Abtreibung örtliche Betäubung

ich bin ungeplant schwanger geworden. Anfangs dachte ich noch, dass ich mich mit dem Baby anfreunden kann und die Gefühle dafür kommen, aber da ist nichts. Ich hab versucht, es mir gut zu reden, was 2 oder 3 Tage auch geklappt hat, aber immer wieder hab ich drauf gehofft, dass plötzlich Blutungen einsetzen und es sich von selbst regelt. Ich muss dazu auch noch sagen, dass ich bereits alleinerziehende Mama einer 10 Jährigen bin und das mit es mit ihrem Papa alles andere als leicht ist, seit der Trennung vor guten 7 Jahren. Ich bin emotional durch die Hölle gegangen in den letzten 4 Wochen, seit ich von der ss weiß! Und nicht, weil ich von jemandem bedrängt werde, das Kind zu bekommen oder abzutreiben, sondern weil ich selbst das Problem damit habe! Ich war vor 2 Wochen bei der Beratung und hab auch mit guten Freundinnen geredet. Ich wollte auf keinen Fall einen vorschnellen Abbruch machen. Hab sehr viel im Internet gelesen. Gutes wie Schlechtes! Bitte urteilt nicht über mich! Aber habe mich gestern Nacht eindeutig für einen Abbruch entschieden. Nun ist es so, dass der Arzt bzw die Praxis, die das macht,(auch meinen Frauenarztpraxis) es nur unter örtlicher Betäubung macht. Hat jemand diese Art des Abbruchs schon durchgemacht? Und ich meine jetzt eine gewollte Abtreibung und nicht eine MA wo es sein musste. Wie waren eure Erfahrungen? Mein Beratungsgespräch findet leider erst nächsten Dienstag statt und kurz drauf wäre der Abbruchstermin.

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Oh bist Du böse.
Die TE schreibt doch selber, daß sie nicht vorschnell eine Entscheidung treffen wollte und für einige Tage dachte, sich über die Schwangerschaft freuen zu können......
Sie jetzt hier bloßzustellen und damit nachzutreten finde ich unfair.
Wenn Du zu ihrer Frage nichts beitragen kannst, sag lieber einfach nichts.

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Ich danke dir! Ich denke einfach mal, dass sie meine/n Text/e eventuell nicht richtig gelesen hat. Ich weiss, dass es ein heikles Thema ist und nachdem hier wohl auch manchmal seltsame Leute mit Lügenmärchen usw unterwegs sind.... Im ersten Moment war ich auch etwas baff über die Verlinkung von nem älteren Beitrag von mir und dann noch ohne Kommentar.

Bei einem öffentlich zugänglichen Forum kann es zu allem kommen und ich bin mir durchaus bewusst, das theoretisch auch richtig fiese Kommentare kommen können.

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Hallo liebe Löwenzahn!
Dir wäre eine Vollnarkose lieber, klingt so durch, oder? Aber du hast auch schon mit deinem FA darüber gesprochen, denke ich? Ich meine - weil du schon weißt, dass er es nur mit örtlicher Betäubung macht. Er weiß sicher auch, dass du erstmal abwägen wolltest, ob du das Kind überhaupt bekommst, weil du ja deinen ersten Termin sicher bei ihm hattest. Und das waren jetzt lange vier Wochen für dich!
Welcher Gedanke hat dich denn so lange gehindert? Und was war schließlich die "Eingebung" heute Nacht? Einfach, weil du mürbe warst und kein wirkliches Ja finden konntest?
Dafür, dass du dir die ersten 2 bis 3 Tage gut zureden konntest, hast du wirklich lange ausgehalten in der Unsicherheit.
Sagt denn der Kindsvater auch etwas dazu? Ist diese Beziehung aussichtsreich? Denn das wäre für dich sicher ein wichtiger Anker, wenn es mit dem Vater deines Sohnes schon so lange schwierig ist.
Wie sehen es denn deine Freundinnen?
In punkto Betäubung: Vielleicht doch einfach mal in der Praxis anrufen und nicht bis zum Vorgespräch warten. Oder im Zweifelsfall auch bei einer anderen!? Ich weiß nicht ..
Was fällt dir eben schwer bei der örtlichen Betäubung?
Ich schicke Dir Kraftgrüße!
Kyra #winke

