Erfahrungen mit Wutanfällen in der Nacht?

Guten Abend,

unser geliebtetes Wunschkind ist aktuell etwa 2,5 Jahre. Wir hatten schon um den 2. Geburtstag erste Anzeichen der beginnenden Autonomiephase. Sie hat halt ihren eigenen Kopf und das ist auch gut so. Bisher blieben aber die unkontrollierten Wut- und Frustrationsanfälle aus.

Seit ein paar Tagen scheint es aber als seien von jetzt auf gleich alle Dämme gebrochen. Sie rastet aus, sobald das Malblatt verrutscht, die Handschuhe nicht schnell genug angezogen sind und natürlich dann, wenn sie nicht das bekommt was sie gerne will.

Am belastensten sind aber ihre nächtlichen Ausbrüche, die wir nicht einordnen können. Gehört das dazu? Sie schläft und schreit von jetzt auf gleich los als ginge die Welt unter. Nicht panisch sondern frustriert oder wütend. Gerade hat sie auch gestrampelt wie eine Wilde. Und das jetzt in drei von vier Nächten. Es dauert verhältnismäßig lange bis sie sich ansatzweise beruhigt nachdem sie sich an mich klammert oder mich auch wegschubst. Hunger oder Durst hat sie nicht. Und ihre Antwort lautet nein auf die Frage ob ihr was weh tut oder ob sie Angst hat. Letzteres kann sie tatsächlich schon ganz gut unterscheiden. Heute morgen erzählte sie dass sie traurig war weil sie etwas nicht kann.

Wir sind ziemlich ratlos, wie wir ihr helfen sollen. Hat hier jemand. Erfahrungen? Oder einen Tipp an wen wir uns wenden können?

Wenn wir alle nicht schlafen, liegen hier bald nicht mehr nur ihre Nerven blank. #zitter

Danke

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Hey :)

Wir haben ein ähnliches wundervolles, explodierendes Wesen bei uns. Vorallem ist es das totale Gegenteil von unserem ersten Kind. Er wird im Februar zwar erst 2 ist aber schon immer sehr impulsiv. Nachts ist es so, dass wenn er wach wird, sich erstmal schrecklich darüber ärgert, dass er wach wird ( vermuten wir) er will auch nichts essen oder trinken und er verneint schmerzen ebenso. Zudem ist es so, dass er in solchen Fällen ausschließlich meinen Mann akzeptiert 🤷🏼‍♀️ Wir wissen nicht wieso, wir nehmen es inzwischen so hin( wenn es denn möglich ist)
Er brüllt dann wirklich ganz fürchterlich. Vielleicht träumen sie auch. Jedenfalls dauert es dann auch lange. Manchmal möchte er auch nich angefasst werden. Mein Mann liegt dann zugewandt zu ihm und macht ihm immer wieder ein kuschelangebot macht aber sonst nichts. Irgendwann ( manchmal dauert es gefühlt ewig (10-15 min) legt er sich einfach zu meinem Mann und schläft weiter als wäre nichts gewesen. Er kuschelt dann aber sehr erstmal. Wir sind einfach da, alles andere was wir versucht haben, war wirkungslos also halten wir es aus! Alles gute, es ist alles nur ne Phase 🫣😅

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Huhu,

kann es nachts vielleicht der Nachtschreck sein? Klingt so, wenn sie sich nicht beruhigen lässt. Dann ist sie noch am schlafen und bekommt das nicht richtig mit.

Wenn unserer einen Nachtschreck hat hilft es ihn hoch zu heben und zu machen was er will. Da er noch nicht spricht, zeigt er mit dem Arm wo er hin will, meist will er ne Banane noch essen, so nachts um 2/3 Uhr. Manchmal spielt er dann noch 1-2 Stunden und dann schläft er wieder.

Aktuell schalte ich ihm nachts Videos von anderen Kindern an in dauerschleife und lege mich neben ihm und er guckt das bis er wieder einschläft.

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Danke aber wirklich wach, dass sie Unterhaltung braucht ist unsere danach nicht. Im Gegenteil sie löst sich aus meinen Armen und legt sich wieder hin, schläft auch recht schnell begleitet weiter. Bei großen Ausbrüchen braucht sie aber 2-3 Anläufe um wieder richtig ruhig und länger zu schlafen.

