Schwangerschaftsabruch

Hallo ich bin Magda und bin 20 Jahre alt und noch in der Ausbildung . Vor zwei tagen habe ich vier positive Schwangerschaftstests gemacht.Und seit gestern ist es auch Ärztlich(5SSW) bestätigt. der Vater vom Kind und ich haben uns beide für einen Abbruch entschieden. die Entscheidung ist uns beiden sehr schwer gefallen aber es passt leider nicht zu meiner oder seiner Lebens Situation.
Nun haben wir beide vor der bevorstehenden Situation große Angst oder Respekt...wir haben uns sowohl vom Arzt als auch info Material belesen zu dem Thema. mein Arzt empfiehlt mir die Variante wo man örtlich betäubt wird.

kann mir evtl. einer von euch Tipps bzw. ratschläge geben zu dem Thema ?
und wenn villt welche schon Erfahrung mit dem Thema haben ....wie geht es danach weiter? habt ihr sowas wie eine Therapie gemacht oder so?


vielen lieben dank im Voraus !

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Ich möchte dir dringend einen Rat geben. Dies ist ein sehr persönliches Thema, und du möchtest bestimmt, dass es vertraulich bleibt. Bitte ändere dringend deinen Nutzernamen, denn du hast deinen vollständigen Namen öffentlich gemacht, und bist beispielsweise unter diesem auch bei Facebook zu finden... Pass lieber ein bisschen besser auf deine Daten und deine Privatsphäre auf, und das ist ein gut gemeinter Rat von mir...

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Hallo Magdalena,
du denkst nach, ob du danach vielleicht Hilfe brauchst und wo du die bekommst. Hat der Arzt dazu nichts gesagt?
Du brauchst für den Abbruch auch einen Beratungsschein. Da kannst du auch fragen. Und dann brauchst du drei Tage Bedenkzeit.
Bisher - also seit vorgestern - hattet ihr noch gar nicht die Zeit zum ruhig Nachdenken, oder? Noch ein richtiges Schockgefühl, vermute ich.

Dass es nicht passt, ist eigentlich klar, denn sonst hätte man es sich ja vielleicht gewünscht oder gleich vorstellen können. ;-) Ausbildung ist so ein Moment, wo man gleich starr wird im Fall einer ungeplanten Schwangerschaft. Allerdings ist es schon in vielen Ausbildungen möglich, sie gut zuende zu bringen mit verschiedenen Modellen (Unterbrechung, Teilzeit). Wie weit bist du schon?
Wie alt ist denn dein Freund? Und was macht er beruflich?

Ihr habt ja auch noch mit niemand sonst geredet. Mögt ihr das noch machen?
Was denkt ihr, wie eure Eltern und Freund reagieren würden?

Ich würde schon auch die Möglichkeit "abklopfen" - dazu ist auch die Beratung da -, wie es mit dem Kind gehen könnte, weil ihr ja beide spürt, dass ein Abbruch auch nicht so einfach zu machen ist.
Die Entscheidung, die ihr im ersten Moment getroffen habt, fällt euch schwer und du schreibst, dass es "leider" nicht passt.
Daher denke ich, es würde sich für euch lohnen, nochmal die Lebenssituation anzusehen. Man hat so viele Möglichkeiten, das Leben einzurichten.
Im Moment steht die Ausbildung für dich als Wichtigstes im Vordergrund.
Sicher aber auch eure Beziehung und die Frage nach Kindern überhaupt und noch vieles andere (wohnen, Unterhalt ...).
Wägt alles gut gegeneinander ab. Denn dir muss es gut gehen mit der Entscheidung!
Liebe Grüße von Kyra #winke

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Liebe Magda,

ersteinmal finde ich es es gut, dass du dich zusammen mit deinem Freund hingesetzt hast und ihr euch ausführlich informiert habt, was bei einem Abbruch passiert, welche Methoden es gibt und was die Folgen von SAB sein können - denn natürlich könntest du den Abbruch gut "wegstecken", aber es kann genauso sein, dass du das alles eben nicht leicht verkraften wirst, vor allem psychisch. Denn das, was du wegmachen lassen wirst, ist dein erstes Baby - und wird es immer sein.