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Danke für deine Nachricht Kyra!
Ja eine Vollnarkose wäre mir wirklich lieber. Das mit dem Abbruch und örtliche Betäubung wurde mir direkt beim Anruf von der Arzthelferin gesagt. Einen Vorgesprächstermin bzgl Abtreibung habe ich nicht bekommen, da sie mich direkt an die Beratungsstelle verwiesen hatten. Alles etwas kompliziert in der Praxis, zumal das eine Gemeinsschaftspraxis ist und man quasi den Arzt nehmen muss, der gerade da ist bzw mein Arzt der die ss festgestellt hat, darf die Abtreibung nicht durchführen. Mein FA ist Belegarzt und deshalb oft im Krankenhaus. Sorry schon mal für das ganze Chaos was ich hier zusammenschreibe.

Kurz zu meinen Gedankengängen seit positivem sst. Erst der Schock, dann hats blöderweise meine Tochter mitbekommen, weil sie in mein Handy gespitzelt hat, während ich mich mit meinem "Partner über die Schwangerschaft ausgetauscht habe, und sie hatte Tränen deshalb in den Augen vor Freude! Sie wollte, seid ich denken kann, ein Geschwisterchen. Das war letzendlich der Hauptgrund, warum ich versucht hab mich dafür zu erwärmen.
Der potentielle Papa hat sich auch gefreut wie ein Honigkuchenpferd. Wo wir zu Punkt 2 kommen, warum ich positive Gefühle erzwingen wollte. Bei ihm ist es so, ich mag ihn sehr gerne wirklich, aber ich kann mir unter keinen Umständen vorstellen, dass ich mit ihm ein Kind möchte. Es ist keine Liebe da, wie es eigtl sein sollte. Bzw seid der Trennung von meinem Exmann (Papa der Grossen) kann ich keinen Mann mehr richtig an mich ran lassen. Kurz dazu, er hat uns damals bzw mich ohne Erklärung sitzen lassen von heute auf morgen. Ich bin damals in ne tiefe Depression gerutsch, war knapp 3 Jahre in therapeutischer Behandlung und kurzzeitige Medikation. Er macht es mir bis zum heutigen Tag nicht leicht und sein Art, wie er das alles handhabt liegt wie eine hand um meinen hals die mir immer wieder die Luft abschnürrt.

Also zu meinen Mädels, eine davon hat selbst vor etlichen Jahren abgetrieben, eine hat ein Kind bekommen obwohl es ungeplant war. Die erste sagt zwar, sie hat lange gebraucht, um den Abbruch zu verarbeiten, dass sie sich dafür entschlossen hat, ist aber nach wie vor der Überzeugung, damals das richtige getan zu haben. Und bei der Zweiten ist es so, dass sie heute noch Momente hat, wo sie es bereut, nicht abgetrieben zu haben. Sie hat die Kleine nur zu liebe ihres Partners bekommen. Die Dritte im Bunde ist eigtl gegen Abtreibung, aber kann meine Situation vollkommen nachvollziehen. Keine sagt ich soll dieses oder jenes machen, und das es allein meine Entscheidung ist.

Letzendlich hab ich gestern dann noch eine Schweizer oder Österreichische homepage entdeckt, in denen Menschen, die nicht abgetrieben wurden, über ihre Erfahrungen mit den eigenen Eltern sprechen. Und da waren wirklich traurige Geschichten dabei. Die Kinder spüren es einfach, wenn sie nicht gewollt waren. Es gibt zig Seiten, auf denen Frauen von ihren Gefühlen bzgl Abtreibung sprechen. Und das wird für mich bestimmt einen ganz schlimme Zeit werden. Aber nachdem ich diese Berichte der Schweizer/Österreichische homepage gelesen hab, wurde es für mich klar.
Ich muss dazu sagen, dass ich schon 2 Fehlgeburten hatte und mich beide Male wirklich schlimm getroffen haben. Der Unterschied war allerdings, dass ich mich mit positivem Test jedes Mal mega gefreut hatte und diese besonderen Gefühle da waren!


