Eine absolut schwere Entscheidung..

Hallo miteinander,

Ich glaube ich bräuchte mal einige Meinungen aus der Vogelperspektive..

Ich bin 25, aktuell in der 6.ssw, ungeplant ( zumindest zum jetzigen Zeitpunkt ) befinde mich mitten im Jobwechsel ( bin Krankenschwester, habe gekündigt und fange am 1.11. Im neuen Betrieb an ).

Mein Freund ist 29, steckt in der Scheidung und muss demnächst für 2 Kinder Unterhalt zahlen.

Wir wohnen im 4. Stock ohne Fahrstuhl, die Wohnung ist zudem auch noch nicht komplett so, wie wir sie gerne hätten.

Seit fast 3 Jahren sind wir ein Paar.

Wir haben kein Auto, was heißt, dass wir uns dieses zwangsläufig auch noch holen müssten.

Wie ihr vllt schon rauslest weiß ich absolut nicht was ich machen soll.

Es gibt 1000 Gründe für einen Schwangerschaftsabbruch, wo ich auch voll hinter stehe, da es einfach nunmal fakt ist, das man nicht eben finanziell unbeschwert alles gewubbt bekommt, zumal ich deutlich mehr verdiene als mein Freund.

Meine Familie steht hinter mir, dessen bin ich mit bewusst und auch sie sagen es gibt immer Mittel und Wege und ich bräuchte mir keine Sorgen zu machen, andere waren mit Sicherheit auch in meiner Situation und haben diese gemeistert.

Da werden sie vermutlich recht haben, nur ist keiner aus meiner Familie in meiner Situation.

Für mich war klar, dass ich abtreiben würde. Aber aus irgendeinem Grund mach mich dieses Thema nur wütend, Ich reagier aggressiv wenn mein Freund mich irgendwas fragt etc. Wir haben oft drüber gesprochen was wir machen sollen und sind beide der Meinung, dass dies jetzt der absolut falsche Zeitpunkt für ein Kind ist und wir haben absolute Gelsorgen, dass einer einfach finanziell nicht packen werden.

Ganz zu schweigen was wohl der neue AG von mir denkt wenn ich da direkt schwanger antrete und vermutlich noch ins Beschäftigungsverbot gehen muss.

Meine Güte ich weiß einfach nicht was ich tun soll..

Vermutlich ist das doch keine leichte Sache, wie ich anfangs gedacht habe, denn eigentlich spüre ich, noch habe ich schon eine gewisse Bindung zu dem Kind welches in mir heranwächst.

Aber irgendwas ist da, was mich so grübeln lässt. Das ist doch absolut bescheuert.

Hier das gleiche...:(
Hab gestern positiv getestet...ich befinde mich auch in einer Riesen Ungewissheit... ich habe schon 3 Kinder...alle Leute würden die Hände über den Kopf schlagen, wenn ich jetzt noch ein 4. Kind bekäme....bei mir herrscht das große Chaos im Kopf...

Ich hoffe du findest einen weg für dich...

Bei mir ist es so, dass ich denke, je länger ich darüber nachdenke umso schwieriger fällt es mir eine Entscheidung zu treffen.

Ja genau so geht es mir auch. Je mehr Tage vergehen, um so schwieriger wird es.

Ich bedanke mich schonmal bei allen für die lieben Worte und für das Verständnis. 🤗

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Wenn du Zweifel an einer Abtreibung hast, dann mach es nicht.

Eure Gesamtsituation klingt zwar nicht gerade prickelnd, aber man kann es schaffen. Hätte dein Partner die Aussicht auf einen besser bezahlten Job? Oder einen zusätzlichen Job?
Wäre es eine Option wenn er in Elternzeit geht?
Würden deine Eltern frühzeitig auf das Baby aufpassen können, wenn du eher wieder in deinen Job zurück kehrst? Könnten sie euch ev. finanziell unter die Arme greifen?

Der 4.Stock ohne Lift ist zwar beschwerlich, aber doch nicht wirklich ein Grund kein Kind zu bekommen. Es sei denn die Miete liegt jenseits von Gut und Böse. Man kann sich aber nebenbei nach etwas günstigerm umsehen, wenn ihr das wollt.
Jegliche Fixkosten durchchecken ob man nicht irgendwo noch was abzwacken kann. Bei Versicherungen z. B. Vergleiche machen.
Wenn ihr bis jetzt ohne Auto zurecht kommt, dann geht das auch mit Kind. Für Notfälle gibt's auch ein Taxi.
Ein Baby braucht auch kein Zimmer. Gebrauchte Babywäsche gibt's auf diversen Portalen fast umsonst. Ebenso Kinderwagen und Co,wenn man nicht unbedingt Wert auf ein sündhaftteures Gefährt legt.

Ich bin eigentlich gegen Abtreibung. Für mich persönlich gäbe es nur sehr wenige Gründe.
Aber ich bin auch dafür, dass es jeder für sich selbst entscheiden muss.

Ich danke dir auf jedenfall für deine Antwort. Ich werde definitv noch ein paar Nächte drüber schlafen und nochmals mit meinem Partner reden.

Hallo liebe Unbekannte,

ja, es ist keine leichte Sache, so eine weitreichende Entscheidung zu treffen. Und es spricht für eine große innere Stärke, dass Du so ehrlich schreiben kannst, dass Du bereits eine Bindung zu Deinem Kind aufgebaut hast. #liebdrueck
Dass Du Dir trotzdem rauf und runter Gedanken machst, ist doch sehr verständlich und völlig nachvollziehbar.

