gefüttert. Sehe keinen Grund das nicht zu tun.
Viele wissen nicht mal was Gluten überhaupt sind, haben da mal was gehört und meinen strikt Glutenfrei füttern zu müssen.....! ( Übrigens habe ich letztens auch so eine Gluten-frei-Mami getroffen, deren Kind hielt aber zum Knabbern ne Dinkelstange in der Hand#kratz)

Liebe Grüße Jessi und Gluten - Paul #freu

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Hallo Andrea,

also ich habe selbst Zöliakie und habe meinen Tim jetzt 6 Monate glutenfrei ernährt. Morgen bei der U5 will ich ihn mit einem Bluttest auf Zöliakie testen lassen, da ich es übel finde ihn erst gluten auszusetzen um zu testen ob er die anzeichen hat. Ich will jetzt genau wissen ob er diesen Mist von mir geerbt hat, was ich nicht hoffe, ich weiß nämlich nicht ob ich damit klar käme wenn mein Sohn das auch hätte!

LG
Nicole & Tim *8.9.05

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