Was mir bei der örtlichen Betäubung schwer fällt, das man vieles miterlebt. Der nächste Arzt liegt ne gute Stunde von uns entfernt und führt Abtreibungen nur durch, wenn man maximal 45 Minuten entfernt von der Klinik wohnt, was den Grund hat, falls es danach zu Problemen kommen sollte, man nicht zu lange unterwegs sein darf wegen Komplikationen.

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Du, Dein Erzählen geht mir jetzt richtig nah! Ich nehm´s mal mit und schreibe dir später nochmal oder morgen!
Das mit den nicht-abgetriebenen Menschen, die erzählen .... würde mich interessieren. Schick´ mir gerne diesen link!
Irgendwo ist jeder von uns so ein "nicht-abgetriebener" - in Gedanken wird schon jeder Mensch mal "vernichtet" oder auch bereut ...
Drum ist es ja gut, dass es nur Gedanken sind.
Aber ich verstehe auch, was es dir so richtig schwer macht.
Die Geschichte mit Deinem Ex ist sehr schmerzlich .. #heul
Du, ich melde mich wieder.
Bis dann! #winke
Ganz liebe Grüße von Kyra

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Liebe Loewenzahn,
ich habe letztes Jahr eine Abtreibung durchführen lassen, für die eine Vollnarkose geplant war. Am Tag des Eingriffs war der Anästhesist aber krank (und der Arzt hatte mich telefonisch nicht erreicht, um mir das zu sagen), und weil ich alles möglichst "schnell hinter mir" haben wollte und auch nicht so empfindlich bin, habe ich einem Eingriff unter örtlicher Betäubung zugestimmt.
Ich habe alles gut überstanden, Schmerzen waren auch nicht schlimm, aber ich dachte damals, daß ich jeder Frau zu einer Vollnarkose raten würde, der die Entscheidung für den Eingriff schwer gefallen ist. Ich war sehr klar und eindeutig in der Entscheidung, dieses Kind nicht zu bekommen, trotzdem war es schlimm für mich, das alles so "live" mitzubekommen.
Ich weiß nicht, in welcher SS-Woche Du bist und wieviel Zeit Du noch hast- ich kann Dir aber nur raten, einen Termin mit ordentlicher Narkose zu machen. Vielleicht kannst Du Dir für eine Nacht ein Hotelzimmer in der Nähe der Praxis nehmen?
Wenn Dein Beratungsgespräch erst noch stattfindet: Dort wirst Du diesbezüglich auch sehr gut beraten und man kann Dir dort sicher auch weiterhelfen i.S. Arzttermin.
Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft!
Bebe.

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Hallo bebe und vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

Mir tut es aufrichtig leid, dass dich das so belastet hat bzw evtl heute noch belastet!
Ich hab mich bereits durch zig Foren gewühlt und eben ähnliche Erfahrungsberichte gelesen, wie du es geschildert hast. Ich bin emotional wie auch köperlich nicht die tougheste, weshalb es mir wirklich schlimme Ängste bringt. Ich habe noch Zeit, denn momentan bin ich 7+4, wobei ich jetzt mit meinem Entschluss nicht mehr zu lang warten möchte. Die nächste Klinik ist in München und da dort aktuell das Oktoberfest statt findet, werd ich wohl kein Hotelzimmer bekommen bzw wenn zu horenden Preisen. Zumal ich so kurzfristig niemanden für meine Tochter als Betreuung bekomme. Ich werd da morgen aber trotzdem mal anrufen und nachfragen, ob es die Möglichkeit gibt. Ich hab in den letzten Wochen soviel input aus allen möglichen Ecken gezogen, dass ich vielleicht auch ne falsche Info Bezüglich der Distanz im Kopf habe oder es in nem anderen Zusammenhang gestanden hat.