Deine Hauptsorge sind die Finanzen, stimmt’s? Wisst Ihr denn, was es konkret ausmachen wird, was Dein Freund dann an Unterhalt zu zahlen hat. Man kann ja nicht mehr von ihm verlangen, als er bewältigen kann, ohne selbst zum „Sozialfall“ zu werden? ;-)

Die „Abnehmerin“ hat ja schon viele richtig gute Ideen geschrieben. Ich musste mit 3 Kindern und einem Gehalt auch jahrelang sehr genau rechnen. Da geht wirklich einiges. Und wenn Du nicht gerade auf dem Land wohnst, kommt man wirklich auch ohne Auto aus.

Ich verstehe, dass Dir das mit dem Arbeitgeber Kopfzerbrechen bereitet. #gruebel
Da kannst Du – wenn es soweit ist – nur mit offenen Karten spielen und klarmachen, dass Du das weder geplant noch darauf angelegt hast. Zumindest bist Du da finanziell weiterhin abgesichert, und man kann Dir als Schwangere auch nicht kündigen. Elternzeit und Mutterschutz greifen voll, und vielleicht ist es ja tatsächlich eine Option, dass Dein Freund die erste Zeit zu Hause bleibt?

Ich wünsche Dir, dass Du all die Möglichkeiten, und das was Dir zusteht, in Ruhe bei einer guten Beratungsstelle durchrechnen lassen kannst. Wenn Du in diesem Tunnel ein wenig Licht am Ende siehst, fällt es Dir wahrscheinlich auch leichter über die andere Seite nachzudenken:

Grundsätzlich bist Du ja nicht dagegen, Kinder zu bekommen, hm? Und 25 Jahre ist eigentlich ein perfektes Alter. Du hast einen abgeschlossenen Beruf und bist 3 Jahre mit Deinem Freund zusammen. Du hast mit ihm sicher auch schon Höhen und Tiefen erlebt und bist in dieser schwierigen Zeit seiner Scheidung zu ihm gestanden. Und er steht gerade zu Dir – auch wenn Du ihn ab und zu anfährst, weil Du mit diesem Hin- und Herüberlegen an Deine emotionalen Grenzen kommst. Das wird mit Sicherheit leichter, wenn Du eine Entscheidung getroffen hast, zu der Du auch mit Deinem Herzen stehen kannst. Dann kann man die Gedanken und Überlegungen wieder in eine Richtung lenken, und es kostet nicht mehr so übermäßig viel Kraft.
Wenn Deine Beziehung zu Deiner Familie so gut ist, wie Du es beschreibst, werden die doch sicher auch ihren Anteil – wo möglich – dazu beitragen, dass Ihr als kleine neue Familie klarkommt. :-)

Ich wünsche Dir gute Nächte mit hoffnungsvollen Träumen. Vielleicht schreibst Du noch einmal, was Dir so durch Kopf und Herz geht.
glg Ulli

Das ist wirklich schwierig, denn zum einen hast Du Zeitdruck, eine Entscheidung zu fällen und zum anderen ist die Entscheidung dann in jedem Fall endgültig.

Du hast Zweifel und die solltest Du ernst nehmen. Gehe noch mal in dich, erwäge alle Möglichkeiten und sondiere auch, wo du Hilfe bekommen kannst.

Und versuche unbedingt dich zu sortieren. Eine Wohnung im 4. Stock und kein Auto sind nicht wirklich Gründe gegen ein Kind. Finanzielle Sorgen sind problematisch und nicht zu unterschätzen. Trotzdem ist vieles schaffbar. Die Situation mit dem Job ist Mist, klar. Aber auch kein zwingender Grund für einen Abbruch.

Eure Situation ist nicht ideal, aber auch nicht so katastrophal, wie es dir vielleicht gerade vorkommt.

Ich war zum Glück noch nie in der Situation. Ich glaube aber, dass man absolut hinter seiner Entscheidung stehen muss, wenn man sich für einen Abbruch entscheidet. Traurig sein, wütend, weinen oder was auch immer- das ist alles ok. Aber Zweifel sollte man nicht haben.

Du zweifelst. Also stehst du nicht dahinter.
Ich bin 41, meine Große wird demnächst 17 Jahre alt.
Es ist soooo toll! Damals war es finanziell auch schwer, brauchte sogar Hilfe vom Staat.
Mittlerweile leben wir seit 6 Jahren im eigenen Haus, haben 2 Autos und haben absolut keine Geldsorgen.
Ein Baby braucht nicht viel, man kann es auch in die Krippe bringen und es wird keinen Schaden nehmen.
Meine Kids sind froh eine relativ junge Mama zu haben.
Mit 25 bist du etwa ein Jahe älter als ich damals. Überlege es dir gut...meine zweite war auch ungeplant, wir sind grad auf Besuch bei der Oma und sie liegt mir gegenüber im Bett. Sie ist 14 Jahre alt und der Gedanke war damals kurz da ob ich sie behalten werde.
Sie ist ein tolles Mädchen, dass ich diesen Gedanken auch nur einen Moment hatte damals macht mich traurig.

Ich schreibe dir das weil aus dir keine 100% Sicherheit spricht und auch wenn es momentan finanziell schwer sein würde dies nur eine Phase sein wird die man überstehen kann. Zumal deine Familie hinter euch steht.

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