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Sie sind beim Nachtschreck auch nicht wach, unserer schreit so viel bis er wach wird. Gestern hatte er sicher 3 Nachtschreckt von 1-4 Uhr. Die nachtschrecke kommen auch oft wenn er im halbschlaf ist.

Er hatte dann Phasen wo er nur geweint und geschrien hat, er haut meine Hände weg, aber es ist auch nicht ok, wenn sie nicht in seiner Nähe sind, es ist gaaaaaaaanz schwierig dann. Ich hebe ihn dann meist hoch und geh mit ihm durch die gegend bis er wach wird, dann will er essen oder spielen, ist aber noch immer super müde und dann leg ich ihn wieder hin. Heute nacht war echt schlimm bei uns.

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Hallo du,

wie eine der Vorrednerin schrieb, das klingt auch für mich sehr nach Nachtschreck!
Unsere Tochter (15 Monate) hat das bereits seit ihrem 5 LM immer wieder phasenweise.
Sie schreit dann wie am Spieß, ist NICHT wach (auch wenn das so wirkt) und lässt sich nicht beruhigen/trösten.
Könnt ihr denn mit ihr sofort sprechen oder reagiert sie erst nach einer ganzen Weile?
Falls es Nachtschreck sein sollte, man soll die Kinder nicht wecken oder festhalten, nur aufpassen, dass sie sich nicht verletzen.
Bei uns hilft tatsächlich auch nur abwarten und da sein, irgendwann lässt sie sich vorsichtig in den Arm nehmen und schläft dann von selbst weiter. Am Anfang war das echt übel, aber wir haben uns daran gewöhnt, es tatsächlich auszuhalten, auch weil nichts anderes geholfen hat und sie bei dem Versuch, sie zu beruhigen nur schlimmer schreit bzw bei wecken nur super schwer wieder einschläft.

LG ZimtBlau

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Sie ist so in Rage, dass wir uns nicht ganz sicher sind. Aber ihr Kopf dreht sich zu uns wenn wir reinkommen und sie reagiert recht gut auf uns, schmeißt sich in meine Arme oder schiebt mich weg. Also würde ich sagen mit Gesten ja, zum sprechen muss sie sich erst etwas beruhigen.

Bearbeitet von Reimi
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Ah ok, wenn sie sich in deine Arme schmeißt, klingt das ja eher nach wach sein. Das Wegschieben macht unsere Kleine auch, wenn man sie bei Nachtschreck versucht zu beruhigen.

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Hm ob das jetzt ein Wutanfall ist,weiß ich auch nicht
. Ich würde auch so reagieren,dass schnell jemand da ist,bzw. Wenn möglich sogar ein paar Nächte im gleichen Zimmer schläft und schnell beruhigend reagieren kann.
Wenn unser Kind nicht ansprechbar war,haben wir das Nachtlicht bisschen heller gemacht und sie Mal hochgenommen und gekuschelt und beruhigend auf sie eingeredet."Hey, wie sind da,wir passen auf dich auf, du bist zu Hause ."
So in der Art.

Manchmal hilft das ganz gut,aber nur,wenn die Kids das auch wollen.

Ich hoffe diese Phase geht schnell vorüber. Schlafmangel ist für sämtliche Beteiligte unschön.#winke

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Ja so machen wir das momentan auch. Einfach da sein. Da ich mir vorhin nicht mehr anders zu helfen wusste, habe ich sie vorhin sogar auf dem Arm auf und ab getragen und ihr erzählt was wir morgen alles tolles Vorhaben. Was bei Säuglingen hilft...

Bei ihr schlafen ist ein schwieriges Thema. Eigentlich wollen wir sie gerne dazu bewegen abends auch selbst einzuschlafen. Aber bei ihrem aktuellen Gefühlschaos machen wir da natürlich nix in die Richtung. Zwei Stunden Einschlafbegleitung sind aber auch zermürbend. Aber das ist ein anderes Thema die Anfälle stehen hier aktuell im Vordergrund.

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Hallo!