Nochmals vielen Lieben Dank und dir auch alles Gute!

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Ich vermute deine Entscheidung steht fest, seitdem du das Herzchen pochen gesehen hast. Wenn ich deinen anderen thread lese, wo du mit Freude dein Baby präsentierst, kann ich wirklich nicht glauben, das du es nicht liebst! Überlege es dir sehr gut.

Nein, ich bin keine Abtreibungsgegnerin. Die Gefühle nach einem Abbruch können dich, für kurz oder lang, aus dem Leben reißen. Du musst dir wirklich sicher sein. Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft, egal wie du dich entscheidest ❤️

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Ich würde gerne insgesamt etwas zu den letzten Beiträgen posten, aber man kann immer nur einzelnen antworten. Ich dachte, ich bekomme hier neutrale Ratschläge! Meine Entscheidung steht fest. Und ich bin mir wirklich sicher, diesen Weg zu gehen. Ich will mich auch nicht mehr rechtfertigen müssen, warum ich vor knapp 2,5 Wochen noch versucht habe, das Positive zu sehen und hier dummerweise Ultraschallbilder hochgeladen habe. Jeder Mensch ist anders und dementsprechend sein Umgang mit diesem Thema. Ich dachte, ich bin hier um eine Frage beantwortet zu bekommen, bzw neutrale Meinungen/Erfahrungsberichte zu bekommen. Aber dem ist wohl nicht so! Am schlimmsten war eigtl eine privater Nachrichtenaustausch von einer Dame, die sich nett angehört hat, aber wohl der Gruppe extremen Abtreibungsgegner angehört. Es ist kein Spass nicht, sich gegen ein Baby zu entscheiden! Es ist für mich persönlich die härteste Entscheidung meines Lebens gewesen. Ich werde mich demnächst aus diesem Forum verabschieden. Ich wünsche keinem diesen Weg je gehen zu müssen und euch allen alles Liebe! Aber zum Schluss sollte jeder, der hier wegen meinem Ultraschallposting etwas geschrieben hat, sich überlegen, ob das bei so einem Thema passend ist, wenn die TE nach etwas ganz anderem frägt!
Ich weiss nicht warum sich jemand die Arbeit macht, und nen älteren Beitrag an den Pranger zu stellen, wenn man jemanden nicht persönlich kennt. Aber so ist das Internet nun mal. Jeder fühlt sich zum Detektiv ernannt, weil dann positives feedback kommt. Um ehrlich zu sein macht mich das auch ein Stück weit wütend, weil es vermutlich noch zu einer art shitstorm führen wird....

Jeder Mensch bekommt für seine Taten eine Quittung und ich bin mir durchaus bewusst, dass ich die nach dem Abbruch bekommen werde.

Also nochmals alles Liebe an euch und das niemand je in diese Situation kommt!

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Man kann nunmal nicht neutral antworten, wo du dich doch erst gefreut hast. Zumindest schien es so. Und natürlich kann niemand nachempfinden wie es dir jetzt geht. Mir tut es unheimlich leid, was du nun durchmachen musst. Ich bin mir aber sicher das du keine "Quittung" bekommen wirst. Außer vielleicht ein reines Gefühlschaos. Welches ich dir nicht wünsche. Wenn du dir sicher bist, dann bleib dabei! Nochmals alles Gute dir❣️

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Hallo, wenn du dich für einen Abbruch entscheiden solltest, dann ist das so. Es ist und bleibt deine Entscheidung.
Bedenke nur, dass fast jede Mama mal kalte Füße bekommt, selbst wenn es geplante Kinder sind. Du hast bereits sehr liebevoll über dieses Kind geschrieben, werde dir sicher, ob du diesen endgültigen Schritt gehen möchtest.
Alles Liebe für Dich #herzlich

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