Deshalb meine Frage: Ist der Arzt der Einzige gewesen, mit dem ihr über euren Fall geredet habt? Infomaterialien können eben "nur" informieren. Aber sie können nicht abschätzen, was für euch die richtige Lösung wäre.

Deswegen würde ich euch raten, mit einer Vertrauensperson darüber zu reden, jemanden, der eure Situation kennt und die Möglichkeiten mit euch abwägen kann.

Auch könnt ihr euch in einer Beratungsstelle Hillfe holen. Die kennen sich mit Sicherheit gut aus und können gemeinsam mit euch überlegen, was für oder was gegen das Baby sprechen würde.

Ich möchte eben nicht, dass ihr eine Entscheidung vorschnell fällt, die ihr am Ende bereut. Du bist erst in der 5. Schwangerschaftswoche. Lasst euch die Zeit :)

Viele Grüße,

Nina#hicks

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Du bist hier in einem Familienforum, in dem 95% erstmal grundsätzlich einen Abbruch ablehnen oder überaus kritisch sehen, das ist nachvollziehbar, aber eben nicht für alle Frauen und Situtionen anwendbar.
Über die Methoden des Abbruchs informiert Dich Dein Arzt oder auch die Beratungsstelle, zu der Du ja ohnehin musst.
Das Wichtigste ist, dass Du hinter Deinem Entschluss stehst, egal, wie er ausfällt. Dann ist es auch zu verarbeiten, ohne dass man einen Therapeuten braucht. Ich habe selber zwei Frauen zu Abbrüchen begleitet und beide haben ihn ohne Therapie verarbeitet, bekamen später noch Kinder, alles in Ordnung.
Man macht sich die Entscheidung ja nicht leicht, deswegen, wenn Du dahinter stehst, schaffst Du es auch.
Solltest Du aber Zweifel haben und doch daran denken, ob Du es nicht lieber doch bekommen willst o.ä., dann überleg es Dir gut. Alles Gute für Dich. LG Moni

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Ich habe das (leider) ebenfalls durch. Ich war etwas älter als du, und mein Freund damals war ebenso wie ich nicht bereit für ein Kind.

Wie das abläuft wurde dir bereits gesagt: Beratung (zB bei ProFamilia); dann die vorgeschriebene Wartezeit, dann der Abbruch. Und danach noch eine Nachkontrolle bei deinem FA.

Zunächst: keine Angst! Die grösste Problematik und Belastung ist die seelische. Der Ablauf, und die körperliche Beanspruchung, sind gut zu meistern.

Ich würde dir ausdrücklich keine örtliche Betäubung empfehlen. Dabei bekommst du alle Geräusche und Gespräche der Abtreibung live mit. Erspar dir das. Ich hatte eine Vollnarkose. Nach dem Aufwachen hat mich mein Freund abgeholt, heim gefahren und das wars. Wesentlich schonender für die Seele als eine örtliche Betäubung.

Du bist früh genug in der SS für einen medikamentösen Abbruch. Vielleicht auch eine Überlegung wert.....

Ich habe meine Entscheidung nie bereut. Ich denke nie daran. Ich hatte danach mein Leben zurück. Konnte mein Studium beenden, mein Leben aufbauen. Heute bin ich Mutter. Verheiratet, allerdings nicht mit dem Mann von damals.

Ich bin nicht stolz drauf. Aber es war die einzige richtige Entscheidung. Und du kannst mir glauben- ich habe danach dafür gesorgt das es NIE wieder ungeplant passieren kann.

Alles Gute dir. Und wie gesagt- keine Angst.

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Ich denke, dass du es nicht bereuen wirst wenn du fest davon überzeugt bist. Ich bin früh Mutter geworden und habe das nicht bereut, war dann nochmal schwanger als der kleine 2 war, dieses ist von alleine abgegangen aber ich kann nicht sagen ob ich es behalten hätte weil es einfach noch zu früh war. Mein Partner und ich waren beide grad in der Ausbildung und das war mit einem Kind schon schwer. Ich habe nicht darunter gelitten, dass es abgegangen ist, ich war sogar erleichtert. Von daher, denke uch auch nicht, dass ich unter einer Abtreibung gelitten hätte.

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