Haben wir hier auch! Während die große diese Phase am Tag durchlebt, macht die kleinen (gerade 2) geworden die Nächte zum Tag. Angefangen hat es bei der kleinen mit 1,5 Jahren. Sie schläft brav und eigentlich braucht sie nur einmal was zu trinken. Aber dann hat sie Phasen wo sie munter wird und schreit wie am Spieß. Mein Mann kann sie gar nicht beruhigen. Und auch wenn ich zu ihr ins Zimmer gehe brüllt sie nur. Alles was wir ihr anbieten will sie nicht und sie schreit nur noch lauter. Auch wenn sie sagt wir sollen weg gehen und wir machen das, schreit sie weil sie es dann doch nicht will. Meistens endet es dann so, dass ich mich zu ihr ans Bett setze und sie immer mal frage was sie will oder braucht. Auf einmal kann sie es dann sagen und dann beruhigt sie sich. Das dauert von Anfang bis Ende bis zu zwei Stunden, bis sie wieder eingeschlafen ist. Ich kann sie auch nicht zu mir mitnehmen, da ihr kleiner Bruder bei uns im Zimmer schläft und sie ihn mit dem Gebrüll wecken würde. Wir kaufen jetzt ein großes Bett und hoffen wenn wir uns zu ihr legen können sie sich schneller beruhigt. Sie tut uns da echt leid.

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Ohje das klingt auch ganz schön nervenaufreibend für alle Beteiligten. Brüllt sie die vollen 2 Stunden durch?

Ist der Anfall bei uns überwunden, bleibe ich bei ihr bis sie wieder tief schläft. Das dauert insgesamt vielleicht so 20-30 Minuten. Ich liege neben ihrem Bett auf Gartenmatratzen und sie streichelt meinen Arm. Mit ins Bett pass ich auch nicht #schwitz

Bearbeitet von Reimi
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Also wenn sie krank ist brüllt sie eine Stunde durch wenn sie munter wird, da ist es echt anstrengend. Aber wenn sie gesundheitlich fit ist, dauert es ca eine halbe Stunde plus minus wie die Verfassung ist. Einschlafen kommt immer drauf an wie es ihr geht. Wenn sie total fertig ist vom schreien gehts schnell und sonst kann es bis zu einer Stunde dauern. Wir haben uns jetzt eine Matratze vor Bett gelegt, weil ich bleibe bis sie eingeschlafen ist. Aber da die große 3 ist die mittlere 2 und das Baby 6 Monate komm ich fast nicht zum schlafen 😅

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Hey,

Mein kleiner Neffe (auch 2 1/2) hat das so phasenweise.
Mein Bruder war mit ihm deswegen beim Kinderarzt und der meinte, dass Kinder die etwas sensibler sind, den Tag mit den vielen Eindrücken nicht gut verarbeiten können und deswegen öfter in der Nacht „aufschrecken“.
Sei nichts besorgniserregendes und kommt
wohl vor

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Danke ja sie scheint für so was anfällig zu sein. Sie hat in ihrem ganzen Leben vielleicht zusammengefasst zwei Monate durchgeschlafen. Und gleichzeitig ist sie sehr willensstark und will immer mehr als sie kann.

Aber man fragt sich natürlich was an den letzten Tagen anders war, was sie so aus den Socken haut.

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Bei uns gehört das zum Einschlafritual, den Tag nochmal kurz zu erzählen und auf (positive wie negative) Erlebnisse dabei einzugehen (wenn ein anderes Kind ein Spielzeug kaputt gemacht hat,oder sie einen Trotzanfall wegen was auch immer hatte. Unsere Maus ist aber auch 3.5. aber ich habe das Gefühl ihr hilft es,den Tag zu ordnen.

Bearbeitet von 2Fachmommy
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Stell dir mal vor du hast einen Unfall, kannst plötzlich nicht mehr gehen und musst alles mühsam neu erlernen. Dein Kopf möchte gehen, dein Körper macht aber nicht mit und du machst viel langsamer Fortschritte wie du möchtest.

Ich wäre frustriert, traurig und wütend über die Situation und will das alles wieder klappt.
Aber es hilft nichts.
Ich kann nur üben, üben und noch mehr üben und warten.

Ich stell mir vor so muss es den Kleinen gehen.
Klar sind sie wütend dass sie Sachen noch nicht können die bei anderen so leicht aussehen und dabei so einfach und selbstverständlich wirkt.

Geduld, ganz viel üben und Empathie

Bearbeitet von alex8907